Histamin-
intoleranz: Tipps für den Alltag

Ihr habt eine Histaminintoleranz, wollt aber trotz allem nicht darauf verzichten, weiterhin am sozialen Leben teilzunehmen? Wir geben Tipps, wie ihr durch den Alltag kommt.

Stuttgart – Egal ob eine Intoleranz gegen Histamin, Gluten, Laktose oder Fruktose, eines haben sie alle gemeinsam: Mal eben spontan Essen gehen, geht eben nicht. Die Nahrungsaufnahme wird zur Herausforderung. Eine Bestellung im Restaurant – zur Mutprobe. Das Ende vom Lied: Viele Betroffene essen kaum noch außer Haus und fühlen sich dadurch ihrer Lebensqualität beraubt.

Tipp 1: Bioladen statt Supermarkt

Wenn es ans Einkaufen geht, ist nicht nur wichtig, welche Produkte man als „Histaminler“ kauft, sondern auch, wo diese herkommen. Insbesondere die Frische und die Qualität der Lebensmittel spielen bei einer Histaminintoleranz eine große Rolle. Tipp Nummer 1: Kauft am besten regionale, saisonale Bio-Produkte, die – wenn möglich – frisch und unverpackt sind. Spart euch den Weg zum konventionellen Supermarkt und schlendert lieber durch die Regale eines Bio-Ladens oder geht direkt auf dem Markt einkaufen. Denn abgepackte Produkte gehören ohnehin nicht (oder wenn, nur mit einigen Ausnahmen) in den Einkaufswagen eines Histaminlers.

Tipp 2: Restaurant-Besuche sind möglich

Einen Blick in die Karte können sich Histaminintolerante meist sparen. Denn ein Großteil der Gerichte kommt für sie sowieso nicht in Frage. Trotz allem gibt es einen einfachen Trick, der es für alle Beteiligten – allen voran den armen Kellnern ­– deutlich einfacher macht: Eine Verträglichkeitsliste. Auf dieser stehen alle Lebensmittel, die der Betroffene ohne Probleme essen kann. Da sich die Länge dieser Liste bei einer Histaminintoleranz erfahrungsgemäß in Grenzen hält, kann der Kellner diese dem Koch vorlegen und ein Gericht für den Betroffenen zusammenstellen lassen.

Tipp 3: Auf Reisen

Stellt auf jeden Fall sicher, dass ihr in eurem Feriendomizil eine Küche beziehungsweise Herdplatten zur Verfügung habt oder – falls ihr in einem Hotel übernachten wollt – checkt im Voraus, inwiefern die Küche auf Intoleranzen eingeht. Nehmt euch einen Vorrat an Produkten mit, die sich gut lagern und im Ausland eventuell nicht so leicht auftreiben lassen. Hirse, Quinoa oder Chiasamen eignen sich beispielsweise gut, um einen Tag, an dem ihr vielleicht gerade kein frisches Gemüse zur Hand habt, ohne Probleme zu überstehen. Wer einen Tagesausflug plant, sollte sich sein Essen vorkochen und dieses über den Tag gut kühlen. Also: Kühlbox nicht vergessen!

Tipp 4: Stress reduzieren durch Meditation und Yoga

Nicht nur die „falschen“ Lebensmittel können sich negativ auf den Histaminspiegel im Körper auswirken und so zu den typischen Symptomen führen. Auch Stress oder übermäßige sportliche Aktivität können die Ausschüttung von Histamin begünstigen und euer Wohlbefinden auf diese Weise beeinträchtigen. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Atemübungen, die sowohl beim Praktizieren von Yoga als auch beim Meditieren angewandt werden, das Stressniveau dauerhaft senken und somit als natürliche Antihistaminika wirken. Na dann, Namaste!