HipHop Kitchen: Die Liebe für Hip-Hop und gutes Essen vereint

Dass Hip-Hop und gutes Essen ziemlich perfekt zusammenpassen, zeigen drei Stuttgarter mit ihrer Veranstaltung HipHop Kitchen. Am Samstag steigt die nächste Ausgabe im Fais Dodo.

Stuttgart – Wer Hip-Hop mag und gutes Essen, findet in Stuttgart schon seit einer Weile die perfekte Veranstaltung. HipHop Kitchen nennt sie sich und wurde initiiert von Daniel Simpson, Wolfgang Spohn und Thomas Daiker. Das Konzept: Mittags oder in den frühen Abendstunden ein mehrgängiges Menü genießen, begleitet von Hip-Hop-Beats und feiner Gesellschaft.

Food und Musik: HipHop Kitchen

Mit der HipHop Kitchen wandern die drei durch verschiedene Locations in der Stadt, auch das ist Teil des Konzepts: Schankstelle, Flora & Fauna, Hallo Emil, Fais Dodo. Am kommenden Wochenende geht’s wieder ins Fais Dodo.

„Unser Grundgedanke war, dass sich irgendwann die Prioritäten ändern. Auch wenn man Hip-Hop feiert, will man vielleicht nicht mehr bis morgens um fünf in den Club“, sagt Simpson. Hinzu komme, dass man sich etwas leisten möchte und auf gute Qualität beim Essen achte. Und genau das, möchte das Trio bei der HipHop Kitchen vereinen.

Für das Essen ist Thomas Daiker zuständig. Daiker ist gelernter Koch, der sich auch schon in der Sternegastronomie umgeschaut hat. Die Zutaten kauft er frisch vom Markt, Regionalität und Qualität stehen an oberster Stelle. Für die Gerichte wird viel experimentiert, Daiker will die Gäste überraschen. Das Essen ist an den Abenden außerdem auch Teil der Unterhaltung: Daiker interpretiert bekannte Gerichte oder Zutaten neu, und auch die Gäste dürfen manchmal selbst tätig werden, indem sie zum Beispiel ihr Dessert mittels einer Pipette mit Rum indizieren dürfen.

Die Musik ist bei all dem ständiger Begleiter: Vor, zwischen und nach den Gängen legen DJs auf, und während des Essens Beatmaker. „Wir möchten alle Facetten des Hip-Hops abbilden“, sagt Simpson. Es gehe auch darum den Menschen Hip-Hop und seine Geschichte näherzubringen. Deshalb gibt es nicht nur etwas auf die Ohren, sondern auch für den Kopf – das Wissen um die Geschichte des Hip-Hops soll vermittelt oder aufgefrischt werden. Dazu werden kurze Ratespiele gespielt, Kreuzworträtsel gemacht oder sogar eine Art Hip-Hop-Familienduell. „Das ist immer ein großer Spaß“, sagt Simpson und lacht. Vor allem, weil an den Abenden alle Gäste an großen Tafeln sitzen und so miteinander ins Gespräch kommen. „Hier haben sich auch schon Freundschaften entwickelt“, sagt Daiker.

Auch wenn die drei eine Routine in die Veranstaltungen bekommen haben, und jetzt genau da sind, wo sie sein wollen, wie sie sagen, war der Termin im Oktober ein besonderer: Die HipHop Kitchen im Mos Eisley war gleichzeitig die Release-Party der ersten Compilation, auf der verschiedene Beatmaker vertreten sind: HipHop Kitchen Vol1. Die Platte ist auf 500 Stück limitiert, handnummeriert und beinhaltet zehn Songs von diversen Beatmakern. Das besondere: Alle Songs sind exklusiv.

„Die Beatszene ist eine kleine Szene, alle kennen sich und sind coole Typen“, sagt Simpson. Mit der Compilation wollen sie eine Plattform bieten und zeigen, wie vielfältig die Szene ist. „Manche arbeiten mit Soul, manche mit Funk oder Jazz. Wieder andere haben orientalische Einflüsse in ihren Tracks“, sagt Simpson.

Das schönste an der HipHop Kitchen sei die Reaktion der Gäste, sind sich die drei einig. „Die Leute sind happy, wenn sie gehen und haben alle ein breites Lächeln auf dem Gesicht“, sagt Daiker. Und Simpson fügt hinzu: „Das gibt uns Energie und Ansporn.“ Pläne haben die Veranstalter noch viele, auch Anfragen aus anderen Städten sind schon eingegangen. Aber erst einmal möchten sie sich auf das Event in Stuttgart konzentrieren.

Am kommenden Samstag steht Thomas Daiker gemeinsam mit Kathi Bretsch vom Super Jami in der Küche. Hier gibt’s alle Infos und Tickets >>>

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