Hakan Keppler: Für die Modewelt nach Berlin

Ein Job in der Modewelt? Das wünschen sich natürlich einige! Hakan Keppler aus Stuttgart versucht in der Berliner Modeszene Fuß zu fassen.

Stuttgart – Die Modeindustrie ist umfangreich und groß, doch immer noch ein Hoheitsgebiet. Da gibt es die glamourösen Designer mit ihren Labels und die berühmten Laufsteg- und Fotomodels, welche die Branche in der Öffentlichkeit repräsentieren. Direkt dahinter stehen die großen Träumer. Hakan ist einer dieser Träumer, die sich mit viel Engagement und Initiative einen Platz in dieser Welt erarbeiten wollen. Für diesen Traum ist er von Stuttgart nach Berlin gezogen.

In Berlin brauchst du Geduld.

Hakan weiß über den Zulauf in die Modebranche Bescheid und ist kein Phantast. Er ist sich darüber bewusst, wie schwierig es sein wird darin Fuß zu fassen. Schon 2012 hat er deshalb mit seinem Mode-Blog „hakanberryfinn“ begonnen, der bis heute besteht. Und auch seine abgeschlossene Lehre zum Tattoowierer gibt ihm die nötige Sicherheit, um sich sorgenfrei in die Welt der Kleider stürzen zu können.

Sein Ziel sei es „Inszenierungen im High-End-Bereich machen zu können“, erklärt er im typischen Jargon. Also die Shows, Shootings und sonstige Auftritte großer Modelabels zu organisieren und kuratieren. Seine derzeitigen Tätigkeiten arbeiten alle gemeinsam auf dieses Ziel hin. Doch der Pragmatiker in ihm weiß: „In Berlin benötigst du Geduld“.

Vermeintlich Influencer…?

Sein Alltagsgeschäft ist derzeit die Zusammenarbeit als Stylist mit verschiedenen PR-Agenturen. An diese Jobs ist er durch seine Engagements als Model und durch seinen Blog gelangt. Die Agenturen statten ihn mit neuen Kollektionen aus, die er dann entweder an sich selbst fotografieren lässt oder an andere Models weitervermittelt. „Ja, der zeitgenössische Begriff für diesen Beruf ist vermeintlich Influencer“, gibt Hakan zu.

Man benötigt jedoch das nötige Geschick, sich aus der einen Rolle vor der Kamera in die nächste Rolle hinter der Kamera zu begeben. Denn der eigene Instagram-Kanal ist kein reines Hobby mehr. Durch sein Social-Media-Profil gelangt er an seine Jobs. Ob vor der Kamera als Model oder hinter der Kamera als Stylist und Markenbotschafter. Aber Influencer or not – Hauptsache irgendwas mit Mode!

„In Stuttgart waren meine Möglichkeiten begrenzt“

„Ich muss das machen, weil es meine Leidenschaft ist. Ich habe mir meinen Weg hierher ausgesucht“, resümiert er entschieden, denn „in Stuttgart waren meine Möglichkeiten begrenzt“. Man fühle sich im Kessel auch wie in einem Kessel: „Sehr eingeengt und kritisch beobachtet“.

In Berlin jedoch nicht. Denn als schwuler Mann in dieser Stadt die „zwar in Deutschland liegt aber nicht Deutschland ist“, hat er sich mit seinen Träumen schnell akzeptiert gefühlt. Mittlerweile ist er sich sicher, dass er durch Geduld und zielstrebige Arbeit jeden Traum in Erfüllung gehen lassen kann.

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