Gute-Nacht-Geschichte mit Delinquent Network

Delinquent Network – das sind Anton Aldinger und Aljosha Rösch, zwei Freunde, die Stuttgart nicht erst seit gestern als DJ-Duo aufmischen. Am Freitag laden sie Lars Eidinger ins Freund & Kupferstecher ein. Für uns haben sie ein paar Gute-Nacht-Geschichten ausgeplaudert.

Stuttgart – Wenn Anton nicht gerade mit Leo Herrmann und dem Büro für Angelegenheiten den Marienplatz zum Ausstellungsraum macht, legt er auch gern mal auf – und zwar mit Joshi als Delinquent Network. Zusammen reißen sie regelmäßig die Hütten der Stadt ab, damit sind die Bars und Clubs im Kessel gemeint, musikalisch versteht sich. Kennengelernt haben sich die beiden übrigens beim Architekturstudium. Was sie sofort verband, war die gemeinsame Leidenschaft für House Music – one Love. „Bei einem Uni-Projekt haben wir gemerkt, wie gut wir zusammen funktionieren“, erinnert sich Anton aka K.Popo, der damals schon am Auflegen war und sich Louis XIV mit ins Boot holte. „Nicht nur die gemeinsame Leidenschaft für die gleiche Musik, auch sein Feiergen hat Joshi für mich zum perfekt DJ-Partner gemacht.“ Wir schreiben das Jahr 2016: Delinquent Network war geboren.

Im Geiste der EU – transnationale DJ-Freundschaften

Was die Partys der beiden ausmacht? Im Geiste der EU zu handeln. „Wir versuchen bei unseren Bookings EU weit zu buchen, weil wir es spannend finden, trotz der Sprachbarriere, den verschiedenen Backgrounds, zu beobachten, dass einen die Musik, die Liebe für die gleiche Sache verbindet. Der Dialog ist eine Bereicherung.“

Was die beiden sonst noch Nacht für Nacht erleben, folgt jetzt:

Rave-Eskalation

Wir erinnern uns da an einen Rave, den wir in einer Backyard-Off-Location veranstaltet hatten und der dermaßen eskaliert ist. Wir hatten uns katastrophal überschätzt mit den Hospitility- und Sicherheitsfragen, waren den ganzen Abend nur am Hustlen, der Alkohol war um halb eins schon leer, die Party wurde immer größer, immer wilder. Irgendwann sind die Leute über Feuertreppen auf die Dächer geklettert. Ich (Anton) habe mich wie ein Love-Parade-Veranstalter gefühlt und dachte jede Sekunde gibt’s jetzt gleich die große Katastrophe. Um fünf Uhr kam dann die Polizei und hat die Party beendet. Gut so, denn unsere Kräfte waren am Ende. Nichtsdestotrotz kamen nach der Party viele Leute zu uns und meinten, es sei die geilste Off-Location-Party ever gewesen. Und wir nur: Was für eine Party? Wir haben nichts mitbekommen, schön und gut, aber nie wieder.

Drop-Button reloaded

Aufgelegt an dem Abend hatten übrigens unsere guten Freunde von La Dune aus Schottland, was übrigens das beste Beispiel für eine transnationale DJ-Freudschaft ist. Ganz lustig: In der Dresden Bar kam mal einer ans DJ-Pult und hat gefragt: „Wo ist denn der Drop-Button?“ Er wollte wohl, dass die Musik mehr Wumms macht. Er kam dann auf jeden Fall gefühlte fünfzehn Mal und hat immer wieder nach diesem Button gefragt. Wir fanden das sehr witzig und haben danach noch viel über diesen Drop-Button philosophiert und ihn auch schon auf diversen DJ-Pulten gesucht – wir sind aber bis heute nicht fündig geworden.

Ballermann-Hochzeit

Dann war da mal eine Hochzeit in Bayern, auf der wir gespielt haben. Wir hatten was für den Commonsense-Musikgeschmack vorbereitet, was den Gästen aber leider nicht genug war. Der Wunsch nach Ballermann-Hits wurde immer lauter, irgendwann haben wir nachgegeben und zur späten Stunde Ballermann-Musik gespielt – vom Handy aus, weil wir die Songs natürlich nicht dabei hatten und auch nicht kannten. Um die Musik zu ertragen, haben wir uns dann dermaßen volllaufen lassen, dass wir nie wieder etwas von dem Brautpaar gehört haben.

Delinquent Network an den Decks

Tonight: Lars Eidinger (Autistic Disco) x Delinquent Network, ab 23 Uhr im Freund & Kupferstecher am Berliner Platz

„This will be no casual party. Be prepared for unforgettble memories and unbelievable escapades“, heißt es in der Event-Beschreibung. Man darf gespannt sein und mit Sicherheit alles erwarten.

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Alle Fotos: Kevin Brari

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