Guidos Masterclass mit Michael Maibach aus Stuttgart

Montags, Vox, zur Primetime: Guidos Masterclass flimmert über die Bildschirme – eine TV-Show vollgepackt mit talentierten Jungdesignern. Und mittendrin statt nur dabei: Michael Maibach aus Stuttgart, der mit uns über seinen TV-Auftritt, Guido-Maria Kretschmer und die Zukunftsvision eines Kreativ-Kollektivs plauderte.

Stuttgart – Auf die Frage, wie es am Montag für Michael weitergeht, gibt es keine Antwort. Der 25-Jährige grinst und schweigt, berichtet uns lieber davon, dass er gerade in Nagold Mode-Management studiert. Gemeinsam erinnern wir uns daran, wie wir 2017 mit ihm den Stylecheck gemacht und er kurze Zeit später im Café List in Stuttgart-Süd ausgestellt hat. Mode und Kunst gehören für den Jungdesigner zusammen, in beiden Bereichen zeigt er Präsenz – in der Öffentlichkeit, im Netz. „Ich vermute, dass die Produktionsfirma so auf mich aufmerksam wurde.“ Mit Pepp und Können überzeugte er schließlich auch beim Casting, erhielt nur kurze Zeit später die Zusage: „Hey Michi, du bist dabei.“ Es folgte die Einladung nach Berlin. Die Show nahm ihren Lauf. „Ich war sehr gespannt auf die Produktion“, erinnert sich Michael.

Guido will wissen, wer wir sind!

Auf Neuland und Neugier folgte schnell die Competition. Jeder der acht Meisterschüler kämpft am Ende schließlich darum, die Show als Gewinner zu verlassen. Wer das TV-Format verfolgt, weiß: Noch sind alle Acht dabei. Da gehe es vor allem auch um die Persönlichkeit jedes Einzelnen, erklärt Michael. „Denn Guido war es von Anfang an wichtig, dass wir ihm zeigen, wer wir sind.“ Und deshalb seien nun immer noch alle dabei. Erst am kommenden Montag, im Halbfinale, werden die Ersten Guidos Masterclass verlassen. Und wie geht es für den Stuttgarter Kreativkopf in der Show weiter? Wieder grinsen und schweigen.

Du bist was du trägst!

Aber wie es mit der Mode für Michael anfing, das hatte er bereits beim Stylecheck gern verraten, nämlich ganz unerwartet. Der 25-Jährige hatte nach der Schule zunächst einmal eine Bäckerlehre begonnen, doch bereits nach dem ersten Lehrjahr gemerkt: „Nein, das will ich nicht mehr.“ Er zog nach Stuttgart, mit dem Vorhaben, Stylist zu werden. „Mich hat das Kreative einfach mehr fasziniert.“ Also begann der junge Mann aus der Nähe von Herrenberg Modedesign zu studieren. „Ich habe gemerkt, dass ich auf diese Weise meine Gefühle ausdrücken kann, ich wurde reifer und selbstbewusster.“ Nach dem Abschluss dann aber der Schock, Michael musste sich einer Herz-OP unterziehen. Trotzdem zeichnete er nebenher weiter und verfolgte seine Träume von nun an erst recht – unter anderem mit der Bewerbung bei Rick Owens.

Es folgte ein Praktikum in Kopenhagen bei zwei Designern, die ihn auch sehr inspiriert hatten und wo er nützliche Kontakte knüpfte. Der Jungdesigner erntete schließlich immer mehr Anerkennung und realisierte: „Das ist das, was ich machen muss.“ Und so gründete er sein eigenes Label, unternahm gezielte Business-Schritte, knüpfte weitere Kontakte. „Alles Step by Step“, so Michael gelassen, aber ambitioniert.

Der Preis für den öffentlichen Auftritt

Und nun also Studium plus TV-Karriere? Nicht ganz. Vor allem auch, weil Michael nicht unbedingt mag, wie er in der Sendung rüberkommt. „Der negative Typ, der immer schwarz trägt, das bin ich nicht“, betont er lachend. Mit den anderen Jungdesignern habe er sich übrigens bestens verstanden und stehe auch heute noch in gutem Kontakt mit allen. „Wir schreiben uns immer nach der Sendung.“

Apropos schreiben, auf Kommentare im Netz zu seinem Auftritt in der Sendung würde Michael immer reagieren. „Dafür nehme ich mir viel Zeit“, sagt er. Die Erfahrung mit Cyper-Mobbing bleibe nicht aus, darunter Kommentare wie „Ich könnte dir den ganzen Tag ins Gesicht schlagen.“ Da sei er total entsetzt gewesen, so der Jungdesigner. Doch sich davon unterkriegen lassen? No way. Michael habe sich selbst bestärkt und will nun positiv in die Zukunft blicken. Und das nicht nur, weil er im nächsten Sommer seinen Abschluss macht. „Ich möchte mich dann auch in Stuttgart niederlassen.“

Gerade lernt der gebürtige Schwarzwälder die wirtschaftliche Seite der Modebranche immer besser kennen, probiert sich bei Praktika, unter anderem am Stuttgarter Staatstheater, weiter aus und jobbt als Werkstudent bei Valentino in Metzingen. Und er hat Großes vor.

Avartikum – das Designkollektiv

Beim Wandern durch Tirol habe Michael die Idee zu Avartikum ausgebaut. „Avartikum soll nun ein Kollektiv werden, dass verschiedene kreative Bereiche darstellen und aufzeigen wird und somit für jeden Menschen zugänglich sein soll, der Interesse an Gestaltung hat.“ Das Projekt wolle man diesen Sommer angehen.

Wer Bock hat, Teil des Kreativ-Kollektivs zu werden, kann sich bei Michael bewerben.

Alle Infos dazu gibt’s hier >>>

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