George Floyd-Graffiti am Züblin Parkhaus

Die Reaktionen auf George Floyds Ermordung fallen ganz unterschiedlich aus. Instagram wird am #blackouttuesday von schwarzen Kacheln übersäht, Proteste werden entfacht, Leute sind laut – jeder auf seine Art und Weise. Die Stuttgarter Streetart-Szene etwa verewigt am Züblin Parkhaus ein George Floyd-Mural.

Stuttgart – Rassismus ist allgegenwärtig, sitzt tief, tut weh. Und George Floyds Ermordung hat nochmal mehr gezeigt, dass wir eben nicht alle gleich sind, dass wir aufwachen, uns bilden und kämpfen müssen – für eine bessere Gesellschaft, in der alle die gleichen Rechte haben – denn: keine Gerechtigkeit, kein Frieden. Gerade deshalb oder trotzdem über die Wut der Menschen, die Plünderungen bei den Protesten und den Hashtag #blacklivesmatter zu diskutieren, diese Dinge in Frage zu stellen oder gar anzuprangern, ist mehr als fehl am Platz. Es ist nicht die Zeit, dass Weiße jetzt den Korrekturstift zücken und nach Fehlern in der Formulierung suchen. Um #alllivesmatter geht es gerade nicht, sondern um Ungerechtigkeit, die uns schmerzlich vor Augen geführt wurde, durch die Ermordung des Schwarzen George Floyd, der Opfer brutaler Polizeigewalt wurde. Sagt seinen Namen!

Das Züblin Parkhaus als Ort der Kunst mit Message – gegen Rassismus

Das Züblin-Parkhaus war schon des Öfteren ein Ort der Kunst mit An- und Aussage, ob bei „Fumes and Perfumes“ und damit einer besonderen Fotoausstellung auf allen Parkebenen oder dank Ebene 0 auf dem obersten Parkdeck mit der Aktion „Streetart gegen Hass“.  „Unsere Wall of Love soll ein Zeichen gegen Hass, Diskriminierung und Rassismus sein“, so die Stuttgarter Straßenkünstler damals.

Und nun also das George Floyd-Mural auf der Rückseite des Parkhauses an der Katharinenstraße. Schaut es euch an, macht euch eure Privilegien bewusst und werdet verdammt nochmal nicht wieder leise.

Foto: Tanja Simoncev

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