Game of Thrones: Darum lieben wir die Serie!

In der Nacht von Sonntag auf Montag geht Game of Thrones in die letzte Runde. Wir haben uns gefragt, was die Serie so erfolgreich macht.

Stuttgart –  Das lange Warten hat ein Ende. In der Nacht vom 14. auf den 15. April zeigt HBO die erste Episode der achten und letzten Staffel von Game of Thrones. Noch sechs Folgen – und dann verabschiedet sich die erfolgreichste TV-Serie aller Zeiten aus dem Programm. Millionen werden zuschauen, wenn die Drachen zum letzten Mal über den Bildschirm flimmern.

Winter is here

Das Fantasy-Epos basiert auf der Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von dem amerikanischem Autor George R.R. Martin. Grob zusammengefasst geht es in der Geschichte um verschiedene Adelsfamilien, die um ihre Macht kämpfen.

Was fasziniert die Menschen so an dieser Serie? Wenn man Leute fragt, an was sie bei GoT denken, dann fallen häufig drei Begriffe: Drachen, Gewalt und Sex. Doch die Serie ist viel mehr als das. Ja, es gibt Drachen. Ja, es wird geköpft, gemordet und sogar gehäutet. Eine Serie für die ganze Familie ist Game of Thrones nicht.

Ein weltweites Phänomen

Aber nicht deswegen ist Game of Thrones erfolgreich. Es ist zu einem Phänomen geworden, weil es die Grenzen des gewohnten Fernsehens gesprengt hat, weil es eine spannende und tiefgründige Geschichte erzählt und eine Vielzahl an außergewöhnlichen Charakteren bietet. Daneben sorgt die Inszenierung, die authentische Kulisse (die Serie wurde unter anderem in Irland, Kroatien und Island gedreht), großartige Schauspieler sowie epische Schlachten für tolle Fernsehmomente.

Es gibt Drachen und Untote, doch sie sind nicht das Wichtigste. George R. R. Martin hat sich vom europäischen Mittelalter inspirieren lassen, unter anderem von den Rosenkriegen und dem Hundertjährigen Krieg. Die Mischung aus Fantasy-Elementen und mittelalterlicher Geschichte macht die Serie so interessant und lässt sie im Gegensatz zu anderen Fantasy-Geschichten realistisch und ernsthaft wirken.

Niemand ist sicher

Daneben sind es die vielschichtigen Charaktere, die die Geschichte zu etwas Besonderem machen. Jon Snow mag ein klassischer Held sein, aber die meisten Figuren lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Gut und böse gibt es nicht, die Grenzen vermischen sich. Die Welt ist nicht in schwarz und weiß aufgeteilt. Die Protagonisten machen Fehler und treffen falsche Entscheidungen. Über die Staffeln haben sie sich entwickelt und verändert. Am meisten vor allem Jamie Lannister, der von einem der gehassten zu einem der beliebtesten Charaktere in GoT avanciert ist.

Game of Thrones ist eine Serie, die mit allen Konventionen bricht. Sie ist unberechenbar und schonungslos. Als am Ende der ersten Staffel der Hauptcharakter Ned Stark geköpft wird, war für die Zuschauer klar: Hier ist niemand sicher. Genau das macht aber auch den Reiz der Serie aus, es steigert die Spannung und überrascht die Zuschauer.

Ob Jon Snow, Tyrion Lannister und Co. den Kampf gegen die Weißen Wanderer gewinnen, werden wir am 19. Mai wissen. Bis dahin sei gesagt: Valar Morghulis. All men must die.

(Titelbild: Unsplash/Jeshoots)

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