Für 2019: 10 Vorsätze, die jeder schafft!

Ein neues Jahr steht vor der Tür. Höchste Zeit, wieder mit den großen Vorsätzen anzufangen – die wir am Ende doch nicht einhalten können. Wir pokern lieber niedrig: mit diesen zehn Vorsätzen, die wirklich jeder schaffen kann.

Stuttgart – Alle Jahre wieder, wenn „Dinner for one“ im Fernsehen läuft, Raclette-Zutaten und Feuerwerk eingekauft werden und wir ein bisschen melancholisch auf das Jahr zurückblicken… dauert es nicht lange, bis wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir uns vornehmen, was wir „nächstes Jahr alles besser machen“. Umso deprimierender, wenn unsere guten Vorsätze spätestens Anfang Februar in den Wind geschlagen werden. Meistens nehmen wir uns zu viel vor, stecken uns zu große Ziele. Und enttäuschen uns dann selbst. Hier kommen deshalb zehn Tipps, die in 2019 wirklich jeder schaffen kann. Vielleicht schaffen wir nicht alle auf einmal, vielleicht nicht alle perfekt, aber wer sich gar nichts vornimmt, wird auch wenig erreichen.

1. Mehr Leitungswasser trinken!

Wir müssen nicht lange darüber diskutieren, ob uns Wassertrinken gut tut. Das wissen wir alle: Es hilft beim Entgiften, beim Abnehmen, fördert die Konzentration und ist gut für unsere Haut und so weiter… So weit, so schön. Schade nur, dass in unseren Köpfen immer noch abgespeichert ist, das Wasser aus der Plastikflasche im Supermarkt sei gesünder oder schmecke besser als Leitungswasser. Machen wir uns kurz mal bewusst, was für ein Aufwand da betrieben wird: Wasser wird in den französischen Gebirgen in Plastik abgefüllt, kilometerweit in deutsche Supermärkte gekarrt und dort für teures Geld wieder verkauft. Ganz abgesehen davon, welche dreisten Werbelügen so mancher Konzern den Wasserkäufern auftischt. Die Alternative: zu Hause bleiben, Glas holen, Wasserhahn auf, fertig.

2. Öfter bei der Familie melden!

Wann habt ihr das letzte Mal bei euren Großeltern angerufen? Oder bei den Eltern? Der großen Schwester, dem kleinen Bruder? Ja, aua, ertappt. Da müssen wir uns wohl alle ein bisschen an die Nase greifen. Es muss ja nicht immer ein dreistündiges Gespräch werden. Man muss auch nicht immer was zum Erzählen haben. Einfach kurz melden und sagen „Hey, ich lebe noch, ihr seid mir wichtig, wie geht es euch?“ Das gilt im Übrigen nicht nur für die Familie. Auch alte Freunde freuen sich über Anrufe.

3. Digital ausmisten!

Ja, nicht nur die eigene Bude und der Schreibtisch brauchen öfter mal eine Grundreinigung, auch unsere Smartphones müllen immer mehr zu. Die Folge: Langsames Laden und ständige Aufhänger rauben uns den letzten Nerv. Werft doch endlich die unnötigen Apps runter, die ihr ohnehin nie benutzt und löscht die ganzen Bilder, die ihr sowieso nie anschaut. Das sorgt für weniger Ruckler und einen freien Kopf.

4. Das bisschen Plastik!

Die alte Leier, aber es ist ein Ziel, das wir nur erreichen, wenn sich jeder von uns anstrengt – nicht nur ein paar, nicht nur die Hälfte: weniger Plastik verbrauchen. Keiner muss von jetzt auf gleich zum kompletten Plastikaussteiger werden. Auch hier sind es wieder die Kleinigkeiten: Muss es jetzt der Kaffee to go im Einwegbecher sein? Brauche ich eine Plastiktüte für meinen Einkauf? Muss die Salatgurke in eine Folie verpackt sein? Die Antwort darf auch mal „Ja“ lauten. Aber sobald wir es uns bewusst machen, wird es ganz automatisch weniger werden.

5. Regelmäßig zur Vorsorge!

Dazu muss man nicht viel sagen: Geht hin, lasst euch durchchecken und freut euch im besten Fall über eure vollständige Gesundheit. Das geht vor allem an die praxisscheuen Männer! Gleich am 2. Januar anrufen und Termin vereinbaren.

6. „Ich will“ statt „ich muss“!

Wie oft am Tag sagt ihr laut oder in Gedanken Sätze, die mit „Ich muss…“ anfangen? Ich muss noch diese Mail beantworten, ich muss mich gesünder ernähren, ich muss unbedingt noch einmal diesen Film anschauen. Es sind nicht einmal immer unangenehme Dinge. Warum verbinden wir sie dann jeden Tag mit dem Wort „müssen“, als würde hinter allem ein Zwang stehen? Wir müssen die allerwenigsten Sachen. Wir wollen. Das ist okay. Dann sollten wir es aber auch so nennen. Wer sagt, dass er will, der tut Dinge mit einer ganz anderen Motivation als jemand, der muss. Vielleicht macht es keinen Unterschied für euch, wie ihr es nennt, aber wollt ihr es nicht mal versuchen?

7. Die kleinen Dinge!

Im Alltagstrubel gehen sie viel zu oft unter: die kleinen Dinge. Die Sonne, die uns heute Morgen im Gesicht gekitzelt hat, die nette Frau im Bus, die uns ein Lächeln geschenkt hat, dass man im Supermarkt die letzte Packung der Lieblingsschokolade erwischt hat. Die Welt ist voller schöner Momente – man muss nur hinsehen und sich darüber freuen.

8. Mal etwas abgeben!

Ja, schon klar, wir schwimmen alle nicht im Geld. Es geht auch nicht darum, Hunderte von Euro zu spenden – auch wenn es natürlich toll ist, wenn das jemand macht. Aber wir können alle, wirklich alle, manchmal ein bisschen abgeben. Dem Straßenmusiker, der uns jeden Abend begrüßt, einen Kaffee spendieren. Die Nachbarin, deren Rente so klein ist, zum Frühstück einladen. Das geht nicht jeden Tag, aber ab und zu auf jeden Fall. Keiner von uns wird nur deswegen am Ende des Monats pleite sein.

9. Mehr Ich!

Wir vergessen in dem ganzen Selbstoptimierungswahn, der uns umgibt, dass es am Ende doch nur darum geht, ob wir gesund und glücklich sind. Wer sich nicht manchmal selbst zuhört, wird das nicht herausfinden. Deshalb: Nehmt euch Zeit nur für euch selbst. Einmal die Woche, einmal im Monat, einmal am Tag – so, wie ihr es braucht. Sucht euch aus, was ihr mit der Zeit anfangt. Es ist ganz egal, ob ihr baden geht, euch etwas Leckeres kocht, ein Buch lest oder einfach nur die Wand anstarrt. Hauptsache, ihr tut es allein. Nichts ist so ehrlich wie die eigene Gesellschaft.

10. Nichts vornehmen!

Man muss nicht ständig besser, netter, dünner, gesünder, schöner, außergewöhnlicher werden. Ihr seid toll so wie ihr seid. Lasst euch nichts anderes einreden und genießt das Leben! Und manchmal geht es mit dem Selbstverbessern ohne Druck und Vorsätze ganz von selbst.