Frag Siri: Lukas kämpft gegen Depressionen

Der 22-jährige Lukas hat lange nicht erkannt, dass er Depressionen hat. Im Frühling wollte er sich das Leben nehmen. Wie hat Lukas die Krankheit besiegt? Die Geschichte eines Kampfes.

Stuttgart – Lukas ist voller Energie und spaziert barfuß mit uns, zwei Video-Reportern der Stuttgarter Zeitung, durch den Park. Wer Lukas, 22, das erste Mal trifft, würde nicht vermuten, dass es der Psyche dieses jungen Mannes nicht gut geht. Er spricht so schnell und viel, dass wir manchmal Schwierigkeiten haben, hinterherzukommen. Lukas hat große Pläne für die Zukunft: Reisen, Studieren – und vor allem die Welt zu verändern. Erst einmal kleinere Brötchen backen? Das scheint nicht Lukas’ Ding zu sein.

Depressionen: Familie ist eine wichtige Stütze

Aber noch vor wenigen Monaten sah es in seinem Inneren völlig anders aus. Lukas hat Depressionen. In einer schweren Krise hatte der junge Mann im Frühjahr keinen Ausweg mehr gesehen. Er wollte sich umbringen. Im Kampf gegen die Krankheit war Lukas’ Familie für ihn immer eine wichtige Stütze.

Das Thema Depression wird oft gemieden

Der 22-Jährige ist einer von mehreren Millionen Betroffenen in Deutschland. Laut der deutschen Depressionshilfe erkrankt im Laufe eines Lebens etwa jede vierte Frau und etwa jeder achte Mann an einer Depression. Das Thema ist allgegenwärtig – und wird dennoch oft gemieden. Aus Scham oder aus Angst, wie Familie, Freunde, der Arbeitgeber reagieren könnten.

Und es gibt immer noch viele Fragen: Warum sind die Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz in Deutschland nach wie vor viel zu lang? Wie sollten Angehörige sich verhalten? Wie fühlt sich eine Depression an? Und vor allem: Wie hat Lukas es geschafft, die Krankheit zu besiegen? Wir beantworten sie. In der Videoserie „Frag Siri“ erzählt Lukas seine Geschichte.

Noch mehr Videos aus der Reihe „Frag Siri“ findet ihr hier >>>

Text & Video: Siri Warrlich und Hannes Opel

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 und unter https://ts-im-internet.de/ erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/

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