Fortune Hunter stellt in der Bloody Colors Gallery aus

Er will wieder mehr Kunst machen – Joaquin Lemaitre aka Fortune Hunter ist zurück und stellt neue Werke in der Bloody Colors Gallery aus. Am Samstag wird zur Vernissage von „Singularity“ geladen.

Stuttgart – Bereits vor zwei Jahren hinterließen seine Bilder bleibenden Eindruck. Damals stellte Joaquin Lemaitre unter anderem im Saft-Shop Lala kleinformatige Werke, bei denen sich Realismus und Fotografie mischten, aus und bemalte drei Tage lang einen ganzen Container auf der Kulturinsel. Das Großflächige hat es ihm übrigens angetan – bis heute. Immer noch sei es sein größter Wunsch irgendwann einmal ganze Häuserwände zu bemalen. Aber auch Joaquin weiß: erstmal klein anfangen. Deshalb klapperte er selbst einige Stuttgarter Gallerien ab, um eine nächste größere Ausstellung voranzutreiben. Und siehe da, die Bloody Colors Gallery biss an und machte ihm eine spontane und recht kurzfristige Zusage. „Eigentlich war mein Plan, mich mehrere Monate auf eine Ausstellung vorzubereiten, aber natürlich lasse ich mir so eine Chance nicht entgehen“, freut sich der Künstler.

Zwischen Wissenschaft und Kunst

Damit hat der 33-Jährige auch Heimvorteil, denn der Westen der Stadt ist nicht nur seine Hood, sondern auch der Standort der Galerie. Ein gutes Omen, ist sich auch Fortune Hunter sicher.

Seit acht Jahren lebt Joaquin übrigens schon in Stuttgart. Doch seine Kunst lebte er lange nur für sich aus. In Deutschland geboren und in Bolivien aufgewachsen, zog es ihn für ein Maschinenbau-Studium nach Kanada, wo er sechs Jahre verbrachte. „Ja, ich weiß, das ist etwas ganz anderes“, sagt der Ingenieur lachend. „Ich hatte eben immer auch ein Interesse für Wissenschaften – neben Musik und Kunst.“

Mehr Kunst muss!

Sein Atelier ist weiterhin sein Zuhause. „Aber hey, ich dachte mir, Kunst kann man immer und überall machen – egal, in welchem Format“, findet Joaquin. Und so probierte und tobte er sich im heimischen Kunstraum an kleinformatigen Bildern aus.  Neue Techniken und Herangehensweisen kamen ins Spiel. „Für mich persönlich fand in den letzten zwei Jahren eine tolle Entwicklung statt.“ Zur Acryl-Malerei gesellte sich Öl und dies sei für die Kunst des Stuttgarters ein großer Schritt in die richtige Richtung gewesen.

Eigene Charaktere, eigene Bildsprache

Aus Ideen wurden Zeichnungen und aus Zeichnungen Gemälde. „Ich habe viele Gesichter gemalt, eigene Charaktere und versuche diese nicht realistisch zu malen, sondern frei, eigen, ungezwungen.“ Und deshalb auch der Name der Ausstellung „Singularity“, was auch eigen bedeutet – eben wie die Charaktere auf meinen Bilder – verschoben, fragmentiert. „Ich mag, dass man nicht alles sieht, sondern nur ein bisschen, Teile vom Gesicht. So hat das Ganze auch eine ganz eigene Bildsprache.“ Als Streetart-Fan ließ es sich der 33-Jährige auch nicht nehmen, ein bisschen zu sprühen und so verschiedene Strukturen und Lagen zu schaffen.

Vernissage – Samstag, 15. Dezember, ab 19 Uhr in der Bloody Colors Gallery

Die Bloody Colors Gallery und Fortune Hunter freuen sich auf ein nettes Get-together. Für Häppchen und Sekt ist gesorgt. Um 19 Uhr geht es los. „Singularity“ kann bis 9. Februar 2019 besichtigt werden.

Bloody Colors Gallery
Hölderlinstraße 53
70193 Stuttgart
Öffnungszeiten: Mo – Sa 11 – 19 Uhr

Hier gibt’s mehr Infos zur Ausstellung >>>

Singularity – Fortune Hunter

Mehr aus dem Web