Finance, Baby: Start-up unterstützt Frauen bei der finanziellen Unabhängig-
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Finance, Baby! Mit ihrem Start-up verfolgen Denise Haverkamp und Teresa Wirth eine Mission: „Wir wollen das Thema Finanzen nahbarer machen und Frauen dazu ermutigen, ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“

Stuttgart – „Viele Frauen wissen zwar, dass es wichtig ist, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern, aber haben keine Ahnung, wo sie anfangen sollen. Es ist ein Wirrwarr von Informationen, die überfordern und abschrecken.“ Mit ihrem Start-up „Finance, Baby!“ wollen Denise und Teresa zeigen, dass das mit den Finanzen alles gar nicht so kompliziert sein muss, sondern sogar Spaß machen kann – vor allem, wenn man es als Frau selbst in die Hand nimmt. „In den älteren Generationen waren die Finanzen der Familie meist die Aufgabe des Mannes. Diese Strukturen sind aber veraltet, werden immer öfter in Frage gestellt und gehören aufgebrochen!“

Über Geld spricht man

Über Geld spricht man nicht? Denise und Teresa sagen: doch, unbedingt! Denn so ist auch die Idee zum Gründen entstanden, wie uns Denise verrät. „Das Finanzthema kam für mich vor allem zu Beginn der Coronakrise auf. Mir ist noch einmal klar geworden, dass man ohne Ersparnisse oder Rücklagen einfach so auf den Paycheck angewiesen ist. Und wenn dann Kurzarbeit kommt oder die Arbeitsstelle wegbricht, was dann? Das hat mir Angst gemacht, also habe ich mich in dieser Zeit viel mit anderen Frauen ausgetauscht und gemerkt, dass es ihnen ähnlich geht.“ Unter anderem auch Arbeitskollegin Teresa, die sie damals im vorherigen Start-up-Unternehmen kennenlernte.

Beide sind sich einig: Wir wollen finanzielle Unabhängigkeit – für uns und andere Frauen! Dass die zwei 24-Jährigen diesen Weg gemeinsam gehen war schnell klar: Beide kommen aus dem Marketingbereich, haben sich gegen den klassischen Job im Konzern entschieden und können, wie sie sagen, verdammt gut zusammenarbeiten. „Es hat einfach gematcht“, so Teresa.

Step by step zur finanziellen Unabhängigkeit

Und wie schafft man es nun, dass Finanzen Spaß machen? Erst einmal muss man den dicken, darauf festgesetzten Staub entfernen – mit neuen Ideen, einem catchy Instagram-Account und einigen Supportern. Unterstützung bekommen die jungen Gründerinnen unter anderem aus dem Start-up-Hub Steyg, in der Meisterklasse vom Gründermotor sowie von Content Creatoren und Influencern. „Wir dürfen nur informieren, aber nicht beraten. Deshalb arbeiten wir auch mit unabhängigen Frauen-Finanzberatungen zusammen.“

Was Finance, Baby von anderen Angeboten unterscheiden soll, ist die Informationsbeschaffung – statt dicken Büchern, Behördendeutsch oder stundenlangen Podcasts geht’s hier direkt los. Kompakt und visuell wird in sogenannten Finance Classes step by step durch die verschiedensten finanziellen Themen geführt, sodass die Teilnehmerinnen zum Beispiel schon nach wenigen Minuten ihren ersten ETF-Sparplan erstellen können. Und ihr jetzt so: „ETF, was?“ Noch nie gehört? Denise und Teresa sagen: „Dann wird es Zeit!“

Finance Baby
Denise Haverkamp und Teresa Wirth von Finance, Baby! Foto: Laura Müller-Sixer

Start before you’re ready!

Finance, Baby bekommt bereits viele positive Rückmeldungen: „Wir erhalten immer wieder Nachrichten mit neuen Themenvorschlägen oder Frauen erzählen uns, dass sie sich zum ersten Mal dank uns einen Sparplan angelegt haben.“ Natürlich gibt es auch kritische Stimmen – vor allem von Männern: „Viele verstehen das Problem nicht. Klar, weil es sie nicht betrifft“, so Denise. Teresa ergänzt: „Was man natürlich auch immer wieder hört, sind so Fragen wie: Ach, und ihr macht das ganz alleine? Als würde man Frauen dieses Thema nicht zutrauen.“

Generell fehle es an weiblichen Kolleginnen in der Szene: „Unser gesamter Start-up-Freundeskreis besteht aus Männern, die haben uns natürlich mega supportet, aber es fehlt einfach an Frauen in diesem Umfeld.“

Denise und Teresa wollen andere Frauen zum Gründen ermutigen. „Start before you’re ready“, platzt es aus ihnen fast zeitgleich heraus. „Man muss einfach anfangen, es gibt nicht den perfekten Zeitraum. Je länger man wartet, umso höher ist die Chance, dass einem jemand zuvorkommt. Außerdem ist es ja so: Ab dem Moment, an dem man mit einem Produkt rausgeht, lernt man und kann sich verbessern.“

#moneydate mit Finance, Baby!

Genau deshalb ist ihnen auch eine Community wichtig, in der sich Frauen gegenseitig ermutigen. Zusammenkommen soll diese beim ersten Finance, Baby Event am 29. Oktober – natürlich coronakonform via Zoom. „Unser Moneydate-Event besteht aus zwei Teilen. Zum einen gibt es vier Speaker*innen, die in kurzen Impulsvorträgen über die Themen Money Mindset, Altervorsorge, Selbstständigkeit und Immobilien sprechen. Danach haben die Teilnehmerinnen die Chance, in kleinen Gruppen mit 3-4 Personen noch einmal Fragen zu den Themen zu stellen, die sie am meisten interessieren.“

Und wie geht es für Finance, Baby weiter? Der Plan: Investment ready werden, wöchentliche Finance Classes, eigene Eventreihen und eine Finance, Baby-App. Bis dahin heißt es für das „Baby“ von Denise und Teresa erst einmal: laufen lernen.

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