Fempower: Ein Coworking Space für Frauen

Angenehme Atmosphäre, Networking und gegenseitige Unterstützung: Drei Stuttgarterinnen haben einen Coworking Space nur für Frauen gegründet. Das Büro ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit zwar geschlossen, die Vorträge und Diskussionsrunden rund um die Themen Finanzen, Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung finden aber online statt. Jetzt ist das neue Programm gestartet.

Stuttgart – Frauen netzwerken anders. Dieser Meinung sind Anna Elisa Riedl, Jutta Herrmann und Lorena Mayer und haben deshalb unter dem Titel Fempower einen Coworking Space nur für Frauen ins Leben gerufen. Die Corona-Pandemie hat den drei im Moment einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Coworking Space kann derzeit nicht genutzt werden, wer möchte kann sich aber via Slack austauschen. Auch die Veranstaltungsreihen finden derzeit virtuell statt. Beim „Money Monday“ dreht sich alles rund ums Thema Geld, die Reihe „Empowering Monday“ behandelt die Themen Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung.

Fempower: Frauen netzwerken anders

Die drei Gründerinnen kennen sich schon aus Schulzeiten, waren später dann in sämtlichen Richtungen verstreut. Lorena ist Psychologin und gerade in Elternzeit, Jutta Volkswirtin und Anna Soziologin, Yogalehrerin und Gründerin der Firma Soulplay. Nach Jahren außerhalb des Kessels, sind die drei wieder in die Heimat Stuttgart zurückgekehrt.

Anna hat das Konzept des „Female only“-Coworking Spaces aus Berlin mitgebracht. „Der Unterschied zu normalen, geteilten Arbeitsplätzen war enorm. Die Atmosphäre war super und der Austausch ein anderer. Und es standen Blumen auf dem Tisch!“, sagt Anna und lacht. Hinzukomme der Netzwerkgedanke, die gegenseitige Unterstützung. „Man sieht, was die anderen schaffen und denkt: Dann kann ich es auch schaffen! Das macht Mut“, sagt Anna.

Fempower
Anna Elisa Riedl, Lorena Mayer und Jutta Herrmann (von links)

Beim Coworking gehe es zwar in erster Linie um einen Ort, an dem man konzentriert arbeiten kann. Es gehe aber auch um den Austausch über Disziplinen und Branchen hinweg. Die Frauen, die den Coworking Space nutzten, arbeiten in sämtlichen Bereichen: Sie sind Designerinnen, Fotografinnen, Coaches – sogar eine Konditorin ist darunter.

Frauen bevorzugen eine andere Art der Kommunikation als Männer, sind sich die drei sicher. Im Business-Umfeld interessieren sie sich für andere Themen, beim Gründen und Arbeiten seien andere Aspekte richtungsweisend.

Man netzwerke außerdem eher mit den Menschen, die einem ähnlich sind. „Und das sind erst einmal natürlich Frauen“, sagt Lorena. Das Netzwerk ist es auch, was die Stuttgarterinnen in der Heimat hält. „Hier gibt es ein großes Potenzial, etwas zu bewegen. Wir brauchen noch mehr Netzwerke für junge Frauen, die sich gegenseitig stärken. Die Nachfrage ist da!“, sagt Lorena.

Fempower
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Der Coworking Space bietet – normalerweise – Platz für acht Leute, bei den Veranstaltungen am Abend passen 20 Besucherinnen in die Räumlichkeiten.

Derzeit sind aufgrund des Coronavirus sowohl das Coworking als auch die Veranstaltungen ausgesetzt. Deshalb findet vor allem letzteres jetzt online statt. Der nächste Termin ist der „Empowering Monday“ zum Thema „Mutausbruch – Angst kocht auch nur mit Wasser“. Hier geht’s zum kompletten Programm >>>

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