Es geht weiter: Auf ein Bier mit der Philosophie

Die Philosophie-Gesprächsreihe für Millennials „Auf ein Bier mit der Philosophie“ im Club Zentral geht weiter. An drei Abenden lädt Emanuel Grammenos in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk e.V. und dem Popbüro zur Diskussion zum übergreifenden Thema „Körper und Leib“ entlang der Thesen dreier Philosophen ein.

Stuttgart – Mit „Auf ein Bier“ hat Emanuel ein Diskussionsforums-Format ins Leben gerufen, welches sich vor allem an die 20- bis 35-Jährigen richtet – die „Millennial“-Generationen. Nach dem Erfolg der vergangenen Reihe, die sich um das Warum als zentraler Bestandteil der Philosophie drehte, trifft man sich nun im Club Zentral erneut auf ein Bier mit drei wichtigen Denkern: Maurice Merleau-Ponty, Jacques Lacan und Judith Butler.

Auf ein Bier mit der Philosophie: Was ist der Körper?

Philosophie zugänglicher zu machen, diesen Plan verfolgt Emanuel mit seinen Diskussionsrunden. Weg vom klassischen Vortrag, hin zum regen Austausch. „Ob mit mir oder untereinander ist am Ende egal“, so der studierte Philosoph.

Die nächsten drei Veranstaltungen widmet der 36-Jährige dem Thema Körperlichkeit („Körper und Leib“) – mit dem Fokus auf jeweils einen berühmten Philosophen oder eine berühmte Philosophin.

Was ist denn dieser „Körper“? Was bedeutet „Körperlichkeit“? Und warum sprechen wir vom „Leib“? Dabei darf es ruhig auch mal kontrovers werden: „Hauptsache es wird diskutiert.“

Den Anstoß zum Überthema bekam Emanuel aus dem ersten Durchlauf des Philosophie-Formats.

„Es war total krass, als wir über Geschlechtlichkeit gesprochen haben, kamen so viele Anstöße und Fragen. Eine Teilnehmerin fand es philosophisch schwierig herauszufinden, ob sie ihre Beine rasieren soll oder nicht. Klar, eigentlich muss sie es nicht machen, jedoch fühlte sie sich gesellschaftlich total unter Druck gesetzt. Ein anderer Teilnehmer fragte, warum er sich anders als eine Frau fühlen soll und darauf konnte ich ihm auch keine richtige Antwort geben. Es herrscht auf diesem Gebiet viel Diskussionspotenzial, weil es so viele verschiedene Wahrnehmungen von Körperlichkeit gibt – das finde ich spannend.“

Emanuel möchte spezifischer werden und die Frage stellen, wie man den eigenen Körper wahrnimmt und darüber diskutieren, woher unser Bewusstsein kommt, was der Körper ist und was nicht. Dabei orientiert er sich an den Thesen von Maurice Merleau-Ponty, Jacques Lacan und Judith Butler.

„Wir müssen als Menschen ins Gespräch kommen“

An den Veranstaltungsabenden wechseln sich Live-Musik, Vortrag und Diskussion ab. Für die musikalische Unterstützung sorgt das Popbüro Region Stuttgart.

Musik und Philosophie vereinen, das klappt also bereits ganz gut. Ginge es nach Emanuel, könnte dies auch noch ein Stück weitergehen.

„Meine Vision ist es, die Diskussionsabende irgendwann in rotierenden Locations stattfinden zu lassen – in Bars und Clubs, vielleicht sogar mit den passenden Drinks.“

Immerhin sei Philosophie nicht nur ein geistiges Thema und sollte daher mit allen Sinnen wahrgenommen werden.

Was nach der nächsten Runde „Auf ein Bier“ passiert? Fakt ist: Emanuel will weitermachen. „Wir müssen als Menschen ins Gespräch kommen.“ Egal wo, wann und wie.

Auf ein Bier mit der Philosophie: Maurice Merleau-Ponty: 8. Mai, Club Zentral, Hohe Straße 9

Ab 19 Uhr, Eintritt frei

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