Eine Woche voller Bier

Die Sonne scheint, der Durst erwacht: Mit dem Craft Beer Festival im Wizemann startet eine überaus hopfige Woche!

Stuttgart – Dass das Wetter ganz gut ist, hat uns mittlerweile jeder Instagrammer in der Region gezeigt. Mehrfach. Zeit, mal wieder über die wirklich wichtigen Dinge zu reden: Bier. Dauerbrenner, Lieblingsthema oder auch Trendgetränk, wie Oma sagt. Vor allem gilt ja aber: Bier schmeckt in der Sonne halt doch am Besten!

Mild gehopfte Pilgerreise

Deswegen kommt an diesem Wochenende zusammen, was zusammengehört. Diesen Freitag, den 20.4., und Samstag, den 21.4., steigt nämlich das dritte Stuttgarter Craft Beer Festival im Wizemann. Oder auch: Das Santiago de Compostela der Bierwelt. Und da gilt mal wieder: Größer, besser, noch mehr Bier. Initiiert wird es wieder von den Kampftrinkern hinter Kraftpaule, Stuttgarts erster Craft-Beer-Bar, die ja leider bald erst mal dicht macht. Umso mehr Grund genug, um sich auf dem Craft Beer Festival noch mal so richtig, äh, zu informieren.

„Wir haben doppelt so viele Stände und in diesem Jahr 50 Brauereien am Start“, erzählt uns Veranstalter Thorsten Schwämmle. Darunter sind Brauer aus der ganzen Welt, aber auch viele lokale Hopfenhelden: Kraftpaule selbst mit seinem brandneuen IPA etwa oder die längst ikonische Cast Brauerei aus dem Stuttgarter Süden. Zudem regional: Kesselbrauer, Kraftbierwerkstatt, Hey Joe Brewing, Fux Bier, Riedmüller und Rossknecht, die Stammbrauerei des unvergessenen Bierdurstmanns. Den kennt ihr nicht? Dann ab zu Google!

Grundlage schaffen!

Natürlich sind die Brauereien nicht alles. „Dazu gibt es zig verschiedene Tastings und die Nerd-Arena am Kraftpaule-Stand, bei der es seltene und spezielle Biere zu verkosten gibt.“ Alle, die jetzt gedacht haben, das gesamte Festival sei eine einzige Nerd-Arena, können aufatmen: Craft-Beer-Fans sind auch nur Menschen. Wenn auch Menschen, die mehr Hopfensorten aufzählen können als andere US-Bundesstaaten.

Dennoch sollten sich Neulinge nicht davon abschrecken lassen, betont Schwämmle. „Jeder, der genussaffin ist, kommt hier auf seine Kosten.“ Man sollte nur genügend Wasser trinken und auch was Schönes essen, um angesichts der 300 Biere nicht vorschnell und horizontal aus dem Wizemann entlassen zu werden.

Völkerverständigung aus der Flasche

Zudem darf man nicht vergessen, dass dem Craft Beer Festival gleich das nächste Highlight folgt. Am Montag, den 23.4., ist der höchste Feiertag für Schaumkronen-Spezis: Der Tag des deutschen Bieres. Den begeht man als Biertrinker in Stuttgart stilecht im Schlesinger. Die letzten Wochen haben die Chefs Martin „Nolde“ Arnold und Heribert „Heri“ Meiers wieder in Lieferwägen zugebracht, um Biere aus kleinen Brauereien in ganz Deutschland heranzukarren.

Über 100 verschiedene Biere wird es 2018 geben, als Gastland darf in diesem Jahr sogar Österreich dabei sein. Bier und Völkerverständigung war schließlich noch nie ein Problem.

Bier und Buch

Dienstag bis Donnerstag darf der geneigte Biertrinker dann mal ausruhen. Und sich schon mal auf Freitag, den 27.4., freuen. Ab 19:30 Uhr lädt Bier-Romancier Thomas Lang in die Waldklause. Also in die „letzte Pilsbar Botnangs“, wie der Autor selbst sagt. Mit dabei hat er seinen neuen Bierkrimi „Goldbergs Heiliges Fass“, der mal wieder die beiden Hauptinteressen Langs verbindet: Bier und Literatur. Für fünf Euro Eintritt gibt es einen Thekenplatz. Zudem spielt der Musiker Putze ein bisschen Säufer-Blues, während Wirt Sisi Tzatziki und Herrenpils serviert. Samstag gehen wir dann mal joggen… obwohl: Mittlerweile hat ja auch der Augustiger-Biergarten in Bad Cannstatt geöffnet.

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