Ein Kneipenchor für den Kessel

Abends, mit Fremden, in einer Bar ein Liedchen trällern – das geht jetzt auch in Stuttgart. Denn dank Inga Hornung und ihrer Crew hat der Kessel nun seinen eigenen Kneipenchor.

Stuttgart – Die umgebaute Kult-Kneipe Schlampazius im Stuttgarter Osten wurde zwar zur Homebase erklärt, doch in Zukunft sollen auch viele andere Locations im Kessel besungen werden. Das zumindest wünscht man sich beim Stuttgarter Kneipenchor. Bereits vor einem Jahr habe Musik-Studentin Inga Hornung die Idee für diesen etwas anderen Chor, der in Städten wie München und Hamburg bereits etabliert ist, gehabt. „Ich habe dann auch von vielen Leuten gehört: Ich würde so gern in einem Chor singen, aber eigentlich kann ich gar nicht singen und auch keine Noten lesen“, berichtet die 26-Jährige. Eine Freundin, die das Kneipenchor-Format bereits aus München kannte, habe letztendlich den Anstoß gegeben, das Ganze auch im Städtle zu starten. Mit Ingas Bruder Dan und Freundin Antonia Griesbeck sei das Team perfekt gewesen, der erste Stuttgarter Kneipenchor konnte an den Start gehen.

40 Leute beim ersten Kneipenchor

„Meine Aufgabe ist es, den Chor zu leiten“, erklärt Inga, die an der Musikhochschule studiert und irgendwann nebenbei einen Kneipen-Job gesucht hat. „Und dann habe ich die Anfrage im Schlampazius direkt mit der Frage, ob wir dort unsere erste Chorprobe machen könnten, verbunden“, erinnert sie sich lachend zurück.

Bock auf Bar-Hopping

Normalerweise seien Kneipenchören fest an eine Location gebunden. „Aber wir haben Bock zu wandern, dass man mal in verschiedene Ecken kommt und die Stadt neu kennenlernt.“ Man würde jetzt einfach mal schauen, wie es sich entwickelt.

Das erste Mal fand im Dezember im Schlampazius statt. „Wir hatten einfach zwei Social-Media-Accounts erstellt, unsere Freunde eingeladen und keine Ahnung wie viele Leute letztendlich mit uns singen würden.“ Am Ende waren es 40 Leute – und das ganz ohne Werbung! Im Kessel scheint man sich nach einem Kneipenchor gesehnt zu haben, immer mehr Anfragen würden bei Inga und ihrem Team eintrudeln – fest steht: Stuttgart hat Bock zu singen.

Das Ambiente macht’s möglich

In der Kneipe selbst hätten sich beim ersten Kneipenchor-Abend auch Leute spontan mit eingeklinkt. „Deshalb wollten wir keinen geschlossen Raum haben, sondern einen, wo Interessierte auch spontan mitsingen können.“ Und wie läuft der Abend ab? Inga verteilt Notenblätter, genre-mäßig bewegt sich die Song-Auswahl im Pop-Alternativ-Bereich, es handelt sich um vierstimmige Sätze. Aber bitte kein Gegröle, es ist schließlich eine Chorprobe. Und das beste: Durch das Ambiente würden sich unterschiedlichste Leute dazugesellen und trauen mitzusingen. „Wir schaffen den Raum, alles andere lassen wir auf uns zukommen“, betont die engagierte Studentin.

Termine zum Mitsingen

Vom Kneipenchor heißt es: „Einfach vorbeikommen und gemeinsam an den Stuttgarter Theken singen und trinken.“

Der nächste Termin:

Am Sonntag, 24. Februar, ab 19.30 Uhr im
Schlampazius (Homebase), Wagenburgstraße 147

Wenn Bars oder andere Locations, den Kneipenchor gern mal bei sich willkommen heißen würden, einfach auf Instagram oder Facebook melden.

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