DIY-Ideen gegen Langeweile zu Hause

Unzählige Tage im Homeoffice, ein verlängertes Wochenende ohne Familienbesuch und Party: Damit euch daheim nicht langweilig wird, haben wir ein paar DIY-Ideen für euch gesammelt, die euren Alltag zu Hause ein bisschen unterhaltsamer gestalten.

Stuttgart – Wir bleiben zu Hause, arbeiten im Homeoffice und pflegen soziale Kontakte per Video oder Social Media. Jeder Tag fühlt sich allmählich irgendwie gleich an. Um aus dem Alltagstrott aus Aufstehen, Homeoffice, Schlafen wieder herauszukommen, hätten wir da was für euch vorbereitet. Warum nicht mal ein Projekt starten? Wir haben ein paar Do-It-Yourself-Ideen für euch gesammelt, die erst gar keine Langeweile aufkommen lassen!

Mach’s doch selbst – Kleben, Knoten, Kleckern

Ihr habt schon alle Bücher nach Farben sortiert, das Gewürzregal auf Vordermann gebracht, repariert und umgeräumt, was das Zeug hält? Und trotzdem macht sich so allmählich Langeweile breit? Die Zeit, die wir sonst in der Bahn, auf dem Weg zur Arbeit oder sonstwie verplempern, können wir jetzt kreativ nutzen oder auch mal ein größeres Projekt am Wochenende anpacken. Endlich den eigenen Kräutergarten anlegen, einen Eye-Catcher für die Wohnung basteln und Ginger-Beer brauen.

Mittlerweile stellen alle immer mehr auf die virtuelle Welt um. So auch die Mädels von bySoulmade, die ihre Workshops jetzt online anbieten. Unter anderem gibt es Workshops zur Herstellung von Naturkosmetik, die Materialien, die sonst bei Workshops vor Ort gestellt werden würden, schicken sie ganz einfach nach Hause. So könnt ihr bequem von daheim aus lernen wie man Blumen schön arrangiert, einen Podcast aufnimmt oder sich sämtliche andere Skills aneignet. Mehr Infos gibt’s hier >>>

Da es im Netz nur so von DIY-Ideen wimmelt und man schon gar nicht mehr weiß, wo man überhaupt anfangen soll, haben wir unsere liebsten DIYs hier für euch zusammengefasst:

Latte-Art & 5-Minuten Hafermilch

Kaffee
Foto: Luke Porter/Unsplash

Leider können wir gerade keinen leckeren Kaffee in unserem Lieblings-Café genießen. Doch immerhin liefern einige Kaffee-Läden die Bohnen direkt vor die Haustür. Damit er auch genauso lecker aussieht und nicht wie „lieblos Schaum auf Kaffee“, warum sich nicht mal an Latte-Art versuchen? Oder vielleicht mal Hafermilch ausprobieren, die kann man daheim nämlich ganz easy selber machen.

Zutaten für ca. 0,9 l Hafermilch:
90 g Haferflocken, ca. 950 ml Wasser und eine Prise Salz
Zum Süßen könnt ihr Datteln, Zucker oder Agavendicksaft verwenden

Zubereitung:
1. Alle Zutaten in den Mixer geben und 30 Sekunden bis 1 Minute mixen, bis alles gut vermischt ist (die Haferflocken sollten nicht zu pulverisiert sein, sonst wird die Milch schleimig).
2. Danach die Mischung durch ein sauberes Küchentuch oder eine Stoffwindel in eine Schüssel geben.
3. Die fertige Hafermilch nun in ein verschließbares Gefäß füllen und in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Wenn ihr die Hafermilch etwas cremiger haben wollt, einfach weniger Wasser verwenden

Makramee – Knoten, Knoten, Knoten

Makramee
Foto: Sarah Vombrack/Unsplash

Wie wäre es mit einem neuen Hingucker für die Wohnung? Zum Beispiel ein Makramee-Ornament. Die Knüpftechnik stammt aus dem arabischen Raum und mit ihr lassen sich unter anderem Traumfänger, Decken oder auch Schmuck selber knoten. Wie das genau geht, könnt ihr in unzähligen Tutorials auf Youtube lernen.

DIY-Schmuck

DIY Schmuck
Foto: Sophia Apel

Wo wir jetzt schon beim Thema Makramee sind, warum nicht auch Schmuck selber machen? Inspirationen gibt’s unter anderen bei Instagram oder Etsy. Über Etsy könnt ihr auch Perlen und Fäden bestellen. Euch ist Makramee zu kompliziert? Kein Problem, von Perlen über Muscheln – Schmuck kann man eigentlich aus fast allem machen.

Tipp: Für Makramee Schmuck verwendet ihr am besten gewachste Kordeln, damit sie auch das Händewaschen mitmachen.

Hefe selbst machen

Gerade jetzt besonders wichtig, weil Hefe ja überall ausverkauft ist und wir doch so gern Brot und Brötchen backen.

Auch Deo lässt sich ganz einfach selbst zu Hause herstellen, wie verrät euch die kreative Stuttgarterin Kim Hoss hier >>>

Selfmade Ginger-Beer

Limo
Foto: Ewa Fournier le Ray/Unsplash

Und wenn wir jetzt eh schon in der Küche sind, warum dann nicht gleich ein Ginger-Beer ansetzten? Das scharf-süße Getränk stammt aus England und ist entgegen dem Namen eher eine Limonade und daher meist alkoholfrei. Eine großartige Abwechslung zum täglichen Schorlieren und durch den Ingwer bestimmt auch gut für unsere Abwehrkräfte. Geht ganz einfach und schmeckt besonders lecker bei Urlaub auf Balkonien.

Zutaten für circa 2 l Ginger-Beer:

Sirup:
2 EL frisch geriebenen Ingwer (ca. 30 g)
200 g Zucker
120 ml Wasser

Leere 2-Liter-Plastikflasche
1 TL Trockenhefe
3 EL Zitronensaft
stilles Wasser (ca. 1,6 l)

Zubereitung:

1. Der Sirup: Ingwer, Zucker und Wasser in einen Topf und bei mittlerer Hitze rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Sirup anschließend vom Herd nehmen und circa eine Stunde ziehen lassen. Danach die Ingwerstückchen mit einem Sieb herausfiltern und abkühlen lassen.
2. Die Trockenhefe in die Plastikflasche geben. Danach kommt das Sirup und der Zitronensaft dazu. Den Rest mit Wasser auffüllen.
3. Deckel darauf und Schütteln bis die Hefe sich aufgelöst hat.
4. Das Ginger-Beer sollte jetzt für 2-3 Tage an einem lichtgeschützten Ort „fermentieren“ (es fängt an Bläschen zu bilden und der bekannte „Fizz“ entsteht). Dann ist das Ginger-Beer fertig!

Danach sollte das Getränk im Kühlschrank aufbewahrt werden, das verlangsamt die Hefe. Das Ginger-Beer am besten innerhalb von 1-2 Wochen trinken.

Achtung: Es ist wichtig, dass ihr für den Fermentierungsprozess keine Glasflasche nehmt, die würde euch explodieren. Am besten eine weiche Plastikflasche nehmen, die kann sich etwas dehnen. Wem das dennoch zu unsicher ist, der kann einen Ballon statt Deckel über die Flasche stülpen.

Tipp: Den abgesiebten Ingwer kann man übrigens wunderbar ins Müsli rühren oder auch in Carotte Cake oder Bananenbrot verbacken.

Titelfoto: Khara Woods/Unsplash

Masken selber basteln

Unter dem Hashtag #Maskeauf rufen deutsche Prominente gerade dazu auf Masken zu tragen, wenn man beispielsweise in den Supermarkt geht. Doch momentan sind die so wichtigen Schutzmasken fast überall ausverkauft. Ihr könnt euch Masken aber auch einfach selber nähen. Eine Step-by-Step Anleitung gibt es zum Beispiel bei Stayhomeandsew, einer Initiative von Stuttgarter Studenten. Und wenn ihr dann schon dabei seid, vielleicht gleich noch eine für Oma oder die Nachbarn nähen oder direkt die Stuttgarter Initiative unterstützen und noch ein paar mehr Masken für Pflegeeinrichtungen oder Arztpraxen nähen.

Urban Gardening

Foto: Maren Wiesner

Pflanzen verschönern nicht nur unser Zuhause, sondern sind auch gut fürs Gemüt. Ob drinnen oder draußen, es wird Zeit den grünen Daumen unter Beweis zu stellen.
Also: Pflanzt Kräuter, Obst und Gemüse doch einfach mal selber an. Im April ist zum Beispiel die Zeit für Bohnen, Salat, Erbsen und Tomaten. Kräuter kann man theoretisch immer pflanzen, hier müsst ihr nur darauf achten, ob sie eher Sonnen- oder Schattenpflanzen sind. Blumen gehen natürlich auch immer.

Wer keinen Garten hat, kann sich ganz einfach seinen eigenen kleinen Kräuter- und Gemüsegarten auf dem Balkon oder Fensterbrett anlegen. Kräuterregal aus alten Paletten, Hochbeet oder selber gezimmerte Konstruktionen – all den handwerklich Begabten unter uns sind keine Grenzen gesetzt.

Für die, die weniger Aufwand bevorzugen: Wie wäre es mit hängenden Töpfen an Haken und der Vorhangstange? Keine Töpfe zu Hause? Dann pflanzt die Tomaten doch zum Beispiel in eine leere Konservendose. Einfach Setzlinge oder Saatgut beim lokalen Bauer oder einer Gärtnerei holen und los geht’s!

Gegen Fernweh: Scrapbooking & Travel Journals

Fotos
Foto: Jon Tyson/Unsplash

Scraps, das sind Reste oder Fetzen und wir alle haben wahrscheinlich diesen einen Stapel entwickelte Fotos, der noch im Umschlag irgendwo in einer Schublade versauert. Oder diese eine Kiste gefüllt mit Andenken an den letzten Urlaub, von denen wir uns aus unerfindlichen Gründen nicht trennen konnten.

Jetzt können wir endlich mal Ordnung in unsere Bildersammlung bringen und sie mit unseren liebsten Erinnerungen in ein Album kleben. Denn mehr braucht man für Scrapbooking oder ein Travel Journal auch nicht. Einfach die Fotos und Erinnerungen mit Stickern, Washi-Tape, Tickets – eben alles, was zu Hause so rumliegt – einkleben. Wem noch Inspiration fehlt, der kann sich die zum Beispiel bei Pinterest, Instagram oder Etsy holen. Auf den Kleber, fertig, los!

Organisationsprofi werden

Bullet Journal
Foto: Talitha Waitzinger

Mit der Bullet Journal Methode wird garantiert jeder zum Organisationsprofi. Und dazu braucht ihr nicht mehr als ein Notizbuch und einen Stift. Für den ein oder anderen gibt es jetzt noch mehr zu organisieren, es ist nicht mehr nur Aufstehen, Arbeiten, nach Hause gehen. Der Einkauf für Oma muss vielleicht mit organisiert werden, die unzähligen Termine für Videokonferenzen geordnet oder auch einfach nur die Erinnerung auch im Homeoffice eine Pause zu machen. Mit einem Bullet Journal bringt ihr Struktur ins Gedankenchaos.

Mehr als nur Papieflieger

Origami Kranich
Foto: Talitha Waitzinger

Ihr habt einen Stapel alter Zeitschriften herum liegen oder euer Altpapier türmt sich auf? Dann probiert doch mal Origami. Die meisten verbinden die Faltkunst eher mit  „mega kompliziertes Gefitzel“ als mit Entspannung, doch wenn man den Dreh raus hat, ist Origami super easy. Die wohl einfachste Figur ist das Boot und wer die drauf hat, bekommt auch den Kranich locker hin. Wenn ihr dann eine ganze Flotte Boote oder einen Schwarm Vögel gefaltet habt, könnt ihr die beispielsweise an einem Ast oder zu einer Art Mobile aufhängen.

Für die kleine Freude

Foto: Roman Kraft/Unsplash

Vielleicht wollt ihr euren Freunden oder Nachbarn ein Bananenbrot, etwas zum Lesen oder eine Flasche Ginger-Beer vor die Tür stellen, um ihnen eine kleine Freude zu machen. Wie wäre es dann mit selbst bemalten Geschenkanhängern dazu? Ran an den alten Wasserfarbkasten oder die Stifte und auf festerem Papier loslegen. Danach könnt ihr die Etiketten noch in die gewünschte Form schneiden, Faden durch und fertig. Macht bestimmt umso mehr Freude.

Backstube

Backen
Foto: Andy Chilton/Unsplash

Zwar kein richtiges DIY, aber essen müssen wir ja sowieso. Probiert doch einfach mal euer Lieblingsgericht oder Dessert nachzukochen. Oder wie wäre es mit einem selbstgebackenen Brot aus unserer Soulkitchen? Der ein oder andere Nachbar freut sich bestimmt auch über Selbstgebackenes vor seiner Tür.

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