Das sagen die Stuttgarter zum Abstieg des VfB

Es ist eingetreten, was viele gefürchtet und noch mehr bis zuletzt nicht wahrhaben wollten: Der VfB Stuttgart ist abgestiegen. Schon wieder! Unter einigen Stuttgarter Persönlichkeiten sorgt das ganz schön für Frust.

Stuttgart – Hin oder her, ob es verdient oder abzusehen war: Das tut weh! Der VfB Stuttgart ist zum zweiten Mal nach 2016 ins Unterhaus der Bundesliga abgestiegen. Nix da „nie mehr zweite Liga“, nächste Saison geht es also ran gegen Heidenheim, Sandhausen und Fürth. Und nach aktuellem Stand werden selbst das keine leichten Gegner, denn was der VfB über weite Strecken dieser Saison zeigte, war unterirdisch und allenfalls zweitklassig. Was sagen die VfB-Fans nach dieser leidvollen und desaströsen Saison zu ihrem Verein und dem kontroversen Präsidenten Wolfgang Dietrich? Wir haben uns mal unter Stuttgarter Persönlichkeiten umgehört.

Dietrich raus! Sofort!

Marz (Rapper):

Hat man sich eben in einen Trottel verliebt. Oder anders gesagt: Dietrich raus! Sofort!

Marz kann seinen VfB-Schal (rechts im Bild) wahrscheinlich gerade nicht anziehen...
Marz kann seinen VfB-Schal (rechts im Bild) wahrscheinlich gerade nicht anziehen…

Felix Klenk (Freund & Kupferstecher, Westallee):

Viel mehr als in der abgelaufenen Saison kann man als Verein nicht falsch machen. Daher kommt der Abstieg leider nicht überraschend und ist mehr als verdient. Bleibt nur zu hoffen, dass man dieses Mal die richtigen Schlüsse daraus zieht…

Immerhin: Die Tickets werden günstiger…

Amelie Pyta (Journalistin, Stadtkind):

Der Abstieg des VfB schmerzt natürlich und tut im Herzen weh. Aber mit einer Ausbeute von 28 Punkten ist man nicht erste bundesligatauglich. Sportlich gesehen ist der Abstieg verdient, man ist im Hinspiel der Relegation zwei mal in Führung gegangen und hat es nicht geschafft, den Sieg klarzumachen. Das Ziel für die nächste Saison wird der Aufstieg sein, das wird eine schwierige Aufgabe. Dass es nicht selbstverständlich ist, nach einer Saison wieder aufzusteigen, hat der HSV gezeigt. Ich hoffe, dass dem neuen Trainer Tim Walter ein erfolgreicher Neustart in der zweiten Liga gelingt. Eine positive Sache hat der Abstieg immerhin: Die Tickets werden günstiger…

Der Verein kann froh sein, solch besondere Fans zu haben.

Daniel Friedl (Musiker, Itchy):

Es ist einfach nur traurig, wie dieser eigentlich so großartige Verein mit diesem Umfeld, diesen Fans, diesen Möglichkeiten es regelmäßig schafft, sich selbst zu ruinieren. So bitter es ist: Wir sind leider völlig zurecht abgestiegen. Ich habe gestern Abend sogar Mitleidsbekundungen von HSV-Fans bekommen. Das sagt eigentlich alles.

Daniel Friedl will kein Mitleid vom HSV. (Foto: Ilkay Karakut)

Stoff Büttner (I Love Sushi, Applaus Gin):

Ich mag egal welches Fußballereignis, weil es aus Menschen emotionale Trottel macht.

Luca Opifanti (Musiker, Antiheld):

Der Verein kann froh sein, solch besondere Fans zu haben. Trotz allem Frust wird das Stadion nächste Saison voll sein – so viel Loyalität ist nicht selbstverständlich!

Titelbild: Lichtgut/Christoph Schmidt

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