Das Kollektiv viernullworks will Kreative vernetzen

Das Kollektiv viernullworks möchte Künstlern eine Plattform bieten. Gegründet im April, als Corona alle zum Stillstand zwang, wollten die beiden Stuttgarter Akif Kir und Frederik Bruder etwas ins Leben rufen, um ihre eigenen Projekte zu verwirklichen und andere Kreative zu vernetzen.

Stuttgart – Mit eigenen Ideen durchstarten, Träume und Visionen verwirklichen – das möchten Akif und Frederik mit ihrem Kollektiv viernullworks möglich machen. Es geht darum sich etwas zu trauen, Interessen und Leidenschaft ohne Ängste zu verfolgen. Über allem steht die Vision eine Plattform zu schaffen – für Künstler aller Art, die sich gegenseitig vernetzen können.

Shirts verkaufen, Künstler supporten

Auf ihrer Webseite möchte das viernullworks Kollektiv individuelle Geschichten über Menschen und ihre Projekte erzählen. Außerdem soll eine Kontaktbörse für Künstler aufgebaut werden. Support your locals sozusagen. Aber natürlich muss das Ganze auch finanziert werden: Dafür verkauft das Team Shirts, die es in ihrer eigenen kleinen Werkstatt hergestellt hat.

Eigene Projekte anpacken

Akif und Frederik sind beide 23 Jahre alt und Studenten. Akif studiert Maschinenbau im Master, Frederik studiert Philosophie. Letztes Jahr im Mai haben sie sich kennengelernt. Akif macht schon ewig selbst Musik, kannte aber nie jemanden, bei dem er sie hätte aufnehmen können – im Gegensatz zu Frederik und so kam eines zum anderen. Die beiden lernten immer mehr Leute kennen und so entstand die Idee ein Netzwerk zu gründen. „Wir wollen auch anderen die Chance geben, Menschen kennenzulernen, die ihnen vielleicht weiterhelfen können“.

Über das, was sie motiviert, erzählt Frederik: „Wir wollen einfach etwas anderes machen. Im Studium ist man noch relativ frei und trotzdem spürt man ständig den Druck von außen und immer wieder kommt die Frage auf ‚Was macht ihr jetzt eigentlich?'“ Das Team hat den Ansporn, die Energie und Zeit, um Projekte anzuzetteln und ohne viele Ängste einfach mal etwas zu wagen: „Das ist auch das, was wir anderen vermitteln möchten“, sagt Frederik.

Aber bei viernullworks geht es nicht nur um Musik: „Die Plattform ist für Leute wie uns, die Ideen haben, aber niemanden kennen, der ihnen dabei helfen könnte“. Das Team hat sich seither vergrößert: „Wir sind gerade aber noch in der Findungsphase“. Die Grundidee besteht darin, die Leute untereinander zu connecten, ein Netzwerk aufzubauen für Künstler, die sich finden und in dem was sie tun gegenseitig unterstützen können.

Macht etwas, wovon ihr wirklich überzeugt seid!

Für ihr erstes kleines Album – mit Akif als Artist – haben die beiden Merchandise-Shirts für die Leute, die mitgeholfen haben gemacht. Dabei entstand die Idee das Ganze mit dem Verkauf von Shirts zu finanzieren: „Uns haben viele Leute auf die Shirts angesprochen, fanden sie cool und dann haben wir das einfach ausprobiert“.

Frederik berichtet weiter: „Bei uns geht es dann auch nach dem Studium darum, ob man festangestellt irgendwo arbeitet oder versucht, seine Träume zu verwirklichen“. Das Team findet, dass man nicht immer daran denken sollte, was schief gehen könnte. „Ich denke viele Leute in unserem Alter stehen an diesem Punkt – zwischen ihrer eigentlichen Leidenschaft und dem normalen Weg, bei dem es vielleicht nur darum geht, gut Geld zu verdienen“, so der 23-Jährige. Ihre Message: „Macht etwas, wovon ihr wirklich überzeugt seid“. Dafür möchten viernullworks im Idealfall den Leuten eine Plattform bieten. Die beiden hoffen, dass das Projekt noch weiter wächst: „Wir wollen da am besten auch noch mehr anbieten“, sagt Frederik.

Auf ihrer Webseite sind auch schon die ersten selbst produzierten Musikvideos  zu sehen. „Die Idee ist es, das Ganze nicht nur auf Musik zu begrenzen. Wir haben nur damit angefangen, weil wir alle in diesem Bereich sind und da am meisten helfen können.“

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