Coronavirus: Das kannst du trotz allem noch in der Freizeit machen

Das öffentliche Leben ist vorerst auf Eis gelegt. Soziale Kontakte sollen wegen der Gefahr einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus vermieden werden – also keine Partys und Feste am Wochenende. Was kann man jetzt noch in seiner Freizeit unternehmen?

Stuttgart – Das Coronavirus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. #socialdistancing #staythefuckhome und #flattenthecurve sind die Hastags der Stunde. Also, falls es uns möglich ist, bleiben wir daheim. Doch was soll man dann unternehmen? Wie gestalten wir jetzt unsere Freizeit? Und wie beschäftigt man sich im Falle einer Quarantäne, so dass einem nicht komplett die Decke auf den Kopf fällt? Hier acht Vorschläge:

1. Netflix & Co.

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Während die Tourismusbranche und die Kinos große Verluste verzeichnen, profitieren Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime von der aktuellen Lage. Nicht nur an verregneten Sonntagen, sondern auch in Zeiten von Corona ist es eine gute Idee, sich in eine warme Decke zu kuscheln, Tee zu trinken und für ein paar Stunden all die bedrohlichen Schlagzeilen und Warnungen zu vergessen. Spannende Ablenkung verspricht die Serie Bad Banks (ZDF-Mediathek) und humorvolle Unterhaltung liefert die zweite Staffel der Teenie-Serie Sex Education (Netflix). Wer im realen Leben noch nicht genug von der Krise hat: Die Netflix-Doku „Pandemie“ zeigt, wie Menschen weltweit von Seuchen bedroht sind und was man dagegen tun kann.

2. Mensch ärgere dich nicht

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Ein gutes Brettspiel bringt die ganze Familie, enge Freunde oder auch nur den Partner an einen Tisch. In jedem Fall vermag ein gutes Spiel die Teilnehmenden für ein paar Stunden zu fesseln und zu unterhalten. Klassiker wie Mensch ärgere dich nicht, Siedler, Schach, Memory oder Uno gehen immer. Im Trend sind Spiele, die nach dem Prinzip der Escape Rooms aufgebaut sind. Die Spieler müssen hier Hinweise knacken und Codes entziffern, um schließlich ein Rätsel zu lösen (z.B. von Kosmos Verlag). Es gibt auch Angebote für Einzelspieler, wie Das Vermächtnis (Pegasus Spiele), Ubongo Solo (Kosmos Verlag), Sudoko oder Puzzle.

3. Ab in die Natur

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Dieser Tipp gilt natürlich nur, wenn man nicht in Quarantäne steckt. Dann kann die Frischluft nur über ein geöffnetes Fenster eingeatmet werden. Für alle anderen ist ein Spaziergang durch den Wald oder ein Picknick auf der Wiese eine gute und vor allem gesunde Abwechslung zu all dem Stress. Regelmäßige Bewegung in der Natur stärkt das Immunsystem. Nicht zuletzt, weil sich die Haut nach der düsteren Winterzeit wieder nach Licht und Vitamin D sehnt. Am besten eignen sich etwas verlassenere Spazierrouten, bei denen man keinen großen Menschenmengen begegnet.

4. Sport treiben

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Immer mehr Menschen werden nervös und haben Angst. Das ist verständlich, schließlich weiß keiner so recht, was zum Thema Corona noch auf uns zukommt. Sport wird schon seit Langem als Therapie bei Angststörungen eingesetzt. In scheinbar gefährlichen Situationen erwachen unsere Urinstinkte. Wir bereiten uns innerlich auf eine Flucht vor und schütten Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Diese müssen abgebaut werden, sonst belasten sie unseren Organismus. Am besten ist dies durch Sport möglich. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits 30 Minuten Sport am Tag zu einer deutlichen Verminderung der Angstsymptome führen. Deshalb: Turnschuhe an, raus und Joggen oder Radfahren gehen. Alternativ leisten auch Fitness- oder Yogaübungen in den eigenen vier Wänden ihren Dienst.

5. Coronavirus and chill

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In Zeiten des Coronavirus ist es für Singles schwer, potentielle Partner im Club oder auf einem Städtetrip kennen zu lernen. Ganz auf Dating muss deshalb aber keiner verzichten. Viel eher sind die angeordneten Hygienevorschriften auf das Liebesleben zu übertragen. Das heißt: keine Dates an überfüllten Orten, mehr Chatten und erst später Knutschen. Die Quarantäne ist zu zweit auch angenehmer als alleine. Schon heute wird spekuliert, ob ähnlich wie kurz nach dem zweiten Weltkrieg oder nach einem großflächigen Stromausfall besonders viele Babys gezeugt werden. Ein Hinweis darauf könnte sein, dass es aktuell nicht nur Hamsterkäufe bei Klopapier und Desinfektionsmittel gibt, sondern auch vermehrt Sex-Spielzeug gekauft wird…

6. Den lieben Nachbarn helfen

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Nicht jeder hat so viel Glück und kann die Zeit in Quarantäne in romantischer Zweisamkeit verbringen. Vor allem ältere Menschen leben alleine und sind in Zeiten der Pandemie auf Hilfe von außen angewiesen. In den Sozialen Medien wird aktuell für die Solidarität gegenüber hilfsbedürftigen Nachbarn aufgerufen. Mit dem Hashtag #NachbarschaftsChallenge posten junge Menschen ihre Hilfsangebote an Nachbarn, die zur Risikogruppe gehören. Einkäufe mitbringen, Rezepte beim Arzt abholen oder Medikamente in der Apotheke besorgen – all das sind Dienste, die den älteren Menschen helfen und sie vor einer Ansteckung schützen. Auf Facebook und Instagram findet ihr außerdem die Seite Nachbarschaftshilfe Stuttgart, wo Helfende und Hilfesuchende zusammenfinden sollen >>>

7. Aufräumen und Ausmisten à la Marie Kondo

Aufräumen Regal
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Manche Sachen schiebt man ewig vor sich her. Weil sie keinen Spaß machen oder zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ausmisten ist so etwas. Seit die Japanerin Marie Kondo im vergangenen Jahr ihre Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ auf Netflix veröffentlichte, erlebte das Aufräumen einen kleinen Boom. Jetzt da genug Zeit und zu wenige Alternativen zur Ablenkung da sind, könnte dieser Trend neu entfacht werden.

Hier schon einmal die wichtigsten Grundsätze von Marie Kondo:
Alles auf einmal, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen
– Alle Dinge zum Aufräumen auf einem Haufen sammeln
– Entscheiden, was behalten wird, aufgrund der Frage: Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme?
– Jedem Gegenstand, den man behält, einen Platz zuweisen
– Alle Dinge dort richtig verstauen

8. Kochen mit haltbaren Sachen

Spaghetti Pasta
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Ein 10-Tage-Vorrat sollte laut der Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) dreieinhalb Kilogramm Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Getreideprodukte beinhalten, ferner vier Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte, zweieinhalb Kilogramm Obst und Nüsse, 2,6 Kilogramm Milchprodukte, eineinhalb Kilogramm Fisch, Fleisch, Eier oder Volleipulver und 357 Gramm Fette und Öle. Warum das begrenzte Angebot nicht als Challenge ansehen und einfach mal schauen, was sich aus haltbaren Sachen zubereiten lässt?

Einfach und schnell: Spaghetti alla Puttanesca
Vier Esslöffel Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe und eine kleine Chillischote zerkleinert darin andünsten. Eingelegte Sardellen zugeben und gut unterrühren. 400 Gramm Tomaten aus der Dose, Oregano, Oliven und Kapern hineingeben. Zum Kochen bringen und würzen. Zwischenzeitlich 5oo Gramm Spaghetti in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser al dente kochen. Abgießen, mit der Sauce vermengen und sofort servieren.