Italien-Vibes im Kessel

Italo-Disco-Hype, Aperitivo-Aufschwung und tutti a Tatti – in Stuttgart wird la dolce vita immer mehr gelebt. Diesen Sonntag treffen unter anderem Spaghettata auf Salamici. Wir haben da mal ein paar Spots und Partys für euch zusammengesammelt.

Stuttgart –  Stuttgart im Italienrausch – so scheint es, wenn man sich im Kessel mal so umschaut. Viele fahren Vespa, immer mehr Spots bieten einen Aperitivo oder Tramezzini an – zumindest im Tatti, der Mozze und Caffè-Bar Fleck & Schneck – und bei Italo-Disco-Partys platzen die Läden aus allen Nähten. Doch woher kommt der Hype? „Für uns als Italiener ist es schwierig, in Worte zu fassen, warum der Italo-Way-of-Life gerade so angesagt ist“, sagt Michele Ferrazzano von den Salamici-Artists. „Aber wir vermuten, dass die Stuttgarter in den letzten Jahren mehr Wert auf die Work-Life-Balance gelegt haben und auf den Geschmack des dolce vita gekommen sind.“

Nostalgiewelle und Aperitivo-Aufschwung

Die Münchner würden dies den Stuttgartern schon seit Jahrzehnten vorleben, findet Michele. „Arbeite hart, aber vergiss nicht, dein Leben zu genießen – in Form von und jetzt kommt es: Aperitivo. Von diesem Aperitivo-Aufschwung profitieren dann auch Cafés wie das Tatti.“ Und Valerie Hoffmann vom „Open Dinner“ ergänzt: „Mit italienischen Wurzeln hat das bei uns ganz klar etwas mit Sehnsucht nach der zweiten Heimat zu tun.“

Ciao Italiensehnsucht 

Auch Matthias Straub, der unter anderem für seine Discoteca Synthetica bekannt ist, spricht von Sehnsucht. „Zur allgemeinen Nostalgiewelle und der Sehnsucht nach einer Zeit ohne Instagram kommt noch das fast schon mediterrane Klima in Stuttgart, das an Urlaube mit den Eltern an die Adria und Rimini erinnert. Das Lebensgefühl „Dolce Vita“ wird aufgeladen durch die charmante Trash-Ästhetik von Popkultur-Phänomenen wie Pizza-Kartons, Negroni-Gewitter und Italo Disco – es grüßen die Eighties und die Lust auf sommerliche Unbeschwertheit.“

Volle Dröhnung Italien

Am Wochenende erwartet uns wieder ein Italo-Disco-Spektaktel – nicht nur für den Gaumen, sondern auch die Ohren. Anlass genug, um mal die Dolce-Vita-Vibes geballt in eine Liste zu packen.

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#stadtkindontour…ins Blaue!

Es gibt kaum etwas Schöneres als das Gefühl, in der eigenen Stadt zu verreisen – und das geht am besten zu Fuß. Deshalb sind wir den Blaustrümpflerweg abgelaufen und waren begeistert.

Stuttgart – „Into the blue“, lautet an Pfingsten also die Devise. Denn wir haben uns „D’Heslacher Blaustrümpfler“ vorgenommen und waren mehr als überrascht. Den Weg säumen schönste Aussichtspunkte, Seilbahn und Zacke und ganz viel Natur, mitten in der Stadt. Es ist unüberlesbar: Ja, wir sind Fans. Unser Stuttgart ist halt doch immer wieder für eine Überraschung gut. Also nehmen wir euch mit – auf einen besonders blauen Ausflug durch den Kessel.

Go West, Richtung Süd

Ach ja, beim Gedanken an den Blaustrümpflerweg kann man nicht anders und muss schwärmen. Eine schöne Strecke, die Stuttgarts Süden von seiner besten Seite zeigt. Da wir im Stuttgarter Westen wohnen, sind wir über die Schwabstraße, am Schwabtunnel entlang, die Treppen hinauf, auf der Hasenbergsteige gelandet. Da hat man im Grunde genommen, die ersten vier Stationen schon verpasst (s. Karte unten) – kann das aber am Ende noch nachholen. Ein bisschen (mehr) bergauf folgt dann auch schon der (für uns) erste Aussichtspunkt mit Stuttgart-West zu Füßen. Jetzt schön aufmerksam bleiben und die Abzweigung auf den Blauen Weg (Ja, der heißt wirklich so!) nicht verpassen. Was für ein toller Weg ist das denn? Immer wieder erblickt man den Stuttgarter Fernsehturm und hat nun Heslach vor Augen.

Dann wird’s nochmal knifflig: Denn die blauen Strümpfe auf kleinen Schildern, die den Weg kennzeichnen, sind nicht immer offensichtlich ersichtlich. Bei einer ganz bestimmten Abzweigung mitten in einem Wäldchen führt ein Weg nach oben Richtung Birkenkopf, Bärenschlössle und Co. – der Weg nach unten ist aber richtig. Da kommt man am alten Heslacher Bahnhof vorbei und landet schließlich am Südheimer Platz, direkt bei der U-Bahn-Haltestelle. Ein paar Meter nach rechts Richtung Heslach Vogelrain dann das nächste Highlight: die Seilbahn (Ticket: Kurzstrecke). Eine kurze Fahrt später ist man auch schon am Waldfriedhof* und läuft Richtung Dornhaldenfriedhof.

Aufgepasst: Wir sind nach der Eugen-Dolmetsch-Straße falsch – nach unten – abgebogen. Und schließlich in Heslach gelandet. Was zwar auch ganz schön war, aber auch schade. Denn geht man den Weg richtig, folgen Aussichtspunkte mit bestem Blick auf den Kessel, eine Fahrt mit der Zacke und man landet auf dem coolen Marienplatz. Von dort aus kann man dann die versäumten Anfangsstationen Lapidarium und Biergarten auf der Karlshöhe nachholen. Aber das bietet sich wahrscheinlich nur an, wenn man im Westen wohnt.

Wer etwas auf sich hält, der siedelt in Degerloch an – zumindest für die letzte Anschrift: die auf dem Waldfriedhof. So witzelt der Volksmund. Denn Stuttgarts Waldfriedhof, auf einer Halbhöhenlage zwischen Heslach und Degerloch gelegen, birgt nicht nur die Gräber einst wichtiger Personen und Persönlichkeiten aus Stadt und Land, er bildet auch eine Sehenswürdigkeit für sich. (Quelle: SSB)

Der ganze Weg ein Highlight

Ja, den Blaustrümpflerweg sollte man sich unbedingt mal vornehmen – egal, ob neu im Kessel oder schon immer in Stuttgart sesshaft. Die Stadt so zu entdecken als sei man ein Tourist – was gibt es Schöneres? Jetzt lassen wir aber lieber Bilder sprechen. Viel Spaß!

Der Heslacher Blaustrümpflerweg

SSB / Der Schwäbische Albverein

Legende

  1. Marienplatz
    Zahnradbahn, U1, U14, 41
  2. Karlshöhe, Lapidarium
  3. Karlshöhe mit Aussicht auf die Innenstadt, Biergarten
  4. Denkmal Johann Georg Fischer, schwäbischer Dichter 1816-1897
  5. Aussichtspunkt auf den Stuttgarter Westen
  6. Aussichtspunkt mit dem schönsten Blick auf den Stuttgarter Süden
  7. Abzweig zum Birkenkopf, Bärenschlössle, Rot- und Schwarzwildpark
  8. Lehrgarten des Bürger- und Gartenbauvereins Heslach
  9. Seilbahn Talstation
    Südheimer Platz U1, U14
  10. Seilbahn Bergstation, Waldfriedhof mit Ehrengräbern
  11. Dornhaldenfriedhof mit ehemaliger Schießbahn
  12. Aussichtspunkt
    Haigst (Santiago-de-Chile-Platz), Aussichtspunkt auf Stuttgart Mitte, Zahnradbahn,
  13. Fußweg zur U5, U6, U8, U12 (Haltestelle Weinsteige), Fußweg zur Waldau und zum Fernsehturm

Fakten und Informationen

Reine Gehstrecke ca. 7,5 km
Reine Gehzeit ca. 2,5 Std.

Bei Fragen und Anregungen zum Blaustrümpflerweg ist die Ortsgruppe Heslach des Schwäbischen Albvereins Ansprechpartner.

Tel.: 0711-245589 oder 0711-6875073

Der Schwäbische Albverein ist der größte Wanderverein Europas. Zu seinen Schwerpunkten gehören Wanderungen für Jugend, Familien und Senioren, der Natur- und Umweltschutz und die Landschaftspflege. Ein Anliegen ist aber auch die Heimatkunde, Volks- und Brauchtum und die Jugendarbeit. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums im Jahr 2004 wurde der Blaustrümpflerweg von der Ortsgruppe Heslach angelegt.

Quelle: Der Schwäbische Albverein

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Geschwister der Stadt: Daniele und Michele Ferrazzano

Daniele und Michele – Namen, die im Einklang erklingen, Brüder, die eine – musikalische – Symbiose verkörpern. Aus dem Brotherhood entstand Salamici – und die geben im Kessel gerade ordentlich Gas.

Stuttgart – Italienische Vibes machen im Kessel auch dank dieser zwei Ragazzi immer mehr die Runde. Die Wurzeln der Brüder Daniele und Michele Ferrazzano liegen in Süd-Italien, aufgewachsen sind sie aber im beschaulichen Wernau. Da ging, man kann es sich denken, nicht gerade viel, also fingen sie an, Tapes zu mixen. Die Fratelli wurden so schon früh zu Musik-Partnern in Crime. Sie nannten sich Brotherhood – wie passend. Was dann folgen sollte, war eigentlich nur der logische next Step. Und zwar als Salamici die Clubs, Bars und Mischpulte der Stadt mächtig aufzumischen. Dazwischen lagen noch Ausbildungen, Abschiede und Auslandsaufenthalte.

Zwischen Mixtapes, Flic Flac und Soundshop

Wo fängt man da an zu erzählen? Am besten bei den musikalischen Anfängen. „Musik hat uns schon immer interessiert“, sind sich die Brüder einig. Da in Wernau, wie bereits erwähnt, nicht gerade viel ging, musste man sich eben mit irgendetwas beschäftigen und da kam die Plattensammlung der Eltern gerade recht. „Wir haben uns die Platten von Marvin Gaye, Barry White und anderen Soul-Classics schon früh unter den Nagel gerissen und darauf aufbauend angefangen Musik zu sammeln“, erinnert sich Daniele.

Es sei die Zeit gewesen, als Hip-Hop in Stuttgart immer größer wurde, dank Kolchose, wir erinnern uns. Und in Wernau wusste man damals schnell: Die neueste Mucke gibt’s bei Ferrazzanos. „Wir haben ja auch Mixtapes verkauft“, berichtet Michele und ergänzt lachend: „Daniele war der DJ. Die Mixtapes haben wir bei mir im Kinderzimmer gemacht. Da gab es ein Regal – ein Plattenspieler war oben, einer unten – keine Ahnung wie er das gemacht hat.“ Alles sei irgendwie zusammengeschustert worden, haja, so war das halt früher.

Später wurden die Platten dann bei Emil im Soundshop gekauft. Das war damals genauso gesetzt, wie am Wochenende das Flic Flac in Gerlingen aufzumischen. Das waren Zeiten und für Daniele mit dem ersten Club-Besuch ein bleibender Eindruck. Die Brüder lachen. Daniele hatte damals noch lange Haare und kam sich übertrieben cool vor, als er zum Song „Hypnotize“ von Biggie Smalls das erste Mal in den Club einmarschierte.

Der Cut

Nicht nur die Haare wurden kürzer, es folgte auch ein Cut im Leben der Brüder. Beide hatten begonnen, eine Ausbildung zu machen – Michele zum technischen Zeichner, Daniele zum Hotelfachmann. „Nach den Ausbildungen ging es zum Studieren, ich zog nach Köln, Daniele nach Schwäbisch Gmünd. In der Zeit sind wir nicht so oft zusammengekommen.“ Auch musikalisch sei man unterschiedlich unterwegs gewesen. Erst 2007 sollte sich daran wieder etwas ändern. Michele zog nach Stuttgart und bekam von Daniele zwei Plattenspieler geschenkt. „Yes, das war der Beginn von etwas Neuem“, erinnert sich Michele.

Das erste Logo von Daniele und Michele als DJ-Duo Brotherhood: Der Name war Programm.

Dann ging’s los mit dem Auflegen – 2009 in der Caffè-Bar Fleck & Schneck. „Das Logo von Brotherhood ist entstanden, eine Kassette, die aussieht wie zwei Plattenspieler – so hat es angefangen.“ Damals hatte Tatti-Benny noch dort gearbeitet und zusammen habe man den Espresso-Club ins Leben gerufen. Immer mehr Clubs und Bars in der Stadt wurden bespielt, alles noch sehr hip-hop-lastig.

Und dann zog Michele nach Shanghai. Cut. Die Musik wurde immer elektronischer. Break. Der 38-Jährige baute sich ein Netz an Kontakten auf, machte sich einen Namen mit Slowmance und Shiny Shoes. „Daniele hat mich mindestens einmal im Jahr besucht, zusammen haben wir in Shanghai und Tokio aufgelegt.“ In der Zeit machte auch Daniele weiter Musik – in seinem kleinen Mikrokosmos, wie er selbst so schön sagt. Und er legte auch auf, als „Brotherhood -1“ – wie rührend.

Gut, dass die Brüder nun wieder vereint sind. Mit Micheles Rückkehr nach Stuttgart und neuer Motivation entstanden die Salamici-Artists – in der Originalbesetzung mit Manuel Brenner. „Es ist auch ein bisschen wie früher.“ Im zweiten Zuhause, dem Dresden, wird die Hütte regelmäßig abgerissen. „Die Vibes kommen dort so richtig rüber – und zwar in your face“, freuen sich die beiden. Wer’s nicht glaubt, kann sich diesen Freitag davon überzeugen!

Salamici-Tour-Dates

Freitag, 12. Oktober, ab 23 Uhr: Daniele und Michele b2b im Dresden – hier geht’s zur Veranstaltung >>>

Samstag, 13. Oktober, in der Galerie Kernweine, lassen die Artists den Abend musikalisch ausklingen. Mehr Infos hier >>>

Sonntag, 14. Oktober, findet die zweite Spaghettata statt. Los geht’s um 13 Uhr, hier geht’s zum Event >>>

Freitag, 19. Oktober, geht’s für die Brüder ins Waranga.

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Stadtkinder über ihre Stadt: Albino Basile

Albino Basile ist ’ne echte Type – so einzigartig wie sein Name im Kessel ist wohl auch seine optische Erscheinung von Kopf bis Fuß. Am Freitag feiert der Entertainer aus dem Riva seinen Geburtstag im Schlampazius. Wir haben mit dem gebürtigen Italiener über das Ankommen und Abfeiern in Stuttgart geplaudert.

Stuttgart – Für Albino Basile gibt es nur ein Gas und das ist Vollgas. Dass er deshalb zu seinem Geburtstag am Freitag im Schlampazius mächtig auffährt, verwundert da jetzt nicht gerade. „Partys müssen übertreiben. Nicht eine Band, zwei Bands, nicht ein DJ, sieben DJs und dann noch Go-Go-Girls obendrauf. Da wird’s richtig abgehen“, freut sich der 34-Jährige. Und wir glauben ihm jedes Wort.

Aber warum so groß, wenn es nicht mal ein runder Geburtstag ist? Ganz einfach. „Entweder ich sitze zu Hause oder ich feiere, aber dann richtig!“ Klingt logisch. Dann werden auch gern mal Freunde, Bekannte und Fremde zusammengetrommelt, um so richtig auf die Pauke zu hauen. Warum auch nicht!? „Tgif“ (Thank god it’s friday) – diesen Freitag wohl noch mehr als sonst.

Selbst ist der Mod

„Wenn ich im Riva bin, arbeite ich, wenn auf einer Party bin, dann will ich Spaß haben – und zwar so richtig“, erklärt Albino. Dieser Mann, der seit zwei Jahren im Riva arbeitet, weiß eben wie Feierei funktioniert. Und weil ihn bislang keine Party in Stuttgart so richtig geflasht hat, dachte er sich einfach: „Dann mache ich es halt selbst.“ Einfach nur meckern ist nämlich gar nicht sein Ding, selbst was auf die Beine stellen dafür umso mehr. Selbst ist der Mod. Gut vernetzt wie er ist – ein Leichtes für den selbsternannten Tellerträger.

Am besten am Mod-Dasein findet Spaßvogel Albino übrigens nicht das Tragen von alten Jacken, sondern vor allem die Einstellung der Modernists zum Leben, das Weiterdenken, Grenzen verschieben – nur damit das mal klar ist. Das Tragen eines Parkas gehört halt dazu. Klar, soweit!?

Und „Don’t look back!“ heißt seine Party übrigens nur, weil für ihn klar ist: Das beste kommt noch. „Ich bin kein Mensch, der zurückblickt, sondern jemand, der noch einiges auf der Liste hat.“

The best is yet to come!

Angekommen dank Roller

Aber für einen kurzen Moment müssen wir dann doch zurückblicken. Wie war das denn in Stuttgart, am Anfang, mit der Subkultur und dem Ankommen? In seiner Anfangszeit hatte der neugierige Ragazzo in der Nähe vom Diakonie-Klinikum gearbeitet und dort an einem bestimmten Tag einen Roller entdeckt, der sein Interesse weckte. „Ich habe mich dann einfach neben den Roller gesetzt und auf den Besitzer gewartet. Damals konnte ich noch kein deutsch, als die Besitzerin schließlich kam, haben wir uns mit Händen und Füßen unterhalten. Diese nette Dame hat mir dann ganz viele Adressen und Namen aufgeschrieben, unter anderem vom Roller-Stammtisch, den es damals noch gab. Und so bin ich in Stuttgart angekommen.“

Eine Party ganz nach seinem Geschmack: „Don’t look back!“ von und mit Albino Basile im Schlampazius

Was sonst noch in Albinos Leben abgeht? Der selbsternannte Entertainer stand uns, wie folgt, Rede und Antwort:

Dein Beruf in Eigendefinition: Theoretisch bin ich ein Tellerträger, praktisch verkaufe ich ein bisschen Spaß. (Er spielt auf seine kleinen „Show-Einlagen“ im Riva an!)

Seit wann lebst du in Stuttgart? 2011

Wo wohnst du heute? Ich bin ein Westside-Boy und fühle mich mit dem Stuttgarter Westen sehr verbunden. Ich arbeite und wohne dort. Die Nachbarn lieben und hassen mich. Kann man Albino wirklich hassen? „Ja, wenn nachts mein Roller surrt, dann schon“, sagt er lachend.

Was gefällt dir an dieser Ecke besonders, was eher weniger? Dass es ein Zuhause ist. Ich laufe durch den Westen und die meisten Ecken sind mir bekannt. Aber hier anonym zu sein, funktioniert nicht.

Wann und wo hast du dich in Stuttgart verliebt? Was ist passiert? Auf einer Party, wegen den Leuten. Denn eigentlich wollte ich damals nach Berlin, doch die Leute wollten mich nicht gehen lassen. Das hat mich sehr berührt.

Stuttgart fehlt Offenheit und Spaß

Wo ist deine Hood, wo hängst du am liebsten rum? Warum? Im Westen, ich arbeite, wohne und lebe hier. Sonst bin ich auch gern im Goldmarks.

Wo ist Stuttgart am schönsten? Auf dem Roller durch den Westen fahrend.

Wo am hässlichsten? Von der Königstraße über den Hauptbahnhof Richtung Milano und S21.

Ein Daueraufreger in dieser Stadt ist…dass die Stuttgarter am Anfang, beim Kennenlernen, erstmal so verschlossen sind.

Ein Geheimtipp, den du ausnahmsweise mit uns teilst: Ich weiß, wo man unter der Woche, nachts um 4 Uhr, noch ein Bier bekommt: Rendezvous.

Welchen Ort wählst du für ein romantisches Date? Schlossplatz, sonntags, 6 Uhr morgens. Kein Witz. Nach dem Feiern, die Vibes sind einzigartig. Die Sonne geht auf, beim Ecksee, das hat was.

Wie reagierst du, wenn jemand sagt, die Stadt sei hässlich? Der soll mal mit mir ein paar Tage lange unterwegs sein!

Dein Lieblingsrestaurant? Warum? Die Frage möchte ich nicht beantworten.

Deine Lieblingskneipe? Warum? Ich war jahrelang in „Die Bar“ verliebt. Einfach eine super Location.

Wo bist du am öftesten abgestürzt? Goldmarks

Wo gibt‘s die besten Konzerte? Goldmarks

Wo hängst du im Herbst am liebsten ab? Im Riva am Arbeiten

Wie bist du in der Stadt unterwegs? Auto, Rad, zu Fuß? Lambretta und Vespa – ich rolle mit den besten ;).

Was fehlt dieser Stadt am meisten? Offenheit und Spaß

Was würdest du sofort ändern, wenn du OB wärst? Weniger Platz für Autos!

Was wolltest du in Stuttgart immer schon mal machen, hast es aber noch nie geschafft? Eine Party veranstalten – das ändert sich aber dann am Freitag!

Hier geht‘ zur Veranstaltung, Albinos Super-Sause „Don’t look back!“ >>>

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Reloaded: Live-Musik-Sessions im Dilayla

Stuttgart kann mehr als Feschtle und Clubbing – unter anderem Live-Musik. Und das nicht nur auf dem Schlossplatz, sondern auch im Dilayla. Dort starten diesen Donnerstag wieder Live-Musik-Sessions, wir haben mit Veranstalter Sanoj Abraham geplaudert.

Stuttgart – Intim, rhythmisch, kreativ – so in etwa könnte man die Live-Musik-Sessions im Dilayla beschrieben. Nach einer ersten erfolgreichen Saison, geht die Stuttgart Super Session diesen Donnerstag wieder an den Start und soll nicht nur Musiker, sondern auch Live-Musik-Interessierte anlocken. Mitmachen darf übrigens jeder, der Bock hat. „Man muss kein Ober-Mucker sein“, betont Sanoj Abraham, Initiator und Mitgestalter der Super Session. Genremäßig sei man auch nicht festgelegt – von Jazz bis Rock ist alles dabei. „Wir spielen das, auf was wir Bock haben“, freut sich der Musiker. „Und ich würde mir wünschen, dass wir den Laden nicht nur richtig voll machen, sondern mit der Session im Dilayla eine neue Musik-Kultur etablieren.“

Eine Anlaufstelle für Musiker

Live-Sessions in Stuttgart – wie kam es eigentlich dazu? Ganz einfach: Sanoj, selbstständiger Agentur-Boss, Event-Manager und Konzert-Veranstalter, kam geflasht von einer Lissabon-Reise zurück, wo Live-Musik-Sessions, das natürlichste der Welt zu sein scheinen.

Von Backnang ins Gerberviertel

Hinzu kam der Umzug von Backnang nach Stuttgart, dem die Erkenntnis folgte: „Das Nightlife im Kessel ist ja schön und gut, aber mir fehlt hier ein Ort, wo Musiker zusammenkommen“, berichtet der 35-Jährige. Jede Band habe ihr eigenes Umfeld gehabt, man habe sich gekannt, aber dass man mal zusammen auf der Bühne steht und was zusammen macht – Fehlanzeige.

Jam-Sessions? Fehlanzeige!

Da überlegte Sanoj nicht lange, sondern machte einfach und stellte im Herbst 2017 die Super Session auf die Beine. Selbst ist der Mann. Da kam ihm das Dilayla, mit seiner Live-Musik-Vergangenheit und einem Boss der Live-Musik mehr als feiert, grad recht. „Ein kleiner, schnuckeliger Club, das passt perfekt“, dachte sich der Musiker im Oktober 2017. Yusuf sei gleich begeistert und offen dafür gewesen. Da wurde nicht lange gefackelt, sondern einfach drauf los musiziert. Mit der ersten Saison oder auch Testphase wenn man so will, die bis März 2018 ging, sei er super happy.

Ein Musiker-Kern, der Bock auf Live-Musik hat, habe sich herauskristallisiert. „Es ist alles ganz klein gehalten, ich kümmere mich selbst um die Technik, treffe die Musik-Auswahl.“ Und das Beste:  „Aus den Sessions haben sich bereits tolle Verbindungen ergeben.“ Und genau das sei auch der Gedanke dahinter, dass die Leute eine Anlaufstelle haben.

Jede Woche ergeben sich bei der Session neue Konstellationen – es macht so Spaß zuzugucken.

Stuttgart Super Session

Sanoj macht den Opener-Song und moderiert ein bisschen durch den Abend, aber ansich ist dort alles sich selbst überlassen. „Und es funktioniert hervorragend. Aber ich würde mir noch mehr Publikum wünschen, denn wir machen nicht nur Musik für Musiker. Und es ist einfach geil, was da passiert. Musik in seiner reinsten Form, so wie es früher anfing, im Jazz hat man früher nur improvisiert. Und Stuttgart ist eine Jazz-Stadt, aber der Jazz ist teilweise sehr verkopft und dieses Eis möchte ich unbedingt brechen.“

Die Stuttgart Super Session ist für Leute, die Bock auf Live-Musik haben und das feiern wollen. Und zwar an einem Donnerstag, wenn nicht zig andere Veranstaltungen im Kessel sind.

Ab 21 Uhr ist das Dilayla geöffnet, ab 22 Uhr starten die Sessions. „Jeder kann kommen wie er will, ohne Dresscode. Und vor allem muss man kein Über-Mucker sein. Jeder darf auch machen wie er will. Da geht’s um Spaß an der Musik und die Community.“ Auf den Instrumenten, die da sind, darf jeder spielen und während der Session darf auch nicht geraucht werden.

Hier geht’s zur Seite der Super Session >>>

Zur geschlossenen Gruppe hier lang >>>

Die erste Veranstaltung findet diesen Donnerstag, 11. Oktober, ab 21 Uhr statt, hier geht’s zum Event >>>

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Trotz Legasthenie: Sandra Wurster schreibt ein Buch

In der Kindheit gab es früh Trouble, die Schulzeit war alles andere als leicht. Trotzdem oder gerade deshalb hat Legasthenie das Leben von Sandra Wurster maßgeblich geprägt und sie am Ende sogar motiviert, ein Buch zu schreiben.

Stuttgart – Sandra Wurster ist 27 Jahre alt, hat ihr Label Bauchfrauen erfolgreich auf- und ausgebaut und steht nun kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Buches mit dem Titel „Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen“. Das klingt zunächst – um im Thema zu bleiben – nach einem Bilderbuch-Lebenslauf. Doch ihr Weg dorthin war alles andere als leicht und schön, er war – wie so oft zitiert – steinig und schwer. Sandra ist Legasthenikerin. Eine Tatsache, die ihre Eltern schnell überforderte und die Lehrer veranlasste, sie als dumm zu bezeichnen. „Total demotivierend und ungerecht“, findet die 27-Jährige. Denn sie hat schon immer gern geschrieben. „Meine Tagebücher bestehen quasi nur aus Kurzgeschichten, ich hatte immer so eine Lust auf Poesie und Gedichte.“ Da war das eigene Buch eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Legasthenie ist keine Schwäche

Sandra ist es wichtig, zunächst einmal ihre vermeintliche „Schwäche“ zu definieren. Denn viele würden Legasthenie als Lese- und Rechtschreib-Schwäche kennen beziehungsweise mit eben dieser verwechseln. Laut dem Katalog der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) ist Legasthenie aber eine veranlagte Störung in der Hirnfunktion, die für viele Teilleistungsstörungen verantwortlich ist. „In meinem Fall erkennt man diese Störungen vor allem an meiner miesen Rechtschreibung, aber auch an meinen mangelhaften Fremdsprachenkenntnissen, an meinem schlechten Langzeitgedächtnis und der schnellen Art zu sprechen“, erklärt die gelernte Tanzpädagogin.

Bis zur dritten Klasse war Sandras Legasthenie kaum aufgefallen, danach offenbarten sie schlechte Noten. Ihrer Mutter habe dies schwer zugesetzt, sie hatte damals bereits von Legasthenie gehört, suchte beim Klassenlehrer nach Rat, doch der tat das Ganze nur mit dem Satz ab: „Ihre Tochter ist einfach dumm.“ Daraufhin dachte sich Mama Eva: Jetzt erst Recht! Sie ging mit klein Sandra zum Legasthenie-Zentrum in Stuttgart und sollte recht behalten. Untersuchungen und Tests ergaben: „Ich bin sehr starke Legasthenikerin, mir fällt sowohl lesen als auch schreiben schwer“, erklärt die Powerfrau.

Beim Vorlesen falle es ihr schwer, das Wort zu greifen. Sie nehme sehr hohe Töne wahr „und ich spreche sehr schnell, damit nicht auffällt, ob ich das Wort gerade richtig ausgesprochen habe.“

Die eigene Logik kreieren

„Das schlimmste an der Legasthenie ist, dass du trotz deiner Bemühungen immer wieder gesagt bekommst: Du bist schlecht, du kannst es nicht! Meine Motivation war am Nullpunkt.“ Trotzdem hat Sandra ihren Hauptschulabschluss gemacht, recht gut, wie sie findet. Und setzte sogar noch den Realschulabschluss obendrauf. „Aber ich weiß auch, dass ich viel mehr dafür tun musste als andere. Legasthenie bedeutet nicht, dass du dumm bist. Einstein zum Beispiel war Legastheniker. Man kreiert eben seine eigene Logik.“ Die einen würden Gründe für ihr „schlecht sein“ finden, die anderen Wege. „Und ich habe mich für die Wege entschieden. Ich habe ein großes Mundwerk, bin mutig und lasse alles auf mich zukommen.“

Und auch ihr Schreibstil sei aufgrund der Legasthenie ganz eigen. Sandra konnte sich Fremdwörter nicht merken, also habe sie angefangen, diese zu umschreiben.

Legasthenie hat in mir viel Schmerz verursacht. Ich habe irgendwann Humor entwickelt und viel darüber gelacht und es auch öffentlich gemacht.

Da sei kein Platz für Stolz. „Es darf mir nicht peinlich sein, dass Leute meine Texte, Geschäftsmails etc. korrigieren. Ich war auch so dankbar über die Erfindung von Sprachnachrichten. Denn Menschen haben Vorurteile, keiner kann sich davon frei sprechen und viele Fehler in einem Text, da denkt sich doch jeder erstmal: Was ist denn bei der los?“

Legasthenie ist meine größte Schwäche, aber ich habe sie in meine größte Stärke umgewandelt. Ich bin Legasthenikerin und habe kein Problem mehr damit.

Warum ist Kreativität kein Schulfach?

Sandra fällt es schwer, an ihre Schulzeit zurückzudenken. „Weil ich es nicht leicht hatte.“ Am schwersten sei es ihr gefallen, wieder ein lebensfroher Mensch zu werden. „Die Schule war für mich ein System, in dem ich das Gefühl hatte, keine Luft zu bekommen. Meine Kreativität wurde als Verschleierung meiner angeblichen Dummheit und Faulheit gedeutet.“ Dabei sei sie so ein wissbegieriges Kind gewesen, von allem fasziniert. „Die Begeisterungsfähigkeit war immer da.“ Und auch wenn ihre Kreativität in jedem Zeugnis vermerkt worden war, so sehr bedauere sie doch auch, dass eben diese immer noch nicht den gleichen Stellwert wie etwa die Zwei in Mathe habe.

Legasthenie ist jetzt ihre größte Stärke: Sandra Wurster feiert ihre Individualität und Kreativität

Viele wissen nicht, was Legasthenie ist, setzen sich nicht damit auseinander und tun es gern mal als Ausrede ab.

Dabei tun Legastheniker viel mehr als andere. „Ich bin sehr zielstrebig“, betont Sandra. Schon immer habe sie Leute inspirieren, an ihrer Lebensfreude teilhaben lassen und ihre eigene Welt kreieren wollen. „Mir war deshalb klar, dass ich irgendwann ein Buch schreiben werde.“ Und genau das sollte in diesem Jahr passieren.

Unsere Schwächen machen uns interessant und zu dem, der wir sind. Es geht immer darum wie du damit umgehst und was du daraus machst. Niemand ist perfekt.

Der Trias Verlag kam auf Sandra zu, fand sie als Person interessant und ihre Message spannend. Genug Stoff für ein ganzes Buch, an dem Sandra nun tatsächlich das letzte halbe Jahr geschrieben hat. „Das war krass.“ Stimmung und Energie statt Fakten, lautete die Devise im Schreibfluss. Es habe so viel Spaß gemacht, aber sei auch wahnsinnig anstrengend gewesen. „Weil es mir so wichtig ist. Aber was soll ich sagen, ich will unbedingt noch fünf weitere Bücher schreiben“, freut sich der Kreativkopf. Legasthenie und das Schulsystem würden darin unter anderem auch thematisiert. Es sei ein heikles Thema. „Zum einen ist es schön, dass wir die Schule haben und Bildung für die Kids kein Fremdwort ist, aber auf der anderen Seite ist unser Schulsystem so veraltet. Währenddessen und danach, im Berufsleben, geht einiges schief, die Begeisterungsfähigkeit immer mehr verloren. „Und ich versuche, die Menschen daran zu erinnern, was für ein Wunder sie selbst sind und das Leben ist – das ist die Message. Angelehnt an mein Lieblingszitat von John Lennon:

Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist.
Als ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich werden will wenn ich groß bin.
Ich sagte: ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.

Glücklich zu sein, darum geht es und es ist so schade, dass wir das vergessen und verlernt haben. Und, dass Kreativität keinen höheren Stellenwert hat und kein eigenes Schulfach ist. Mein ganzes Leben besteht aus Kreativität, ich bin Berufsoptimistin, habe mir meine eigene Tanzschule aufgebaut und später mein eigenes Label. Das sind Berufe, die ich selbst kreiert habe.“

Sandra hat immer gedacht, dass sie falsch und schlecht ist – wegen ihrer Legasthenie. „Und jetzt denke ich: Ich bin Legasthenikerin und habe dicke Oberschenkel – na und? Schönheit bedeutet, den Mut zu haben, der Mensch zu sein, der du sein willst. Und ich bin – in Farben gesprochen – ein Pink, ich habe lange versucht ein Grau zu sein, anständig, gesellschaftlich akzeptiert, aber ich tue der Welt und mir keinen Gefallen, wenn ich als mattes Grau durch die Gegend renne und doch eigentlich ein Pink bin. Nur so kann ich leuchten und meine (Farb-)Kraft entfalten.“

Diese und ähnliche Gedanken finden sich in Sandras Buch wieder.

Und meine Gedanken in dem Buch sind so groß, im Vergleich dazu sind die Rechtschreibfehler so klein.

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Manchmal ist mir eben „leicht“ nach Pink 🌸

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9 Jahre I love Sushi

Hoch die Tassen: Das I love Sushi feiert diesen Samstag seinen neunten Geburtstag. Klar, dass Stoff und Karin Büttner plus Team zur Feier des Tages nicht nur Sektkorken knallen lassen.

Stuttgart – „Es ist total verrückt, dass es ‚I love Sushi‘ schon neun Jahre gibt“, freut sich Stoff Büttner. Am Anfang sei der Sushi-Laden im Stuttgarter Westen lediglich eine Schnapsidee gewesen. „So schön, dass ‚I love Sushi‘ so viele Leute, so lange glücklich gemacht hat“, freut sich der kreative Tausendsassa. Hinzukomme, dass der Laden vielen Leuten Halt und einen Job gegeben oder einfach als Station in ihrem Leben fungiert habe. „Da sind wir gerade sehr stolz drauf.“

I love Sushi – gesund, nett und voller Liebe

Und wie soll es weiter gehen? „Weitere neun Jahre soll es gehen, dann ist es auch gut“, findet Stoff. Alles ändert sich mit der Zeit, aber die Leute werden immer gutes Essen lieben, ist er sich sicher.

Und noch was steht fest. „Das ‚I love Sushi‘ ist ein richtig schönes Familiending!“ Es sei so organisch gewachsen, habe mit der Zeit seinen Spirit nicht verloren. „Den Familiengedanken möchten wir auch in Zukunft mit allen Mitarbeitern, Fahrern und so weiter, weiter ausleben. Und, dass es weiterhin gesund, nett und voller Liebe ist.“ Und Stuttgart sei auch der perfekte Nährboden dafür, weil die Leute hier gute Qualität und gutes Essen zu schätzen wissen.

Gefeiert wird diesen Samstag bis 18 Uhr. Es gibt jede Menge Specials, unter anderem eine GoldenRoll. Hier geht’s zur Veranstaltung >>>

9 Jahre I love Sushi

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Was trägt Stuttgart? Der Wasen-Look von Daniele

Drei Lederhosen und neun Westen nennt Daniele Linciano mittlerweile sein eigen. Die sind auch nötig, um 17 Tage Wasen durchzustehen. Wir haben mit dem Clubchef den Stylecheck gemacht.

Stuttgart – Eigentlich trifft man Daniele nur selten ohne Mütze oder Hut, gerade ist aber Rambazamba auf dem Wasen angesagt und da sind Schmuck und Accessoires bis auf kleinere Piercings eher raus: „Die stören da nur – zumindest beim Arbeiten“, sagt der Clubchef. Auch in diesem Jahr schmeißt er mit Amico Fabrizio Zullo wieder die Schatzi Bar im Sonja-Merz-Zelt – zum zweiten Mal ein voller Erfolg. Und die zwei Kumpels und ihr Team müssen ranklotzen, denn es heißt fit bleiben (diesen Samstag bis 2.30 Uhr). Danach geht’s noch in den gemeinsamen Club People – anderes Thema. Dass da die Klamotte stimmen muss, ist nur logisch. Doch Tracht bedeutet noch lange nicht Einheitstracht- beziehungsweise -brei, findet auch der 35-Jährige.

Breakdance beschte

In Stuttgart aufgewachsen, kennt Daniele den Wasen schon von Kindesbeinen an. Auch in der Jugend sei man oft zum Volksfest getingelt, er habe Fußball gespielt, das habe einfach dazugehört. „Und weil man zu den coolen Kids gehören wollte, ist man auch immer beim Breakdance abgehangen“, sagt er lachend. Damit ist das Fahrgeschäft gemeint, das heute übrigens immer noch die coolen Kids anzieht. Da bleibt nicht viel zu sagen, außer: beschteeee!

Was soll all der Wasen-Hate?

Eigentlich ein ganz eigenes Thema, zu dem sich Daniele bereits geäußert hatte. Ihn ärgert, dass einige Leute, immer alles uncool finden müssen. „Immer alles uncool zu finden, ist uncool“, so der Stuttgarter. Da konzentrieren wir uns doch lieber mal auf den lässigen Wasen-Look von cool dude Daniele, der gut gelaunt zugibt: „Ich trage richtig gern Tracht.“

Komplettes Outfit von Angermeier Trachten (Eberhardstraße 8)

Fotos: Franco Maria Jennewein

Club People goes Schatzi-Bar

Zu finden im Sonja-Merz-Zelt

Cannstatter Wasen

Noch bis 14. Oktober

Jeden Tag legen DJs auf, immer ab 17.30 Uhr

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