Neu in Stuttgart-West: Café Gustav

Willkommen im Westen, Café Gustav! In unmittelbarer Nähe zur Haltestelle Schwabstraße lädt die Kaffee-Oase mit herrlichem Hinterhof zum Verweilen ein und hält einiges in Sachen healthy food bereit.

Stuttgart – Vom Smoothie über einen hausgemachten Matcha-Kuchen bis hin zur Falafel-Bowl oder Bio-Suppe – das Café Gustav hat mehr zu bieten, außer guten Kaffee. Da bleibt man übrigens dem Westen treu, die feinen Bohnen gibt’s vom Nachbar Mókuska – aber das nur nebenbei. Denn auch wenn ein besonderer Fokus auf feinstem Kaffee liegt, wollen die Betreiber ebenso mit einem speziellen Food-Konzept und den frühen Öffnungszeiten überzeugen. Ab 7 Uhr morgens ist das Gustav geöffnet – das freut den frühen Vogel.

Kaffee, Bowls und After-Work-Drinks

Hinter Gustav stehen zwei Geschäftspartner, Daniel Keßler und Benjamin Martin. Beide kommen ganz klassisch aus der Werbebranche und betreiben seit mehr als zehn Jahren eine Werbeagentur in Stuttgart. „Und in der Agentur ist der Kaffee eben das Benzin, um durch den Tag zu kommen“, sagt Benjamin lachend. Da sei eine Leidenschaft für Kaffee da „und durch Reisen haben wir uns inspirieren lassen und wollten deshalb das klassische Café mit einem Food-Konzept ergänzen, das auch to-go bedient.“

In kurzer Zeit gesund essen!

Man biete Bowls an, die klar modern und angesagt seien, aber Thema für die beiden sei eben auch: Wie kann ich in kurzer Zeit gesund essen. Im Sortiment gibt es unter anderem Falafal-, Chicken- und Fitness-Bowls, aber auch verschiedene Suppen. „Wir bieten den Stuttgartern eine Option, um healthy food in ihren Alltag zu integrieren.“

Voulez-vous Café avec moi?

Und wieso Gustav? Namensgeber sei Gustav Schwab, nach dem auch die Schwabstraße benannt ist. Generell haben die beiden historische Elemente in die Inneneinrichtung eingebaut, französisch angehaucht und teilweise klassisch deutsch. „Uns geht es darum, dass man hier einen ‚alten‘ Charakter vorfindet, mit Bildern vom alten Schwabtunnel zum Beispiel“, erklärt der Betriebsleiter. „Wir wollen den Stuttgarter Westen mit unserem Café bereichern und den Stadtteil damit ein bisschen bunter machen.“

Come by, say hi

Café Gustav
Schwabstraße 47
70197 Stuttgart
+49 711 489 860 02
go@cafegustav.de

Mehr Info >>> www.cafegustav.de

Café Gustav

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Kann denn Liebe Sünde sein?

Der CSD ist vorbei, ein Thema bleibt: Liebe für alle. Ella Berger ist 21 Jahre alt, liebt wen sie will und findet das voll normal. Warum sie nie ein Coming Out hatte und ihre Sexualität sich nicht in eine Schublade stecken lässt, hat sie Stadtkind verraten.

Stuttgart – Liebe für alle, Kleidung für jeden? Warum soll Mann kein Kleid tragen, wenn er Bock drauf hat und wieso kann Frau nicht Frau lieben – einfach so, ohne schiefe Blicke und blöde Kommentare? Das fragt sich Ella schon lange, weil sie lebt und liebt wie sie will. Ihr Onkel sei schwul seit sie denken kann, Mama Geli wünsche ihr viel Spaß bei Dates mit Girls. Klingt eigentlich wunderbar open-minded.

Love is love

Eigentlich. Denn ganz so offen ist die Gesellschaft dann doch noch nicht. Und eine Sache nervt die 21-Jährige dabei ganz besonders: „Wenn Leute denken, ich sei nur bisexuell, weil das gerade Trend ist. Wer sucht sich denn bitte eine Sexualität aus?“ Außerdem ärgert sich die Lebenskünstlerin, die am Marienplatz Eis verkauft, über Aussagen wie die LGBT-Community würde anderen ihre Sexualität immer so aufdrängen. Auf Instagram machte sie sich kürzlich wortgewaltig Luft und bezog Stellung.

Ella ist ein offener und direkter Mensch. Und trotzdem oder gerade deshalb thematisiert sie selten, auf wen sie gerade steht oder mit wem sie zuletzt geschlafen hat. „Ich fand irgendwann Frauen scharf, genauso wie Männer – das war dann eben so“, sagt sie wie selbstverständlich. Vielleicht weil sie zur Generation der sogenannten Millennials gehört. Da würde man das alles nicht so eng sehen.

Ich war mit meiner Sexualität immer im Reinen und habe mir gesagt: Hey Ella, wenn du jetzt auf eine Frau stehst, dann ist das auch okay.

Klar, habe es eine Rolle gespielt wie sie aufgewachsen sei, dass ihr Onkel einen Mann liebe und sie schon früh Musik von David Bowie hörte. Männer, die auf Männer stehen oder sich schminken – das war dann einfach normal.

Aber gay oder nicht, das muss kein Thema sein.

Ella fing irgendwann an, mit Frauen anzubandeln. „Ich war einfach offen, habe es ausprobiert und fand es gut. Das war definitiv mehr als dichtes Rumgemache mit der besten Freundin.“

Coming out – nein Danke!

Und wie ging sie vor ihren Eltern damit um? „Ich hatte nie ein Coming Out“, betont der Musik-Nerd. „So etwas zu haben, ist doch ganz furchtbar. Irgendwann habe ich Frauen gedatet und meine Mutter hat mir viel Spaß gewünscht. Fertig. Aus.“

Es geht hier um Liebe.

Und noch etwas will Ella klarstellen: „Nur weil ich auf Frauen stehe, will ich nicht jede Frau flach legen, ich habe schon einen bestimmten Typ“, sagt sie lachend. Sie macht halt wie sie fühlt, deshalb schlief sie auch kürzlich mit einem Mann. „Warum auch nicht, wenn es passt und man sich wohlfühlt?“

Wie sich das jetzt nennt, lesbisch, bi, was auch immer – das sei doch völlig egal, findet die 21-Jährige. „Warum muss man immer alles festlegen und benennen? Du stehst auf Frauen, also bist du lesbisch? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.“

Manche Leute müssen ihre Sexualität benennen können, ich brauche das nicht.

Und auch in puncto ausleben, findet Ella: jeder nach seiner Façon. „Wer sagt, sexuelle Minderheiten würden anderen ihre Sexualität ständig unter Nase reiben, sieht das total falsch. Wir freuen uns einfach, dass wir das, was wir sind, offen ausleben und einfach sein können. Und deshalb auch zeigen. Der Aufschrei wegen dem CSD. Was soll das? Hier drückt niemand jemandem was rein.“

Gender, was ist das?

Ella geht auch das Geschlechterrollendenken auf den Keks. „Hey, du bist ein Typ, du darfst dich nicht schminken – wer hat das eigentlich beschlossen?“ In Manhattan eröffnete dieses Jahr auch ein gender-neutraler Shop, wo das Sortiment ästhetisch passend und nicht nach Geschlecht getrennt wird. So könne es weitergehen, findet Ella. „In solchen Momenten habe ich Hoffnung, dass unsere Gesellschaft auf einem guten Weg ist.“

Call me by your name

Auch immer mehr Filme zeigen nicht nur heterosexuelle Paare. Ella ist Fan von „Call me by your name“, wo es um die Liebe zweier Männer geht. „Früher fielen solche Filme in die Indie-Sparte, heute werden sie auch für den Oscar nominiert.“ Und das ist auch gut so. Denn unterm Strich geht es um Liebe und darum, dass der Mensch glücklich ist. Bestes Beispiel dafür sei nach der Stuttgarterin auch der Film „The Danish Girl“, wo es um die Geschichte des ersten Transsexuellen geht.

Jeder kann etwas zu einer offenen Gesellschaft beitragen!

Auch Schulbücher würden sich der Thematik annehmen und hin und wieder zwei Frauen oder zwei Männer als Paar darstellen. Dass Eltern sich deshalb beschweren, ist Ella ein Rätsel. „Dein Kind wird schon selbst wissen, auf wen es steht“, ist sie sich sicher. Die gesellschaftliche Denke hat also noch Entwicklungspotential. „Ich würde jetzt nicht sagen, dass es schon komplett in der Gesellschaft angekommen ist, aber es wird langsam. Neue Generationen rücken nach und ich habe Hoffnung für meine Generation.“ Und für mehr Offenheit und Toleranz muss, soll und kann nicht nur die LGBT-Community eintreten. „Du kannst dich ja auch als Hetero dafür einsetzen und du kannst auch als Mann Feminist sein. Nur weil man sich einer Gruppe nicht zugehörig fühlt, heißt das nicht, dass man nichts tun kann.“

Okay, enough is enough. I’ve been seeing pictures and posts about this subject roaming around the internet for quite some time now. Straight people telling us we’re forcing our sexualities onto them. And even I have received messages saying: “Stop talking about your sexuality all the time, you’re just doing it bc it’s a trend now.” Big fat NO! Have you ever wondered where all the queer people came from all of a sudden? Bc they were always there. Hiding. Bc they were scared to show who they are bc of people who create memes like this. We now live in a time where we’re actually able to make a change. People can finally proudly say: “Hi, I’m gay.” cause we are trying to create an environment where you can be proud and happy and carefree and simply yourself. So, no! Nobody is forcing their sexuality onto anyone, we are just trying to make a change by showing how normal it is to not only be a straight cis person. So, the next time sometime messages you saying to stop being in everyone’s face with your sexuality or that you “chose” to become this certain sexuality bc it is in fashion (still can’t believe people say this) - tell them for the last decades and centuries the straight cis society was in every queer person’s face, simply bc they thought their way of life was the only right and acceptable and normal one. People still hurt and kill themselves bc of not feeling “normal” and loved. So, kids. It’s not the lgbtq+ community that is in everyone’s face. It’s the cis and straight people who are just butthurt bc they chose to not help us make this change in our society. Thanks, bye.

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Coole Orte in Stuttgart, um den Fernsehturm anzuhimmeln

Ja, wir lieben den Stuttgarter Fernsehturm – unser Türmle! Kein Wunder freuen wir uns wie kleine Kinder, wenn wir ihn mal mehr, mal weniger unerwartet erblicken. Deshalb haben wir für euch ein paar coole Orte gesammelt, von wo aus man das Wahrzeichen der Stadt bestens anhimmeln kann.

Stuttgart – „Wenn ich mit dem Flugzeug in Stuttgart lande und den Fernsehturm sehe, geht mir das Herz auf – dann weiß ich, dass ich Zuhause bin!“ Diesen Satz hört man Stadtkinder nicht selten sagen. Unser Türmle ist schließlich nicht umsonst the Kessels finest und deshalb auch das Wahrzeichen der Stadt. Beim Schlendern durch Stuttgarts Straßen, auf den vielen Feschtlen im oder von den zahlreichen Aussichtspunkten am Rande des Kessels aus – zu denen er selbst natürlich auch zählt – erblickt man den Fernsehturm nur allzu gern und freut sich dann natürlich wie bolle. Isch halt au oifach nett, gell!? Und weil wir meistens nicht anders können und sofort die Kamera zücken, haben sich einige Pics mit unserem Türmle angesammelt.

Unser Türmle

Natürlich dient der Fernsehturm auch gern mal als Accessoire bei Streetstyle-Shootings, begleitet einen auf Ausflügen wie etwa entlang des Blaustrümpflerwegs oder matcht perfekt mit dem Sonnenauf- beziehungsweise -untergang. Ach, ja, seht einfach selbst!

Facts zum Fernsehturm

Das Türmle war, ist und bleibt weltweit  – Trommelwirbel – der erste Fernsehturm. Er wurde am 5. Februar 1956 eingeweiht. Und das bedeutet: Seit 60 Jahren trotzt das 217 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt Wind und Wetter.

Öffnungszeiten (Turm & Panoramacafé):

Mo-Do: 10-23 Uhr, Fr-So, Feiertage: 9-23 Uhr, Letzte Auffahrt: 22.30 Uhr

Tickets:

Erwachsene 7 Euro
Studenten 4 Euro
Guten Abend Ticket (So & Mo ab 20 Uhr) 4 Euro

Anfahrt:

Mit der U15 bis zur Haltestelle „Ruhbank“.

Auch die  U7 und U8, genauso wie der Bus 70 bringen euch auf schnellstem Weg zu den Haltestellen „Ruhbank“ (Fernsehturm) oder zur Haltestelle „Waldau“.

Anfahrt: Mit der U15 bis Ruhbank

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Zum CSD: Zwei Mamas und ein Kind

Der erste CSD nach der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare steht vor der Tür, der Kessel erstrahlt seit Tagen in Regenbogenfarben. Mehr als ein guter Grund, um mit zwei Frauen zu sprechen, die seit fünf Jahren verheiratet sind und ihr Glück nun mit einem Kind gekrönt haben.

Stuttgart – Und diese zwei Ladies sind keine Unbekannten: Wasiliki Fotiadou-Möbius und Yvonne Möbius eröffneten vor vier Jahren ihr gemeinsames Café Poffers am Kernerplatz – ihr erstes Baby war geboren, sagen die beiden. Dass die 39-jährigen Frauen genau dort die passende Location fanden, war wohl Schicksal. Denn die erste gemeinsame Wohnung befindet sich im gleichen Viertel. Besser geht nicht, das ist safe. Und noch etwas steht fest: „Wir hatten keine Probleme“, sagt Yvonne wie selbstverständlich. Und Wasiliki, genannt Waso, ergänzt: „Wir haben da aber auch nie drüber nachgedacht.“ Man sei ja auch kein Paar, das in der Öffentlichkeit rummache. Aber Händchen halte man schon. Auf die Frage, ob Homo-Paare heute gesellschaftlich akzeptierter seien, findet Waso: „Ja, auf jeden Fall.“ Doch Yvonne betont noch einmal: „Wir wurden nie benachteiligt, auch geschäftlich nie.“ Ob bei der Bank oder dem Vermieter, die beiden seien immer offen damit umgegangen, hätten auch gesagt, dass sie verheiratet seien – no problem. Vor 20 Jahren war es trotzdem noch nicht ganz so offen und easy wie heute. Das würde aber sicherlich auch am Leben in der Stadt liegen, so das Poffers-Pärchen. „Hier in Stuttgart trifft man alles.“ Früher sei das ja schon „exotischer“ gewesen.

Lebenspartner 1 und Lebenspartner 2 = 3

Und wie war das so, als die beiden Powerfrauen aufeinander trafen? „Wir haben uns am 30. August 2007 kennengelernt“, weiß Waso noch ganz genau. Damals beim Karaoke im Lauras, mittlerweile sei dort das Cavos beheimatet. Und wer hat schöner gesungen? Keine von beiden, heißt es, man sei wegen einem gemeinsamen Freund dort gewesen – so so. Einen Monat später sind sie zusammengekommen, drei Monate drauf direkt zusammengezogen.

Ehe für alle

Verheiratet sind die coolen Café-Chefinnen nun seit fünf Jahren. „Damals als wir geheiratet haben, hieß das ja noch eingetragene Lebenspartnerschaft und wir waren dann Lebenspartner 1 und Lebenspartner 2“, erinnert sich Waso lachend zurück. Kein Wunder, bei dieser doch recht trocken mathematischen Bezeichnung.

Aber was hat sich nun geändert, seit es auch für homosexuelle Paare Ehe heißt?  „Ich finde es schon gut, dass es nun gleichgestellt ist“, betont Yvonne bevor sie abschweift und sich an ihre Hochzeit auf dem Theaterschiff erinnert, als die beiden von einer Türkin getraut wurden. Die Lebenspartnerschaft habe man allein schon wegen der Adoption umtragen lassen müssen. „Wir wollten das mit der Ehe eigentlich zum zehnjährigen Hochzeitsjubiläum ändern. Schließlich waren wir ja schon vorher verheiratet, ob das nun Ehe heißt oder nicht.“

Hier in Deutschland wird viel für die LGBT-Community getan.

Aber die Umbenennung beziehungsweise Gleichstellung habe einiges erleichtert, vor allem auch in puncto Adoption. Und damit ist auch nochmal die gesellschaftliche Akzeptanz gewachsen, sind sich die beiden sicher. „Hier in Deutschland wurde für die LGBT-Community schon viel erreicht, vor allem auch im Vergleich zu südlichen Ländern“, findet Waso, deren Wurzeln in Griechenland liegen. Deshalb dürfe man nicht meckern.

Für die Eltern der beiden sei es auch nie ein Problem gewesen. „Meine Eltern haben Waso sofort akzeptiert und sind happy“, freut sich Yvonne. Bei den Südländern sei das ein bisschen anders, so Waso. „Aber meine Mutter hat es auch akzeptiert.“ Mittlerweile feiern auch alle zusammen Weihnachten.

„Wird euer Sohn jetzt schwul?“

Klar, dass dann auch irgendwann der Kinderwunsch wuchs. Da das erste Kind, das süße Poffers, aber so viel Zeit beanspruchte, zog sich das Ganze länger hin als nötig. „Wir wollten eigentlich von Anfang an Kinder, aber uns war auch bewusst, dass es ein langer Weg werden würde. „Wer bekommt das Kind? Fragen wir einen Kumpel, ob er Spender sein möchte?“ Da seien viele Fragen und Überlegungen im Raum gestanden. „Wir wollten aber, dass es unser Baby ist, deshalb haben wir uns für die Spenderklinik entschieden.“ Und da Wasos Kinderwunsch „einen Ticken“ größer war, sollte und hat auch sie das Kind bekommen.

Die glücklichen Eltern: Mama Yvonne und Mama Waso (von links)

Heute ist Sohnemann Iordi fast vier Monate alt. Schwangerschaft und Geburt verliefen reibungslos. Etwas holpriger hingegen – wie oben beschrieben – die Adoption und „richtig doof“ finden die beiden auch, dass Yvonne nicht in der Geburtsurkunde steht. Aber eben auch nur, weil sie offensichtlich nicht der biologische Vater ist. Dort können nur Mann und Frau eingetragen werden. „In dem Bereich sollte noch etwas passieren“, finden die beiden. Es gehe schließlich auch ums Gefühl. „Und ich finde es einfach nicht fair, dass man jeden x-beliebigen Mann nur weil er ein Mann ist, hätte eintragen können, aber mich nicht“, so Yvonne. Die beiden seien doch die Eltern und dann noch die Adoption, das sei schon ein riesen Hickhack und wahnsinniger Kostenpunkt – „da ist schon extrem“.

Man muss erstmal sein eigenes Leben im Griff haben, bevor man sich für ein Kind entscheidet. Mit was für Schwierigkeiten soll es denn aufwachsen, wenn man nicht selbst genug Eier hat, um so zu leben wie man fühlt – auch in der Öffentlichkeit.

Waso hatte sich vor der Schwangerschaft übrigens in verschiedenen Foren kundig gemacht, wie etwa „Lesben mit Kinderwunsch“ auf Facebook. Diese könne sie auch nur gut heißen. Ganz im Gegenteil zu dieser einen Frage, mit der sie in letzter Zeit des öfteren konfrontiert wurde: „Wird euer Sohn jetzt schwul?“

So ein Bullshit!

„Das wurde ich nun schon dreimal gefragt“, berichtet Waso. „So ein Bullshit“, platzt es aus ihr heraus. Sie wolle doch einen richtigen Kerl aus Iordi machen, was er dann draus macht, wisse sie aber auch nicht, scherzt sie. „Was ist das für ein Gedankengang?“, fragt sich die 39-Jährige kopfschüttelnd. „Die Leute sagen: Der kann ja nur schwul werden bei zwei Müttern. Und was ist dann mit alleinerziehenden Müttern? Ich sage dann immer: Meine Eltern sind doch auch Heteros.“ Gut sei, dass sich die Leute Gedanken machen, „aber halt leider in die falsche Richtung!“

CSD in Stuttgart

Waso und Yvonne können für den CSD am Wochenende vor allem die Hocketse auf dem Markt- und Schillerplatz empfehlen. Ansonsten laden nach und während der Parade die Sattlerei und der Österreichische Platz zu Partys ein.

Der diesjährige Marsch für die vollständige rechtliche Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz startet um 15.30 Uhr. Zur diesjährigen Demonstration werden erneut über 90 Formationen mit weit mehr als 5000 Teilnehmenden im Zug erwartet.

Von 18.15 bis 19 Uhr findet die Kundgebung zu den LSBTTIQ-Forderungen auf dem Schlossplatz statt.

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Ping Pong spielen in Stuttgart

Schnappt euch die Tischtennis-Schläger – wir haben für euch ausgecheckt, wo man in Stuttgart am besten Ping Pong spielen kann.

Stuttgart – Ping Pong macht nicht erst seit gestern die Runde, sondern ist schon länger in aller Munde. Immer mehr hippe People schwingen die kleinen, bunten Schläger, verbringen so ihre Feierabende – lässig Bälle schmetternd, quatschend und Radler trinkend zum Sonnenuntergang. Ja, urbaner geht’s fast nicht. Da dachten wir uns, es kann nicht schaden, mal alle Spots für euch herauszusuchen, die nicht nur eine Tischtennisplatte bieten, sondern die passende Atmosphäre obendrauf liefern. Und dank Künstlerin Susanne Mang wissen wir, dass man sich beim Ping-Pong-Spielen auch bestens verlieben kann.

Ins Herz gespielt

Es ist eine Liebesgeschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. Alles begann vergangenen Spätsommer, die Stuttgarter Künstlerin Susanne Mang hatte eigentlich nur einen Tischtennispartner gesucht. Sie habe einfach mal wieder Lust auf ein bisschen Action gehabt und über Freunde Flo kenngelernt. Beide pflegen eine große Leidenschaft für die kleinen Schläger. Susanne spielte schon als Kind im Tischtennisverein und entdeckte Ping Pong dann erst wieder als Studentin für sich. Am Wohnheim habe es eine Platte gegeben, schade drum, diese nicht zu nutzen. Schließlich gab es nochmal eine kleine Pause.

Action im Sommer

„Letzten Sommer wollte ich mich dann unbedingt wieder draußen bewegen und so ist unsere Liebe entstanden.“ Seit September 2017 spielen Flo und Susanne regelmäßig Tischtennis, oft nach der Arbeit. „Zwei Monate lang wurde nur gespielt und auch ein bisschen abgecheckt, ob es passt – und dann kam es zum ersten Kuss.“ Es sei einfach auch ein großer Spaß, man mache viel Quatsch, der Hund sei immer dabei. Und so ergab es sich auch, dass die beiden ihre Fun-Time fotografisch festhielten. Dann wurde auch mal in den Schnee gemalt, mit dem Schatten gespielt und sich im wahrsten Sinne des Wortes in Szene gesetzt. Die Bilder will Susanne jetzt ein Jahr lang sammeln und dann vielleicht mal in einer Ausstellung präsentieren. Mehr von der Künstlerin gibt’s auf www.susanne-mang.de

Ping-Pong-Map

Damit es Susanne und Flo nicht langweilig wird, hatten sie sich recht bald schon die Ping-Pong-Map ausgeguckt. So kommt Abwechslung ins Spiel – und das schadet ja nie. Man sei immer wieder in einem anderen Stadtteil und entdecke Stuttgart ganz neu über die Map. Am Eugensplatz sei es ganz schön. „Die Lieblingsplatte befindet sich aber in unserer Hood in Stuttgart-West, nahe beim Bismarckplatz.“

Hie geht’s zur Ping-Pong-Map >>>

Mit bestem Blick in den Kessel

Ob mit einem Eis in der Hand am Eugensplatz, hinauf auf die Uhlandshöhe, mitten in der Stadt oder im Wald in Stuttgart-Ost – Ping Pong lässt sich im Kessel bestens und überall spielen. Hier kommt unsere Auswahl, mehr Spots findet ihr in der Map.

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Wird Kroatien Weltmeister?

Die Theo ein einziges rot-weiß-kariertes Fahnenmeer: Im Kessel wurden die Siege der kroatischen Nationalmannschaft ähnlich fett gefeiert wie in Zagreb. Wird Kroatien Weltmeister? Wir haben bei Stuttgarter Kroaten nachgefragt.

Stuttgart – „Idemo u finaleeee“, postet der kroatische Nationalspieler Ivan Rakitic gestern bei Instagram – was das heißt, kann sich jeder denken. Die kroatische Mannschaft schaffte den Sprung ins WM-Finale und damit einen historischen Sieg. Auf der Theodor-Heuss-Straße wurde noch bis in die Nacht hinein gefeiert, in der kroatischen Hauptstadt Zagreb dürften es die frühen Morgenstunden gewesen sein. Die „Vatreni“ sind on fire. Aber bleiben sie jetzt cool genug, um den Titel nach Hause zu holen? Wir haben bei Stuttgarter Kroaten nachgefragt.

Idemo Hrvatska!

Schon bei meinem #stadtkindontour habe ich mich dazu hinreißen lassen und behauptet, dass man sich in Stuttgart oft wie in Zagreb fühlen kann – und das liegt nicht nur an den vielen Kroaten, die im Kessel leben (etwa 15.000) – oder an den vielen Autos, obwohl alles fußläufig erreichbar ist. Jetzt zur WM umso mehr. Meine Theorie ist ja: Wer den Gastgeber rauskickt, wird Weltmeister.

Und was sagen die anderen?

Tommy Primorac, Citywoo-Chef und Unternehmer

Wo hast du geschaut?

Surf & Fries, Tübinger Straße

Beschreibe den Einzug ins WM-Finale mit 3 Worten:

HERZINFARKT – KOMA – SCHWEISSAUSBRÜCHE

Wird Kroatien Weltmeister?

Selbstverständlich werden die Kroaten Weltmeister, jetzt erst recht.

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Moment, dafür habe ich einen Screenshot als Beweis…

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Das Finale schaue ich mit meinen Kindern auf der Theo an.

Sonja Lukenda, Redakteurin, Übersetzerin & Foodbloggerin

Wo hast du geschaut?

Zuhause mit meinem Freund (der Arme!).

Beschreibe den Einzug ins WM-Finale mit 3 Worten:

UN-FUCKING-FASSBAR!!!

Wird Kroatien Weltmeister?

Ich habe Angst davor, es auszusprechen. Könnte ja Unglück bringen! Deshalb halte ich mich lieber bedeckt.

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Gar keiner. Ich habe die ersten Spiele nicht gesehen und Kroatien hat immer gewonnen. Jetzt kann ich nicht mehr weg sehen.

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Ich denke mit Freunden irgendwo auf der Gass. Bei so einem Finale braucht es dieses Kollektiv-Feeling, man muss zusammen jubeln und fluchen können. Beides können wir Kroaten sehr gut.

Emil Calusic aka DJ Emilio

Wo hast du geschaut?

Ich habe zu Hause auf der Glückscouch geschaut.

Beschreibe den Einzug ins WM-Finale mit 3 Worten:

Unfassbar, unglaublich, unbeschreiblich…

Wird Kroatien Weltmeister?

Nein, Kroatien wird nicht Weltmeister! (Habe im Achtel-, Viertel- und Halbfinale schon mit dem Ausscheiden gerechnet.)

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Nachdem ich die letzten 20 Jahre bei jeder Basketball, Handball- und Fußballmeisterschaft zu oft zu viele Erwartungen an die Kroaten hatte und zu oft enttäuscht wurde, habe ich dieses Jahr einfach gar nichts von ihnen erwartet. Vor der WM waren Brasilien und Frankreich meine Titelfavoriten.

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Das Finale werde ich wieder auf der Glückscouch neben meinem Glückshund schauen. Außer mich packt der Wahnsinn und ich fliege am Sonntag früh, nachdem ich einen Junggesellenabschied gefeiert habe, nach Moskau, weil ein Kollege, der Beziehungen zum HNS hat, noch ein Ticket fürs Endspiel für mich besorgt.

Und so sah es in Moskau auf dem Roten Platz aus:

Foto: Schowi und Yuriy

Adrijana Pravdic, Projektmanagerin

Wo hast du geschaut?

Zuvor habe ich es immer im Cape Collins geschaut, was super ist, da die Theo direkt um die Ecke ist. Gestern waren meine Nerven am Ende, somit habe ich mich entschieden, es bei Freunden Zuhause zu schauen.

Wird Kroatien Weltmeister?

Ich hoffe wir werden Weltmeister, aber der zweite Platz ist auch super!

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Mein Tipp vor der WM war: „Alles ist möglich!“

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Das Finale wird in Barcelona geschaut, da ich morgen dort zu einem JGA fliege. Trikot von ’98 ist eingepackt!

Habe ich schon erwähnt, dass ich fix und fertig war?!

Kleon Medugorac, Künstler

Wo hast du geschaut?

Auf dem WM-Hügel der Reformierten Kirche in Zürich-Altstätten, war eine sehr angenehme Stimmung und es gab eine singende, feiernde Kroatengruppe. (Ich hätte aber viel lieber in Stuttgart geschaut, da gehts nach dem Spiel mehr ab!!!)

Beschreibe den Einzug ins Finale mit 3 Worten…

Nogomet dolazi kući!

Wird Kroatien Weltmeister?

Klar!

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Kroatien gewinnt, keine Ahnung wie, aber irgendwie kriegen sie es hin.

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Weiß noch nicht genau wo, ich versuche in Zürich noch einen Ort zu finden, an dem mehr Kroaten unterwegs sind, falls jemand einen Tipp hat, gerne Bescheid sagen! Auf jeden Fall mit meiner Freundin Paula. Es wird das erste Spiel in dieser WM sein, das sie ganz anschaut. Und mein Schwager Christian ist seit Deutschland raus ist als emotionaler Stützpfeiler dabei und erklärt mir alles, was ich im Fussball nicht kapiere…

Martin Ljubic, Lakimii-Chef & Unternehmer

Wo hast du geschaut?

In Kroatien (Zadar)

Beschreibe den Einzug ins WM-Finale mit 3 Worten:

Es war unbeschreiblich!

Wird Kroatien Weltmeister?

JA!

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Bis jetzt sind alle Tipps aufgegangen…mein Tipp fürs Finale: Der Bessere soll gewinnen! Und mein Geheimtipp: Kroatien wird es!

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Früher war es die Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart und heute ist sie die „Jebote-Heuss-Straße“ – mit allen Freunden!

Igor Tipura, DJ und Veranstalter

Wo hast du geschaut?

Kernweine

Beschreibe den Einzug ins WM-Finale mit 3 Worten:

Gar nicht übel…

Wird Kroatien Weltmeister?

Das weiß ich natürlich schon. Will meine Wettquoten aber nicht versauen.

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Ich hatte die Spiele vor der WM überhaupt nicht verfolgt und hatte keine Ahnung wie gut das Team ist.

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Bin in Berlin und hoffe ich verschlafe es nicht. Keine Ahnung wo oder mit wem. Gibt es das Café King eigentlich noch?

Tihana Koprek von @justcakegirl

Wo hast du geschaut?

Die meiste Zeit sind wir in Wirtshaus Garbe in Stuttgart Plieningen – die ganze Truppe kommt aus der Gegend! Beim Dänemark Spiel waren wir allerdings im Abacco in Stuttgart-Mitte – wir wollten die Theo Atmosphäre auch mal erleben!

Beschreibe den Einzug ins Finale mit 3 Worten: 

Underdog kämpft weiter!

Wird Kroatien Weltmeister?

Ja definitiv! Aber sowieso ein großer Erfolg für so ein kleines Land so weit zu kommen!

Was war dein Tipp am Anfang der WM?

Ich habe schon gewusst, dass wir gut sind, aber nach den ersten Spiel hat sich schon gezeigt, dass die Manschaft dieses Jahr sehr weit kommt!

Wo wirst du das Finale schauen und mit wem?

Das Finale schauen wir mit ca. 15 Freunden – wieder in Wirtshaus Garbe in Plieningen! Und freuen uns riesig!

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Blub eröffnet am Samstag in den Königsbau Passagen

Am Samstag eröffnet Blub in den Königsbau Passagen und der Kessel so: Yeah. Denn keiner will die leckeren Bubble-Wrap-Waffles hier mehr missen. Und das Beste: Mercan Aysel hat noch ein neues Produkt in Planung – Eieiei…

Stuttgart – Der süße Waffel-Traum begann vor rund einem Jahr. Mercan Aysel, der wohl engagierteste Gastro-Spross Stuttgarts, mischte mit seinen Bubble-Wrap-Waffles die Straßenfeste im Kessel mächtig auf. Kinder weinten vor Glück, andere konnten nicht anders und applaudierten. Das rührte den Blub-Chef sehr und motivierte ihn in seinem Vorhaben, eine feste Location für seine Waffeln zu finden. Er kam zunächst für sechs Monate im Fluxus unter, nun zieht er weiter und will die Masse begeistern.

Umzug in die Königsbau Passagen

Gerade verdeckt eine Staubschutzwand noch das Innere der neuen Ladenfläche, doch schon am Samstagmorgen steht Mercan wieder lächelnd hinter der Theke und berät in Sachen Waffel. „Es gibt keine Tür, wir sind ein offener Laden und der Laden ist quasi nur Theke“, erklärt er.

Nach dem Fluxus-Ende geht es für Blub also fix weiter, aber man sei auch voller Vorfreude. Der einzige Wermutstropfen sei, dass man beispielsweise die Westallee wegen der Neueröffnung nicht mitnehmen könne. „Aber beides funktioniert leider nicht“, so Mercan. „Zu 90 Prozent sind wir aber beim Henkersfest dabei.“

Jetzt steht aber erstmal die Eröffnung in den Königsbau Passagen an und die findet am Samstag um 10 Uhr statt. Hier gibt’s mehr Info >>>

Neues Produkt: Waffel-Eier

Mercans Augen leuchten als er beginnt von seinem neuen Produkt zu erzählen. „Wir werden Waffel-Eier machen und wir wollen sie füllen!“ Mit was? Schokosoße, Himbeersoße, Marmelade – das zergeht nur so auf der Zunge. Man wolle die Eier auch dekorieren mit Nüssen und so weiter. Das passende Waffeleisen wurde angeschafft und Mercan betont: „Es ist mega kompliziert.“ Warum dann aber überhaupt was Neues ausprobieren, wenn das Altbewährte doch so gut ankommt?Man müsse sich eben auch weiter entwickeln, findet der Gastronom. Und die Waffel-Eier haben auch ihre Vorteile: Sie seien kleiner, handlicher und durch die Füllung etwas ganz anderes.

Gerade ist Mercan noch in der Testphase, aber das neue Produkt wird kommen – und das schon in naher Zukunft. Stay tuned.

Blub-Opening am Samstag in den Königsbau Passagen

10 Uhr

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Bademoden-Challenge: Frauen feiern ihre Körper

Die Bauchfrauen starten die Sommer-Challenge schlechthin: Auf Instagram ruft das Stuttgarter Label dazu auf, dass Frauen (und Männer) ihren Beach-Body feiern und die Selbstzweifel im Bikini wegtanzen sollen. Nun wird der Account von Videos geflutet.

Stuttgart – Mit dem Hashtag #bauchfrauenchallenge und dem Satz „Rock‘ deinen Sommer“, ruft Sandra Wurster, die das Label Bauchfrauen vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hat, dazu auf, sich frei zu tanzen und den Beach-Body zu feiern – so wie er nunmal ist. Auf die Frage: „Traust du dich auch?“ erhielt sie nicht nur Antworten, sondern unzählige Videos von Frauen, die sich trauen. Im Bikini oder Badeanzug tanzen sie zu ihrem Lieblingssong und feiern ihre Körper. Sandra ist überwältigt und kann es kaum glauben, was da gerade passiert. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. So muss das sein. Denn Body-Positivity kennt schließlich keine Grenzen.

Du entscheidest, wie du dich fühlst!

Sandra selbst erzählt auf Instagram (zu sehen in den Bauchfrauen-Highlights unter „Bikini Dance“), bevor sie die Challenge startet, von einem Erlebnis im Urlaub. Damals sei sie sich fett und hässlich neben den anderen Bikini-Schönheiten am Strand vorgekommen. „Mein Selbstbewusstsein wurde mit den Wellen davon gespült“, sagt die Label-Gründerin. Daraufhin sei sie schnellstmöglich ins Hotel zurück gegangen, habe sich im Zimmer eingesperrt, vor den Spiegel gesetzt und versucht, sich so lange anzuschauen, bis sie wieder etwas Schönes an sich entdecken würde. „Das hat sehr lange gedauert“, gibt sie mit tränenerstickter Stimme zu. Es sei ein harter und sehr ehrlicher Moment gewesen.

Ich wollte mich nicht mehr wie ein überdimensionales, schwabbeliges Monster fühlen.

Sandra wollte einfach leben und Spaß an diesem Sommerurlaub haben. „Ich habe mich auch geschämt, dass ich, die ein Label für Body-Positivity gründet und Vorträge über Selbstliebe hält, so anfällig für ihre eigenen vernichtenden Gedanken ist“, betont sie. Sandra habe sich selbst motiviert, die negative Energie in eine positive zu verwandeln und sich damit auch schön zu finden. „Ich entscheide, wie ich mich fühle!“, hatte sie schließlich begriffen. Und so beginnt die Challenge, denn die 27-Jährige spricht die Menschen da draußen an: „Ihr habt die Wahl, wie ihr euch fühlt. Also werft euch doch auch in einen Bikini, macht eure Lieblingsmusik an und stärkt euch für den Sommer. Traut euch, zeigt euch, ihr habt nichts zu verstecken. Tanzt euch frei!“

Selbstzweifel wegtanzen

In der Bauchfrauen-Challenge geht es also darum, den eigenen Körper und Sommer zu rocken und zu feiern! Das scheint viele motiviert und angesteckt zu haben, das Postfach der Bauchfrauen wurde innerhalb kürzester Zeit regelrecht überflutet. Was dort gelandet war? Unterschiedlichste Videos von tanzenden Menschen in Bademode.

Genug der Worte, schaut am besten selbst oder macht am besten auch gleich mit!

Illustration: Kim Hoss

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