#stadtkindontour in…Mexiko

Diesen Sonntag geht die WM endlich auch für Deutschland los. Im ersten Vorrundenspiel trifft der deutsche Kader am frühen Abend auf Mexiko. Grund genug, um das lateinamerikanische Land mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei geholfen hat uns Mexikanerin Karla.

Stuttgart – Karla Dennise Gallardo Espinoza – mehr Mexiko in einem Namen geht nicht. Die 31-Jährige ist – wie der Name schon verspricht – ein echtes Energiebündel, mischt den Kessel entweder mit ihren Burlesque-Einlagen tänzerisch auf oder organisiert als Eventmanagerin Feste, die in Erinnerung bleiben. Geboren ist sie in Guadalajara, aufgewachsen in Ehnigen bei Böblingen. „Ein Kulturschock“, gibt die Powerlady heute zu. „Plötzlich war alles so leise.“ Doch der Schock war irgendwann überwunden. Seitdem lebt sie gern in Stuttgart, organisierst unter anderem das Urban Yoga Weekend und mit ihrem Freund, Kraftpaule Thorsten Schwämmle, das mexikanische Totenfest „Dia de los Muertos“. Uns hat sie verraten, wo sie Fußball guckt und wem sie die Daumen drückt. Dreimal dürft ihr raten.

Mexiko im Herzen

In der Straße in Guadalajara, wo Karla aufwuchs, sei die Werkstatt ihres Opas gewesen, daneben der Tante-Emma-Laden der Oma. „Ich war nie wirklich allein. Dann in Deutschland zu sein, das war total komisch.“ Sie habe es als total gruselig empfunden, den Zug, der nachts fuhr, in drei Kilometer Entfernung zu hören. „Wenn wir abends durch Ehningen gelaufen sind, haben wir uns immer gefragt: Wo sind denn die Menschen? Warum fahren die Busse am Wochenende nicht und wieso sonst nur jede halbe Stunde?“ In Deutschland sei Karla auch vielen Vorurteilen gegenüber getreten, viele Leute dachte sie käme aus dem Dschungel, Mexiko sei dritte-Welt-Land, da gäbe es keine Entwicklung. „Dabei ist Mexico-City eine wahnsinnige Großstadt, mit 20 Millionen Einwohnern, einem top ausgebauten Bus- und Bahn-System.“ Die Stadt habe extrem viel zu bieten. Es sei einfach nur anders. In der Schule hat die gebürtige Mexikanerin auch mit Rassismus zu kämpfen, aber das schiebt sie unter anderem auch auf die Unwissenheit der Kinder. „Die dachten sich wahrscheinlich: Okay, die ist anders und fremd, spricht die Sprache nicht.“ Ihrer Mutter sei es damals sehr wichtig gewesen, dass Karla sich nur noch auf deutsch verständige. Man habe sich große Mühe gegeben, sie zu integrieren.

Aber bei mir hat es extrem lange gedauert bis ich mich in Deutschland richtig wohl gefühlt habe. Bis ich sagen konnte: „Okay, das ist jetzt mein Zuhause“, sind bestimmt acht Jahre vergangen.

Mit 18 Jahren habe sie auf dem Wirtschaftsgymnasium zwei Freundinnen gefunden, die ihr inneren Frieden gaben. „Ich wusste es gibt Leute, denen ich vertrauen kann. Da war dann der Punkt gekommen, als Deutschland cool für mich war.“ Man würde ja auch Aufklärungsarbeit leisten, findet Karla. „Mexiko wurde immer in einen Topf mit Drogen geschmissen, die Leute haben zu mir gesagt: Du bist verrückt, dass du dort dein Auslandssemester verbringst. Allein für die Tacos würde ich alles tun“, sagt sie lachend. Alle zwei Jahre sei man nach Mexico geflogen, immer vier bis sechs Wochen, über die Sommerferien. Als die Burlesque-Tänzerin dann in Tübingen empirische Kulturwissenschaft und Anglistik studiert, das Auslandssemester auf den Winter fiel und Guadalajara als Partnerstadt in Frage kam, war für Karla gleich klar: „Okay, ich gehe nach Mexiko.“ Sie kam bei einem Onkel unter, Punk und Pressesprecher der mexikanischen Buchmesse, er wohnte neben Karlas ehemaligen Kindergarten. „Da war ich voll in meinem Barrio. Es war so schön, in dem Viertel zu sein, wo ich aufgewachsen bin.“ Die Uni hatte ein großes Angebot und die damals junge Studentin entdeckte die alte Heimat wieder für sich. „Es war so, als wäre ich nie weg gewesen, ganz natürlich, das Lebensgefühl, die Leute, das Essen, dass es bunt und laut ist. Klar, ist einem das auch manchmal zu viel, vor allem wenn es heiß ist.“

Ich bin froh hier zu sein und habe Deutschland eine Menge zu verdanken, viele Möglichkeiten hätte ich sonst nicht gehabt, vor allem auch im Bereich Burlesque.

Allein die Tatsache in Europa zu sein, ist ein Traum – die kurzen Wege. Man kann hier für wenig Geld viel sehen, allein mit dem TGV ist man in drei Stunden in Paris. Und die deutschen Männer seien wahre Gentlemen.

Frida Kahlo an den Ohren

Und wie integriert Karla Mexiko in ihren Alltag? „Durch die Klamotten. Ich bin ein riesen Frieda Kahlo-Fan.“ Klar, dass die mexikanische Künstlerin, Karlas Ohrringe und Armbänder zieren. Vor etwa neun Jahren hatte die 31-Jährige angefangen sich mehr mit Kahlo zu beschäftigen, auch im Zusammenhang mit dem Dia de los Muertos (siehe unten). „Da fing das bei mir so richtig an, dass ich die Totenköpfe usw. gesammelt habe. Da hatte ich auch ständig Übergepäck, wenn ich aus Mexiko zurückkam. Und im Sommer trage ich diese typischen Blumenkleider total gern.“ Ansonsten hört die Eventplanerin viel lateinamerikanische Musik. Auch Salsa hat Karla im Blut.

Dia de los Muertos

Mit dem Tod wird in Mexiko anders umgegangen. In ihrer Abschlussarbeit hat sich Karla ausgiebig mit der Thematik beschäftigt und auch einen Vergleich mit der deutschen Trauerkultur gewagt. „In Bezug auf den Dia de los Muertos glauben wir, dass die toten Menschen aus dem Jenseits zurückkommen. Sie können aber nur zurückkommen, wenn wir ihnen einen Gabentisch – mit den Lieblingsessen und -getränken – bereiten und sie einladen.“ Der Mensch sei erst dann weg, wenn man ihn vergessen habe. „Auch ein Stuhl wird freigehalten und natürlich wird auch getrauert, aber man erinnert sich eben ganz offen.“ Die Blumen sind übrigens gelb, weil Gelb die Farbe ist, die die Toten sehen können. Der Tod sei in Deutschland so schwarz und ein Tabu, man will nicht darüber reden. „In Mexiko ist das nicht so, du siehst es mit Humor. Du weißt ja, es ist nicht vorbei.“

Zusammen organisieren sie das mexikanische Totenfest „Dia de los Muertos“ in Stuttgart: Thorsten Schwämmle und Karla Dennise Gallardo Espinoza.

Karlas Oma würde sich das, was Karla und Thorsten da veranstalten, sicher auch anschauen, ist sich die gebürtige Mexikanerin sicher. „Sie würde vielleicht sagen: Was machst du da auf der Bühne, aber hätte bestimmt ihren Spaß.“ Bei der Party würde man dann auch ihr Bild aufstellen. Und die Leute ziehen mit und stellen auch Bilder ihrer Verstorbenen dazu, auch von Haustieren.

Bereits im achten Jahr organisieren die beiden das Totenfest schon und das nicht zum letzten Mal. „Schließlich haben wir auch den ganzen Keller voll mit Deko.“ Es sei einfach auch was anderes. „Klar, ist es eine Party, aber wir werden auch nicht müde zu sagen, dass wir den Toten gedenken wollen und da sind, um mit ihnen zu feiern.“

Das Kraftpaule-WM-Studio

Und wo guckt Karla Fußball? „Ich bin eigentlich Fußball-Banause“, gibt sie zu. Der nationalistische Touch habe sie immer ein bisschen gestört. „Ich bin nicht stolz Mexikanerin zu sein, ich bin glücklich darüber.“ WM-Spiele schaue sie sich aber schon an. In erster Linie würde sie Mexiko die Daumen drücken, aber auch Deutschland. „Wenn Mexiko gegen Deutschland spielt, denke ich immer: Ach, Mexiko verliert eh, aber es wär schön wenn nicht – einfach mal was anderes.“ Und die Weltmeisterschaft wird natürlich im Kraftpaule-WM-Studio geschaut, am Sonntag in der Speiserei, direkt am Untertürkheimer Bahnhof. Dort gibt’s dann Spareribs, wilde Kartoffeln und Craftbeer von Kraftpauke. Ansonsten würde Karla auch gern mal im Biergarten vom Goldmarks gucken.

Mexiko in Stuttgart

Und wo erinnert Karla Stuttgart an Mexiko? Es habe am Stöckach früher den Laden Mezcal Hoch Zwei gegeben, das sei Karlas zweites Zuhause gewesen – eine mexikanische Tacceria, wo die Eventmanagerin auch gekellnert habe. Dann gibt es noch: Den echten Mexikaner in Fellbach, wo viel Hausmannskost serviert wird. Das Essen sei ganz lecker, findet Karla. „Stuttgart bei Nacht erinnert mich auch immer ein bisschen an Gualadeljara, immer wenn ich nachts gelandet bin.“ Ansonsten sei es schwer Mexiko zu vergleichen, „weil es zu groß ist.“ Stuttgart wäre ein Stadtteil davon.

Tipps für den nächsten Mexiko-Urlaub

In Mexiko-Stadt:

Chapultepec Park

Der Bosque de Chapultepec ist nicht nur der größte Park in Mexiko-Stadt, sondern mit seiner Fläche der größte Stadtpark in ganz Lateinamerika. Chapultepec bedeutet in der Azteken-Sprache Náhuatl „Heuschreckenhügel“ und diente schon den damaligen Herrschern als Residenz.

Casa Azul

Das blaue Haus von Frieda Kahlo.

Zócalo

Die Plaza de la Constitución (Platz der Verfassung), auch Zócalo (Sockel) genannt. Der Zócalo von Mexiko-Stadt gehört zu den größten und bekanntesten Stadtplätzen der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Megastädten besitzt Mexiko einen eindeutigen Mittelpunkt, der nicht nur das Zentrum der Stadtregion von über 20 Millionen Einwohnern, sondern das Zentrum der nationalen Identität des ganzen Landes darstellt.

In Guadalajara:

Die gesamte Altstadt, alles im spanischen Kolonialstil. Abends kann man dort auch sehr lecker essen. Dann gibt es dort die älteste Kantina „La Fonda“.

Paseo Chapultepec 

Das ist eine Straße. Dort befindet sich ein Künstler-Markt, wo es viele mexikanische Sachen gibt, neu interpretiert. Tolle Bars, wo man super essen kann.

Der Friedhof Pantheon Mezquitán – natürlich besonders schön zum Dia de los Muertos.

Sonntags sollte man sich ein Fahrrad ausleihen. Denn dann sind viele Hauptstraßen gesperrt und man kann sich dort frei fortbewegen.

Ansonsten:

Sayulita Nayarit Mexico: Beach, Surf & Dining – Karlas Lieblingsstrand. Dort gibt es einen Friedhof am Strand, der auch sehenswert ist. Cancun, Tulum mit den Maja-Stätten, Ensenada mit Weinroute.

Rezept: Margarita Mezcal

Zutaten:

  • Salz
  • Mezcal blanco
  • 37 ml Cointreau
  • 20 ml Saft von zwei Limetten
  • 4-5 Eiswürfel
  • 1 Limettenscheibe

Zubereitung:

Mezcal, Cointreau, Limettensaft und Eiswürfel gut vermengen. Glasrand mit einer Limettenscheibe anfeuchten und in einem Teller mit Salz andrücken.

Mexiko

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Void – das Unsagbare feiern

Fünf Künstler feiern diesen Freitag in der St. Maria Kirche in Stuttgart-Süd das Unsagbare. Die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Dort Wolfsberger, genauso wie der Sänger Noah Kwaku laden zu einem Abend für die Nichtworte und das Zuhören.

Stuttgart – Fünf Künstler halten aus, „was nicht gesagt werden kann und worüber schweigen unmöglich ist.“ Zum einen gestalten die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger den Abend, indem sie sich fragen, warum wir so viel reden und doch so wenig zu sagen haben. Eine Performance, die mit Worten füllt, was andernorts besser Stille gewesen wäre. Zum anderen wird Sänger Noah Kwaku „Void“, seinen noch unveröffentlichten Song, präsentieren genauso wie die EP „TOO LATE“ – mit Jan Kappes am Bass und Johann Polzer am Schlagzeug. Zusammen will man die Leere füllen. Ein Abend für die Nichtworte und das Zuhören.

Ein Abend zum Zuhören

Musik – gern, aber ein Konzert wie immer – langweilig. So in etwa war Noah Kwakus Gedankengang als er gefragt wurde, ob er in der St. Maria Kirche spielen wolle. „Ich bin dann auf Jule gekommen, deren Sprechperformance ich leider verpasst hatte, und dachte mir: Das könnte doch ganz gut passen, Kirche und Stille.“ Man traf sich, fand sich cool, ging die Sache an.

Worum geht es in Jules Performance? „Warum wird das jetzt gesagt? Ist Reden manchmal nur Hilflosigkeit?“ Die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger fragen sich, was das ganze Gelaber eigentlich soll. Warum wir so viel sagen und doch so wenig zu sagen haben. Eine Performance, die mit Worten füllt, was andernorts besser Stille gewesen wäre. Die zeigt, wie Kommunikation im Schwall der Wörter verloren geht. Es geht um das Laut und das Leise, das Sagen und das Meinen, das Zu- und das Hinhören.

Ein Abend voller Worte, die eines sagen: Man muss auch mal still sein.

Der Abend sei auch eine Plattform, um Noahs neuen Song „Void“ zu präsentieren. Void bedeutet Leere und spannt damit auch einen Bogen zu Stille, der Kirche als Ort der Stille, man kann nicht reden. Es gehe auch um Ruhe auf Konzerten und um eine Blockade im Kopf, eine Leere, obwohl der Kopf voll ist. Dem Sänger hilft da immer ein Spaziergang, der Platz schafft, für neue Gedanken und frischen Wind.

Dies sei der Ansatz für die Veranstaltung gewesen. Die Künstler sind gespannt und freuen sich auf den Abend. „Wir werden versuchen eine schöne, zerbrechliche und ruhige Stimmung zu schaffen.“ Man könne „Void“ als Start in den Abend nutzen, sei mitten in der Stadt und solle sich einfach treiben lassen.

Void – von und mit Noah Kwaku und den Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger

Freitag, 8. Juni 2018
Einlass 19 Uhr
Beginn 20 Uhr
St. Maria
Eintritt frei

Please don’t be too late!

Mehr Infos gibt es hier >>>

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Das Urban Yoga Weekend geht an den Start

In Stuttgart geht es immer urbaner zur Sache, jetzt auch in Sachen Yoga. Karla und Heidi laden dieses Wochenende zum Urban Yoga Weekend in die Villa Humboldt.

Stuttgart – „Wir wollen die Stuttgarter aus ihrem Alltag locken, ihnen Raum bieten, um alles hinter sich zu lassen. Eine Auszeit voller Yoga und Meditation, lieben Menschen, interessanten Workshops, leckerem Essen und einem Lifestylemarkt“, beschreiben Karla und Heidi ihr Event. Die Ladies, die sich einst als Nachbarinnen kennenlernten, wollen Stuttgart auf sportliche Art und Weise aufmischen. Und nicht nur das: „Wir wollen die Yoga-Community aus der Region zusammenbringen“, betonen sie. Mit der Villa Humboldt direkt an der Karlshöhe habe man den perfekt Ort dafür gefunden. „Er ist zentral und trotzdem ruhig gelegen, wir stören keine Nachbarn und sind gut zu erreichen.“

Für die Yoga-Community aus der Region

Und wie ist die Idee entstanden? „Heidi und ich haben beide in der Liststraße gewohnt“, berichtet Karla. Man habe sich immer wieder getroffen, sei ins Plaudern gekommen, auch über Yoga. „Ich war damals noch schwanger und hatte mit Schwangschaftsyoga angefangen.“ Später habe sie Heidi angesprochen – weil Karla Eventmanagerin (Schräglage) ist – sie habe Bock ein Yoga-Event auf die Beine zu stellen. „Ich habe die Idee, die Kontakte, ich weiß nur nicht wie“, so die Yoga-Lehrerin, die dem Sport selbst seit fünf Jahren verfallen ist.

Support your local Scene

Also setzten sich die beiden Freundinnen zusammen und tüftelten ein Konzept aus. Zum einen fand es Heidi schade, dass die Yoga-Lehrer aus der Region auf anderen Yoga-Events nicht so gefördert würden. „Sie haben anderweitig keine Möglichkeit, sich zu präsentieren und das wollen wir ändern.“ Zum anderen wolle man die Yoga-Community zusammenbringen. Und auch Neulinge kommen auf ihre Kosten. „Beim Urban Yoga Weekend hat jeder die Möglichkeit, verschiedene Stunden zu buchen und den passenden Lehrer für sich zu finden.“

Bock auf Bier-Yoga

Mit ihrem Freund Thorsten Schwämmle organisiert Karla, die auch Burlesque-Tänzerin ist, unter anderem die Veranstaltung „Dia de los Muertos“ – das mexikanische Totenfest. Er habe sie auch auf die Idee gebracht: „Hey, wie wär’s eigentlich mal mit Bier-Yoga?“ Alle hätten es aus größeren Städten wie Berlin gekannt – und hatten sofort Bock. Wer sich jetzt fragt: Was ist denn Bier-Yoga? „Die Bierflasche dient dabei als Hilfsmittel“, erklärt die Veranstalterin. Bei bestimmten Übungen wie der „Kobra“ wird versucht, die Bierflasche so zu halten, dass man daraus trinken kann. „Es ist natürlich auch ein kleiner Gag, aber die Nachfrage ist da.“ (Samstag, 21.30 Uhr, mit Bier vom Kraftpaule)

Die beiden Frauen hinter dem Urban Yoga Weekend: Karla (links) und Heidi.

Sonst noch wichtig: Es gibt eine Tageskasse. Das Ticket beinhaltet Vorträge und Workshops. Alles ist nach dem „First come, first serve“-Prinzip aufgebaut. Wer also Blumenkränze kreieren oder Handlettering ausprobieren möchte, muss sich sputen, denn es gibt maximal 20 Plätze. Man kann außerdem draußen auf Hängematten entspannen, Monsieur Renard’s Garten versorgt die Gäste währenddessen kulinarisch und es wird einen Mini-Lifestyle-Market geben. Wer dann noch eine Yoga-Stunde besuchen möchte, zahlt 20 Euro extra.

Wenn es gut anläuft, wird es das Urban Yoga Weekend sicher noch öfter geben.

Jeder darf, kann, soll seine eigen Yogamatte mitbringen. Oder auch Hilfsmittel. Ansonsten steht das Get-together im Vordergrund und der Austausch. „Jeder ist willkommen, der auch einfach nur verweilen und entspannen möchte.“ Es gibt auch eine Ayurveda-Massage, für die man sich vor Ort anmelden kann.

Mehr Infos gibt es auf der Homepage des Urban Yoga Weekend.

Zum Programm:

– 30 Yogastunden – 20 Lehrer und viele Aspekte von Yoga –

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir für unser Konzept von und für die Region so viele Yoga-Lehrer gewinnen und begeistern konnten“, sagen Karla und Heidi.

An dem Wochenende werden über 30 Yogaklassen stattfinden. „Lasst euch inspirieren von vielen Yoga-Stilen und -Lehrern aus der Region.“

Weitere Informationen über die Lehrer findet ihr hier >>>

– Änderungen vorbehalten – 

Urban Yoga Weekend

– 08./ 09. Juni 2018 –

Villa Humboldt

Einlass Freitag 15.30 Uhr

Einlass Samstag 8.30 Uhr

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Was uns Sex & the City gelehrt hat!

OMG! Heute vor 20 Jahren wurde die erste Folge „Sex & the City“ ausgestrahlt. Grund genug, um mal zurückzublicken, was die Serie uns gelehrt hat. Es folgen – wie könnte es auch anders sein – 20 Erkenntnisse!

Stuttgart – Freundschaft, Sex, Sex mit Freunden, das alles und noch viel mehr ließ Sex & the City unsterblich werden. Vier Ladies, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mischen NYC auf – mit kessen Sprüchen, coolen Klamotten und heißen Bettgeschichten. Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte werden zu Vorbildern und sind eine Offenbarung für uns da draußen, die plötzlich offen über Sex reden, keine Angst mehr vor dem Älterwerden haben und wissen: Du kannst alles sein, was du willst!

Serie mit Suchtfaktor

Carrie Bradshaw ist Autorin und ständig auf der Suche nach Stoff für ihre Sexkolumne – die perfekten Geschichten liefern ihr vor allem drei Frauen, ihre Freundinnen Miranda Hobbes, Charlotte York und Samantha Jones. Alle sind Singles, jede geht diese Tatsache anders an. Während Carrie recht unverkrampft die große Liebe sucht, ist Galeristin Charlotte versessen darauf, zu heiraten. Die zynische Anwältin Miranda empfindet Männer eher als Nebensache und PR-Frau Samantha hat lieber Sex als Beziehungen.

Noch heute suchten wir uns regelmäßig durch die sechs Staffeln von Sex & the City und stellen jedes Mal fest: So viel hat sich gar nicht verändert. Carrie und ihre Freundinnen leben ein modernes, offenes Leben in einer Großstadt. Mode-Trends von damals sind nach wie vor en Vogue, Singles von heute immer noch auf der Suche nach Seelenverwandten, open-minded Freundschaften mehr wert denn je. Was wir aus der Serie alles mitgenommen haben, folgt jetzt:

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#stadtkindontour…auf zur Uhlandshöhe

Wochenende ist Ausflugszeit! Diesmal zieht es uns hoch hinaus – auf die Uhlandshöhe. Warum man den Weg nicht nur wegen der Aussicht auf sich nehmen sollte, zeigen wir euch hier.

Stuttgart – Ja, Stuttgart ist immer für eine Überraschung gut. Ist die Stadt im Kessel für einige die (Max Herre Voice) #ersteLiebe, werden andere erst auf den zweiten Blick mit ihr warm. Dabei helfen sicherlich die vielen Aussichtspunkte, die das Städtle so einzigartig machen. Und die gab es unter anderem geballt auf dem Blaustrümpflerweg, der uns aus dem Staunen und Schwärmen gar nicht mehr herauskommen ließ. Ähnlich verhält es sich bei der Uhlandshöhe. Der Aufstieg isch a bissle beschwerlich. Aber was dann folgt, hat ganz viel mit Durchatmen und wenig mit Atemnot zu tun.

Start: am Eugensplatz

Kürzlich, an einem Sonntag: Die Sonne war schön am Scheinen, die Lust auf einen Ausflug stieg. Nur wohin? „Wie wär’s mal mit der Uhlahndshöhe?“, kam mir in den Sinn. Gesagt, getan. Schnell ins Sommer-Outfit geschmissen und los Richtung – Eugensplatz. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir wollten uns vor dem Aufstieg (hüstel, hüstel) erstmal ordentlich stärken. Das geht mit der Kombi aus Tagescafé Apotheke und Eisbistro Pinguin natürlich bestens. Als ab in die U-Bahn und während der Fahrt schon die Aussicht genießen. Freunde, die witzigerweiser auf die selbe Idee gekommen waren, hatten sich einen Stella-Roller ausgeliehen und sind damit schon einmal ein Stück vorausgefahren.

Gut, erstmal in der Apotheke mit einem Weißwurst-Frühstück gestärkt und später beim Pinguin mit einem SSB-Eis belohnt. Viele schwören ja auf das Mercedes-Eis – aber das nur so nebenbei. Mit dem Eis in der Hand nahmen wir den Aufstieg in Angriff und das ging erstaunlich gut. Die Wagenburgstraße hinauf, an der U-Bahn-Haltestelle Heidehofstraße vorbei, auf den Alfred-Lörcher-Weg, der (fast) geradewegs auf die Uhlandshöhe führt. Dann folgt auch schon recht bald die Ruine Uhlandshöhe. Die wenigen Stufen, die zu ihr führen, sollte man nicht scheuen – denn der Ausblick lohnt sich! Dort lässt es sich bestens durchatmen – mit dem Fernsehturm vor der Nase.

Minigolf und/oder Radler

Ein kleines Stückchen entfernt von der Ruine befindet sich der wohl legendärste Minigolfplatz der Stadt. Seit die Freund & Kupferstecher-Boys ihre Radioshow dort oben veranstaltet haben, finden auch immer mehr Hipster den Weg auf die kleine, kultige Anlage. Und sie mutet sicherlich nicht sonderlich schön an, aber bei einem Preis von vier Euro kann man nicht meckern. Wer nicht spielen will, kann sich auch einfach nur ein Radler in der Sonne gönnen. In einer Art Biergarten hat man wieder einen top Blick auf den Fernsehturm.

Der Abstieg fiel dann wesentlich leichter, höhöhö. Wir wollten noch das neue Café Taraba (Neckarstr. 216) auschecken, also ging es Richtung Stuttgart-Ost vorbei an der Sternwarte, hübschen Villen und Udo Snack (Schwabenbergstr. 40). Stopp, Moment: Einen Burger mit großer (mini reicht) Pommes konnten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. Das war am Ende des Tages ganz schön viel Belohnung und wenig Aufstieg, aber man muss sich auch mal gönnen können.

Zur Uhlandshöhe

Über den Eugensplatz (U15, Richtung Heumaden), sonst eine Haltestelle weiter fahren bis Heidehofstraße (U15).

Was gibt es zu sehen?

Aussichtsturm: Auf der Uhlandshöhe befindet sich eine kleine Aussichtsplattform. Von dort hat man schöne Blicke auf die Stuttgarter Innenstadt, auf Stuttgart-West und auf Stuttgart-Süd. Nördlich der Plattform hat man von der Parkanlage mit Bänken eine gute Sicht auf Stuttgart-Nord mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof.

Minigolf: Minigolfanlage Uhlandshöhe, Alfred-Lörcher-Weg, 70188 Stuttgart, Tel.  0176-83347971 oder 0711-463842, erste Runde: 4 Euro, Anschlussrunde: 3 Euro, Öffnungszeiten: Sa: 14.30-19 Uhr, So: 13.30-19 Uhr.

Sternwarte: Sie ist eine von einer amateurastronomischen Vereinigung betriebene Vereins- und Volkssternwarte und befindet sich direkt neben dem Stadtwasserwerk Stuttgart-Ost.

Die Uhlandshöhe liegt am höchsten Punkt im Stuttgarter Osten.

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Ein neuer Hotspot für Kreative

Alles neu macht der Mai: auch in Sachen Mode. Denn der Shop Schmachtfetzen zieht um und eröffnet diesen Samstag neu in der Olgastraße. Neben coolen Klamotten sollen künftig auch fancy Events im Mittelpunkt stehen.

Stuttgart – „Ich habe so Bock“, freut sich Inhaberin Johanna Hellmich. Natürlich gehe für Stuttgarts Burlesque-Queen „Bock haben“ auch einher mit ein bisschen Bammel. Schließlich vergrößert sich der Shop Schmachtfetzen nun um ein Vielfaches. Mehr Fläche, mehr Miete, mehr Verantwortung – logisch. Nichtsdestotrotz überwiegt die Freude, vor allem auch, weil Kreativkopf Kim Hoss mit an Board ist und ihr „Kimperium“ dort errichtet. Und noch etwas wird anders: Schmachtfetzen soll ab Samstag auch als Event-Location dienen – Gesang, Vorträge, Burlesque – alles kann, nichts muss.

Jede Menge Schmachtfetzen

Was bleibt sind die Klamotten und Wäsche für drunter, die nun um ein besonderes Vintage-Sortiment erweitert werden. Denn erst kürzlich wurden bei Johanna Original-Cocktail-Dresses aus den 50er Jahren abgegeben. Jeder, der ähnliche Raritäten bei sich findet, darf sie gern zum Schmachtfetzen bringen. Aber: „Wir sind keine Altkleidersammlung. Wir wollen ausgewählte, schöne Sachen – entweder Vintage, Original-Stücke aus den 50er/60ger Jahren oder moderne Kleidung, die ansatzweise in die gleiche Richtung geht.“

Plattform für Kreative

In dem neuen Laden sei so viel möglich. „Coole Leute zusammenbringen, das ist ja eh mein Thema. Und ihnen so auch eine Plattform bieten“, freut sich die Boutique-Chefin. „Ich möchte nicht nur ein Laden sein, sondern mit Kim zusammen einen Hotspot – für alle kreative Frauen und Männer – kreieren.“

Sekt und Süßes

Zum Opening: Ab 11 Uhr wird in der Olgastr. 41 gefeiert – bei Sekt, Musik und Häppchen. „Wir dancen und haben einfach Spaß – und feiern eine Mini-Party.“ Aufgepasst: Wer mitfeiern will, sollte sich bis 16 Uhr im Schmachtfetzen einfinden, denn danach geht es erst am Montag wieder weiter. Die neuen Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-19 Uhr, Sa: 11-16 Uhr.

Zwei Powerfrauen unter einem Dach: Kim Hoss und Johanna Hellmich (v.li.).

Seit 2016 arbeitet Kim bei Johanna im Schmachtfetzen, seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Kim bezeichnet Johanna als „Chreundin“ (Chefin plus Freundin), zusammen predigt man vor allem eines: „Mode soll Spaß machen.“ Man dürfe sich im Schmachtfetzen gerne neu erfinden und seinen Horizont erweitern. „Geht einfach mal in einen Laden, in den ihr sonst nicht gehen würdet und probiert etwas Neues aus.“ Irgendetwas sei immer dabei.

Bock auf Beratung

„Leute zu beraten, macht mir am meisten Spaß“, sagt Kim. Einfach mal die Fantasie anregen. „Dafür sind wir da“, ergänzt Johanna lachend. Den beiden sei wichtig, dass die Kundinnen sich wohlfühlen. „Wir beraten gern und wollen niemandem etwas aufdrängen.“ Und wenn die Frage aufkommt: „Aber wann soll ich das denn mal anziehen?“, dann haben die Power-Ladies nur eine Antwort: „Einfach immer!“

Schmacht-
fetzen zieht um

Opening am 26. Mai von 11 bis 16 Uhr in der Olgastr. 41

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Das perfekte Hochzeitsgast-Outfit

Seid ihr auch auf eine Hochzeit eingeladen und wisst nicht, was ihr anziehen sollt? Ging uns ähnlich! Deshalb haben wir uns Rat bei den Stuttgarter Stylistinnen Nora Erdle und Jeanna Krichel von Temporary Wardrobe geholt – Styling-Tipps gab’s obendrauf.

Stuttgart – In Sachen Styling sind wir im Temporary Wardrobe im schönen Heusteigviertel genau an der richtigen Adresse. Denn Nora und Jeanna haben nicht nur ein Händchen für Mode und jahrelange Erfahrung im Fashion-Bereich vorzuweisen, sondern auch einen Klamotten-Fundus der seines gleichen sucht. Schnell sind die Fashionistas fündig geworden und haben das Stadtkind-Team eingekleidet – so können wir auf jede Hochzeit gehen, ob Vintage, Hippie oder elegant/klassisch.

Welche Hochzeit darf’s denn sein?

Die erste Frage die Nora ihren Kundinnen stellt, die ein Hochzeitsgast-Outfit suchen, ist: „Welches Motto/Thema hat denn die Hochzeit?“ In ihrem Showroom würden viele Hochzeitsgäste auf die Suche gehen, aber auch Bräute, vor allem die, die etwas unkonventioneller heiraten. „Wir haben auch schon ganze Hochzeitsgesellschaften ausgestattet“, erinnert sich die toughe Blondine. In Sachen Hochzeit findet Nora: Heute ist alles möglich. Von elegant und klassisch über Hippie-Hochzeit oder auch casual. Die Stylistin habe auch schon Hochzeiten erlebt, da seien alle in Jeans und T-Shirt durch die Gegend getanzt. „Ich selbst war auch schon auf einer Hochzeit, da habe ich mich dreimal umgezogen“, sagt sie. Es hätte einfach unterschiedliche Themen gegeben

No-Go: Schwarz und Weiß

Und natürlich gibt es einiges, was es zu beachten gilt, wenn man auf eine Hochzeit eingeladen ist: 1. Du darfst nicht besser aussehen als die Braut. Und 2. Die Farben Weiß und Schwarz sind ein No-Go. Das sind die klassischen Regeln. „In Sachen Farben sei sonst alles erlaubt“, so die Stylistinnen. „Ich rate immer allen zu Kleidern mit Blumen und Mustern – das passt einfach“, findet Nora. Dies sei aber ihr persönlicher Geschmack, letztendlich müsse man sich selbst wohlfühlen. „Pastellfarben sind sehr beliebt, aber auch Knallfarben sind toll.“ Und genau in diesen Farben können auch Kleider von Noras Label Omonia im Showroom anprobiert und gekauft werden. Und noch etwas wollen die Mode-Expertinnen klarstellen: „Es muss nicht immer ein Kleid sein, Frau kann auch in Hose oder in einem Overall auf eine Hochzeit gehen und super aussehen.“ Hier kommen nun also unsere Outfits:

Temporary Wardrobe

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#stadtkindontour…ins Blaue!

Es gibt kaum etwas Schöneres als das Gefühl, in der eigenen Stadt zu verreisen – und das geht am besten zu Fuß. Deshalb sind wir kürzlich den Blaustrümpflerweg gegangen und waren begeistert.

Stuttgart – „Into the blue“, lautet an Pfingsten also die Devise. Denn wir haben uns „D’Heslacher Blaustrümpfler“ vorgenommen und waren mehr als überrascht. Den Weg säumen schönste Aussichtspunkte, Seilbahn und Zacke und ganz viel Natur, mitten in der Stadt. Es ist unüberlesbar: Ja, wir sind Fans. Unser Stuttgart ist halt doch immer wieder für eine Überraschung gut. Also nehmen wir euch mit – auf einen besonders blauen Ausflug durch den Kessel.

Go West, Richtung Süd

Ach ja, beim Gedanken an den Blaustrümpflerweg kann man nicht anders und muss schwärmen. Eine schöne Strecke, die Stuttgarts Süden von seiner besten Seite zeigt. Da wir im Stuttgarter Westen wohnen, sind wir über die Schwabstraße, am Schwabtunnel entlang, die Treppen hinauf, auf der Hasenbergsteige gelandet. Da hat man im Grunde genommen, die ersten vier Stationen schon verpasst (s. Karte unten) – kann das aber am Ende noch nachholen. Ein bisschen (mehr) bergauf folgt dann auch schon der (für uns) erste Aussichtspunkt mit Stuttgart-West zu Füßen. Jetzt schön aufmerksam bleiben und die Abzweigung auf den Blauen Weg (Ja, der heißt wirklich so!) nicht verpassen. Was für ein toller Weg ist das denn? Immer wieder erblickt man den Stuttgarter Fernsehturm und hat nun Heslach vor Augen.

Dann wird’s nochmal knifflig: Denn die blauen Strümpfe auf kleinen Schildern, die den Weg kennzeichnen, sind nicht immer offensichtlich ersichtlich. Bei einer ganz bestimmten Abzweigung mitten in einem Wäldchen führt ein Weg nach oben Richtung Birkenkopf, Bärenschlössle und Co. – der Weg nach unten ist aber richtig. Da kommt man am alten Heslacher Bahnhof vorbei und landet schließlich am Südheimer Platz, direkt bei der U-Bahn-Haltestelle. Ein paar Meter nach rechts Richtung Heslach Vogelrain dann das nächste Highlight: die Seilbahn (Ticket: Kurzstrecke). Eine kurze Fahrt später ist man auch schon am Waldfriedhof* und läuft Richtung Dornhaldenfriedhof.

Aufgepasst: Wir sind nach der Eugen-Dolmetsch-Straße falsch – nach unten – abgebogen. Und schließlich in Heslach gelandet. Was zwar auch ganz schön war, aber auch schade. Denn geht man den Weg richtig, folgen Aussichtspunkte mit bestem Blick auf den Kessel, eine Fahrt mit der Zacke und man landet auf dem coolen Marienplatz. Von dort aus kann man dann die versäumten Anfangsstationen Lapidarium und Biergarten auf der Karlshöhe nachholen. Aber das bietet sich wahrscheinlich nur an, wenn man im Westen wohnt.

Wer etwas auf sich hält, der siedelt in Degerloch an – zumindest für die letzte Anschrift: die auf dem Waldfriedhof. So witzelt der Volksmund. Denn Stuttgarts Waldfriedhof, auf einer Halbhöhenlage zwischen Heslach und Degerloch gelegen, birgt nicht nur die Gräber einst wichtiger Personen und Persönlichkeiten aus Stadt und Land, er bildet auch eine Sehenswürdigkeit für sich. (Quelle: SSB)

Der ganze Weg ein Highlight

Ja, den Blaustrümpflerweg sollte man sich unbedingt mal vornehmen – egal, ob neu im Kessel oder schon immer in Stuttgart sesshaft. Die Stadt so zu entdecken als sei man ein Tourist – was gibt es Schöneres? Jetzt lassen wir aber lieber Bilder sprechen. Viel Spaß!

Der Heslacher Blaustrümpflerweg

SSB / Der Schwäbische Albverein

Legende

  1. Marienplatz
    Zahnradbahn, U1, U14, 41
  2. Karlshöhe, Lapidarium
  3. Karlshöhe mit Aussicht auf die Innenstadt, Biergarten
  4. Denkmal Johann Georg Fischer, schwäbischer Dichter 1816-1897
  5. Aussichtspunkt auf den Stuttgarter Westen
  6. Aussichtspunkt mit dem schönsten Blick auf den Stuttgarter Süden
  7. Abzweig zum Birkenkopf, Bärenschlössle, Rot- und Schwarzwildpark
  8. Lehrgarten des Bürger- und Gartenbauvereins Heslach
  9. Seilbahn Talstation
    Südheimer Platz U1, U14
  10. Seilbahn Bergstation, Waldfriedhof mit Ehrengräbern
  11. Dornhaldenfriedhof mit ehemaliger Schießbahn
  12. Aussichtspunkt
    Haigst (Santiago-de-Chile-Platz), Aussichtspunkt auf Stuttgart Mitte, Zahnradbahn,
  13. Fußweg zur U5, U6, U8, U12 (Haltestelle Weinsteige), Fußweg zur Waldau und zum Fernsehturm

Fakten und Informationen

Reine Gehstrecke ca. 7,5 km
Reine Gehzeit ca. 2,5 Std.

Bei Fragen und Anregungen zum Blaustrümpflerweg ist die Ortsgruppe Heslach des Schwäbischen Albvereins Ansprechpartner.

Tel.: 0711-245589 oder 0711-6875073

Der Schwäbische Albverein ist der größte Wanderverein Europas. Zu seinen Schwerpunkten gehören Wanderungen für Jugend, Familien und Senioren, der Natur- und Umweltschutz und die Landschaftspflege. Ein Anliegen ist aber auch die Heimatkunde, Volks- und Brauchtum und die Jugendarbeit. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums im Jahr 2004 wurde der Blaustrümpflerweg von der Ortsgruppe Heslach angelegt.

Quelle: Der Schwäbische Albverein

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