15 coole Coffee-Spots in Stuttgart

Endlich wieder Kaffee in der Sonne! Wir wissen, welche coolen Cafés, Kaffee- und Espressobars im Kessel Bock auf Bleiben machen. Hier kommen unsere Favoriten!

Stuttgart – Warm, kalt, mit Milch und ohne, fruchtig oder kräftig – Kaffee kann alles und geht immer, genauso wie die damit verbundene Kaffeepause. Und dafür muss nicht nur der Cappuccino oder Espresso runter gehen wie Öl (Ihr wisst ja: das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee), nein, auch das Ambiente muss stimmen. Denn so ein Kaffeeklatsch macht gleich mal mehr Spaß, wenn der Coffee-Spot cool, clean und urban daherkommt. Und das beste: Man muss sie in Stuttgart nicht lange suchen. Denn es gibt sie mittlerweile mehr als zahlreich, die Cafés, Kaffee- und Espressobars, die Bock auf Bleiben machen – gerade erst eröffnete mit dem Café Isla eine gemütliche Kaffee-Location im Herzen des Hospitalviertels. Ein Ende ist also nicht in Sicht. Gut für uns Coffee-Junkies!

Cool Kaffeetrinken im Kessel

Und weil wir Stadtkinder viel Zeit in den hübschen Cafés, die Stuttgart so zu bieten hat, verbringen – als Work-Space, für Interviews oder einfach nur ein Päusle – jetzt gerade natürlich gern davor und draußen in der Sonne, dachten wir: Es kann nicht schaden, die Welt da draußen an unseren Erfahrungen und Empfehlungen teilhaben zu lassen. Deshalb folgt nun unser aktuelles Best-Of der coolsten Coffee-Spots im Kessel.

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Club Hi Life launcht eigene Kollektion

Das Stuttgarter Club-Kunst-Konzept Hi Life feiert diesen Freitag die erste eigene Mode-Kollektion mit einer Fashion-Show plus Release-Party. Wir haben erste Bilder und alle Infos zum Event.

Stuttgart – Wenn Clubbing auf Kunst trifft, dann befinden wir uns im Hi Life am Rotebühlplatz, wo seit November 2017 ordentlich gefeiert wird. Doch der Club will mehr. Dort, wo schon von Anfang an auch Künstlern eine Plattform geboten wird – unter anderem mit vier Wänden für Installationen – soll nun auch Mode ihren Platz finden, genauer die erste eigene Hi-Life-Sommer-Kollektion.

Vom Club auf die Straße

Was den Party-People aus Stuttgart nun natürlich unter den Nägeln brennt, ist die Frage: Wie ist die Idee zur Kollektion entstanden? „Wir wollten die Motive aus dem Club nach außen tragen, also dass die Leute damit auf der Straße unterwegs sind – ganz nach dem Motto: Club goes outside“, erklärt Denis Gugac, einer der Macher. Auf der Fashion-Show wird groß aufgefahren, unter anderem werden auch internationale Models laufen und das beste: Jeder ist willkommen und der Eintritt ist frei.

Alle Bilder: BOOM BOOM GMBH

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Diese Typen triffst du auf jedem Konzert

So ein Konzert ist schon eine feine Sache. Am liebsten in kleinen, lauschigen Clubs im Kessel, wo man so gut wie keinen kennt. Obwohl, da gibt es so bestimmte Typen, die man definitiv immer trifft.

Stuttgart – Endlich spielt mal wieder eine coole Band im Goldmarks. Gute Musik und kühle Drinks – klingt eigentlich nach einem super Abend. Eigentlich. Wären da nicht immer diese Typen auf Konzerten, die uns zumindest kurz irritiert aus der Wäsche gucken lassen. Steht der Zwei-Meter-Dude gerade echt in der ersten Reihe, beleidigt ein anderer zwischen zwei Songs ernsthaft den Künstler und hat der dritte kapiert, dass er hier nicht beim Wett-Saufen ist!?

Zwischen Klatschern, Rampensäuen und Trinkfesten

Ach ja, schon irre, was auf Konzerten so abgeht. Und wir sprechen hier von abseits der Bühne, wo man auf jede Menge crazy Typen trifft.

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Von der Straße ins Museum: Jeroo goes Stadtpalais

Seine Kunst macht Stuttgarts Straßen bunter: Streetartist Chris „Jeroo“ Ganter bemalt Brückenpfeiler, Stromhäuschen und ganze Bahnhöfe, kann sich vor Anfragen kaum noch retten und stellt bald im Stadtpalais aus.

Stuttgart – „Ach, Kunst ist schon was Tolles“, freut sich Chris „Jeroo“ Ganter als wir ihn im Stuttgarter Westen treffen. Dort, genauer an der Senefelder Straße, hatte er erst kürzlich eine Wand bemalt und auch an der Hasenbergsteige verewigte sich der Künstler gekonnt. Blumen, Tiere und andere Elemente aus der Natur dürfen da nicht fehlen. „Ich mag Wasservögel wegen ihren langen Hälsen und den schönen Schwüngen genauso wie Fische, die kann man wunderbar in die Länge ziehen und verbiegen, so dass sie immer noch ästhetisch aussehen“, verrät der Streetartist, der das Spiel mit den Proportionen liebt. Und warum nur Tiere und keine Menschen?

Motive aus der Natur bevorzugt

Das funktioniert (noch) nicht. Menschliche Gesichter empfinde der Künstler als einengend. Fängt man da an, ein Ohr größer als das andere zu machen oder den Hals zu verlängern, sehe es gleich irgendwie entstellt aus, so der 38-Jährige. In der Tier- und Pflanzenwelt sieht er seine Kunst hingegen ganz gut aufgehoben.

Und diese ist stark geprägt vom Graffiti-Malen. „Wie ich die Spraydose führe, wie ich die Farbkomposition wähle, das kommt alles daher. Nur ist es eben kein Graffiti mehr im klassischen Sinne. Auch wenn bestimmte Effekte daran angelehnt sind, ist es eher abstrakt und erinnert manchmal auch an den Jugendstil. „Alfons Mucha etwa hat mich schon in jungen Jahren schwer beeindruckt.“

Die Kunst hat mich geprägt!

Angefangen zu sprayen, hat Chris übrigens mit zwölf Jahren. Es sei eine rebellische Zeit gewesen, aber vor allem auch eine Phase der Identitätsfindung. „Bei vielen ist es die Musik, bei mir war es die Kunst, die mich geprägt hat.“ Er habe viel erlebt, sei jetzt Lehrer. „Und wenn ich gefragt werde: Was machst du? Dann sage ich immer: Ich bin Künstler.“

Beim illegalen Sprayen erwischt

Chris war lange auch illegal unterwegs, wurde dreimal beim Sprayen erwischt. Der Haussegen sei damals gehörig schief gehangen und sein Vater würde es immer noch nicht cool finden, dass der Sohnemann auch Straßenkünstler ist. „Und das obwohl ich das mit der Kunst jetzt schon seit über zehn Jahren legal mache und damit mein Geld verdiene.“

Das eigene Buch: „Graffiti School“

Doch Chris dachte sich dann immer: Jetzt erst recht und ist auch heute noch hochmotiviert. „Ich habe so viel erreicht“, freut er sich. „Ich weiß noch, wie ich früher in einem Graffiti-Magazin geblättert habe und mir dachte: Boah, wie cool sind diese Typen, ich will da irgendwann auch ein Bild von mir drin haben. Das war mein größter Traum.“ Und der erfüllte sich recht bald. Es folgten weitere Magazine, Einladungen zu Jams auf der ganzen Welt und das eigene Buch, ein Graffiti-Lehrbuch, an dem der Streetartist drei Jahre lang gearbeitet hatte.

Den Traum leben

Chris ist sich sicher: „Ich lebe meinen Traum.“ Er habe viel erreicht. „Das Schöne ist, es geht immer weiter.“ Zwar nicht mehr in der Graffiti-, sondern eben in der Kunst-Welt beziehungsweise in der normalen Gesellschaft – „mal schauen was da so geht.“

Seine Kunst wird im Kessel immer sichtbarer: Chris „Jeroo“ Ganter

Fest steht: Jeroos Kunst ist jetzt definitiv sichtbarer. Doch Chris betont: „So inaktiv wie heute war ich noch nie. Früher habe ich viel mehr gemalt.“ Mehrfach die Woche und abends wurde gezeichnet. „Seitdem ich zwei Kinder habe, zeichne ich nicht mehr abends und muss mir immer Zeit frei schaufeln, wenn ich mal malen möchte.“ Es werde weniger, dafür aber sichtbarer. „Weil ich eben mehr Flächen bekomme – von der Stadt oder den Energieversorgern.“ Dass er zum Beispiel ganze Bahnhöfe wie die Haltestellen Nordbahnhof oder Sommerrain bemalen darf, ist definitiv ein big Step. Und das nicht nur für Stuttgart, sondern für ganz Deutschland, ist sich der junge Vater sicher. Das sei das erste Mal gewesen, dass ein Künstler sich so – also auf legale Art und Weise – an einem Bahnhof austoben durfte – schräge Blicke und ein kurzer Besuch der Polizei inklusive. Doch Chris ist cool geblieben und hofft: „Davon darf in den nächsten Jahren gern noch viel mehr dazukommen.“

Jeroo goes Stadtpalais

Jetzt geht’s aber erstmal ins Stadtpalais, am 7. März ist Vernissage.

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Und was wird zu sehen sein? „Atelier-Arbeiten der letzten sechs Jahre“, verrät Chris. Siebdrucke, Sprühdose auf Leinwand, auf Metallplatten, Fensternischen würden mit Bildern seiner Kunst aus Stuttgart und der Umgebung bestückt. „So wird eine Verbindung geschaffen zwischen den Bildern, die die Leute vielleicht schon kennen und den Werken, die im Stadtpalais hängen.“ Ein Problem, dass seine (Straßen-)Kunst nun im Museum landet, hat Chris übrigens nicht. Es sei ja auch eine Anerkennung der Gesellschaft, findet er. Auch ein Graffiti-Künstler sucht nach Anerkennung, auch wenn es nur im kleinen Kreis der Szene ist. „Darum geht’s. Und es geht ums Geld verdienen. Und wenn du das tust, was du liebst und dafür Kohle bekommst, dann ist doch alles super. Das dogmatische ‚Graffiti müssen illegal sein, sonst verrät der Künstler die Kultur‘ – das sehe ich nicht mehr.“

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Kater-Brunch im Kessel

Ihr wart mal wieder lang feiern, wollt erstmal richtig auspennen und euch dann irgendwo einen leckeren Brunch gönnen? Kein Problem! Wir zeigen euch, wo ihr in Stuttgart auch noch spät frühstücken könnt.

Stuttgart – Es ist Wochenende, die Clubs und Diskotheken laden zu wilden Partys ein, die Nächte sind lang und feucht-fröhlich. Klar, dass ihr am nächsten Tag erstmal richtig ausschlafen wollt. Und dann? Wenn der Magen gegen Mittag immer lauter knurrt und der Kater vielleicht noch immer schnurrt, dann kommt so ein Brunch – deftig oder vitaminreich – gerade recht.

Brunch all day long

Doch wo kann man samstags noch bis nachmittags frühstücken und was hat sonntags überhaupt offen? Wir haben da mal was für euch vorbereitet und servieren es euch auf dem Silbertablett. Bitteschön, gern geschehen!

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Das Romy S. eröffnet als Billie Jean neu

Anders, bunt, smooth like a criminal – naja fast. Der Club Romy S. wird zur Diskothek Billie Jean und eröffnet noch in diesem Monat neu. Wir haben erste Bilder und farbenfrohe Fun-Facts.

Stuttgart – Gerade tummelt sich Betreiber und Gastro-Legende Yusuf Oksaz jeden Tag auf der Baustelle und das immer ab sieben Uhr morgens. „Gar nicht meine Uhrzeit“, gibt er lachend zu. Der Umbau ist in vollem Gange, vieles hat sich verändert, nur noch wenig erinnert an den einstigen Club Romy S. Und das liegt vor allem auch am neuen Farbkonzept – schwarz war gestern, heute ist bunt. „Dive into the colour world“ – Yusufs dritte Lady bekennt Farbe. Und nicht nur das, die 360-Grad-DJ-Kanzel und separate Lounges sollen vor allem auch die Liebe zur Musik zelebrieren. Mehr wird aber nicht verraten. Cheffe will die Gäste halt auch a bissle überraschen. Man setze auf Wiedererkennungswert, Liebe zum Detail und wolle weg vom Standard in jeglicher Hinsicht.

Who is Billy Jean?

Im Billie Jean ist also interior-mäßig einiges geboten. „Mein Ding sind Farben und Teppiche“, so Yusuf lachend. Wer das nicht glaubt, muss nur einen Blick ins Dilayla oder Mrs. Jones werfen – seine beiden anderen Gastro-Damen. Apropos Ladies, dass die neue/alte Location auch nach einer Frau benannt ist, war eh klar. Denn Yusuf wird nie müde zu betonen: „Mädels nehmt’s mir nicht übel, aber die Gastronomie ist eben genauso unberechenbar wie Frauen.“

Und warum Billie Jean? Es ist wohl eines der zeitlosesten Lieder des King of Pop und prägte, zusammen mit dem Album Thriller, Yusufs Liebe zur Musik. Bei dessen Erscheinen im Jahre 1982 war er gerade zwölf Jahre alt. Heute ist er Gastronom bis in die Haarspitzen und eine feste Institution im Stuttgarter Nachtleben. Billie Jean ist die Erfüllung seines Jugendtraums.

Buntes Programm

Zum Programm: Das wird mindestens genauso bunt wie die Wände. Mit den renommierten Veranstaltern SevenOh holt man sich freitags die Party KoolKids ins Haus. Samstags setzt man mit Montana auf den lockeren Lifestyle des amerikanischen Westens.

Ein neuer Club mit neuem, ikonischen Namen verlangt natürlich nach frischen und unverbrauchten Ideen für Veranstaltungen, die dem Club gerecht werden. Weg vom altbekannten Prinzip „Promo-Video mit hübschen Girls und reichlich Champagner“ zu einem neuen, eher humorvollen Ansatz – so der Gedanke von Siele Yemane und Paulo Narrog, die zwei Köpfe der Agentur SevenOh, die den Freitag im Billie Jean übernehmen werden. Sie gehören seit über einem Jahrzehnt fest zum Stuttgarter Nachtleben und verantworten zum Beispiel den Supreme-Samstag im Perkins Park. Erfahrung bringen sie also reichlich mit, trotzdem schlage man mit „KoolKids“, dem neuen Freitag im taufrischen Billie Jean, neue Wege ein.

Samstags wird der Stuttgarter DJ Who ́sMessage die Partyreihe Montana in Richtung Hip-Hop antreiben – und greift für das Booking auf sein weitreichendes DJ-Netzwerk zurück. Im Rahmen der Veranstaltung werden jedoch auch größere Acts aus Deutschland, Kanada und den USA eingeladen. Und es wird Specials geben.

Facts zum Billie Jean-Opening

SevenOh macht sich den Hype um Memes zunutze und erstellt einen eigenen Instagram-Account. Auf diesem laden sie selbst erstellte Memes hoch, die in ihrem Mikrokosmos für Aufsehen sorgen werden. Die potentiellen Gäste werden die Protagonisten wie zum Beispiel DJs kennen. Allerdings weniger in einem ernsten und „coolen“ Kontext, sondern mehr von der humorvollen Seite, bei der man sich ausdrücklich auch mal selbst aufs Korn nimmt. Man baut also aufs Zwerchfell des Publikums, um es so zur Hip-Hop- und RnB-lastigen Party zu locken. Spätestens dort stehen dann die Musik und eine ausgelassene Feierei ganz analog im Vordergrund.

Der Startschuss für „KoolKids“ im Billie Jean fällt am Freitag, den 22. Februar, um 23 Uhr!

Direkt im Anschluss, am 23. Februar, sorgt die Veranstaltungsreihe Montana für den richtigen Sound und nimmt hierfür den Samstag im neuen Billie Jean ein. Wer nach einem neuen Mood in Stuttgart sucht, hat ihn gefunden. Montana steht für ein fiktives Tumblr-Girl, das den lockeren Lifestyle des amerikanischen Westens in die schwäbische Hauptstadt bringt. Im Fokus steht vor allem das Gefühl von ungehemmtem feiern ohne einem High-Heel-Prestige gerecht werden zu müssen.

Billie Jean
Lange Straße 7

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SAVE THE DATE // 22/02/2019

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Stadtkind präsentiert: Stuttgart-Bilder in der Stadtgalerie 28

Nach dem ersten Kaufhaus Mitte folgte im November 2018 der zweite Store und schon steht das nächste Projekt in den Startlöchern: die Stadtgalerie 28. Wir haben alle Infos.

Stuttgart – Schon länger hatte Kaufhaus Mitte-Chef Daniel Brunner eine Galerie als zukünftiges Projekt im Sinn. Und tataaaa: Diesen Monat ist es also soweit, die Stadtgalerie 28 hält Einzug in die heiligen Hallen des ersten Stores auf der Königstraße. Noch in dieser Woche startet der Umbau und das erste Obergeschoss muss dran glauben. „Wir verwandeln etwa 300 Quadratmeter in eine Ausstellungsfläche. Am 22. Februar geht es dann los – mit drei parallel laufenden Themen“, freut sich Daniel.

Ausstellung von Pierre „Paradise“ Polak

Auf der Galeriefläche soll es auch in Zukunft viele Aktionen und Events geben: ob Yoga-Klassen, wechselnde Märkte, Gin-Tastings, Diskussionsrunden oder als Pop-Up-Fläche für interessante Brands – alles kann, nichts muss.

Doch zunächst wird die Fläche von keinem Unbekannten genutzt: Fotograf und DJ Pierre „Paradise“ Polak. Seit über 20 Jahren ist er nicht mehr aus dem Stuttgarter Nachtleben wegzudenken, fast genauso lange geht er seiner großen Leidenschaft – der Fotografie – nach. Ob Architektur oder People – sein Portfolio ist weitreichend. „In unserer Ausstellung zeigt er die Urbanität unserer schönen Stadt Stuttgart aus Sicht eines Visionärs. Er verbindet die Realität mit der Fiktion und schafft so ein neues Stuttgart, wie er es gerne sieht.“ Ob Klein-Venedig auf dem Schlossplatz oder ein Wald über dem Kunstmuseum – in seiner Fantasie ist alles möglich und wird auf seinen Bildern Realität.

Alle Infos auf einen Blick:

Hauptausstellung:
UN:REALITY by Pierre Polak
22. Februar – 27. März 2019

Weitere Infos gibt’s hier >>>

Opening:
Freitag, 22. Februar, ab 18 Uhr

  1. OG im
    Kaufhaus Mitte 
    Königstraße 28
    70173 Stuttgart

Öffnungszeiten:
Mo – Sa 10 – 20 Uhr

Eintritt frei

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Autoren-Battle: Darf man als Stuttgarter ‚Stuggi‘ sagen?

Echte Stadtkinder sagen „Stuttgart“ und niemals „Stuggi“?! True Story oder Fake News? Wir schicken zwei unserer Autoren ins Stuttgart- vs. Stuggi-Battle.

Stuttgart – Geht es um die Dinge, die man nur in Stuttgart sagt, scheiden sich die Geister. Während die einen behaupten, dass kein echter Stuttgarter jemals „Stuggi“ sagen würde, sind die anderen wahre „Stuggi“-Verfechter. Auf Facebook und Instagram haben die Stadtkinder heftig diskutiert. Und auch unsere Stadtkind-Autoren Tanne und Mojo from the Blog sind da ganz unterschiedlicher Meinung.

Don’t call it Stuggi!!!!! (Joachim „Mojo“ Baier)

Jedes Mal, wenn jemand Stuggi sagt, wird mir anders. Auf eine unangenehme Art. Denn für mich ist diese Bezeichnung für unsere Stadt ein absolutes No-Go. Des isch schon immer so! Schließlich lebe ich in Stuttgart, im Kessel, aber niemals – wirklich niemals – in Stuggi! Und jaaaa, ich weiß… Stuggi hat man früher ja auch schon gesagt und gesungen. Früher hat man auch Wodka-O getrunken, Musikvideos auf MTV geguckt, 19 Cent für eine SMS gezahlt, „Feten“ gefeiert, Klingeltöne im Jamba-Monatsabo gekauft, ein Handy von Nokia gehabt und Sachen wie „voll laser“ gesagt. Merksch was?

Für mich klingt Stuggi immer ein bisschen nach „Bauer sucht Frau“. Nein, nicht nur ein bisschen, ich höre bei Stuggi sofort die Stimme von Inka Bause in meinem Kopf. „Im hügeligen Stuggi erwartet der herzliche Hühnerwirt Hansi seine Herzdame!“

Klar, man kann Stuggi sagen. Es ist auch nur ein Wort. Ist halt trotzdem kacke. Aber natürlich geht es auch noch wesentlich schlimmer, ja man mag es eigentlich gar nicht glauben. Denn getoppt wird das ganze Stuggi-Geschwätz dann immer noch von Leuten, die Dinge wie „Stuggi Boogie Benztown“ sagen… während sie in einer gemieteten weißen Stretch-Limo mit Kennzeichen aus dem schwäbischen Umland über die Theo brettern – früher schnell, heute nur noch mit Tempo 30. Whoohooo – richtige Stuggi-Girls & -Boys.

Jetzt will ich hier natürlich kein Fass aufmachen. Darf ja schließlich jeder sagen was er will. Aber genau deshalb darf ich ja auch sagen, dass man als Stuttgarter einfach niemals Stuggi sagen sollte. Weil es veraltet ist, so provinziell, so nach Dorf – das man ja absolut nicht sein will – und so unfassbar uncool klingt. Nee, bei Stuggi hört die Freundschaft echt auf! Und bei „Stuggi Boogie Benztown“ und anderen abartigen Stuggi-Abwandlungen (ich sag nur: „Stuggitown“, „Stuggile“ oder ganz schlimm „Stutti“) bekomme ich mehr Aggressionen als jeder Autofahrer im Berufsverkehr auf der Neuen Weinsteige. Don’t call it Stuggi! Es heißt STUTTGART! Ich kann es gar nicht oft genug sagen! Thank u, next.

Im Herzen Stuggi-Resident (Tanja „Tanne“ Simoncev)

Ja, ja, haters gonna hate…bla bla. Aber mal ganz ehrlich: Was ist so schlimm daran Stuggi zu sagen!? Ich bin in Stuttgart aufgewachsen, früher waren wir die Checker vom Neckar und fanden Stuggi Boogie Benztown voll funky. Die Massiven Töne rappten von Stuggi Nights, Max Herre machte der Stadt mit „Im Herzen bleib‘ ich Stuggi-Resident“ die schönste Liebeserklärung überhaupt. Das ist doch auch irgendwie nett gemeint, wie so ein Spitz- oder Kosename. (Wehe, mir schreibt jetzt jemand: Nett ist der kleine Bruder von….)

Dass ich dann auch mal in meinen Texten Stuggi schreibe, weil mir grad das Herzle aufgeht, beim Gedanken ans Städtle – why not?! Aber natürlich müssen einem, wie so oft, unnötige Social-Media-Kommentare den letzten Rest Stadt-Liebe madig machen – ein Auszug: „Kann mal jemand dieses Stuggi aus dem Artikel entfernen?“ oder „Jedes mal wenn du Stuggi schreibst, stirbt irgendwo ein süßes Hasen-Baby“. Mein Gott, übertreibt halt. Und zur ersten Frage – Nö. Warum ist meine Wortwahl – vor allem in diesem Fall – dein Problem? Ich sag‘ zum Beispiel auch Schwabi zur Schwabstraße. Na und? Davon fällt – eben – keiner tot um. Soll doch jeder seine Stadt nennen wie er will! Ich schreibe ja auch Pärchen nicht vor wie sie sich nennen dürfen. NOT MY BUSINESS.

Aber nein, Stuggi zu sagen, ist schlimmer als yolo und vong zusammen. Die Szene im Kessel verdreht die Augen, frisch gebrühte und mit Latte-Art verzierte Cortados fallen vor Schreck zu Boden, auf Partys verstummt der Italo-Disco-Sound. Ha! Und ich denke nur: Richtig viel Stuggi in einem Text, I like a lot.

Anm. d. Red.: Unsere beiden Autoren haben sich nach dem Battle wieder vertragen. Alles gut bei Stadtkind Stuttgart.

Foto: Unsplash/Matthew Brodeur

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