Stadtkinder über ihre Stadt: Axel Aßfalg

Eventmanager, Wein-Enthusiast, Stadtentstauber: Axel Aßfalg hat Bock, nicht nur den Kessel mit dem Weingut Stuttgart aufzumischen, sondern den Stuttgartern ihre Weinkultur auch wieder näher zu bringen – und zwar jung, kreativ und urban. Im Café Silberknie gibt’s deshalb ab Samstag eine Auswahl an Weinen seines Labels Orange Originals. Was es damit auf sich hat und wer der motivierte Dude dahinter ist, haben wir heute Morgen bei einem groooooßen Kaffee für euch herausgefunden.

Stuttgart – Ja, der Axel isch motiviert. Termine morgens um 8 Uhr – kein Problem für den bärtigen Workaholic. Zwischen Weinreben in Rohracker, den Pop-up-Stores im Kessel und dem Shop in Bad Cannstatt springt der 31-Jährige aber mal ganz locker hin und her, checkt die Lage, plant gefühlt immer noch ein großes Ding. Schon irre, was ein Mensch alles gemacht haben kann. Bei Axel ist es tatsächlich fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Ja okay, das war jetzt übertrieben, aber da war schon eine Menge los, im Leben des leidenschaftlichen Eventplaners: Agrarbiologie-Studium in Stuttgart, Jobs als Foodtruck-Manager und Restaurantleiter in München und Stuttgart, die Ausbildung zum Winzer, natürlich im Kessel und jetzt das eigene Business mit „Orange Originals“ und maische-vergorenen Weißweinen aus Slowenien, Österreich und Deutschland.

Axel Aßfalg: always on the run

Überblick verloren? Erstmal zurück auf Anfang! Ursprünglich im beschaulichen Oberschwaben, genauer Bad Waldsee, aufgewachsen, mit allem was dazu gehört: Schule, Jugend, Abitur, verschlug es Axel dank Studium 2008 nach Stuttgart. „Ich wollte irgendwas mit Biologie machen“, erinnert sich der 31-Jährige. Er habe sich ein bisschen spezialisieren wollen. Agrarbiologie an der Uni Hohenheim sollte es schließlich sein. Warum? „Klingt jetzt komisch, aber ich war schon immer ein großer Freund der Natur“, betont Axel, der während seiner Kindheit viel Zeit draußen, etwa beim Wandern in Österreich, verbrachte. Außerdem habe er sich intensiver mit Nahrungsmitteln beschäftigen wollen.

Er setzte schließlich den Master in Agrarwissenschaften obendrauf und arbeitete nebenbei in der Speisemeisterei, dem Sternelokal unter Frank Oehler. Wichtig, weil es später noch einmal eine große Rolle in Axels Leben spielen sollte. Nach dem abgeschlossenen Studium ging’s für den ersten Job im Bereich Pflanzenschutz nach München. Nicht so sein Ding, vor allem auch wegen Hemd, Aktenkoffer und Büro-Alltag.

Nach knapp sechs Monaten im 9-to-5-Job habe ich gemerkt: Ne, das ist nichts für mich. Ich will nicht mehr für den Lebenslauf arbeiten.

Und was jetzt? Damals sei die Foodtruck-Szene in München ziemlich groß gewesen, so Axel. Ein TV-Bericht machte ihn schließlich auf einen ganz bestimmten Foodtruck – Chivito – aufmerksam, bei dem er sich einfach mal spontan meldete und die zufällig einen Manager suchten. Eines führte zum anderen und Axel dachte sich: „Ja okay, dann werde ich halt Foodtruck-Manager.“

Nach einem knappen Jahr, beruflichen Veränderungen und privaten Schlussstrichen, ging’s zurück nach Stuttgart und damit – Achtung – auch zurück in die Speisemeisterei. Und dort arbeitete sich Axel hoch und wurde Restaurantleiter. „Ich war zur falschen Zeit am richtigen Ort oder zur richtigen Zeit am falschen Ort – und dann habe ich mich da reingestürzt, das war einen mega geile Zeit.“ Doch Sternegastronomie bedeutet eben auch Stress und 14-Stunden-Tage. „Ich war knapp 30 und dachte mir nur: Ne, lass mal lieber.“

Weil er als Restaurantleiter aber auch für die Weinauswahl verantwortlich war und „wahnsinnig gern regionalen Wein trinkt“, kam Axel ganz schnell eine Winzer-Ausbildung in den Sinn. Er bewarb sich beim Weingut Stuttgart, was (offensichtlich) klappte, durfte das erste Lehrjahr überspringen, ging mit dem Blaumann zur Arbeit und drückt wieder die (Berufs-)Schulbank.

Eine kreative, junge und urbane Weinkultur

Gemeinsam mit dem Weingut Stuttgart-Chef Timo Saier will Axel nun das städtische Weingut, das einzige übrigens unter kommunaler Regie in einer Landeshauptstadt, entstauben, und auch die Stuttgarter wieder an ihre Weinkultur heranführen. Und wie geht das am besten? Ganz genau, man mischt den Kessel auf – und zwar mit Präsenz. Ein Shop im Fluxus ging an den Start, genauso wie eine eigene Laube auf dem Weindorf und schließlich das Kronprinz-Pop-up. Bye bye Staubschicht, hello junge Zielgruppe.

Ich wollte schon immer einen Laden im Fluxus haben.

Ideen, Kursänderungen, Weinwechsel: Das geht mittlerweile soweit, dass sich die beiden Macher oder auch das, nach eigenen Angaben, „gefährliche Duo“ einen Ideenstopp auferlegte. „Wir kommen gar nicht mehr hinterher, alles, was wir uns vornehmen, umzusetzen.“ Fest steht: Sie wollen weg aus der elitären Ecke.

Wein kann so geil unkompliziert sein!

Stuttgart – deine Stadt?

Ich fühle mich hier wohl, weil es noch ruhige Ecken gibt. Man muss nicht immer Vollgas geben und trotzdem hat Stuttgart alles zu bieten, was man braucht.

Aber?

Stuttgart ist ein großes Dorf. Und ganz nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, haben es Trends schwer im Kessel anzukommen. Es ist schon alles sehr schwerfällig hier. Stuttgart braucht definitiv einen Arschtritt.

Dein Geheimtipp im Kessel?

Die Taos Weinbar – eine mega gemütliche Location, gute Weine, check.

Wo kann man in Stuttgart am besten abstürzen?

Gepflegt abstürzen auf jeden Fall auch in der Taos Bar. Aber sonst auch gern im heimischen Wohnzimmer oder im Suessholz.

Was machst du, wenn Leute sagen, Stuttgart sei hässlich?

Man muss sich auf Stuttgart einlassen. Ein großes Dorf, aber das ist auch das Schöne, Gemütliche.

Was fehlt der Stadt?

Stuttgart braucht mehr Kreativität – vor allem im Gastrobereich. Eine kreative, junge und urbane Weinkultur. Da bin ich dran.

Bilder: Tanja Simoncev / Axel Aßfalg

Orange Originals X Silberknie

Axel Aßfalg lernte Roya Fitz auf dem Weindorf kennen, noch bevor sie mit ihrem Vater das Café Silberknie eröffnete. Nun wollen die beiden gemeinsame Sache machen. Dafür bietet sich die Café-Shop-Kombi an der Moserstraße auch bestens an. Am Samstag, 19. Oktober, werden die Orange Originals-Weine willkommen geheißen. Es wird ein Weinregal mit 25 Weinen geben. Axel wird selbst immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr da sein. Einmal im Monat ist eine Weinprobe der etwas anderen Art geplant. Stay tuned.

Café Silberknie

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Kulturinsel Stuttgart bekommt Support

Die Kulturinsel kämpft, mal wieder, unermüdlich – für ihren sinnvollen Erhalt. Dabei bekommt sie nun auch Support von außen und feiert weiter, unter anderem ein goldenes Abschiedsfest für den liebgewonnenen Garten Inselgrün.

Stuttgart – „Wir sind viel mehr als nur ‚laut‘ und werden trotzdem nicht gehört“, schreibt die Kulturinsel in ihrem Newsletter. Diese einleitenden Worte sind zur Zeit auf allen Social-Media-Kanälen der Insel zu lesen. „Denn wir kämpfen um unseren sinnvollen Erhalt und werden von denen, die unsere Zukunft sichern könnten, bisher im Stich gelassen“, heißt es weiter. Dass erst kürzlich die friedliche Veranstaltung Jangala von der Polizei abgebrochen wurde, würde dieses Gefühl unterstreichen. Man wolle Augen öffnen und ist sich sicher: Das geht nur mit Zusammenhalt.

Kulturinsel und Co. fragen: Hat Subkultur Platz in Stuttgart?

Und so machen seit kurzem Supporter-Videos auf Social Media die Runde. Damit will man zum Nachdenken anregen und aufzeigen, auf wie vielen Ebenen die Kulturinsel Menschen und Organisationen in Stuttgart unterstützt – mit der Hoffnung, auch diejenigen zum Einlenken zu bewegen, die über die Zukunft der Kulturstätte entscheiden.

Jedes Video-Teasing schließt mit den Worten: Stuttgart – hat Subkultur Platz in unserer Stadt? Wir glauben: Ja und dass dies der Wunsch von so vielen Menschen in dieser Stadt ist. Darum lasst uns gemeinsam eine Möglichkeit erkämpfen, Stuttgart bunt gestalten zu können.

Hier geht’s zu den Videos >>>

Stimmen aus der Stadt haben unsere Kollegen von der Stuttgarter Zeitung gesammelt, samt Rundumschlag der Kulturinselinsel >>>

Programmpunkte im Oktober: Bye bye und willkommen!

Auch der Oktober auf der Insel wird bunt: Der Abschied vom geliebten Garten Inselgrün fällt schwer. „Es wird ein Abschiedsfest, bei dem wir noch einmal zeigen wollen, wie viel Vielfalt und Liebe in solch einem Garten möglich ist.“

Foto: Kulturinsel

Gemeinsam habe man dort gegärtnert, gegrillt, getanzt und für Stuttgart einen Raum der Begegnung geschaffen, der in Zeiten von akutem Grünflächen- und Subkulturmangel den Unterschied gemacht hat. „Dass dies nun enden muss, trifft uns immer noch hart.“

Nichtsdestotrotz wird nach vorne geschaut, um mit vielen Akteuren, die den Garten Inselgrün über Jahre begleitet und belebt haben, ein goldenes Abschiedsfest zu feiern. „Lasst uns gemeinsam Bye Bye sagen“ – mit einem bunten Mix aus Musik, Kunst, Workshops und Kinderprogramm. Am Samstag, 19. Oktober, von 14 bis 19 Uhr.

Das Willkommensraum-Angebot seht ihr hier auf einen Blick:

  • Djembe Trommelkurs – jeden Montag, 19 – 21 Uhr – mit Anmeldung
  • Offenes Breakdance Training (USC) – jeden Dienstag & Mittwoch, 19 – 22 Uhr
  • Breaking Kids Training (USC) – jeden Mittwoch, 17 – 19 Uhr
  • Yogakurs – Donnerstag, 10. & 24. Oktober, 18 – 19.30 Uhr – mit Anmeldung
  • Martial Flow – jeden Freitag 18 – 20 Uhr
  • Café International – jeden Samstag, 15 – 22 Uhr
  • Künstlercafé – jeden Sonntag, 14 – 18 Uhr
Auch der HelferTreff freut sich über regelmäßige Verstärkung. Einfach eine E-Mail an aktiv@kulturinsel-stuttgart.org schrieben – jeder ist willkommen!

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Nachhaltige Mode und Veganes beim Pop-up im Rosabraun

Im Shop Rosabraun in Stuttgart-West trifft nicht erst seit gestern Wohnkultur auf Kaffee und Kuchen, ab morgen dann auch auf nachhaltige Mode und vegane Leckereien – für einen Pop-up-Store, der mehr sein soll als eine weitere Shopping-Gelegenheit.

Stuttgart – Das passt alles schon ganz gut zusammen, dachte sich Stadtkind und Modedesignerin Alla Lukashova. Denn mit Rosabraun sei sie auf einen inhabergeführten Shop plus Café gestoßen, der ihr auf Anhieb gut gefallen habe und wo sie ihre Mode gerne präsentieren wolle. Man zeigt sich, tauscht sich aus – und das geht, wie wir wissen, immer am besten mit Snacks und Drinks. Und da kommt Bjoern’s Kitchen mit ins Spiel. Denn beim Happening im Laden an der Ecke Reuchlin-/Gutenbergstraße wird es drei Tage lang vegane Leckereien zu probieren geben. Außerdem soll und darf viel über Mode und Nachhaltigkeit gesprochen werden. „Das Miteinander steht im Vordergrund!“

Ein entspanntes Get together – mit Mehrwert

Alla betont: „told ist mehr als ein Fashionbrand. Ich will über das Label sprechen, damit Geschichten erzählen, Leute zusammenbringen und Events veranstalten.“ Dafür bieten sich solche Pop-ups natürlich bestens an. „So haben ich die Möglichkeit, mich mit den Kunden über Themen wie Nachhaltigkeit und bewussten Konsum zu unterhalten – bei einem entspannten Get together.“ Die Modedesignerin wolle die Leute auch zum Nachdenken anregen.

Ich wünsche mir, dass wir lernen, bewusster zu konsumieren.

 

Der Pop-up-Store ist damit natürlich auch ein Einkaufserlebnis, aber mit Mehrwert. 

Mit von der Partie ist außerdem Franziska Kaiser mit ihren besonderen Lederwaren. Die Leidenschaft zum Handwerk und die Kunstfertigkeit der Designerin zeigen sich in der hochwertigen Verarbeitung jedes einzelnen Pieces. Und die ergänzen sich bestens mit den von Paris und den Französinnen inspirierten told-Teilen, allein weil beide Brands eine ähnliche Philosophie verfolgen: regional, nachhaltig, keine Massenproduktion.

Opening, Afterwork & Specials

Mehr Infos zu den Brands gibt’s dann vor Ort. Am Donnerstag, 10. Oktober, wird von 16 bis 21 Uhr zum Afterwork mit veganen Kreationen und Wein von Bjoern’s Kitchen eingeladen. Am Freitag dann von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr.

Pop-up Store im Rosabraun 
Gutenbergstraße 57
Stuttgart-West

Specials:

Leder-Workshop mit Designerin Franziska Kaiser. Jeweils am Freitag, 11. Oktober von 15 bis 17 Uhr und Samstag, 12. Oktober von 11 bis 13 Uhr. Materialgebühr: 20 Euro. Teilnahme nur mit Voranmeldung an info@franziskakaiser.com oder direkt bei Rosabraun.

Titelbild: Alla Lukashova

Beschreibung: (v.l.) Bjoern Boltz, Alla Lukashova, Sabine Braun, Franziska Kaiser

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Wasser, W-Lan und WC for free im Theater Rampe

Ab sofort könnt ihr von Montag bis Freitag Wasser, W-Lan und WCs im Theater Rampe for free nutzen. Was es damit auf sich hat, haben wir für euch herausgefunden.

Stuttgart – Das Theater Rampe stellt also die 3 Ws Wasser, W-Lan und WCs seit diesem Monat allen Stuttgartern zur freien Verfügung, for free – kommet und nutzet. Da kommen aber mal ganz schnell noch andere Ws ins Spiel und zwar die guten alten W-Fragen. Was hat es damit auf sich? Wer steckt dahinter? Wie ist die Idee entstanden? Die Antwort aus dem Hause Rampe: im Rahmen des Projekts VOLKS*THEATER. So so.

Was für ein Theater wollt ihr?

Davon konnte man sich bereits im Juni dieses Jahres ein Bild machen. Auf dem Marienplatz hatte damals ein Bauwagen geparkt, auf dem in großen Lettern „Volkstheater“ geschrieben stand – von der darstellenden Kunst war allerdings weit und breit nichts zu sehen. Wer den Wagen schließlich betrat, wusste schnell mehr. Dramaturgin Paula Kohlmann und ihr Team stellten den Stuttgartern die Frage: „Was für ein Theater wollt ihr?“ – und jeder, der vorbeikam, durfte einen Wunsch äußern. Eine erste Strategie der Öffnung. Denn das Theater solle sich wieder mehr den Menschen öffnen, so die Botschaft – damals wie heute. „Wir wollen die Institution Theater zu einer Plattform für die Stadtgesellschaft machen. Jeden Monat werden wir neue Strategien erproben.“

Im Oktober wurde das Rampe Foyer also zum öffentlichen Raum erklärt: Wasser, W-Lan und WCs sind für alle innerhalb der Öffnungszeiten der Tageskasse frei nutzbar. Das Angebot ist ab Oktober dauerhaft gültig.

Mehr Infos zum Programm gibt’s hier >>>

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Feiertag & the City: Tipps für den 2. und 3. Oktober in Stuttgart

Nach dem Wochenende ist vor dem Feiertag. Und alle so: Yeah. Wir haben Tipps für euch, wie und wo im Kessel ihr in den 3. Oktober reinfeiern und was ihr an dem Tag selbst so erleben könnt.

Stuttgart – Die Woche hat gefühlt gerade erst gestartet, schon können wir uns wieder auf ein paar freie Tage freuen – Feiertag (und Brückentag) sei Dank. Und natürlich locken uns diverse Veranstaltungen am Mittwochabend in den Kessel. Es darf fulminant gefeiert werden – etwa bei Sanctuary, einer Party nicht von dieser Welt. Veranstalter Elmar Jäger verspricht: „Das wird so abgefahren!“ Und auch sonst kann sich das Programm zum Feiertag sehen lassen. Zwei Clubs, bestens bekannt im Kessel, weil quasi echte Klassiker – das Climax und der Kings Club – fusionieren am 2. Oktober und fahren mächtig auf. Unity scheint das Stichwort des Abends zu sein.

Crazy Partys, Klamotten und Kunst

Ja, der Mittwochabend wird wild, der Donnerstag um einiges ruhiger, aber deshalb noch lange nicht langweilig. Während in der Raupe Immersatt zu einer Kleidertauschsause eingeladen wird (unsere Autorin hat kürzlich getestet, ob Streetstyle für 0 Euro funktioniert, check it out >>>), gibt’s im Café Moulu und in der Weißenhofsiedlung Kunst vom Feinsten. Here we go:

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Sexy Oktober: Burlesque-Events im Kessel

Der Oktober im Kessel wird sexy, hot und ausschweifend. Denn der Herbst-Monat steht ganz im Zeichen von Burlesque – und Boylesque. Was es damit auf sich hat und alle Infos rund um die Events haben wir für euch zusammengefasst.

Stuttgart – „It’s getting hot in here“ – nein, damit ist nicht das Wetter gemeint, im Kessel wird’s jetzt eher ungemütlich, was die Temperaturen angeht. Aber dafür wartet der Oktober mit heißen Burlesque-Shows auf, die uns nur so den Schweiß auf die Stirn treiben werden. Nackte Haut trifft auf Performances, die ihresgleichen suchen – sexy, frivol und ausschweifend. „Alle Bodys sind willkommen!“ – könnte der passende Slogan dazu lauten. Denn hier zählt weder die Konfektionsgröße, noch das Geschlecht. Ja, ihr habt richtig gelesen, auch Männer machen Burlesque – dann nennt sich das Ganze logischerweise Boylesque. Einer, der das richtig beherrscht ist Tom Harlow, ein Showtalent par excellence.

Alle Bodys sind willkommen

Ja, der Kessel brodelt und Johanna Hellmich, Burlesque-Queen und Inhaberin des Shops Schmachtfetzen freut sich. Ihr Laden wird im Oktober showmäßig aufgemischt – von keinem Geringeren als dem bereits oben erwähnten Tom Harlow. Der nicht nur Boylesque drauf hat wie kein Zweiter, er singt auch und und und – ein Showtalent wie es im Buche steht eben. Und das hatte sich die 36-Jährige ja auch schon lange gewünscht, dass sie mit ihrem Laden Raum für Kreatives schaffe.

Es gibt viel zu wenige Männer, die Burlesque machen.

Jetzt aber noch mal kurz zurück zum Boylesque. Natürlich sei Burlesque etwas sehr Feminines und Extrovertiertes. „Aber wenn Mann sich das traut, dann ist das genial, sich dabei kreativ auszuleben“, findet Johanna. “ Und Tom kann tanzen, er bewegt sich auf eine Art und Weise – es macht einfach Spaß ihm zuzuschauen.“

Bock auf Burlesque

„Ich bin immer wieder überrascht, dass das Interesse an Burlesque nicht abebbt“, so die Shop-Chefin weiter. Wahrscheinlich liegt es auch an der Body-Positivity-Bewegung, sind wir uns einig. Zusammen mit Fanny di Favola zog Johanna die Schule für Burlesque auf. „In Stuttgart supporten wir uns gegenseitig, das ist schon cool.“ Im Kessel sei eine tolle Community zusammengewachsen, die positiv und offen ist. „Diskriminierung hat da keinen Platz!“ Deshalb gibt es auch Boylesque für und mit Männern. Team Diversity, weisch Bescheid.

Alle Burlesque-Events im Überblick:

Eine Party nicht von dieser Welt – von und mit Elmar Jäger

Mittwoch, 2. Oktober: Sanctuary. Das Utopia der Partykultur – sexy, ausschweifend, vielfältig & aufregend. PREMIERE! Party mit Shows während des gesamten Abends. City Department, Einlass ab 23 Uhr. Tickets an der Abendkasse, 28 Euro. Alle Infos gibt’s hier >>>

Glamourös in den Herbst

Freitag bis Sonntag, 4. – 6. Oktober: Stuttgart Burlesque Festival. Komplett ausverkauft! Es gibt noch Plätze in den beiden Workshops am Sonntag. Zwei internationale Burlesque-Stars weihen euch in ihre burlesquen Geheimnisse ein. 12 – 14 Uhr „Dance with me“ mit Aleksei von Wosylius (Paris), 14 – 16 Uhr „Zirkus, Zirkus“ mit Scarlett Martini (Rom). Anmeldung unter workshops@stuttgart-burlesque-festival.de – mehr Infos gibt’s hier >>>

Let him entertain you

Freitag, 18. und Samstag, 19. Oktober: Showtunes & FILTH mit Tom Harlow (siehe Bilder). Der Boylesque-Showboy aus Schottland gibt sich die Ehre! Ein schlüpfrig-frivoler Liederabend am Freitag, 18. Oktober, im Shop Schmachtfetzen, Einlass 20 Uhr, Showbeginn 21 Uhr, Tickets bitte reservieren unter: info@schmachtfetzen.de, 25 Euro. Workshop am Samstag, 19. Oktober, 11 – 13 Uhr, Studio Lalo Tango, Anmeldung unter info@schmachtfetzen.de, 29 Euro.

Samstag, 26. Oktober: Corso Cabaret. Die monatliche Mini-Revue, ab sofort in neuer Location! City Department, Einlass 21 Uhr, Showbeginn 22 Uhr. Nur Abendkasse: 15 Euro.

Jeden Dienstag um 19 Uhr: Schule für Burlesque. Wöchentlicher Kurs für mehr Sinnlichkeit, Präsenz und Ausstrahlung. Keine Tanzkenntnisse erforderlich, Schnuppern jederzeit möglich.

Weitere Infos unter www.fannydifavola.com und www.raunchyrita.de

Alle Bilder: Pressematerial via Johanna Hellmich

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Kuchenliebe jetzt auch in Stuttgart-West

Pünktlich zum Tag des Kaffees eröffnet Astrid Christ einen weiteren Kuchenliebe-Spot im Stuttgarter Westen. Ab sofort kann man sich direkt an der Schwabstraße der Liebe zu Küchlein und natürlich auch zu Kaffee und Co. hingeben.

Stuttgart – Eine aufregende Zeit liegt hinter Astrid. In nicht einmal zwei Jahren ist ihre Kuchenliebe so gewachsen und begehrt wie nie, so dass ein zweiter Standort quasi nur der nächste logische Schritt war. „Man träumt ja immer davon größer zu werden, aber ich war auch ganz happy mit dem einen Standort am Wilhelmsplatz“, berichtet die Café-Betreiberin mit leuchtenden Augen. Die Ecke rund um die Schwabstraße hätte sie trotzdem immer im Blick gehabt, „hier hat es mir schon auch immer gut gefallen.“ Es sei aber lange keine passende Location frei gewesen. „Und dann stand der Laden hier zur Verfügung und als ich ihn angeschaut hatte, wusste ich: Den muss ich nehmen.“

Süße Küchlein, Salate und Frühstück

Wie am Wilhelmsplatz wird auch in Stuttgart-West der Fokus auf süße Küchlein gelegt. „Wir bieten aber auch herzhafte Küchlein an – Flammküchlein – mit verschiedenem Belag, ein/zwei Salate frisch zubereitet und unter der Woche auch verschiedene Müslivarianten.“

Für Samstag und Sonntag sei außerdem ein größeres Frühstücksangebot geplant – mit Ei, Avocado, herzhaftem Kuchen. Kein klassisches Frühstück – das steht fest. Natürlich gibt es passend dazu den regional gerösteten Kaffee. „Man kann hier im Westen jetzt auch zwischen zwei Bohnen wählen.“

Hell, freundlich und gemütlich 

Der Look des neuen Ladens kommt mit Wiedererkennungswert daher. Hell und freundliches Interieur trifft auf rustikale Holz-Elemente. „Und der große Vorteil zum Wilhelmsplatz ist eben auch, dass das jetzt komplett meine Räume sind. Ich kann mir deshalb auch gut vorstellen, dass hier kleine Events stattfinden, dass Gäste die Location hier exklusiv mietet.“

Noch mehr Kuchenliebe

Es gibt übrigens keinen Ruhetag. Jeden Tag ist die Café- und Kuchenbar direkt an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße (Schwabstraße 24) somit geöffnet – schaut doch mal rein und gönnt euch ein Stück Kuchenliebe.

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 8 – 17.30 Uhr
Samstag & Sonntag 9.30 – 17.30 Uhr

Am Wilhelmsplatz 7 ist jeden Tag von 10.30 – 17.30 Uhr geöffnet.

Kontakt:

mail@kuchenliebe.de

www.kuchenliebe.de

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15 coole Coffee-Spots in Stuttgart

Lust auf Kaffee? Wir wissen, welche coolen Cafés, Kaffee- und Espressobars im Kessel Bock auf Bleiben machen. Das sind unsere Favoriten!

Stuttgart – Warm, kalt, mit Milch und ohne, fruchtig oder kräftig – Kaffee kann alles und geht immer, genauso wie die damit verbundene Kaffeepause. Und dafür muss nicht nur der Cappuccino oder Espresso runter gehen wie Öl (Ihr wisst ja: das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee), nein, auch das Ambiente muss stimmen. Denn so ein Kaffeeklatsch macht gleich mal mehr Spaß, wenn der Coffee-Spot cool, clean und urban daherkommt. Und das beste: Man muss sie in Stuttgart nicht lange suchen. Denn es gibt sie mittlerweile mehr als zahlreich, die Cafés, Kaffee- und Espressobars, die Bock auf Bleiben machen. Gut für uns Coffee-Junkies!

Cool Kaffeetrinken im Kessel

Und weil wir Stadtkinder viel Zeit in den hübschen Cafés, die Stuttgart so zu bieten hat, verbringen – als Work-Space, für Interviews oder einfach nur ein Päusle – dachten wir: Es kann nicht schaden, die Welt da draußen an unseren Erfahrungen und Empfehlungen teilhaben zu lassen. Deshalb folgt nun unser aktuelles Best-Of der coolsten Coffee-Spots im Kessel.

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