Einmischen: Let’s talk about Sex im Theater Rampe

Nicht nur rumstehen und glotzen, einmischen ist angesagt. Das vierte Open-Space-Format für junge Menschen geht am Samstag im Theater Rampe an den Start und behandelt diesmal das Thema: Let’s talk about Sex – Körper, Identität und Queerness.

Stuttgart – Das Theater Rampe ist für seine besonderen Angebote und Aktionen bekannt, so stellt man bespielsweise seit Oktober die drei Ws – Wasser, W-Lan und WCs – allen Stuttgartern zur freien Verfügung, for free – kommet und nutzet. Yeah. Ab Samstag soll außerdem über Sex aber auch Körper, Identität und Queerness gesprochen werden – und das bei einem Open-Space-Format für junge Menschen namens „Einmischen“.

Einmischen: Das steht auf dem Programm

In Workshops, Gesprächsrunden und Input-Sessions treffen bei „Einmischen“ durchgehende Aktionen wie Körperabdrücke und Foodsharing-Schnibbeln auf eine Klodisko sowie ungeschminkte Fotos von Lisa Rehorn, die sagt: „Du bist schön! Wusstest du das? In jedem Menschen liegt eine unverwechselbare einzigartige Schönheit. Jeder Mensch ist schön – du bist schön! Das will ich festhalten.“ Am Samstag könnt ihr also eure natürliche Schönheit von Lisa einfangen lassen.

Was steht noch auf dem Programm? Von 16.30 – 17.15 Uhr geht es ins World Café zu fünf Gesprächsrunden mit und über:

  • Kai (100% Mensch): Was ist eigentlich Gender? Wer bin ich, was siehst du?
    Eine inhaltliche und künstlerische Annäherung
  • Pia (FF*GZ): Anatomie des weiblichen Körpers
  • Antihelden: Pornographie
  • Jessi Wagner, Bildungsreferentin LAG Mädchen*politik BW: Rollenbilder, Körper, Empowerment
  • Karimael Buledi: Dildos und Safer Sex

Beschreibung: „Wir alle sind täglich mit Bildern konfrontiert, wie unser Körper aussehen und präsentiert werden soll. Diese sind meist strikt geschlechtsspezifisch und binär vorgegeben und transportieren außerdem bestimmte Rollenerwartungen und -zuweisungen. Was steckt hinter diesen Bildern? Welche Vorstellungen von Mann- und Frausein transportieren sie? Welche gesellschaftliche Funktion erfüllen diese strikten Vorstellungen von Körpern? Aber auch: Wie können erste Schritte von Empowerment aussehen?“

Anhand einiger Impulse, vor allem aus dem Bereich Social Media, will man sich dem Thema annähern.
Nach einer kurzen Pause zum Verschnaufen geht es auf der Open Stage in die zweite Runde – von 17.45 – 18.30 Uhr im World Café 2diesmal mit und über:

  • Anna-Lena und Milan (JES): BRO*CALL – Was ist kritische Männlichkeit?

„Sei ein Mann!“ Diesen Satz kriegen viele junge Männer zu hören. Dahinter verbirgt sich oft ein bestimmtes Männlichkeitsbild. Erwartet werden Stärke, Souveränität, Dominanz, Mut und Testosteron. Diese gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit nehmen nicht nur Einfluss auf die persönliche Entwicklung von Männern, sondern auf die ganze Gesellschaft: Toxische Männlichkeit prägt häufig das Verhalten von Männern gegenüber Frauen. Es ist ein Wechselspiel, für das es sich lohnt, Bewusstsein zu schaffen. Deshalb soll gemeinsam über das Potenzial kritischer Männlichkeit gesprochen werden. „Wir sind Anna-Lena und Milan, Schauspieler*innen am Jungen Ensemble Stuttgart und werden in dieser Spielzeit ein Projekt zu diesem Thema machen. Dafür möchten wir möglichst umfassend recherchieren und uns austauschen.“

  • Lauren (Luna Stuttgart) und Helene (Bunt für’s Leben Ludwigsburg): Über Grenzen: Wo wir sie brauchen und wo wir sie haben dürfen

Beschreibung: „Das Recht, ‚Nein‘ zu sagen – wir alle wissen, dass wir es haben, und doch fällt es uns manchmal umso schwerer, davon Gebrauch zu machen. Oft realisieren wir nicht einmal, dass unsere innere Linie übertreten wird. Wie schaffe ich es also, meine Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken? Was ist die Grundlage von guter Kommunikation und Rücksichtnahme?“ Zu diesen Fragen und zur sogenannten „Consent Culture” wird in einer geschützten Gesprächsrunde eingeladen. Jede*r ist willkommen!

  • Queerdenker: Was ist Queerness?
  • Fabian Stanco ( Zentrum selbstbestimmt Leben): Sexualität mit Behinderung

Das ZsL Stuttgart ist eine Beratungsstelle von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen. „Wir beraten alle Menschen, die mit dem Thema Behinderung leben – zu allen Themen der gleichberechtigten Teilhabe.“ Fabian Stanco ist freier Journalist, Rollstuhlfahrer & Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ZsL in Stuttgart. „Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Leben, in jeder Hinsicht, ist mir unsagbar wichtig. Dafür setze ich mich ein, um ein gleichberechtigtes, vorurteilsfreies Leben in allen Lebensbereichen möglich zu machen.“

Zum Abschluss gibt es nochmal eine Open Stage.

„Einmischen“ entsteht in Kooperation mit verschiedenen Initiativen sowie JES, Schauspiel Stuttgart, Theaterhaus Stuttgart und Theater Rampe, findet am Samstag, 30. November, von 16 – 19 Uhr im Theater Rampe statt und kostet keinen Eintritt. Es ist auch keine Anmeldung erforderlich.

Wer mag, kann auch bleiben und um 20 Uhr vergünstigt die Performance „Banana Island“ besuchen. Eintritt: 6 Euro.

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Theater Rampe

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Die Kollektion #17: Citizen Kane Kollektiv goes Ice Café Adria

Am Hafen, in Abbruchhäusern oder im Schauspiel Nord: Das Citizen Kane Kollektiv mischte mit seinen Performances schon halb Stuttgart auf. Am Donnerstag bespielt die Theatertruppe erstmals das Ice Café Adria und lädt zu „Die Kollektion #17“ ein.

Stuttgart – „Ein Theater-Abend mit Interviews, Musik, Lesungen und Bewegungen“, so beschreibt das freie Künstlerkollektiv Citizen Kane sein Format „Die Kollektion“. Um was geht es genau? Es sei ein ganz normaler, multimedial-theatraler, live-research-Interview- und Performance-Abend – mit Ausschnitten aus aktuellen Produktionen, Essen, Trinken, Videos, Fragen und Kommentaren. So macht der Zusatz „Welcome, you are one of us“ gleich viel mehr Sinn. Denn hier darf sich beteiligt werden.

Die Bar als Bühne

„Die Kollektion“ ist ein fester Bestandteil der performativen Recherche des Kollektivs und geht den neuen Stücken in wechselnden Locations voraus. Hier treffen Kollektivistinnen auf Expertinnen und geladene Gäste verschiedener Sparten, um sich durch künstlerische Aktionen, Gespräche und musikalische Beiträge einem Thema zu nähern.

Und worum geht es in dem neuen Stück? „Wir forschen für das nächste Projekt zu gesellschaftlichen und tradierten Rollenmodellen in Familien.“

Zum ersten Mal gastiert, recherchiert und improvisiert „Die Kollektion“ im Ice Café Adria. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Also los zum Familienurlaub in die Adria. „Wir freuen uns riesig auf den Abend!“, heißt es aus der Bar an der Eberhardstraße.

Die Kollektion #17 im Ice Café Adria

Ice Café Adria
Eberhardstraße 5
70173 Stuttgart

DIE KOLLEKTION # 17 – Welcome, you are one of us
Donnerstag, 28. November um 20.30 Uhr

Eintritt frei!

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Titelbild: Julian Göttlicher
Plakat-Foto: privat

Ice Café Adria

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15 Tipps fürs Wochenende in Stuttgart

Der November nimmt Fahrt auf, winter is coming, in einem Monat ist schon Weihnachten! What?!? Und auch in Sachen Events geht’s gut ab im Kessel. Wir haben wie immer unsere Highlights am Wochenende für euch zusammengefasst.

Stuttgart – Ja, jetzetle – der Kessel brodelt, das kommende Wochenende verspricht wieder volles Programm und ein kulturelles Mash-up der Extraklasse. Während musikalisch „Plastic Dreams“ auf „Drive me crazy“ und die Common Sense People all night long trifft und damit die ganze Genre-Bandbreite abgedeckt wird, kommen auch Kunst-, Theater– und Kombi-Events nicht zu kurz. Und wer sein Plattenregal mit neuen Scheiben befüllen will, kann beim guten, alten Herbstsonderverkauf von Second Hand Records zuschlagen. Da soll noch mal jemand sagen, in Stuttgart sei nichts los.

Volles Programm am Wochenende

Und der Kessel ist immer für eine Überraschung gut. Unter dem Motto #geistesblitz wird das Hegel-Haus seit dem 13. September als Wohngemeinschaft mit temporären Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten bespielt. Am Donnerstag wurde die erste WG-Party im Gewölbekeller gefeiert und auch am Wochenende wird dort einiges los sein. Mehr erfahrt ihr hier >>>

Also fahrt bloß nicht weg, denn so ein Wochenende in Stuttgart muss richtig ausgekostet werden. Nehmt mit, was geht. Clubbing, Kunst und Theater – hier kommen unsere Tipps:

Foto: Unsplash/Jan Strecha

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Stuttgarter in Berlin – Teil 2

Stuttgart ist eine schöne Stadt, doch manche zieht es ganz natürlich in die Welt hinaus – vor allem nach Berlin. Warum eigentlich? Exil-Schwaben berichten. Diesmal: Caro, Siye und Max.

Stuttgart – Die einen erhoffen sich Chancen der Extraklasse, träumen von eigenen Start-ups und einem krass kreativen Umfeld, andere wollen einfach ein bisschen Berliner Luft schnuppern, die mehr nach Freiheit und Feierei als nach Feinstaub riecht. Wie verlockend. Doch nicht nur das Besondere scheint im dicken B mehr als greifbar, auch der Abgrund ist oben an der Spree stets allgegenwärtig. „Berlin verschluckt dich, wenn du nicht aufpasst“, hören wir eigentlich jeden sagen. „…du bist so wunderbar, Berlin – und kannst so hässlich sein, so dreckig und grau…“ Wie kann eine Stadt nur so anziehend und gleichzeitig auch irgendwie abstoßend sein? Das alles und noch viel mehr haben wir mit drei Exil-Schwaben diskutiert.

Stuttgart goes Berlin:

Carolin Keilbach – DJ & Creative

Caro, aber vor allem auch ihre DJ-Sets, dürften dem ein oder anderen Clubgänger im Kessel noch bestens bekannt sein. Die kreative Lady lebte knapp zehn Jahre in Stuttgart-Ost, mindestens genauso lang mischte sie als Donna J. (Nova) mit ihrem elektronischen Sound das Stuttgarter Nightlife auf. Aber wie so oft im Leben kommt irgendwann der Moment, da will man bzw. Frau mal was anderes probieren, etwas wagen und sich neu erfinden. So auch die gelernte Grafikdesignerin, die schon lange den Traum von Berlin im Herzen trug. Fernweh, Neugier und der Wunsch, mal wieder an einem anderen Ort zu leben (nach zwölf Jahren Stuttgart) ließen sie schließlich das Hauptstadt-Abenteuer angehen. „Ich war oft in Berlin und habe mich hier immer wohl gefühlt“, erinnert sie sich. Ein Grund sei mit Sicherheit auch ihre Musik bzw. das Musikmachen gewesen. „Ich dachte mir, es kann nicht schaden hochzuziehen. Im Bereich Produktion konnte ich einiges dazulernen und habe viele Gleichgesinnte getroffen. In Sachen Musik ist Berlin einfach vorne mit dabei“, so Caro. Mehr von Donna J. gibt’s auf Soundcloud >>>

Wunsch vs. Realität – wie verlief das Ankommen in Berlin?

„Ich bin nach Berlin gekommen und habe mich erstmal komplett auf die Stadt eingelassen, habe mich musikalisch neu gefunden, mir Input geholt und mich inspirieren lassen. Die erste Zeit habe ich ganz viel Musik gemacht – und so ist auch mein Techno-Projekt entstanden. Der Sound ist experimenteller, auch Live-Sets werden ein Thema sein – ich bin wieder mittendrin.“

Und fehlt dir Stuttgart?

„Ich habe am Anfang erstmal Abstand von allem gebraucht, komme aber mittlerweile wieder sehr gern nach Stuttgart und vermisse es auch ab und an. Schließlich hatte ich eine gute Zeit im Kessel. Da ist auch musikalisch viel passiert, was mich geprägt hat und ohne das ich mit Sicherheit auch nicht nach Berlin gegangen wäre. Ich bin dankbar dafür und freue mich immer wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Es ist einfach schön heim zu kommen, zur alten Base. Aber ich habe es bis heute nicht bereut, nach Berlin gezogen zu sein. Für meine persönliche Entwicklung war es sehr wichtig, ich habe viel über mich selbst herausgefunden, unter anderem auch wie wichtig mir die Musik ist.“

Mein Tipp, für alle, die auch überlegen nach Berlin zu ziehen?

„Also ich kann es nur empfehlen. Vor allem, wenn man im Süden groß geworden ist: Einfach mal raus aus der Komfort-Zone, mal schauen, wie man woanders klarkommt, was einen dort erwartet und sich auf das Erlebnis einfach einlassen. Zurück kann man ja immer. Für mich ist es auch nicht ausgeschlossen, dass ich irgendwann wieder nach Stuttgart komme, aber gerade fühle ich mich hier sehr wohl. Es ist einfach auch wichtig, mal rauszukommen. Und gebt euch Zeit anzukommen, ein Jahr dauert es mindestens.“

Siye Habteab – Account Manager (im kreativen Bereich)

Wer auf Siye trifft, weiß was „good vibes only“ bedeutet. Der 34-Jährige ist ein echter Sonnenschein, eloquent und für jeden Spaß zu haben. Kein Wunder vermisst man ihn im Kessel, kannte man ihn doch von den Hotspots der Stadt wie dem Bravo Charlie oder dem Beja, wo er jobbte, tanzte oder networkte. Dass es einem dann auch mal nach ein bisschen Abwechslung verlangt und einem Ort, der sich openminded nicht nur auf die Regenbogenfahnen geschrieben hat  – vor allem als schwarzer, schwuler Schwabe – ist mehr als nachvollziehbar. Die Sehnsucht nach Freiheit, sein zu dürfen, wer man ist, verschlug ihn schließlich mit 30 Jahren nach Berlin. Doch die Unsicherheit überwältigte ihn schnell. „Ich war zwar schon lange ein Freund der Stadt, der Alltag hier ist aber natürlich ein ganz anderer. Die drei Jahre Berlin haben mich definitiv mir selbst näher gebracht, ich habe viel über mich gelernt.“

Wunsch vs. Realität – wie verlief das Ankommen in Berlin?

„Das erste Jahr Berlin ist einfach so an mir vorbeigezogen. Hier eine Einladung, da ein Event, du vergisst schnell, wie lange du schon in ein und der selben Stadt verweilst. Ich war einfach nur in Berlin und das hat mich in meinem Leben, meinem Alltag angestrengt. Da war so eine Müdigkeit, die ich für mich nicht erklären konnte. Und erst beim Verlassen der Stadt habe ich mich dabei ertappt, wie ich mal wieder so richtig durchgeatmet habe und mir bewusst wurde: Das habe ich mir viel zu lange nicht mehr gegönnt, ich war zu lange in dieser Berlin-Blase – mit dieser Lebensgeschwindigkeit, dem Input und der Frequenz an Leuten, die man ständig kennenlernt, was man ja auch genießt und weshalb man hier hergezogen ist. Und dann stößt man an die eigenen Grenzen und muss sich irgendwann sagen: Stopp, das muss jetzt alles erstmal verarbeitet werden. Man kann nicht immer nur aufnehmen. Da muss man irgendwann mal eine Grenze finden und die Möglichkeiten, die daraus entstehen, nutzen. Es ist ja auch ein Netzwerk, das sich bildet.

Und fehlt dir Stuttgart?

Ich habe in Stuttgart ein tollen, diversen Freundeskreis, aber mir hat jemand gefehlt, mit dem ich mich identifizieren konnte. Als schwarzer, schwuler Schwabe war das für mich schon so ein Alleinstellungsmerkmal, bei dem ich mich gefragt habe, wen plagen die gleichen Sorgen wie mich, mit wem kann ich mich austauschen, weil ja doch ein Grundverständnis sehr viel zu deiner eigenen Reflexion und Selbstheilung beiträgt. Aber das braucht einen Auslöser, jemanden, der einem die richtigen Fragen stellt. Und in Berlin bin ich auf Menschen getroffen, die ähnliche Schicksale, Gefühle, Krisen durchlebt haben, das hat mich auch ein Stück weit geheilt. Die Diversität, die hier noch mal anders gelebt wird, das erlaubt einem in seiner persönlichen Entwicklung eine gewisse Authentizität. Ich habe meine Individualität schätzen und feiern gelernt. Aber ich vermisse die Entschleunigung, Gemütlichkeit, die kurzen Wege – und die Natur. Klar, gibt es hier auch Natur, Wälder und Parks, aber die Energie der Hauptstadt ist allgegenwärtig. Es ist anders, hier abzuschalten. Deshalb muss man immer wieder raus aus Berlin.

Mein Tipp, für alle, die auch überlegen nach Berlin zu ziehen?

Die gesunde Waage, sich in den „Zirkus“ hinein zu werfen, sich aber zum richtigen Zeitpunkt wieder rauszunehmen, um das alles für sich zu reflektieren und für sich einzuordnen, musste ich erst lernen. Das passiert nicht einfach. Ich war froh, dass ich, als sehr abgelenkter Mensch, der sich wenig mit sich selbst beschäftigt hat, erst mit 30 Jahren nach Berlin gezogen bin. Man kann sich hier schnell verlieren. Aber: Habt keine Angst vor Berlin, es ist nicht so groß, wie es sich anfühlt und zeigt Respekt. Berlin ist super offen, bunt und nett, solange man der Stadt mit einer gewissen Achtsamkeit begegnet. Zieht hier her, aber gönnt euch Wochenendtripps und Auszeiten.

Max Gorke – Bewusstseins-Trainer

Ob auf dem Board durch den Westen skatend, im Blue Tomato als Store-Manager alles koordinierend und vor dem Kottan mit den Jungs abhängend – Max ist einer dieser Exil-Schwaben, den man im Kessel gut kannte und natürlich immer noch kennt. „Aber zähle ich da jetzt als Ossi dazu?“ Wir finden: Wer mehr als die Hälfte seines Lebens im Kessel verbrachte, ist definitiv Stuttgarter. Und jetzt also Berlin. Warum? „Es war einfach mal ein Tapetenwechsel nötig.“ In Stuttgart seien die Möglichkeiten begrenzt gewesen. „Irgendwann kanntest du alle und vielleicht auch deshalb konntest du dich selbst nicht neu erfinden, du bist eben in einer Schublade festgesteckt.“ Und das ist in Berlin ganz anders. Dort konnte sich Max persönlich weiterentwickeln. Kein Wunder ist er jetzt Bewusstseinstrainer, vielleicht auch, um etwas zurückzugeben. Mehr erfahrt ihr auf Insta @thenewawareness

Wunsch vs. Realität – wie war das Ankommen in Berlin?

„Für mich war es der beste Schritt, den ich machen konnte, weil es sehr viel zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen hat. Wer bin ich, ohne meine Schublade, die vorher existiert hat, ohne den Ruf, der mir vorausgeeilt ist oder die Job-Position, die ich inne hatte? Irgendwo neu anzufangen und eine Stadt neu zu erkunden, das ist schon ein schöne Sache. Hier kehrt jeder vor seiner eigenen Türe. Es ist einfach anders.“

Was fehlt dir an Stuttgart?

„Ich weiß es mittlerweile krass zu schätzen, dass man sich nicht verabreden muss und trotzdem Leute trifft. Das hat echt Qualität, wenn du’s gezielt machen kannst. Die Mentalität, die Menschen in Stuttgart sind verlässlicher. Berlin ist so groß und alles ist viel unverbindlicher, was zwar auch nett ist, weil es eine sehr aufgeschlossene Stadt ist. In Stuttgart hast du es nicht leicht in einen Freundeskreis aufgenommen zu werden, aber wenn du mal drin bist, dann bist du drin.“

Mein Tipp, für alle, die auch überlegen nach Berlin zu ziehen?

„Ich würde jedem raten, mal in eine andere Stadt zu ziehen. Es muss ja nicht unbedingt Berlin sein. Aber mir hat es verdammt viel gebracht. Die letzten Jahre hier habe ich nicht nur mein Englischkenntnisse um ein Vielfaches verbessert – es gibt Tage da sprichst du nur englisch, weil es hier einfach multkulti zur Sache geht. Und das macht dich automatisch viel aufgeschlossener. Du kommst gar nicht auf die Idee, Unterschiede zwischen Sprachen, Hautfarben, Herkunftsländern, Geschlechtern zu machen, das juckt hier niemanden. Und das ist so erfrischend. Und: Wenn ihr eine Wohnung wollt, sagt dass ihr aus Stuttgart kommt, das kommt gut an.“

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Autoren-Battle: Darf man als Stuttgarter ‚Stuggi‘ sagen?

Echte Stadtkinder sagen „Stuttgart“ und niemals „Stuggi“?! True Story oder Fake News? Wir schicken zwei unserer Autoren ins Stuttgart- vs. Stuggi-Battle.

Stuttgart – Geht es um die Dinge, die man nur in Stuttgart sagt, scheiden sich die Geister. Während die einen behaupten, dass kein echter Stuttgarter jemals „Stuggi“ sagen würde, sind die anderen wahre „Stuggi“-Verfechter. Auf Facebook und Instagram haben die Stadtkinder heftig diskutiert. Und auch unsere Stadtkind-Autoren Tanne und Mojo from the Blog sind da ganz unterschiedlicher Meinung.

Don’t call it Stuggi!!!!! (Joachim „Mojo“ Baier)

Jedes Mal, wenn jemand Stuggi sagt, wird mir anders. Auf eine unangenehme Art. Denn für mich ist diese Bezeichnung für unsere Stadt ein absolutes No-Go. Des isch schon immer so! Schließlich lebe ich in Stuttgart, im Kessel, aber niemals – wirklich niemals – in Stuggi! Und jaaaa, ich weiß… Stuggi hat man früher ja auch schon gesagt und gesungen. Früher hat man auch Wodka-O getrunken, Musikvideos auf MTV geguckt, 19 Cent für eine SMS gezahlt, „Feten“ gefeiert, Klingeltöne im Jamba-Monatsabo gekauft, ein Handy von Nokia gehabt und Sachen wie „voll laser“ gesagt. Merksch was?

Für mich klingt Stuggi immer ein bisschen nach „Bauer sucht Frau“. Nein, nicht nur ein bisschen, ich höre bei Stuggi sofort die Stimme von Inka Bause in meinem Kopf. „Im hügeligen Stuggi erwartet der herzliche Hühnerwirt Hansi seine Herzdame!“

Klar, man kann Stuggi sagen. Es ist auch nur ein Wort. Ist halt trotzdem kacke. Aber natürlich geht es auch noch wesentlich schlimmer, ja man mag es eigentlich gar nicht glauben. Denn getoppt wird das ganze Stuggi-Geschwätz dann immer noch von Leuten, die Dinge wie „Stuggi Boogie Benztown“ sagen… während sie in einer gemieteten weißen Stretch-Limo mit Kennzeichen aus dem schwäbischen Umland über die Theo brettern – früher schnell, heute nur noch mit Tempo 30. Whoohooo – richtige Stuggi-Girls & -Boys.

Jetzt will ich hier natürlich kein Fass aufmachen. Darf ja schließlich jeder sagen was er will. Aber genau deshalb darf ich ja auch sagen, dass man als Stuttgarter einfach niemals Stuggi sagen sollte. Weil es veraltet ist, so provinziell, so nach Dorf – das man ja absolut nicht sein will – und so unfassbar uncool klingt. Nee, bei Stuggi hört die Freundschaft echt auf! Und bei „Stuggi Boogie Benztown“ und anderen abartigen Stuggi-Abwandlungen (ich sag nur: „Stuggitown“, „Stuggile“ oder ganz schlimm „Stutti“) bekomme ich mehr Aggressionen als jeder Autofahrer im Berufsverkehr auf der Neuen Weinsteige. Don’t call it Stuggi! Es heißt STUTTGART! Ich kann es gar nicht oft genug sagen! Thank u, next.

Im Herzen Stuggi-Resident (Tanja „Tanne“ Simoncev)

Ja, ja, haters gonna hate…bla bla. Aber mal ganz ehrlich: Was ist so schlimm daran Stuggi zu sagen!? Ich bin in Stuttgart aufgewachsen, früher waren wir die Checker vom Neckar und fanden Stuggi Boogie Benztown voll funky. Die Massiven Töne rappten von Stuggi Nights, Max Herre machte der Stadt mit „Im Herzen bleib‘ ich Stuggi-Resident“ die schönste Liebeserklärung überhaupt. Das ist doch auch irgendwie nett gemeint, wie so ein Spitz- oder Kosename. (Wehe, mir schreibt jetzt jemand: Nett ist der kleine Bruder von….)

Dass ich dann auch mal in meinen Texten Stuggi schreibe, weil mir grad das Herzle aufgeht, beim Gedanken ans Städtle – why not?! Aber natürlich müssen einem, wie so oft, unnötige Social-Media-Kommentare den letzten Rest Stadt-Liebe madig machen – ein Auszug: „Kann mal jemand dieses Stuggi aus dem Artikel entfernen?“ oder „Jedes mal wenn du Stuggi schreibst, stirbt irgendwo ein süßes Hasen-Baby“. Mein Gott, übertreibt halt. Und zur ersten Frage – Nö. Warum ist meine Wortwahl – vor allem in diesem Fall – dein Problem? Ich sag‘ zum Beispiel auch Schwabi zur Schwabstraße. Na und? Davon fällt – eben – keiner tot um. Soll doch jeder seine Stadt nennen wie er will! Ich schreibe ja auch Pärchen nicht vor wie sie sich nennen dürfen. NOT MY BUSINESS.

Aber nein, Stuggi zu sagen, ist schlimmer als yolo und vong zusammen. Die Szene im Kessel verdreht die Augen, frisch gebrühte und mit Latte-Art verzierte Cortados fallen vor Schreck zu Boden, auf Partys verstummt der Italo-Disco-Sound. Ha! Und ich denke nur: Richtig viel Stuggi in einem Text, I like a lot.

Anm. d. Red.: Unsere beiden Autoren haben sich nach dem Battle wieder vertragen. Alles gut bei Stadtkind Stuttgart.

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Simon Bauer: Zwischen Musik-
hochschule, Bands und Breakdance

Es kommt schon vor, dass Simon Bauer mit Mozart in einem Atemzug genannt wird, er selbst findet: Es gibt viel krassere Musiker. Fest steht: Der 21-Jährige ist ganz schön umtriebig in Sachen Musik. Am Sonntag spielt er sein erstes selbstkomponiertes Konzert für Solo-Marimba und Orchester. Wir haben ihm bei den Proben an der Musikhochschule über die Schulter geschaut.

Stuttgart – Für den Laien ist es schon krass, was Simon da veranstaltet. Auf dem Marimbafon, einer Art großem Xylofon, spielt er seine selbstkomponierten Noten einfach mal locker aus dem Handgelenk runter, zweihändig mit vier Stäben – als ob es das Leichteste der Welt wäre. Wie gesagt, so scheint es, für jemanden, der nicht viel Ahnung von Musik hat – außer Blockflötenunterricht in der Grundschule und einem kurzen Heimorgel-Gastspiel, obwohl man eigentlich ein Keyboard wollte, gab es mit Instrumenten keinerlei Berührungspunkte. Anderes Thema. Zurück zu Simon. Seine Kindheit war (auch) von Musik geprägt, allerdings vor allem deshalb, weil das Elternhaus musikalisch daherkam.

Simon und das Schlagzeug

Aufgewachsen in Trossingen, mit Eltern, die selbst Musiker sind, blieb dem kreativen Blondschopf ja fast nichts anderes übrig, als selbst Musik zu machen. Mit sieben Jahren bekam er Bock auf Drums, nahm Unterricht an der Musikhochschule seines Heimatorts, wurde schnell zum Jungstudenten und besuchte dort neben der Schule bereits Seminare für Jazz-Schlagzeug*. Da schießt einem jetzt ganz natürlich das Wort „hochbegabt“ in den Kopf. Doch Simon winkt ab, damit habe das nichts zu tun – ganz schön bescheiden der junge Mann.

Nach dem Kunst-Abi vor drei Jahren ging es fürs Musik-Studium nach Stuttgart. Musik auf Lehramt mit klassischem Schlagzeug sollte es sein, doch Simon wäre nicht Simon, wenn er es dabei belassen würde. „Als Zweitfach studiere ich noch Jazz-/Pop-Schlagzeug.“ Und auch dabei soll es nicht bleiben, eine Weiterbildung im Fach „Performance“ sei für ihn außerdem spannend, verrät er. Was ihn daran reizt? „Dass auch der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht nur die Musik, die er macht.“ Das erinnere ihn an seine Abi-Zeit, als er mit dem Bundesjugend-Orchester unterwegs gewesen ist. „Das war ohne Frage eine tolle Zeit, aber ich habe eben auch gemerkt, dass man sein eigenes, kreatives Schaffen hinter dem Dirigenten, der Partitur und dem Notentext, der schon da ist, versteckt.“

Das war mir zu wenig kreativ!

Erklärung: Klassisches Schlagzeug oder Schlagwerk sind Trommeln, Triangel, Pauke, Marimbaphon, Xylophon, was man eher im Orchester spielt und Jazz-Schlagzeug oder Drumset ist das, was man aus Bands kennt

Bands, Breakdance und Kunst-Projekte

Simon ist eben ein Kreativkopf wie er im Buche steht, dem die Lust an neuen Projekten selten vergeht. Das einzige Problem dabei? Zu viel spielen und üben geht in die Arme und den Rücken. Dass da irgendwann Hilfe her musste, ist mehr als klar. Und die kam von einer uns gar nicht mal so unbekannten Physiotherapeutin in Stuttgart – nämlich B-Girl Sophiela. Whoop, whoop. „Sophie hat mich dann einfach irgendwann gefragt, ob ich nicht mal eine Band zusammentrommeln könnte“ – der Wortwitz geht auf Simons Kosten. Man spielte zunächst auf einer Hochzeit und mischte später bei funky Breakdance-Battles mit. Immer weiter, immer mehr, immer kreativer. Es bleibt nicht unbemerkt:

Der kreative Austausch ist mir sehr wichtig genauso wie das Zusammenspiel von verschiedenen Kunstformen – ich bin vielseitig interessiert.

Und wie sieht der Alltag eines offensichtlich sehr beschäftigten Musikers so aus? Simon gibt zu, dass die Musik ihn schon sehr einnehme – Unterricht, Proben, Gigs. „Aber es macht ja auch Spaß, man muss eben nur schauen, wie man den Kopf zwischendurch auch mal frei bekommt.“ Vielleicht mit einem Feierabend-Bierle oder auch Feierei? „Ja klar, das ist auch sehr wichtig für die Inspiration.“ Sein Studentenleben komme nicht zu kurz, betont er lachend.

Und was hört Simon privat so für Musik? „Weil ich viel mit Musik zu tun habe, brauche ich zum Ausgleich oft einfach auch Momente der Ruhe. In meiner Freizeit höre ich aber sonst worauf ich gerade Lust habe – von Hip-Hop über Techno bis hin zu Jazz.

Manchmal ist es schwierig, das analytische Gehör auszustellen und Musik einfach nur zu genießen. Und dann frage ich mich, ob ich mir selbst damit die Magie daran genommen habe?

Die Antwort: Nein. Eigentlich sei alles, insbesondere die Freude an der Musik, nur noch größer geworden. Und Simon ist ja auch einer, der sich auf das Leben einlässt, der im Moment lebt und das, was ihn interessiert, auch ausprobiert. „Ich nehm’s wie’s kommt.“ Doch einen Traum hat er trotzdem:

Alle Kunstformen, die mich interessieren zu vereinen, neben dem Streben nach neuen Dingen, sich ständig weiterzuentwickeln und weiterhin Musik zu machen. Ich will Dinge wahrnehmen und dann in meiner Kunst ausdrücken.

Vielleicht erschafft Simon ja auch mal eine ganz neue Kunstform? Wer weiß, am Sonntag spielt er aber erstmal sein selbstkomponiertes Solo-Marimba- und Orchester-Konzert.

Simons Solokonzert mit dem Weinstadt-Sinfonie-Orchester

Simon hat schon immer selbst Musik geschrieben, für Jazz-Bands und einzelne Instrumente – und jetzt das erste Mal für Solo-Marimba und ein Orchester. Interessant ist, dass die erste Fassung bereits vor 27 Jahren in Schweden entstanden ist. Sie stammt von Klaus Dreher, dem Professor des 21-Jährigen, sei aber auf ein Streichquintett zugeschnitten gewesen. „Und dann meinte mein Prof, da machen wir jetzt was draus. Und so habe ich eine Fassung für Solo-Marimba und ein Streichorchester geschrieben.“

Am Sonntag, 17. November, um 19 Uhr in der Jahnhalle in Endersbach mit dem Weinstadt-Sinfonie-Orchester. Das Thema des Abends: Klänge des alten Russlands mit Schwedische Suite, Tschaikowski‘s Pezzo Capriccioso und ein eigenes Lullaby

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„Stuttgart im Schnee“ dank Stadtpalais

Winter-Vibes, Schneerauschen und eine gigantische Schlittenpiste: Das alles und noch viel mehr gibt’s ab 30. November bei „Stuttgart im Schnee“ rund ums Stadtpalais.

Stuttgart – Schon „Stuttgart am Meer“ klang utopisch, machte aber richtig Spaß und den Sommer im Kessel um einiges erträglicher. Jetzt also „Stuttgart im Schnee“. Auch das eher Wunschvorstellung als Realität. Denn sind wir doch mal ehrlich: Dass sich Stuttgart schön schneebedeckt zeigt, ist eher selten der Fall. Der Winter im Kessel deshalb eher ein Graus als Augenschmaus. Doch auch diesen Zustand will das Stadtpalais ändern und schafft mit „Stuttgart im Schnee“ eine urbane Landschaft zum Rodeln und Spaß haben im Winter. Und als wäre das nicht schon genug, geht’s dabei auch noch ganz schön nachhaltig zur Sache: Denn das urbane Winter-Wonderland wird aus den Materialen von „Stuttgart am Meer“ gebaut – und setzt damit auch im Winter einen städtebaulichen Impuls. „Denn so kann auch zur kalten Jahreszeit mehr Lebensqualität für die Stuttgarter entstehen.“

Stuttgart im Schnee: Vom Schneerauschen bis zum Bergfest

Die größte Attraktion ist – allein aufgrund der Maße – die fünfzehn Meter lange und fast zehn Meter breite Schlittenpiste, auf der mit dem eigenen Plastikschlitten oder einem Leihrodel die Stuttgarter Innenstadt zum Wintererlebnis wird. Den Schlittenhang setzt das studio umschichten mit einer urban-abstrakten Winterlandschaft rund um den frisch getauften Berggipfel PIZ PALAE in Szene.

Immer freitags wird außerdem bei Schneerauschen zu Musik und Drinks fernab des Weihnachtschaos eingeladen. Hier kann entspannt ins Wochenende gerodelt werden.

Während der Wintermonate thematisiert zusätzlich eine Ausstellung im Freien die Auswirkungen des Klimawandels auf die Stadt Stuttgart und die Region. Wie veränderten sich Temperaturwerte im Verlauf der letzten Jahrhunderte? Welche Prognosen gibt es für die Zukunft?

Stuttgart ohne Schnee

Bei der Podiumsdiskussion „Stuttgart ohne Schnee“ wird mit Aktivisten und Vertretern aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft über den Klimawandel und die Folgen für Bürger und die Landwirtschaft gesprochen – und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Das Highlight von „Stuttgart im Schnee“ ist das Bergfest am 17. Januar 2020, bei dem mit Muff an den Händen, Schapka auf dem Kopf und wild tanzend die Winterkälte aus den verfrorenen Gliedern weicht.

Stuttgart im Schnee: Alle Highlights auf einen Blick

Von 1. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, im Museumsgarten des Stadtpalais
Schlittenverleih zu den Öffnungszeiten im Museumsshop

Schneerauschen: Musik und Drinks, freitags 17 – 22 Uhr, Museumsgarten

Bergfest: Freitag, 17. Januar 2020, Museumsgarten

Stuttgart ohne Schnee: Podiumsdiskussion, Mittwoch 11. Dezember, 19 – 21 Uhr

Stuttgart im Schnee: Ausstellung, 1. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020, Museumsgarten

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Titelbild: Stadtpalais Facebook

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Kulturinsel Stuttgart: Inselgrün ist umgezogen

Gute Nachrichten von der Kulturinsel: Der liebgewonnene Garten Inselgrün wurde nach dem Abschiedsfest im Oktober nicht dem Erdboden gleich gemacht, sondern umgesiedelt – auf den Parkplatz, ein paar Meter weiter. Wer Bock auf ein eigenes Beet hat, kann sich jetzt bei der Insel melden.

Stuttgart – Die Abschiedsparty war groß, die Freude darüber dass Inselgrün bleiben kann und darf selbstverständlich noch größer. Zehn Tage vor der Räumungsdeadline habe man den neuen Platz für den Garten bestätigt bekommen. Mit vielen fleißigen Helfern wurde Inselgrün schließlich in einem Kraftakt mobil gemacht und auf den Parkplatz vor der Kulturinsel umgesiedelt – und eine neue, temporäre Garten-Heimat damit geschaffen. Dort gilt es jetzt, sich kreativ auszutoben. „Daher soll im nächsten Schritt ein neues Konzept für die Gartengestaltung umgesetzt werden“, heißt es von der Kulturinsel.

Das Projekt „Gartenleistung“ für mehr Inselgrün

Und es tut sich auch schon einiges, um den Garten wieder zum Leben zu erwecken. Das Projekt „Gartenleistung“ ist losgegangen, der erste Workshop zum „Reallabor Inselgrün“ liegt wurde erfolgreich gemeistert – außerdem hoffe man auf der Insel, dass es jetzt zusammen mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, der Uni Stuttgart, der Stadtverwaltung und allen anderen Gartenbeteiligten richtig vorwärts gehe.

Weitere Informationen zu diesem Projekt findet ihr auf folgender Seite: https://www.ioew.de/projekt/gartenleistungen

Bock auf ein eigenes Garten-Beet?

Natürlich gehören zur Neugestaltung des Gartens auch neue Beete. Denn wie die Insel, lebt auch der Garten von Vielfalt. Und du wolltest zusammen mit einer Gruppe, deinem Verein oder einer Initiative schon immer einmal ein bisschen Gartenluft schnuppern? Dann ist das jetzt die Chance, um euch im neuen Inselgrün-Garten ein eigenes Beet zu sichern – um es zu betreuen, zu pflegen und natürlich auch zu ernten.

„Denn eines wissen wir aus Erfahrung ganz sicher: Nichts schmeckt besser als die selbst angebaute Tomate oder Minze.“

Du hast Lust dabei zu sein? Dann melde dich unter aktiv@kulturinsel-stuttgart.de und werde Teil einer lebendigen Garten-Crew!

Oder schau doch mal bei der Insel vorbei: Der Helfertreff findet im November am 10.11., 30.11. von 10 – 17 Uhr statt, sowie am 1.12. von 10 – 17 Uhr.

#FÜRMEHRGRÜNINDERSTADT #IÖW

Bild: Kulturinsel Stuttgart

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