Tipps für einen entspannten (Kater-)Sonntag im Kessel

Ob Prüfungs-Marathon an der Uni oder harte Woche im Job – mit unseren Tipps findet ihr die richtigen Spots im Kessel, um die Seele baumeln zu lassen und wieder klar zu kommen.

Stuttgart – White Noise, Kupfi, Dresden, Tatti und und und. Die Woche war hart, gefeiert wurde noch härter?! Spätestens am Sonntag ist es also dann höchste Zeit für ein bisschen Entspannung. Wir zeigen euch, an welchen Orten ihr im Kessel zur Ruhe kommt, abseits von nervigen Kommilitonen, anstrengenden Kollegen, brummenden Bässen und Stuttgarter Baulärm.

Sonntag in Stuttgart: Essen, chillen und Kultur

Der Sommer ist so richtig im Kessel angekommen. Und mit ihm die obligatorischen Schorle-Abende und Straßenfeschtle. Am Sonntag muss deshalb mal wieder ordentlich entspannt werden – aber nicht vor der Glotze, sondern gerne vor der Tür. Dazu gehört natürlich erst einmal ein guter (Kater-)Brunch. Danach „a bissle“ spazieren, vielleicht auf die Karlshöhe? Hier kommen unsere Tipps:

Foto: Unsplash/Jason Betz

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Westallee: Das ist der Zeitplan für das Bühnen-
programm

Schon zum vierten Mal wird die Westallee zwischen Johannesstraße und Lerchenplatz gefeiert. Eine Hocketse 2.0, ein urbanes Straßenfest mit Musik, Drinks und Essen aus der Nachbarschaft. Der Zeitplan für das Bühnenprogramm steht nun auch fest.

Stuttgart – In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Vom 11. bis zum 13. Juli wird die Westallee gefeiert. Das alternative Straßenfest findet zum vierten Mal statt und gehört schon jetzt zum festen Bestandteil des Sommers im Kessel. Dass die Stuttgarter ihre Feschtle – von Heusteigviertel- bis Bohnenviertelfest – lieben, ist bekannt. Und trotzdem unterscheidet sich die Westallee auf charmante Weise von den üblichen Straßen- und Stadtfesten in Stuttgart.

Urban Art und Kulinarisches

Die Organisatoren rund um die „Freund und Kupferstecher“-Macher wollten ein Straßenfest, das es so noch nicht gibt im Stuttgarter Westen. Eines mit urbanem Flair und cooler Musik, Essen und Drinks aus der Nachbarschaft. „Ein junges und modernes Stadtviertelfest“, so hat es Felix Klenk einst genannt.

Das ist ihnen gelungen, die Besucherzahlen steigen stetig. Vor allem am Wochenende, wenn auch die Bühne vor dem Arbeitsgericht am Lerchenplatz bespielt wird, ist der Andrang groß.

Nachbarschaftstreff meets Mini-Openair

So könnte man die Westallee wohl am besten zusammenfassen. Unter den mit Lichterketten geschmückten Bäumen mit Freunden und Nachbarn abhängen, tanzen, kühle Drinks genießen und sich einmal quer durchs kulinarische Angebot futtern. Das kommt in diesem Jahr übrigens unter anderem von Ha Long, Feinkost Yücel, Riva und Injeera.

Auch ein Rahmenprogramm wird es in diesem Jahr wieder geben. Das besteht aus einem Programm für Kinder, einem Plattenflohmarkt und Kunst im Hinterhof, das seltene Einblicke hinter die Fassaden im Stuttgarter Westen gewährt und Hinterhöfe in Ateliers verwandelt.

Das Bühnenprogramm – ein Fest

Hier seht ihr den Zeitplan zum diesjährigen Bühnenprogramm – mit dabei sind unter anderem Delinquent Network, Tereza, Nicklas Ibach, Leif Müller und viele mehr:

Westallee 2019

Alle Infos zum Fest gibt’s hier >>>

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Rückblick | Westallee 2018

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Titelbild: Westallee/Facebook

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Stadtkind ist bei den 50 whacksten DJs dabei

Am Freitagabend legen die 50 whacksten DJs im Freund und Kupferstecher auf, oder auch: sämtliche bekannte Szene-People aus dem Stuttgarter Kultur- und Nachtleben versuchen sich am DJ-Pult. Und das ganze für den guten Zweck.

Stuttgart – Es wird wohl die wildeste Mischung, die der Club Freund und Kupferstecher am Berliner Platz je gesehen oder vielmehr gehört hat: Am Freitagabend legen 50 bekannte Menschen aus dem Stuttgarter Kultur- und Nachtleben auf. Die Kupfi-Macher Christopher Warstat und Felix Klenk haben sich dafür einen schmeichelhaften Titel ausgesucht: „Die 50 whacksten DJs der Stadt“.

Elektro trifft auf Eurodance

Whack ist hier aber niemand, höchstens ein bisschen unerfahren – keiner der 50 stand jemals an einem DJ-Pult. Der Ablauf: Jeder durfte im Vorfeld zwei seiner Lieblingssongs vorschlagen. Ein Profi-DJ hat alle zusammengepackt und sorgt auch am Freitagabend im Club für nahtlose Übergänge. Genremäßig können sich die Partygäste sicher auf einiges gefasst machen: Hip-Hop trifft auf Elektro trifft auf Dancehall trifft auf Eurodance…

Mit dabei sind unter anderem Arbresha (Make-Up-Artist), Bala (Kicks’n’Coffee), Benni Erbsland (Brightzeit), Florian Baumgärtner (Ciao Amore), Ingmar Volkmann (Stuttgarter Zeitung), Kim Hoss (Illustratorin und Podcasterin), Marc C. Woehr (Künstler), Phil Anderson (Stuttpark), Sickless (Rapper), Stoff (I love Sushi) und – Trommelwirbel – Stadtkind-Tanne!

Für den guten Zweck

Dass sich die Herrschaften am Freitag am DJ-Pult treffen, hat aber nicht nur spaßige Gründe: Der komplette Eintrittserlös geht an die Initiative Viva con Agua. Der gemeinnützige Verein setzt sich dafür ein, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Gefördert werden etwa Wasserprojekte und Aktionen im In- und Ausland. Mehr Infos gibt es hier >>>

Die 50 whacksten DJs

Freitag, 28. Juni, 23 Uhr, mehr Infos gibt es hier >>>

(Titelbild: Unsplash/Oleg Ivanov)

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200-Euro-Challenge: Ein Wochenende in Paris

Die Vorgabe: 200 Euro für zwei Tage in einer europäischen Großstadt samt Anreise, Besichtigungen und Essen. Ob das gelingen kann?  Unsere Autorin hat es in Paris ausprobiert.

Stuttgart – Die Parisreise startet für uns dort, wo Städtetrips häufig beginnen: Am Stuttgarter Flughafen. Hier fährt der Nachtbus nach Paris ab: 8,45 Stunden Fahrzeit, verstellbare Sitze, drei Zwischenstopps, 48 Euro für Hin- und Rückfahrt. Für ein Wochenende mit dem Flugzeug zu verreisen wäre nicht nur unökologisch, sondern in diesem Fall auch schlicht zu teuer: Mit 180 Euro würde ein Flug das Budget für den Trip – ebenso wie eine Fahrt mit dem Zug – überstrapazieren. Der Billigpreis hat aber seine Kosten: Wer –  wie mein Freund und Mitfahrer – einen leichten Schlaf hat, kommt eher unausgeruht in Paris an. Und mit Nackenschmerzen. Wir wagen es trotzdem: Am Freitag, 20:30 Uhr, geht es los.

Samstag, 6 Uhr

Vom Busbahnhof geht es mit der Metro (Zehnerkarte 14,90 Euro) zum Hostel im Stadtteil Montmartre. Hier können wir um diese frühe Zeit zwar noch nicht einchecken, aber zumindest das Gepäck abstellen. Um die Ecke öffnen nun die ersten Bäckereien, das meiste wird dort noch von Hand gemacht. Für jeweils 3,60 Euro bekommen wir jeder einen Café crème und ein knuspriges, warmes Pain au chocolat. Frühstück ganz im Stil der Franzosen. So lässt sich der Morgen gut an!

Danach gehen wir zu Fuß zur berühmten Basilika Sacré-Coeur, die 130 Meter über der Stadt auf dem Montmartre thront, dem Märtyrer-Hügel. 237 Treppenstufen sollen es vom Fuße des Hügels bis hoch zur Kirche sein, aber wir hören unterwegs auf zu zählen. Von hier oben hat man jedenfalls einen tollen Blick über Paris – so früh am Morgen sogar fast ungestört. Nur ein paar Pärchen und eine Joggerin posieren um diese Zeit schon für Selfies.

Samstag, 9 Uhr

Auf dem Marché de Barbès auf dem Boulevard de la Chapelle, unweit der Metrostation Barbès -Rochechouart, machen wir uns auf die Suche nach günstigen Lebensmitteln. Wir fühlen uns fast wie auf einem arabischen Souk: An den Marktständen unter der Brücke sind Gewürze und Gemüse zu kunstvollen Hügeln aufgetürmt, die Verkäufer preisen ihre Ware auf Arabisch und Französisch an. Es darf gehandelt werden. Wir kaufen Obst und Mandeln für 5,70 Euro.

Weiter geht es zu Fuß: Durch die türkisch geprägten Straßen mit ihren Baklava-Läden und Dönerbuden im 10. Arrondissement, hinter der Porte Saint-Denis. Vorbei am Centre Pompidou und dem bekannten Stravinsky-Wasserspiel von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle. Und weiter durch die engen Gassen des jüdischen Viertels, Le Marais. Hier gibt es etliche Boutiquen, Second-Hand-Shops, Falafel-Läden und Museen, aber auch hübsche Plätze – zum Beispiel den Place des Vosges – für eine Pause. Das passt perfekt, weil das viele Laufen ganz schön Hunger macht. Mit Obst und Nüssen vom Markt und mit Baguette und Camembert aus dem Supermarkt (4,80 Euro) fällt unser Mittagessen immerhin günstig aus.

Samstag, 15 Uhr

Ein Paris-Besuch kommt eigentlich nicht ohne einen Museumsbesuch aus – so viel muss das knappe Budget auf jeden Fall hergeben. Vor allem dann, wenn es – wie an diesem Wochenende – immer mal wieder regnet. Am nordwestlichen Ende des Jardin des Tuileries, dem Park gleich beim Louvre, liegt die Orangerie, in der heute ein Museum für Impressionismus und für Künstler der Pariser Schule ist. Bekannt ist das Musée de l’Orangerie vor allem für die großen, ovalen Räume mit den Seerosenbildern von Claude Monet. Bis zu 17 Meter lang sind die Gemälde, das ist beeindruckend. Die Blau-, Grün- und Lilatöne schaffen eine ruhige, friedliche Stimmung, die einen kurz den Trubel in den Räumen vergessen lässt.

Der Eintritt in das Museum kostet 10 Euro, für unter 26-Jährige aus der EU ist er – wie der Eintritt für viele andere Pariser Museen auch – umsonst. Wer sich mehr impressionistische Werke ansehen möchte, kann dies nicht weit von hier im Musée d’Orsay, einem alten Bahnhofsgebäude. Hier hängen auch Bilder von Manet, Cézanne, van Gogh, Degas oder Rodin.

Nach dem Museumsbesuch gehen wir durch die Tuilerien, vorbei am Louvre und bis zum nicht weit davon entfernten Palais Royal. Bei schönem Wetter kann man sich im ruhigen Innenhof des Stadtpalasts auf einen der metallenen Liegestühle am Brunnen setzen und ein Buch lesen. Der Jardin du Palais Royal, wie der kleine Park heißt, ist definitiv ein Geheimtipp – und ein Lieblingsort! Von den großen Straßen und den Touristengruppen ist hier nichts mehr zu hören. Zu Fuß gehen wir nach einer Pause an der Seine entlang weiter zur Ile de la Cité, der Seine-Insel, auf der auch die Kathedrale Notre-Dame steht. Noch immer ist die Umgebung durch Gitter abgesperrt, aber aus der scheint es fast so, als hätte es hier nie einen Brand gegeben.

Samstag, 19 Uhr

Wer auf sein Budget achtet, hat es in puncto Essen und Ausgehen in Paris relativ schwer. Noch dazu, wer wie wir nach etwas Vegetarischem sucht. Auf Tafeln und Schildern werben französische Restaurants für ihre 3-Gänge-Menüs, unter 20 Euro findet sich da kaum etwas und fast immer besteht das Hauptgericht aus Fleisch. Günstiger sind indische oder nordafrikanische Restaurants oder Imbisse. Zum Beispiel das kleine Restaurant Al Bayader im Stadtteil Montmartre. Hier landen wir nach langer Internetrecherche zufälligerweise im Vorbeigehen. Für 14 Euro bekommen wir hier einen großen Teller mit Falafel, Teigtaschen, Auberginenpaste, Hummus und Salat, dazu gibt es Wasser und Tee.

Um diese Zeit ist jetzt auf den Gassen von Montmartre einiges los. Im Pub King George nahe der Metrostation Cadet gibt es Guinness für 7,50 Euro, Musik und Live-Fußball. Es ist voll hier und ziemlich laut. Ein paar Straßen weiter, im L’Assommoir, erzählt uns der freundliche Barmann mehr über das lokale Pale Ale und überhaupt allerlei über französisches Bier. Zwei Biere sind für fünf Euro noch in unserem Budget drin. Die Bar ist hübsch, hip und entspannter als der Pub. Auch Weinliebhaber würden hier bestimmt fündig werden, die Auswahl an Weinflaschen hinter der Bar jedenfalls ist groß.

Uns packt jetzt die Müdigkeit, wir gehen zurück ins Hostel. Das Woodstock Montmartre liegt praktischerweise direkt schräg gegenüber von der Bar. Knapp 38 Euro zahlen wir hier pro Person für die Nacht. Das kleine Doppelzimmer – mit Stockbett, aber sauber – ist zwar etwas teurer als ein Bett im Schlafsaal, aber die paar Euro sind es uns nach der Nacht im Bus und gut 25 Kilometern Laufweg am Tag auch durchaus wert.

Sonntag, 9 Uhr

Nach dem – kostenlosen – Frühstück im Hostel machen wir uns wieder zu Fuß auf den Weg. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern man bekommt so einen viel besseren Eindruck von der Stadt. Finden wir zumindest. Und man entdeckt hier und da hübsche Gassen, nette Läden oder erhascht einen Blick in einen hübschen Innenhof.

Von der Dachterrasse im 9. Stock des Kaufhauses Le Printemps am Boulevard Haussmann aus hat man einen schönen Blick über die Dächer von Paris – und spart sich das Eintrittsgeld für den Triumphbogen. Ein bisschen müssen wir suchen, um zwischen Parfümerie und Taschenabteilung den richtigen Aufzug zu finden. Der bringt einen in den achten Stock, von dort aus gehen wir durch ein Restaurant, nehmen die Treppe und stehen auf der Terrasse. Immerhin, die einzigen Touristen sind wir hier oben nicht, weshalb uns das Kaufhauspersonal vermutlich auch nicht schräg von der Seite anguckt.

Weil unsere Füße noch nicht allzu müde sind, laufen wir von hier aus weiter, am Arc de Triumph vorbei, über die Champs-Élysées und durch ruhige, wohlhabende Viertel bis zum Trocadéro am Fuße des Eiffelturms. Um das obligatorische Foto und einen teuren Espresso (3,60 Euro) in einem der umliegenden Cafés drücken wir uns nicht.

Sonntag, 13 Uhr

An der Seine entlang gehen wir nun Richtung Cartier Latin, dem Univiertel der Stadt. Unterwegs holen wir uns eine Falafel auf die Hand (5,50 Euro), später noch einen teuren Kaffee (4,50 Euro). Lohnenswert ist übrigens auch ein Besuch im Shakespeare and Company, einem netten, englischen Buchladen mit Café direkt gegenüber von Notre-Dame. In den engen Gassen des Cartier Latin stoßen wir auf ein Emble aus Brass-Musikern. Straßenmusik, völlig kostenlos! Der Besuch im nahegelegenen Park Jardin du Luxemburg fällt aus, weil es wieder anfängt zu regnen.

Sonntag, 17 Uhr

Stattdessen gehen wir noch einmal ins Museum. Zeitgenössische Fotokunst gibt es für 10 Euro im Maison Européenne de la Photographie zu sehen, im Haus der europäischen Fotografie unweit des Rathauses. Die Räume sind schön kuratiert, die Ausstellung ist lohnenswert.

Nach den vielen Sehenswürdigkeiten sehnen wir uns jetzt nach etwas Ruhe – und finden die im Nordosten von Paris, entlang des Canal St. Martin und am Bassin de la Villette, einem großen, künstlichen Gewässer im 19. Arrondissement. Von hier aus ist es auch nicht weit zum Parc des Buttes-Chaumont, einer großen Grünfläche im englischen Stil mit grünen Wiesen, Felsen und einem Wasserfall. Wäre das Wetter etwas schöner, könnte man es hier definitiv länger aushalten.

Sonntag, 19:30 Uhr 

Zum Abschluss gehen wir noch einmal ins Restaurant, das Budget gibt es tatsächlich noch her. In einem marokkanischen Restaurant gibt es Couscous mit Gemüse aus dem Tontopf und Bier, insgesamt für 16 Euro. Dann fahren wir mit der Metro zum Busbahnhof Gallieni, von wo um 22 Uhr der Nachtbus zurück nach Stuttgart fährt. Um sechs Uhr am Montagmorgen sind wir dann zurück in Stuttgart. 198,50 Euro waren es am Ende pro Person für zwei Tage Paris.

Beim nächsten Mal würden wir aber vermutlich doch lieber ein klein bisschen mehr Geld ausgeben – und dafür entspannt mit dem Zug hinfahren und eine Hostel-Übernachtung mehr bezahlen.

Foto: Unsplash/Paul Dufour

Anreise:

Eurolines fährt täglich um 21.15 Uhr von Stuttgart-Flughafen in knapp neun Stunden nach Paris-Gallieni und um 22 Uhr zurück. Tickets kosten ab 18 Euro einfach. Auch Flixbus bietet Nachtfahrten für ähnliche Preise an. Bei der Bahn gibt es Tickets ab 39 Euro für eine einfache Fahrt mit TGV oder ICE.

Übernachtung:

Eine Übernachtung im Mehrbett-Zimmer kostet in vielen Hostels um die 30 Euro. Im Woodstock Hostel kostet ein Doppelzimmer mit Stockbett 47 Euro.

Text und Fotos: Hanna Spanhel

Titelfoto: Unsplash/John Towner

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Neu im Westen: Foodsharing-Café Raupe Immersatt

Im neuen Foodsharing-Café Raupe Immersatt am Hölderlinplatz können Lebensmittel abgegeben und mitgenommen werden. Bei den dort verzehrten Speisen und Getränken gilt: Jeder zahlt so viel er möchte.

Stuttgart – Lange wurde darauf gewartet, jetzt hat es endlich eröffnet: das Foodsharing-Café Raupe Immersatt bereichert den Stuttgarter Westen mit Kaffee und geretteten Lebensmitteln. Vor zwei Wochen haben fünf junge Stuttgarter ihr Konzept in den Räumen des ehemaligen Cafés Heilignüchtern am Hölderlinplatz – unweit der neueröffneten Bäckerei-Café-Kombi Jušinski – eröffnet, wo sie Lebensmittel verschenken, die sonst in der Tonne gelandet wären. Gut besucht war es bisher immer, sagt Jana Pfeiffer. Die 24-Jährige ist eine der Initiatorinnen des Projektes. „Wir haben viel positives Feedback bekommen“, freut sie sich.

Essen vor der Tonne retten

Wer das Café betritt, staunt nicht schlecht. In der Ecke steht der Foodsharing-Schrank, an dem sich jeder bedienen kann. Darin stapeln sich Brokkoli, Salat und vieles mehr. Die Räume waren in einem „veredelten Rohbau-Zustand“, als sie sie übernahmen, sagt Mitinitiator Simon Kostelecky. Drei Monate mussten sie umbauen – was ging, erledigten die fünf selbst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Finanzieren konnten die jungen Unternehmer den Aufbau des Cafés durch Spenden. Bei einer Crowdfunding-Kampagne kamen knapp 26.000 Euro zusammen, sagt Simon Kostelecky. Jetzt stocken verschiedene Unterstützer das Startkapital durch Mietpatenschaften auf.

Das Problem ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen

„Wenn unsere Essens-Schränke mal leer sind, ist das für uns auch nicht schlimm“, sagt Jana Pfeiffer. Konsequent gedacht, müsste das Café sich auf Dauer selbst abschaffen. Immerhin wollen die jungen Aktivisten gegen die Überproduktion von Lebensmitteln vorgehen und sind auch nicht zu scheu, in Betrieben Kritik zu üben. „Wenn ich mal kurz vor Ladenschluss zum Bäcker gehe und die Regale noch voll sind, hake ich inzwischen nach“, sagt Jana Pfeiffer. So richtig angekommen ist das Problem in der Gesellschaft ihrer Ansicht nach noch nicht. Das Ziel sei, Leute dafür zu sensibilisieren.

Und da sind die fünf Stuttgarter mit ihrem Café auf dem besten Weg. Sie haben auch schon Anfragen von jungen Menschen aus anderen Städten, die ihrem Vorbild folgen wollen.

Die Idee ist übrigens inspiriert von der Initiative Foodsharing, in deren Namen etwa 1.500 Menschen in Stuttgart bei rund 80 Unternehmen Essen abholen, das sonst in der Tonne gelandet wäre. „Retten“ nennt Jana Pfeiffer das. „Wir alle retten Essen. Irgendwann war uns das nicht mehr genug“, sagt sie. Die Gruppe wollte das Essen an andere weiter verteilen – mit einem Café. Der Gedanke entstand im Jahr 2016, Hürden wurden überwunden, der Traum nun endlich im Stuttgarter Westen Realität.

Jana Pfeiffer erklärt ihren „Masterplan“ so: Das „Raupe Immersatt“-Team ist ein gemeinnütziger Verein, der Essen verschenkt und Getränke zu dem Preis verkauft, den die Kunden bezahlen wollen. Tatsächlich geben die meisten Gäste ähnlich viel, wie sie in anderen Cafés für ihre Getränke bezahlen würden, sagt Jana Pfeiffer. Damit und mit den Eintrittsgeldern von Veranstaltungen wollen sie die Unkosten tragen. So müssen sie etwa die Aushilfskräfte bezahlen, die sie brauchen, weil das Café zu fünft nicht dauerhaft zu führen ist. Denn zurzeit sind sie alle „hauptehrenamtlich“ dabei, wie Maximilian Kraft erklärt – das Berufsleben pausiert erst einmal. Über Wasser halten sich die jungen Leute zurzeit mit Nebenjobs und Erspartem. In naher Zukunft wollen sie die Mitarbeiter bezahlen. Denn: „Warum sollte man in einem sinnvollen Job kein Geld verdienen?“, sagt Jana Pfeiffer.

Die Lebensmittel bekommen sie von anderen Food­sharern oder Privatpersonen. Vieles davon kommt erst am Abend. Eine Speisekarte kann es also nicht geben. Sie verschenken, was reinkommt. Das sind Backwaren, süße Stücke, Obst und Gemüse, sagt Pfeiffer. Auch gekochte Lebensmittel seien dabei. Manche Dinge dürfen sie nicht weiterverteilen, wie Hackfleisch mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Essensretter sehen die Lebensmittel durch und entscheiden anhand der Auflagen der Lebensmittelüberwachung, was noch genießbar ist. So garantieren sie, dass keinem schlechtes Essen unterkommt.

Raupe Immersatt: Johannesstraße 97, Stuttgart-West, Öffnungszeiten: Mittwoch – Montag 10 – 22 Uhr, mehr Infos >>>

Text: Julika Wolf

Fotos: Lichtgut/Max Kovalenko

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10 Tipps zum Wochenende

Während diese Woche unter anderem auf den Festivals Southside und Hurricane gefeiert wird, warten auch im Kessel einige Tanzflächen und Locations auf euch. Wir haben zehn Tipps für euch zusammengefasst.

Stuttgart – Vernissage, Release-Party, Feiern in Wohnzimmeratmosphäre, Afterhour am Samstag und Sonntags auf der Terrasse: Das vorerst letzte verlängerte Wochenende kann gebührend verabschiedet werden. Welchen Locations ihr dabei einen Besuch abstatten solltet, haben wir wie immer für euch zusammengefasst.

Wochenende in Stuttgart

Es muss nicht der Gardasee oder das Southside sein. Wer in Stuttgart geblieben ist, der hat auch diese Woche einige Möglichkeiten, die Nächte zu Tagen zu machen. Wenn ihr noch nach den richtigen Spots sucht, gibt’s hier ein paar Vorschläge.

Foto: Pexels/ Isabella Mendes 

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12 Tanz-Tipps für den Vorfeiertag

Auch in dieser Woche steht wieder ein Feiertag vor der Tür. In welchen Locations ihr reintanzen könnt, verraten wir euch in unseren Veranstaltungstipps.

Stuttgart – Es ist Vorfeiertag und damit steht das (vorerst letzte) verlängerte Wochenende vor der Tür. Doch egal ob Beats oder Drinks – heute gibt es davon reichlich. Und zwar überall im Kessel. Denn wie es der Name schon beinhaltet, kann der bevorstehende Feiertag gebührend „gefeiert“ werden.

Tipps für den Vorfeiertag

Ein bisschen Feiern hat noch nie jemandem geschadet – und da es das vorerst letzte verlängerte Wochenende ist, sollte das auch ausgekostet werden. Wir hätten da jedenfalls einige Ideen für euch parat.

Foto: Unsplash/Fernand De Canne

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10 Tipps fürs Wochenende in Stuttgart

Ein neues Café mit hausgemachten Kuchen, italienische Beats im Stadtpalais, Livemusik und ein Sommerfest – hier kommen unsere Tipps fürs Wochenende.

Stuttgart –  Zum Abschluss des Sound-of-Stuttgart-Festivals im Stadtpalais darf bei der Discoteca Synthetica nochmal ordentlich gefeiert werden. Aufgelegt wird La Musica Dolce ausschließlich mit Original Schallplatten aus den Achtzigern. Doch nicht nur dort kommen am Wochenende laute Beats aus den Lautsprecherboxen.

Italien, Country und Oskar Schlemmer

Ausnahmsweise am 3. Juni des Monats findet diesmal Lovepop vs. Lovebeats statt. In der White Noise Bar gibt es wie fast immer den gewohnt fluffigen Lovepop-Sound quer durch fast alle Genres von Pop, HipHop, Dance bis hin zu Electro. Diesmal allerdings nicht mit Lovepop-Oberguru DJ NT,  sondern mit DJ Mathhew Black aus Köln. Im White Noise Club gibt Resident DJ Martin Rapp mit feinster elektronischer Tanzmusik Vollgas.

Wer es etwas ruhiger mag, wird an diesem Wochenende auch fündig: Etwa bei der Eröffnung des Transit Caffès oder beim Künstlercafé auf der Kulturinsel.

Titelbild: Unsplash/Jackson David

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