Die besten Spots für Club und Barkonzerte

Bier trinken und Live-Musik hören, das geht nicht nur in bekannten Konzertlocations. Auch in Stuttgarter Clubs und Bars könnt ihr beim Feierabendgetränk neue Bands und Artists entdecken. Wir haben euch einige Locations zusammengefasst.

Stuttgart –  Für Konzerte muss man in Stuttgart nicht lange suchen: Es gibt hier einige Spots, die regelmäßig von bekannten oder Newcomer Bands bespielt werden – und das oft sogar ohne Eintrittspreis, mit anschließender Hutspende. Wohnzimmeratmosphäre inklusive. Doch nicht nur Bars bieten Künstlern eine Plattform, auch einige Clubs holen neben DJs noch Live-Acts auf die Bühne.

Live-Konzerte in Stuttgarter Bars und Clubs

Damit ihr das nächste Feierabendbier mit einem Konzert verbinden könnt, haben wir für euch einige Spots zusammengefasst, in denen zum ersten Mal oder sogar regelmäßig Konzerte stattfinden.

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Die besten Open-Air-Events im Kessel

Stuttgart am Meer, Live-Musik, Kino, Theater, Herbstivals – die Open-Air-Saison verabschiedet sich so langsam in den Herbst. Doch keine Angst, auch im September stehen einige Veranstaltungen unter freiem Himmel an.

Stuttgart – Was wäre der Sommer im Kessel ohne seine zahlreichen Open-Air-Events? Wir sind uns sicher: nur halb so schön! Egal ob schattiger Spot, Kino im Freien oder Raves: Auch dieses Jahr gab es einige Freiluft-Veranstaltungen für die Stuttgarter. Doch nur weil sich der Herbst so langsam ankündigt, muss damit noch lange nicht Schluss sein. Wir verraten euch, wo ihr im September Open-Air-Gefühle bekommt – Pullover bitte nicht vergessen!

Veranstaltungen unter freiem Himmel

Egal ob Live-Musik am Stadtpalais, Kino unter freiem Himmel, Tanzen auf der Kulturinsel oder Konzerte auf den Hügeln der Stadt: Auch im September kann draußen gefeiert werden. Wir haben einige Vorschläge für euch in einer Liste zusammengefasst.

Titelbild: Unsplash/Lindsey Bahia

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200-Euro-Challenge: Ein Wochenende in Bratislava

Die Vorgabe: 200 Euro für zwei Tage in einer europäischen Großstadt samt Anreise, Besichtigungen und Essen. In unserer Serie testen wir, ob das gelingen kann. Unser Autor hat es in Bratislava ausprobiert und das Budget fast gesprengt.

Stuttgart – Zehn Minuten vor der geplanten Rückfahrt suche ich, noch ganz entspannt, meinen Zug auf der Anzeigetafel des Hauptbahnhofs, an dem ich zwei Tage zuvor angekommen bin. Aus meinen Gedanken an eine entspannte Rückfahrt wird innerhalb einer Sekunde die bittere Erkenntnis: Ich stehe am falschen Bahnhof. Und die Sorge: Werde ich es mit meinen verbleibenden 16,60 Euro und nun ungültigen Tickets überhaupt noch zurück nach Stuttgart schaffen? Aber fangen wir von vorne an.

Mit 200 Euro durch Bratislava

Freitag, 8.15 Uhr

Voll bepackt stehe ich am Bahnsteig des Stuttgarter Hauptbahn­hofes. Mit dabei: zwei Käsebrote, ein mit Hummus und Gemüse gefülltes Fladenbrot, etwas Obst und ein Longboard. Das soll Geld für Essen und öffentlichen Nahverkehr sparen. Als ich nach acht entspannten Stunden Fahrt am Hauptbahnhof Bratislava ankomme, habe ich mein Essen aufgevespert. Eher aus Langeweile denn aus Hunger. Dafür komme ich satt und erholt an und habe noch keinen Euro für Essen oder Getränke gebraucht. Mir bleiben trotzdem nur 66,25 Euro, ein Drittel des Budgets, der Rest ging für Zug (104,55 Euro) und Hostel (29,20 Euro) drauf. Kann man mit dem Geld 48 Stunden in Bratislava überleben?

Freitag, 17.30 Uhr

Die 34 Grad in Bratislava bringen die Luft über dem Asphalt zum Flimmern und die Leute darauf zum Transpirieren. Zeit für Abkühlung. Bratislava ist im Urlaubsmodus, die Gastgärten der Bars und Restaurants sind voll. Für 70 Cent kann man das Gastgarten-Feeling aber günstiger haben: Ich kaufe eine Dose Zlazy Bazant, slowakisches Bier, im Supermarkt und fläze neben Einheimischen unter den Bäumen am grünen Donauufer nahe der Alten Brücke. Die Brücken prägen das Stadtbild und bieten einen wunderbaren Blick auf die Altstadt, also breche ich zu einer Brückentour auf.

Tatsächlich ist die Alte Brücke recht neu, sie wurde 2016 eröffnet. Ihr Stahlgerüst ist aber dem Original von 1889 nachempfunden. Über das grüne Ufer gegenüber der Altstadt flaniere ich zur Brücke des Nationalen Aufstands, gebaut bis 1972, um den modernsten Stand der kommunistischen Architektur darzustellen. Über dem Hauptpfeiler schwebt in 80 Metern Höhe das sogenannte Ufo, ein Restaurant samt Aussichtsplattform. Das Essen dort soll überteuert, die Aussicht von der Plattform die 7,50 Euro Eintritt aber wert sein. Ich ziehe aber weiter, denn ich will Geld sparen. Im  Burger-Restaurant „BeAbout“ kommt man mit zehn Euro für Hauptgang und Bier aus – wie in vielen anderen Gaststätten der Donaustadt auch. Mit einem Gemüsewrap spare ich extra: acht Euro, Bier und Trinkgeld inklusive.

Samstag, 9 Uhr

Wer nach „free things to do in Bratislava“  googelt, findet genug Ratschläge für kostenlose Aktivitäten. Auch ein Besuch des sowjetischen Kriegerdenkmals Slavin kostet nichts, und wer früh am Morgen zu der Obelisk-förmigen Gedenkstätte  hochläuft, hat den wunderbaren Ausblick fast für sich. Auf dem Weg nach unten hole ich Frühstück und Kaffee aus dem Supermarkt (3,68 Euro) und genieße es im Garten des Präsidentenpalasts zwischen Blumenbeeten und Skulpturen.

Samstag, 14 Uhr

Nächste Station: die Burg Bratislava, die sich auf einem Hügel über die Altstadt erhebt. Mittlerweile hat es 37 Grad, beim Hochlaufen auf den Burghügel fließen die Schweißperlen schneller als die Donau. Den Barockbau zu erkunden ist frei, nur das Slowakische Nationalmuseum im Inneren kostet Eintritt. Ich will mir das Geld aber sparen und genieße von hier oben die Aussicht von der Altstadt bis ins sieben Kilometer entfernte Österreich. Danach erhole ich mich auf den Liegestühlen im Garten vom vorherigen Beinahe-Hitzekollaps und döse im Schatten der Bäume kurz weg.

Samstag, 16 Uhr

Wer solo reist, aber nicht allein bleiben will, kann sich mit den „Be Free Tours“ die Stadt zeigen lassen. Zum Treffpunkt kommen ausschließlich junge Backpacker, wohl vor allem, weil die Tour grundsätzlich frei ist – man zahlt den Guides, was man für angemessen hält. Ich entscheide mich für die „Free Communism Tour“, um etwas über das Leben in der Zeit des kommunistischen Regimes von 1948 bis 1989 zu erfahren. Die Tour führt zwar über schon abgegraste Schauplätze – Innenstadt, Burg, Präsidentenpalast –, aber der Tour­guide kann vermitteln, warum manche diesem repressiven System auch nachtrauern. Die Runde endet am Rundfunkgebäude. Wie diese umgekehrte Pyramide auf der Spitze steht, widerspricht allen Grundsätzen der Statik. Sie ist laut der britischen Zeitung „Telegraph“ eines der hässlichsten Gebäude der Welt. Die Einwohner Bratislavas nehmen das als Auszeichnung und sind stolz darauf.

Nach der Tour stoppen wir im  Slovak Pub für Bryndzove halusky, quasi Käsespätzle, aber aus Kartoffelteig und mit Schafskäse. Pflichtprogramm für Reisende aus Schwaben. Mit zwei der leckeren hausgemachten Biere kommt man auf 10,10 Euro, ein guter Deal. Der Abend klingt mit Bier am gemütlichen, aber etwas prolligen City Beach Bratislava aus.

Sonntag, 12 Uhr

Wie leben die Menschen in Bratislava abseits der touristischen Innenstadt? Die Frage treibt mich in den Bezirk Petrzalka. Dort reiht sich Wohnblock an Wohnblock. Sie sind rot und grün bemalt, um ihnen den grauen Geist des Kommunismus auszutreiben. An einem Seitenarm der Donau kann man durchs Grüne zum See Vel’ky Drazdiak spazieren. Ein idyllisches Gewässer vor massiven Wohnburgen, das wirkt paradox. Bei einer Snackpause an einem der Kioske am See bietet mir ein Einheimischer an, an seinem Joint zu ziehen. Ich versuche mir vorzustellen, wie Menschen vor dem Ende des Eisernen Vorhangs hier lebten. Haben die Jugendlichen damals auch am See gekifft?

Sonntag, 17.05 Uhr

Am Hauptbahnhof, der auf Slowakisch Bratislava hlavna stanica heißt, wird schnell klar: Viele Verbindungen Richtung Westen gehen vom Bahnhof Petrzalka ab, auch meine. Unmöglich, dort noch hinzukommen. Die letzte durchgehende Verbindung nach Stuttgart habe ich damit verpasst und eigentlich gilt das billig gekaufte Ticket nur für diesen Zug. Ich kaufe für 12,70 Euro eine Fahrkarte nach Wien. Von dort schaffe ich es irgendwie, die Schaffner zu überzeugen, mich ohne neues Ticket mitzunehmen,  weil sie glauben, eine Verspätung sei der Auslöser gewesen.

Mit den letzten Euros kaufe ich bei einem Zwischenhalt Frühstück, ehe ich um 6 Uhr morgens und quasi ohne Schlaf in Stuttgart ankomme. Ich bin blank, müde und habe noch zwei Stunden, bis ich zur Arbeit muss. Aber der Trip war es wert.

Text und Fotos: Florian Gann

Hier geht’s zur 200-Euro-Challenge in Paris >>>

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Kühle Orte im Kessel

It’s getting hot in here! Der Sommer ist langsam aber sicher wieder im Kessel angekommen. Wir haben ein paar freshe Spots für euch, wo es sich auch bei Hitze gut aushalten lässt.

Stuttgart – The heat is on! Petrus meint es gut mit uns und verwöhnt uns in dieser Woche mit Sonnenschein pur. Das Thermometer knackt die 30-Grad-Marke – der Kessel heizt sich so richtig auf. Doch keine Angst! In Stuttgart gibt es auch einige schattige Spots, an denen es sich bei Hitze bestens aushalten lässt!

Abkühlung gefällig?

Der Sommer findet draußen statt – und wer es gerne etwas schattig mag, für den haben wir einige Locations gesammelt, an denen ihr garantiert auch eine freshe Ecke ergattern könnt. Ob im Hinterhof, Freibad oder beim Eis schlozen – Abkühlung here we go!

Foto: Stadtpalais Stuttgart

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Tipps für einen entspannten (Kater-)Sonntag im Kessel

Ob Prüfungs-Marathon an der Uni oder harte Woche im Job – mit unseren Tipps findet ihr die richtigen Spots im Kessel, um die Seele baumeln zu lassen und wieder klar zu kommen.

Stuttgart – White Noise, Kupfi, Dresden, Tatti und und und. Die Woche war hart, gefeiert wurde noch härter?! Spätestens am Sonntag ist es also dann höchste Zeit für ein bisschen Entspannung. Wir zeigen euch, an welchen Orten ihr im Kessel zur Ruhe kommt, abseits von nervigen Kommilitonen, anstrengenden Kollegen, brummenden Bässen und Stuttgarter Baulärm.

Sonntag in Stuttgart: Essen, chillen und Kultur

Der Sommer ist so richtig im Kessel angekommen. Und mit ihm die obligatorischen Schorle-Abende und Straßenfeschtle. Am Sonntag muss deshalb mal wieder ordentlich entspannt werden – aber nicht vor der Glotze, sondern gerne vor der Tür. Dazu gehört natürlich erst einmal ein guter (Kater-)Brunch. Danach „a bissle“ spazieren, vielleicht auf die Karlshöhe? Hier kommen unsere Tipps:

Foto: Unsplash/Jason Betz

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Westallee: Das ist der Zeitplan für das Bühnen-
programm

Schon zum vierten Mal wird die Westallee zwischen Johannesstraße und Lerchenplatz gefeiert. Eine Hocketse 2.0, ein urbanes Straßenfest mit Musik, Drinks und Essen aus der Nachbarschaft. Der Zeitplan für das Bühnenprogramm steht nun auch fest.

Stuttgart – In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Vom 11. bis zum 13. Juli wird die Westallee gefeiert. Das alternative Straßenfest findet zum vierten Mal statt und gehört schon jetzt zum festen Bestandteil des Sommers im Kessel. Dass die Stuttgarter ihre Feschtle – von Heusteigviertel- bis Bohnenviertelfest – lieben, ist bekannt. Und trotzdem unterscheidet sich die Westallee auf charmante Weise von den üblichen Straßen- und Stadtfesten in Stuttgart.

Urban Art und Kulinarisches

Die Organisatoren rund um die „Freund und Kupferstecher“-Macher wollten ein Straßenfest, das es so noch nicht gibt im Stuttgarter Westen. Eines mit urbanem Flair und cooler Musik, Essen und Drinks aus der Nachbarschaft. „Ein junges und modernes Stadtviertelfest“, so hat es Felix Klenk einst genannt.

Das ist ihnen gelungen, die Besucherzahlen steigen stetig. Vor allem am Wochenende, wenn auch die Bühne vor dem Arbeitsgericht am Lerchenplatz bespielt wird, ist der Andrang groß.

Nachbarschaftstreff meets Mini-Openair

So könnte man die Westallee wohl am besten zusammenfassen. Unter den mit Lichterketten geschmückten Bäumen mit Freunden und Nachbarn abhängen, tanzen, kühle Drinks genießen und sich einmal quer durchs kulinarische Angebot futtern. Das kommt in diesem Jahr übrigens unter anderem von Ha Long, Feinkost Yücel, Riva und Injeera.

Auch ein Rahmenprogramm wird es in diesem Jahr wieder geben. Das besteht aus einem Programm für Kinder, einem Plattenflohmarkt und Kunst im Hinterhof, das seltene Einblicke hinter die Fassaden im Stuttgarter Westen gewährt und Hinterhöfe in Ateliers verwandelt.

Das Bühnenprogramm – ein Fest

Hier seht ihr den Zeitplan zum diesjährigen Bühnenprogramm – mit dabei sind unter anderem Delinquent Network, Tereza, Nicklas Ibach, Leif Müller und viele mehr:

Westallee 2019

Alle Infos zum Fest gibt’s hier >>>

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Rückblick | Westallee 2018

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Titelbild: Westallee/Facebook

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Stadtkind ist bei den 50 whacksten DJs dabei

Am Freitagabend legen die 50 whacksten DJs im Freund und Kupferstecher auf, oder auch: sämtliche bekannte Szene-People aus dem Stuttgarter Kultur- und Nachtleben versuchen sich am DJ-Pult. Und das ganze für den guten Zweck.

Stuttgart – Es wird wohl die wildeste Mischung, die der Club Freund und Kupferstecher am Berliner Platz je gesehen oder vielmehr gehört hat: Am Freitagabend legen 50 bekannte Menschen aus dem Stuttgarter Kultur- und Nachtleben auf. Die Kupfi-Macher Christopher Warstat und Felix Klenk haben sich dafür einen schmeichelhaften Titel ausgesucht: „Die 50 whacksten DJs der Stadt“.

Elektro trifft auf Eurodance

Whack ist hier aber niemand, höchstens ein bisschen unerfahren – keiner der 50 stand jemals an einem DJ-Pult. Der Ablauf: Jeder durfte im Vorfeld zwei seiner Lieblingssongs vorschlagen. Ein Profi-DJ hat alle zusammengepackt und sorgt auch am Freitagabend im Club für nahtlose Übergänge. Genremäßig können sich die Partygäste sicher auf einiges gefasst machen: Hip-Hop trifft auf Elektro trifft auf Dancehall trifft auf Eurodance…

Mit dabei sind unter anderem Arbresha (Make-Up-Artist), Bala (Kicks’n’Coffee), Benni Erbsland (Brightzeit), Florian Baumgärtner (Ciao Amore), Ingmar Volkmann (Stuttgarter Zeitung), Kim Hoss (Illustratorin und Podcasterin), Marc C. Woehr (Künstler), Phil Anderson (Stuttpark), Sickless (Rapper), Stoff (I love Sushi) und – Trommelwirbel – Stadtkind-Tanne!

Für den guten Zweck

Dass sich die Herrschaften am Freitag am DJ-Pult treffen, hat aber nicht nur spaßige Gründe: Der komplette Eintrittserlös geht an die Initiative Viva con Agua. Der gemeinnützige Verein setzt sich dafür ein, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Gefördert werden etwa Wasserprojekte und Aktionen im In- und Ausland. Mehr Infos gibt es hier >>>

Die 50 whacksten DJs

Freitag, 28. Juni, 23 Uhr, mehr Infos gibt es hier >>>

(Titelbild: Unsplash/Oleg Ivanov)

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200-Euro-Challenge: Ein Wochenende in Paris

Die Vorgabe: 200 Euro für zwei Tage in einer europäischen Großstadt samt Anreise, Besichtigungen und Essen. Ob das gelingen kann?  Unsere Autorin hat es in Paris ausprobiert.

Stuttgart – Die Parisreise startet für uns dort, wo Städtetrips häufig beginnen: Am Stuttgarter Flughafen. Hier fährt der Nachtbus nach Paris ab: 8,45 Stunden Fahrzeit, verstellbare Sitze, drei Zwischenstopps, 48 Euro für Hin- und Rückfahrt. Für ein Wochenende mit dem Flugzeug zu verreisen wäre nicht nur unökologisch, sondern in diesem Fall auch schlicht zu teuer: Mit 180 Euro würde ein Flug das Budget für den Trip – ebenso wie eine Fahrt mit dem Zug – überstrapazieren. Der Billigpreis hat aber seine Kosten: Wer –  wie mein Freund und Mitfahrer – einen leichten Schlaf hat, kommt eher unausgeruht in Paris an. Und mit Nackenschmerzen. Wir wagen es trotzdem: Am Freitag, 20:30 Uhr, geht es los.

Samstag, 6 Uhr

Vom Busbahnhof geht es mit der Metro (Zehnerkarte 14,90 Euro) zum Hostel im Stadtteil Montmartre. Hier können wir um diese frühe Zeit zwar noch nicht einchecken, aber zumindest das Gepäck abstellen. Um die Ecke öffnen nun die ersten Bäckereien, das meiste wird dort noch von Hand gemacht. Für jeweils 3,60 Euro bekommen wir jeder einen Café crème und ein knuspriges, warmes Pain au chocolat. Frühstück ganz im Stil der Franzosen. So lässt sich der Morgen gut an!

Danach gehen wir zu Fuß zur berühmten Basilika Sacré-Coeur, die 130 Meter über der Stadt auf dem Montmartre thront, dem Märtyrer-Hügel. 237 Treppenstufen sollen es vom Fuße des Hügels bis hoch zur Kirche sein, aber wir hören unterwegs auf zu zählen. Von hier oben hat man jedenfalls einen tollen Blick über Paris – so früh am Morgen sogar fast ungestört. Nur ein paar Pärchen und eine Joggerin posieren um diese Zeit schon für Selfies.

Samstag, 9 Uhr

Auf dem Marché de Barbès auf dem Boulevard de la Chapelle, unweit der Metrostation Barbès -Rochechouart, machen wir uns auf die Suche nach günstigen Lebensmitteln. Wir fühlen uns fast wie auf einem arabischen Souk: An den Marktständen unter der Brücke sind Gewürze und Gemüse zu kunstvollen Hügeln aufgetürmt, die Verkäufer preisen ihre Ware auf Arabisch und Französisch an. Es darf gehandelt werden. Wir kaufen Obst und Mandeln für 5,70 Euro.

Weiter geht es zu Fuß: Durch die türkisch geprägten Straßen mit ihren Baklava-Läden und Dönerbuden im 10. Arrondissement, hinter der Porte Saint-Denis. Vorbei am Centre Pompidou und dem bekannten Stravinsky-Wasserspiel von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle. Und weiter durch die engen Gassen des jüdischen Viertels, Le Marais. Hier gibt es etliche Boutiquen, Second-Hand-Shops, Falafel-Läden und Museen, aber auch hübsche Plätze – zum Beispiel den Place des Vosges – für eine Pause. Das passt perfekt, weil das viele Laufen ganz schön Hunger macht. Mit Obst und Nüssen vom Markt und mit Baguette und Camembert aus dem Supermarkt (4,80 Euro) fällt unser Mittagessen immerhin günstig aus.

Samstag, 15 Uhr

Ein Paris-Besuch kommt eigentlich nicht ohne einen Museumsbesuch aus – so viel muss das knappe Budget auf jeden Fall hergeben. Vor allem dann, wenn es – wie an diesem Wochenende – immer mal wieder regnet. Am nordwestlichen Ende des Jardin des Tuileries, dem Park gleich beim Louvre, liegt die Orangerie, in der heute ein Museum für Impressionismus und für Künstler der Pariser Schule ist. Bekannt ist das Musée de l’Orangerie vor allem für die großen, ovalen Räume mit den Seerosenbildern von Claude Monet. Bis zu 17 Meter lang sind die Gemälde, das ist beeindruckend. Die Blau-, Grün- und Lilatöne schaffen eine ruhige, friedliche Stimmung, die einen kurz den Trubel in den Räumen vergessen lässt.

Der Eintritt in das Museum kostet 10 Euro, für unter 26-Jährige aus der EU ist er – wie der Eintritt für viele andere Pariser Museen auch – umsonst. Wer sich mehr impressionistische Werke ansehen möchte, kann dies nicht weit von hier im Musée d’Orsay, einem alten Bahnhofsgebäude. Hier hängen auch Bilder von Manet, Cézanne, van Gogh, Degas oder Rodin.

Nach dem Museumsbesuch gehen wir durch die Tuilerien, vorbei am Louvre und bis zum nicht weit davon entfernten Palais Royal. Bei schönem Wetter kann man sich im ruhigen Innenhof des Stadtpalasts auf einen der metallenen Liegestühle am Brunnen setzen und ein Buch lesen. Der Jardin du Palais Royal, wie der kleine Park heißt, ist definitiv ein Geheimtipp – und ein Lieblingsort! Von den großen Straßen und den Touristengruppen ist hier nichts mehr zu hören. Zu Fuß gehen wir nach einer Pause an der Seine entlang weiter zur Ile de la Cité, der Seine-Insel, auf der auch die Kathedrale Notre-Dame steht. Noch immer ist die Umgebung durch Gitter abgesperrt, aber aus der scheint es fast so, als hätte es hier nie einen Brand gegeben.

Samstag, 19 Uhr

Wer auf sein Budget achtet, hat es in puncto Essen und Ausgehen in Paris relativ schwer. Noch dazu, wer wie wir nach etwas Vegetarischem sucht. Auf Tafeln und Schildern werben französische Restaurants für ihre 3-Gänge-Menüs, unter 20 Euro findet sich da kaum etwas und fast immer besteht das Hauptgericht aus Fleisch. Günstiger sind indische oder nordafrikanische Restaurants oder Imbisse. Zum Beispiel das kleine Restaurant Al Bayader im Stadtteil Montmartre. Hier landen wir nach langer Internetrecherche zufälligerweise im Vorbeigehen. Für 14 Euro bekommen wir hier einen großen Teller mit Falafel, Teigtaschen, Auberginenpaste, Hummus und Salat, dazu gibt es Wasser und Tee.

Um diese Zeit ist jetzt auf den Gassen von Montmartre einiges los. Im Pub King George nahe der Metrostation Cadet gibt es Guinness für 7,50 Euro, Musik und Live-Fußball. Es ist voll hier und ziemlich laut. Ein paar Straßen weiter, im L’Assommoir, erzählt uns der freundliche Barmann mehr über das lokale Pale Ale und überhaupt allerlei über französisches Bier. Zwei Biere sind für fünf Euro noch in unserem Budget drin. Die Bar ist hübsch, hip und entspannter als der Pub. Auch Weinliebhaber würden hier bestimmt fündig werden, die Auswahl an Weinflaschen hinter der Bar jedenfalls ist groß.

Uns packt jetzt die Müdigkeit, wir gehen zurück ins Hostel. Das Woodstock Montmartre liegt praktischerweise direkt schräg gegenüber von der Bar. Knapp 38 Euro zahlen wir hier pro Person für die Nacht. Das kleine Doppelzimmer – mit Stockbett, aber sauber – ist zwar etwas teurer als ein Bett im Schlafsaal, aber die paar Euro sind es uns nach der Nacht im Bus und gut 25 Kilometern Laufweg am Tag auch durchaus wert.

Sonntag, 9 Uhr

Nach dem – kostenlosen – Frühstück im Hostel machen wir uns wieder zu Fuß auf den Weg. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern man bekommt so einen viel besseren Eindruck von der Stadt. Finden wir zumindest. Und man entdeckt hier und da hübsche Gassen, nette Läden oder erhascht einen Blick in einen hübschen Innenhof.

Von der Dachterrasse im 9. Stock des Kaufhauses Le Printemps am Boulevard Haussmann aus hat man einen schönen Blick über die Dächer von Paris – und spart sich das Eintrittsgeld für den Triumphbogen. Ein bisschen müssen wir suchen, um zwischen Parfümerie und Taschenabteilung den richtigen Aufzug zu finden. Der bringt einen in den achten Stock, von dort aus gehen wir durch ein Restaurant, nehmen die Treppe und stehen auf der Terrasse. Immerhin, die einzigen Touristen sind wir hier oben nicht, weshalb uns das Kaufhauspersonal vermutlich auch nicht schräg von der Seite anguckt.

Weil unsere Füße noch nicht allzu müde sind, laufen wir von hier aus weiter, am Arc de Triumph vorbei, über die Champs-Élysées und durch ruhige, wohlhabende Viertel bis zum Trocadéro am Fuße des Eiffelturms. Um das obligatorische Foto und einen teuren Espresso (3,60 Euro) in einem der umliegenden Cafés drücken wir uns nicht.

Sonntag, 13 Uhr

An der Seine entlang gehen wir nun Richtung Cartier Latin, dem Univiertel der Stadt. Unterwegs holen wir uns eine Falafel auf die Hand (5,50 Euro), später noch einen teuren Kaffee (4,50 Euro). Lohnenswert ist übrigens auch ein Besuch im Shakespeare and Company, einem netten, englischen Buchladen mit Café direkt gegenüber von Notre-Dame. In den engen Gassen des Cartier Latin stoßen wir auf ein Emble aus Brass-Musikern. Straßenmusik, völlig kostenlos! Der Besuch im nahegelegenen Park Jardin du Luxemburg fällt aus, weil es wieder anfängt zu regnen.

Sonntag, 17 Uhr

Stattdessen gehen wir noch einmal ins Museum. Zeitgenössische Fotokunst gibt es für 10 Euro im Maison Européenne de la Photographie zu sehen, im Haus der europäischen Fotografie unweit des Rathauses. Die Räume sind schön kuratiert, die Ausstellung ist lohnenswert.

Nach den vielen Sehenswürdigkeiten sehnen wir uns jetzt nach etwas Ruhe – und finden die im Nordosten von Paris, entlang des Canal St. Martin und am Bassin de la Villette, einem großen, künstlichen Gewässer im 19. Arrondissement. Von hier aus ist es auch nicht weit zum Parc des Buttes-Chaumont, einer großen Grünfläche im englischen Stil mit grünen Wiesen, Felsen und einem Wasserfall. Wäre das Wetter etwas schöner, könnte man es hier definitiv länger aushalten.

Sonntag, 19:30 Uhr 

Zum Abschluss gehen wir noch einmal ins Restaurant, das Budget gibt es tatsächlich noch her. In einem marokkanischen Restaurant gibt es Couscous mit Gemüse aus dem Tontopf und Bier, insgesamt für 16 Euro. Dann fahren wir mit der Metro zum Busbahnhof Gallieni, von wo um 22 Uhr der Nachtbus zurück nach Stuttgart fährt. Um sechs Uhr am Montagmorgen sind wir dann zurück in Stuttgart. 198,50 Euro waren es am Ende pro Person für zwei Tage Paris.

Beim nächsten Mal würden wir aber vermutlich doch lieber ein klein bisschen mehr Geld ausgeben – und dafür entspannt mit dem Zug hinfahren und eine Hostel-Übernachtung mehr bezahlen.

Foto: Unsplash/Paul Dufour

Anreise:

Eurolines fährt täglich um 21.15 Uhr von Stuttgart-Flughafen in knapp neun Stunden nach Paris-Gallieni und um 22 Uhr zurück. Tickets kosten ab 18 Euro einfach. Auch Flixbus bietet Nachtfahrten für ähnliche Preise an. Bei der Bahn gibt es Tickets ab 39 Euro für eine einfache Fahrt mit TGV oder ICE.

Übernachtung:

Eine Übernachtung im Mehrbett-Zimmer kostet in vielen Hostels um die 30 Euro. Im Woodstock Hostel kostet ein Doppelzimmer mit Stockbett 47 Euro.

Text und Fotos: Hanna Spanhel

Titelfoto: Unsplash/John Towner

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