Festival-Guide für Stuttgart und Umgebung

Nach der Festivalsaison ist vor der Festivalsaison: Auch 2019 gibt es einige Open Airs in Stuttgart und Umgebung. Wo ihr euren Jahresvorrat an Dosenravioli am besten loswerden könnt, haben wir in unserem Guide zusammengefasst.

Stuttgart – Sommer und Festivals? Passt mindestens genauso gut zusammen wie Kessel und Stäffele. Genau deshalb hat sich in den vergangenen Jahren auch einiges getan in Sachen Open Airs. Der Kessel brodelt, die warmen Jahreszeiten stehen vor der Tür – Zeit, um die angehende Festival-Saison zu planen. Damit ihr einen Überblick bekommt, wo in diesem Jahr unter freiem Himmel getanzt werden kann, stellen wir euch einige Festival-Spots vor.

Festivals und Open Airs in Stuttgart und Umgebung

Egal ob bekannter Klassiker, Newcomer oder Nische: In unserem Guide findet ihr Festivals aus der Umgebung, die wirklich jede dieser Kategorien abdecken.

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Tipps fürs Wochenende in Stuttgart

Dancehall, Italo Pop und Kultur: Wir haben wieder die besten Veranstaltungen fürs Wochenende für euch gesammelt.

Stuttgart – Am Wochenende kann wieder auf Flohmärkten – etwa in den Wagenhallen oder am Marienplatz – nach alten Schätzen gestöbert werden. Feierei danach gefällig? Wir empfehlen Dancehall in der Corso Bar, Betty Ford Boys im Freund und Kupferstecher, die Jubiläumsfeier zu 1 Jahr Imperia und vieles mehr.

Jubiläum, Italo Pop und Kultur

Am Samstag führt die Lange Nacht der Museen zum zwanzigsten Mal in die großen Häuser aber auch zu Off-Locations in der Stadt. Außerdem kann gefeiert und auf ein paar Flohmärkten getrödelt werden. Wir haben wieder Tipps für euch:

Titelbild: Unsplash/Alexander Popov

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Sätze, die man als Single nicht mehr hören kann

Auf manche gutgemeinten Ratschläge über den eigenen Beziehungsstatus können Singles definitiv verzichten. Unsere Autorin hat einige Sätze zusammengefasst und sagt: Danke, es geht mir gut.

Stuttgart – Freitagabend. Heute treffe ich mich mit dem Micha und der Andi. „Mandi“, ein echtes Traumpaar, schon seit 4 Jahren. Nach der gemeinsamen Altbau-Wohnung im Westen, klingeln bald die Hochzeitsglocken und auch für das Baby, das zwar noch nicht gezeugt, aber fest in der Planung ist, steht der Name schon. Während ich an meinem Campari Soda nippe, teilen sie sich eine Flasche Wein. Natürlich. Andis Blick ist besorgt: „Ach man, du suchst dir aber auch immer die Falschen aus, kein Wunder, dass da nie was draus wird.“ Tja Micha, du bist halt schon weg vom Markt.

Ich bin Single und es geht mir gut

Ähnlich „positiv“ fällt das Feedback zu meinem Beziehungsstatus auf Familienfeiern aus. Mitleid, eine Reaktion, die ich bei einem komplizierten Bruch angemessen finde, jedoch nicht in Bezug auf mein Single-Dasein. Es ist keine Krankheit. Auch, wenn es wahrscheinlich oft nur gutgemeint ist, die folgenden Sätze nerven mindestens genauso sehr wie die Musik in Hotline-Warteschlangen.

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15 Tipps fürs Wochenende in Stuttgart

Ob Kultur oder Party – in Stuttgart ist am Wochenende einiges geboten! Wir haben die besten Veranstaltungen für euch zusammengefasst.

Stuttgart – Das Wetter erinnert stark an April – das hält einige Locations aber nicht davon ab raus ins Freie zu locken. Vielleicht meint es die Sonne wenigstens zwei Tage gut mit uns! Hier die Gründe: Da wäre zum Beispiel das Suessholz am Wilhelmsplatz, das am Samstag mit extra viel selbst gebackenem Kuchen und natürlich Drinks und Musik seine Terrasse eröffnet. Auf dem Südheimer Platz werden Pflanzen getauscht und am Oberen Schlossgarten lädt das Clean Up Network zur gemeinsamen Putzete ein.

Radler, Releases und Rap

Kulturell ist im Kessel am Wochenende auch einiges geboten. An der Siemensstraße gibt es zwei weitere Ausgaben der Tanzperformance „#herland“, im Weltcafé werden Filme gezeigt und im Holzapfel Fotografien.

Wem es nach Feiern zumute ist – wie wäre es mit den Haus Bois in der Rakete, Deutschrap in der Schräglage oder Pitchy & Scratchy im Ice Café Adria?

Alle Tipps gibt‘ wie immer hier:

Titelfoto: Unsplash/Raphael Schaller

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Leihen statt Kaufen: In Stuttgart eröffnet der erste Leihladen

Sharing is caring! Im Stuttgarter Westen gibt es jetzt einen Laden, in dem Dinge geliehen und getauscht werden können, die selten benötigt werden. Der Mitmachladen soll auch die Beziehungen der Menschen im Viertel stärken.

Stuttgart – Holzschlitten, Raclettegrill, Gitarre – es gibt einige Dinge, die man nur selten benötigt oder ausprobieren möchte, bevor man sich für einen Kauf entscheidet. Und sowieso: der Sharing-Gedanke ist schon lange wieder angesagt, kopfloser Konsum von gestern. Das passt es hervorragend, dass an der Lerchenstraße jetzt ein Laden aufgemacht hat, der Dinge zum leihen anbietet.

Leihen und Nachbarschaft stärken

Neu ist die Idee, die der Verein Teilbar vorantreibt, nicht: Bibliotheken der Dinge gibt es schon in Innsbruck, in Berlin, Leipzig, aber auch in Karlsruhe und Heidelberg. „Jedes wird vielleicht ein Neukauf gespart“, erklärt das Vereinsmitglied Tomislav Knaffl. Der Leihladen habe auch ökologische Gründe: „Gesellschaftlich versuchen wir ein neues Verhältnis zu den Dingen und uns auszuloten“, heißt es auf der Homepage.

Der Leihladen funktioniert nach dem Prinzip des Commoning, so wurde in früheren Zeiten zum Beispiel die gemeinschaftlich genutzte Dorfweide bezeichnet. „Allmende“ heißt das im Deutschen auch. Allmenden gibt es in inzwischen weltweit – „teilweise an greifbaren Orten, genauso aber auch durch Menschen, die ein gemeinsames Anliegen, die Ideen, Konzepte und Lebensentwürfe weltweit teilen“, heißt es auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.

Noch sind die Regale hinter Tomislav Knaffl recht leer. Foto: Caroline Holowiecki

Tauschen, teilen, leihen – der Sharing-Gedanke ist ja schon länger wieder in. Viele Menschen wollen gar nicht mehr alles selbst besitzen. Der Leihladen ist quasi eine Weiterentwicklung des Umsonstladens. Dort spenden Menschen Dinge aus ihrem Privateigentum, jemand anderes nimmt sie wieder mit, umsonst, aber eben wieder als Privateigentum. Im Leihladen bringen die Kunden die Gegenstände wieder zurück.

Der Laden hat mittlerweile Gestalt angenommen. Die massiven Metallregale sind aufgebaut. Einiges ist schon da an Sachspenden: eine Kinderschaufel, ein Holzschlitten, ein Raclettegrill, eine Akustikgitarre, ein Ventilator. „Ich würde mich freuen, wenn die Leute noch mehr Sachspenden abgeben“, sagt Knaffl.

Ein Bücherregal für Literatur

Er nimmt Waren aus vier Kategorien an. „Ich glaube, Werkzeug ist am interessantesten“, sagt er, überdies geht es um Alltagsgegenstände aus den Bereichen Haushalt, Freizeit und Kinder. Auch ein Bücherregal will der Verein dort einrichten, aus dem jeder kostenlos Literatur entnehmen kann. Kleidung will Knaffl in dem Laden aber explizit nicht verleihen.

Wer selbst Staubfänger wie Schokobrunnen oder Brotbackautomaten daheim hat, kann sie zur Eröffnung am 15. März ab 18 Uhr in die Lechenstraße 84 mitbringen. Alle Sachspenden, die eintrudeln, pflegt der Verein samt Fotos auf www.teilbar.eu ein. Wer etwas reservieren möchte, muss sich dort vorher registrieren. Jeder Teilnehmer beteiligt sich mit einem Jahresbeitrag, den er aber selbst festlegen kann. Ansonsten ist das Teilen kostenlos – nur besonders wertvolle Artikel kosten ein Pfand.

Knaffl will niemanden ausschließen, denn er will mit seinem „Mitmachladen“ auch die Beziehungen im Viertel stärken. Dafür pausiert der Architekt beruflich. Seine Koordinationsstelle im Laden finanziert für zwei Jahre lang das Bundesumweltministerium mit Klimageldern – später soll es über ehrenamtliche Helfer funktionieren. „Ein paar Freiwillige haben sich schon gemeldet“, sagt er. Bei Teilbar ist das erwünscht. Denn der Verein will die Idee des Teilens über den Laden etablieren.

Leihladen: Eröffnung am Freitag, 15. März, Lerchenstraße 84, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Autorin: Caroline Holowiecki

Titelbild: Unsplash/Priscilla Du Preez

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Hier gibt’s Stuttgarts schönste Blumen

Ob als Geschenk für Mama, Partnerin und Freunde oder einfach für einen selbst: Rosen, Tulpen, Nelken sind immer eine gute Idee! Wir verraten euch, wo es in Stuttgart die schönsten Blumen gibt.

Stuttgart – Rosen, Tulpen, Nelken sind absolute Allroundtalente. Sie versöhnen, überraschen und sehen obendrein noch schön aus. Kein Wunder also, dass die florale Super-Power schon längst nicht mehr nur im klassischen Blumenladen zu finden ist. In Stuttgart gibt es garantiert an (fast) jeder Ecke den passenden Strauß. Egal, ob zum Valentinstag, für Mutti, die beste Freundin oder für sich selbst. Genau deshalb haben wir unsere Favoriten der Stuttgarter Floristen-Szene in eine Bildergalerie gepackt!

Mehr als Blumen

Dabei sind wir auf einige besondere Locations gestoßen, die mehr auf Lager haben als klassische Sträuße. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Flower-Box von Blossfeldt oder einem Kaffee-Klatsch zwischen Ranunkeln und Co. bei Flowers&Friends? Auch der noch recht neue Concept Store Imperia ist eine florale Augenweide. Neben hübschen Blumen bietet der Shop Accessoires, Designerstücke, Bücher und Interieur an. Wir merken: Blumenladen ist nicht gleich Blumenladen.

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Wenn das Date auf sich warten lässt

Unsere Autorin kennt da jemanden. Der fragt sie unentwegt nach einem Treffen – nur, um am Ende einen Rückzieher zu machen. Was ist los mit diesem Typ?

Stuttgart – Es gibt da jemanden. Irgendwie. Aber auch nicht so wirklich. Also eigentlich gibt es ihn eher nicht, als dass es ihn gibt. Er existiert natürlich – als lebendiger, atmender Mensch. Real und nicht in meiner Fantasie lebend. Aber es gibt ihn nicht auf diese Art, wie ich vielleicht gerne hätte. Bedeutet, er bekleidet kein offizielles Amt. Aber er ist der Pförtner im Ministerium: irgendwie immer da, wabert er im Hintergrund, weswegen er nur ab und zu wahrgenommen wird. Und zwar dann, wenn er sich meldet. Dass ich aber trotzdem die ganze Zeit mit ihm beschäftigt bin, kann er nicht wissen. Nicht mal ich ahnte lange, dass es sich explizit um ihn handelt. Ihr kennt das.

Viele Theorien führen ins Chaos

So ein Gefühl, das ploppt plötzlich auf und man denkt sich, was ist das denn jetzt? Man selber tippt auf Blähungen, Google auf Blinddarm, am wahrscheinlichsten wäre Hunger. Aber in der Realität ist es ein Kerl, der sich in deine Gehirnwindungen geschlichen und die letzten Wochen das Erinnerungszentrum gesucht hat.

Falls sich mal jemand wundert, warum die Erkenntnis, dass ein Typ verantwortlich für das Chaos im Kopf ist, immer so zeitversetzt kommt – das ist die Antwort. Der braucht eine Weile, um die richtige Abteilung zu finden und wie immer, war nach dem Weg zu fragen, sicher keine Option.

Jedenfalls hat sich die emotionale Zecke da jetzt festgesetzt, ich denke viel an den Kerl, der mir eigentlich relativ egal ist. Und als würde er Jagd auf roten Oktober im März machen, meldet er sich in just so einem Augenblick. Man sollte sich nach Wochen jetzt wirklich mal wiedersehen. Natürlich, rufe ich. Jubelnd reiße ich die Arme nach oben, halte inne und setze zu einem herzhaften Gähnen an. Nicht, dass jemand hier wäre und mich sehen würde. Ich versuche nur, mich selber zu verarschen.

Wieso spielen wir Katz und Maus?

Wir wohnen übrigens nicht in der gleichen Stadt, deswegen setzen wir unser Treffen auf „wenn ich das nächste Mal da bin“. Als ich dann da bin, meldet er sich tagelang nicht. Und dann mit einer unwahrscheinlich langen Entschuldigungstirade. Ich sag mal so: vor 15 Jahren hätte ihn das sicher das Guthaben einer gesamten Prepaidkarte gekostet. Der Groll und ich schmollen ganze drei Tage, dann ist auch wieder fein. Passiert und dann eben beim nächsten Mal.

Dieses nächste Mal erzähle ich ihm gar nicht, dass ich da bin. Zumindest nicht direkt. Er erfährt es aus meinen Instagram Storys, die ich natürlich nicht ohne Hintergedanken hochgeladen habe. Brotkrummen, man muss sie nur zu verteilen wissen. Er gibt gleich an, erstmal eingespannt zu sein, aber dann wäre da Zeit und man würde sich wirklich sehr freuen. Alles klar, sage ich wieder. Ganz nach deinem Gusto und Timing, melde dich, wenn du wieder losgelöst bist. Ja, macht man, auf jeden Fall…

Zweimal ist keinmal

Macht man nicht. Stattdessen schaut man weiter fleißig meine Instagram Storys an. Und während sich da jemand eventuell gut unterhalten fühlt durch meine geistigen Ergüsse im Internet, hänge ich auf meiner Couch und fühle mich verarscht. Es ist ja nicht so, dass ich um diese Treffen gebeten hätte. Und auch nicht, als ob ich mich wie eine von den zwei Lagen des Klettverschlusses verhalten hätte. Wenn jemand also keinen Bock hat, wieso taucht er dann wie Sean Connery (nur leider nicht so schön, sonst wäre ihm wohl alles verziehen) immer wieder auf und buhlt um meine Zeit und Aufmerksamkeit? Kann man da irgendwo auch Ernsthaftigkeit in den Absichten erahnen? Und das jetzt mal nur bezogen auf ein Treffen, dass dann wirklich auch stattfinden würde. Mein Leben, ein Konjunktiv.

Ich habe ehrliches Interesse daran zu erfahren, woher sowas kommt. Ist das ein schlechtes Gewissen, das völlig fehl am Platz ist? Ist das ein Impuls, der durchbricht und erst im Nachhinein setzt ein Gedankengang ein, der dem Träger der Gedanken vermittelt, dass man eigentlich gar kein Treffen will? Und klopft dann kurze Zeit später vielleicht wieder das schlechte Gewissen an? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich sicher nicht die Einzige damit bin. Also wenn da draußen jemand ist, der es mir erklären kann: Ich bin jederzeit zu einem Treffen bereit.

Über die Autorin

Hing sie früher an Jürgen von der Lippe, hängen ihre heute an Schnaps und schönen Floskeln. Damit ist sie leicht zu ködern, schwer zu ertragen und unmöglich zu halten. Oder doch? Denn verknallen geht schnell, verschwinden aber genau so. Zurück bleibt ein Rattenschwanz – manchmal mit Herzschmerz, manchmal als schöne Erinnerung und manchmal nur mit der Frage, wie das schon wieder passieren konnte?

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Tipps fürs Wochenende in Stuttgart

Fotografien in der Bloody Colors Gallery, Livemusik im Hillsons und im Stadtpalais, elektronische Beats in den Bars und Clubs der Stadt – das Wochenende steht vor der Tür!

Stuttgart – Der Weltfrauentag wird in Stuttgart zwar nicht wie in Berlin mit einem Feiertag zelebriert – und trotzdem nicht weniger bunt, laut und konsequent. Im Ice Café Adria etwa wird mit ganz viel Spaß an der Sache ein Vulvafest gefeiert >>>

Rock, Drums und Morbides

Wer sich für Kunst interessiert, wird am Samstag in der Bloody Colors Gallery im Stuttgarter Westen fündig: Dort eröffnet um 19 Uhr die Ausstellung von Fotonoid.

Gefeiert wird natürlich auch. Alle Tipps haben wir euch wie immer in einer Liste zusammengefasst:

Titelbild: Unsplash/Alexander Popov

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