11 Dinge, die typisch für die Vorweihnachtszeit sind

It’s the most wonderful time of the year – und manchmal auch die stressigste! Diese 11 Dinge erlebt ihr während der Vorweihnachtszeit in Stuttgart.

Stuttgart – Es weihnachtet sehr. Ob auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt, bei einer mehr oder weniger exzessiven Weihnachtsfeier im Büro oder in sämtlichen, von Lichterketten erleuchten, Locations der Stadt. Alles deutet darauf hin, dass Weihnachten schon sehr bald vor der Tür steht. Also schnell nochmal die Kehrwoche machen – bitte gründlich, isch ja schließlich das Fest der Feste – und ganz entspannt in die Weihnachtszeit starten. Wir verraten euch heute 11 Dinge, die typisch für die Vorweihnachtszeit im Kessel sind.

Christmas is coming

Ja, wenn der Glühwein literweise fließt, die Stuttgarter Innenstadt aus allen Nähten platzt und der Spaß bei der letzten Packung Notfall-Maultaschen im Supermarkt sowas von aufhört, dann ist klar: Weihnachten is coming. Wir haben für euch 11 Anzeichen für die vorweihnachtliche Zeit in Stuttgart gesammelt.

Foto: Unsplash/Alisa Anton

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La Dolce Vita! Unsere liebsten Pasta-Spots im Kessel

Pasta is life! Wir Stadtkinder sind große Fans von Spaghetti und Co. und stellen euch heute eine kleine Auswahl unserer favorite Pasta-Spots im Kessel vor.

Stuttgart – Low carb? Nicht mit uns! Denn dafür ist das Essen im Kessel einfach viel zu gut. Ganz vorne mit dabei: Pasta. Denn Pasta geht immer, macht glücklich und bringt auch an kalten Herbst- und Wintertagen das Dolce Vita-Feeling nach Stuttgart zurück. Und da Spaghetti & Co. an vielen Orten der Stadt serviert werden, kann die Auswahl dann manchmal doch ganz schön schwer fallen. Aber don’t worry – wir haben uns für euch durch die Stuttgarter Pasta-Szene gegessen und verraten euch ein paar unserer Favoriten.

Unsere liebsten Pasta-Spots

Ob klassisch italienisch, glutenfrei, ein bissle fancy oder in der perfekten Location für ein romantisches Date. Hier gibt’s Pasta wie in bella Italia:

Foto: Unsplash/Brooke Lark

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10 Gründe, warum wir den Herbst wirklich lieben

Dunkel, nass und kalt – die kalte Jahreszeit hat den Kessel inzwischen fest im Griff. Alles blöd? Awa! Wir haben für euch 10 Gründe, warum wir den Herbst in Stuttgart sogar richtig lieben.

Stuttgart – Wenn es draußen wieder dunkel und kalt wird und der Nachbar morgens um 7.30 Uhr mit dem Laubbläser vor dem Schlafzimmerfenster umherwandert, dann sollte jedem in Stuttgart klar sein: Es isch Herbst! Der Sommer war lang und schön und ja, ein bisschen vermissen wir ihn jetzt schon. Aber halb so wild – schließlich lässt es sich zu jeder Jahreszeit sehr gut im Kessel aushalten. Warum wir Stadtkinder außerdem noch große Fans von den kälteren Monaten in Stuttgart sind, verraten wir euch jetzt.

Gründe, um den Herbst zu lieben

Ob optimale Bedingungen für eine Geheimmission an der häuslichen Papiertonne oder perfektes Tee- und Maultaschenwetter – hier kommen 10 Gründe, die kälteren Tage im Kessel ein bisschen zu feiern:

Foto: Unsplash/Jakob Owens

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Sara Dahme über die freie Tanz- & Theaterszene

Die freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart ist bis Dezember im Landesmuseum Württemberg zu Gast. Wir haben uns mit der Stuttgarter Kunstvermittlerin Sara Dahme getroffen und mit ihr über die kreative Szene und ihre „komm näher!“-Reihe gesprochen.

Stuttgart – In der Stuttgarter Kunst- und Kulturszene ist Sara Dahme schon lange bekannt. Die selbsternannte Kunstvermittlerin hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Stuttgarter mit der Kunst im Kessel zusammenzubringen. Von der Staatsoper über die Staatsgalerie bis hin zu Lesungen – Sara ist eigentlich immer irgendwie mit dabei. Ob als Host oder Gast – sie liebt und lebt die Kultur im Kessel. Aktuell findet im alten Schloss regelmäßig ihre „komm näher!“-Reihe statt, mit der sie Interessierte in das Programm der freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart einführt, die noch bis Ende Dezember ein Gastspiel im alten Schloss hat.

Was ist die freie Tanz- & Theaterszene?

„Die freie Tanz- und Theaterszene ist ein Verein, der in Stuttgart zeigen möchte, was abseits der großen Institution in Sachen Kunst und Kultur möglich ist“, erklärt Sara, als wir sie zum Gespräch treffen. Normalerweise hat die freie Szene ihre Base in Feuerbach. Dort, im Produktions- und Tanzzentrum, finden sowohl Gastspiele unterschiedlicher Produzenten als auch Tanz-Workshops für Profis und Anfänger statt. „Generell ist die freie Szene total bunt gemischt. Einige Künstler machen das alles hochprofessionell, andere komplett neben ihres regulären Jobs. Aber genau das macht die Szene so spannend“, sagt Sara.

Seit Ende September muss man nicht mehr bis nach Feuerbach fahren, um etwas von der freien Szene zu sehen. Denn den Künstlern wurde eine Plattform in bester Lage geboten – nämlich direkt im Landesmuseum Württemberg im alten Schloss. Aktuell wird das Museum renoviert, doch die Räume, die vom Umbau nicht betroffen sind, hat man für andere Stuttgarter Institutionen freigegeben. „Eine mega coole Aktion, denn so bekommen die Künstler eine Bühne in bester Lage, um den Stuttgartern zu zeigen, was in ihrer Stadt so alles möglich ist“, erzählt Sara.

Zu Gast im Landesmuseum

Noch bis Ende des Jahres ist die freie Tanz- und Theaterszene im Landesmuseum Württemberg zu Gast. Das Programm reicht von Musik über Improvisation bis hin zu klassischem Tanz und Theater. Da jede Aufführung – während der Residenz im alten Schloss – nur drei bis vier Mal stattfindet, hat man eigentlich immer wieder die Möglichkeit etwas Neues zu sehen. „Die Mischung aus Künstlern und Performances ist hier wirklich interessant. Man hat bei jedem Besuch ein frisches Aha-Erlebnis“, versichert Sara. Die Künstler, die sich auf das Gastspiel im Landesmuseum beworben haben, zeigen dabei entweder bereits anderswo aufgeführte Stücke oder haben ihre Performance speziell für die Räumlichkeiten in der temporären Location konzipiert. „Ich bin bei jeder Aufführung ganz gespannt, was hier heute wohl alles passiert und was sich der Künstler oder die Künstlerin so alles hat einfallen lassen.“

Generell sei das Gastspiel im alten Schloss eine super Möglichkeit, die freie Tanz- und Theaterszene für die Stuttgarter sichtbar zu machen. „Bei dem Projekt können sich die Künstler wirklich komplett frei ausprobieren und den Leuten einen Zugang zu unterschiedlichen Formaten bieten.“

„komm näher!“ mit Sara Dahme

Zu jeder Veranstaltung, die von der freien Szene im Landesmuseum stattfindet, gibt es an einem Abend eine gratis Einführung mit Sara Dahme. „Ich nehme die Leute sozusagen an die Hand, spreche mit ihnen vorab über das Stück und ihre Berührungspunkte mit der Kunst und schaue zusammen mit den Gästen die Aufführung an. Im Anschluss sprechen wir dann noch einmal über die Performance“, erklärt sie das Konzept ihrer Reihe.

Generell sei die freie Tanz- und Theaterszene etwas für jeden. „Das Wichtigste ist, dass man sich auf die Künstler und ihre Kunst einlässt. Natürlich kann es mal vorkommen, dass einem Besucher die Aufführung an einem Abend nicht so zusagt. An einem anderen Abend ist es dann aber genau sein Ding“, so Sara.

Ihre „komm näher!“-Veranstaltung hat deshalb auch eine Art Aufforderungscharakter, sich einfach mal auf etwas einzulassen. „Was das Team und die Künstler der freien Tanz- und Theaterszene hier auf die Beine gestellt hat, macht richtig Spaß. Kommt vorbei, kommt näher.“

Noch bis 31. Dezember ist die freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart zu Gast im Landesmuseum Württemberg. Mehr Infos zum Programm findet ihr hier >>>

Foto: Daniela Wolf

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10 Fehler, die man in Stuttgart vermeiden sollte

Neu in Stuttgart und noch keine Ahnung, wie der Kessel so tickt? Kein Problem – wir verraten euch 10 Fehler, die ihr als Neu-Stuttgarter ganz easy vermeiden könnt.

Stuttgart – Ob zum Studienstart, wegen der Arbeit oder weil wir in der „beschden“ Stadt überhaupt leben – immer wieder zieht es neue Menschen in den Kessel. Und ist man hier erst einmal angekommen, merkt man schnell, dass diese Stadt in so manchen Dingen etwas anders tickt. Spätestens nach dem ersten Kehrwochenstreit mit den neuen Nachbarn steht fest: Es warten einige Fettnäpfchen, die man unbedingt meiden sollte. Damit ihr einen guten Start im Kessel habt, gibt’s für euch jetzt zehn wertvolle Tipps.

10 Fehler & Fettnäpfchen aus dem Kessel

Fehler und Fettnäpfchen lauern im Kessel im wahrsten Sinne auf der Straße – ob falsche Ortsangaben, unfassbar lange Ampelphasen oder die Sache mit dem Gelben Sack. Diese 10 Dinge könnt ihr als Neu-Stuttgarter ganz easy vermeiden.

Foto: Joachim Baier

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Happy Halloween! 11 echte Schocker aus dem Kessel

Happy Halloween. Passend zur schaurigsten Nacht des Jahres haben wir für euch ein paar Stuttgarter Gruselgeschichten ausgepackt. Hier kommen 11 Schocker, die uns Stadtkindern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Lesen auf eigene Gefahr!

Stuttgart – Es ist Halloween. Die Nachbarskinder konnten euch mit ihrem „Süßes oder Saures“-Geschrei nicht wirklich erschrecken? Und Einladungen zu irgendwelchen Kostümpartys habt ihr dankend abgelehnt? Dann habt ihr die Rechnung ohne uns gemacht! Denn wir sind heute richtig spooky unterwegs und erzählen euch ein paar Horrorgeschichten aus dem Kessel, die euch den Schlaf rauben werden. Achtung, jetzt wird es so richtig gruselig. Ähm, glaubsch net? Wait for it!

11 Schocker-Stories aus dem Kessel

Von salzlosen Brezeln und verpassten S-Bahn-Stationen – wir haben für euch 11 Schocker aus dem Kessel, die garantiert jeden so richtig schaudern lassen. (Anm. d. Red.: An dieser Stelle müsst ihr euch bitte noch ein unheimliches Lachen vorstellen!) 

Foto: Unsplash/Neonbrand

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Guilty Pleasure: Ich liebe den ZDF-Fernsehgarten

Unser Autor ist traurig. Sehr traurig. Denn mit dem Sommer endet in Deutschland auch noch etwas ganz anderes – der Fernsehgarten im ZDF. Heute erklärt er, warum er den Sonntagsklassiker im deutschen Fernsehen so liebt.

Stuttgart – Es ist Sonntag. Leicht bis stark verkatert wache ich auf. Gestern Abend ist wieder ein bisschen eskaliert. Die Aufbackbrötchen sind im Ofen, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee erfüllt die Wohnung. What a beautiful morning. Noch ziemlich verpennt setzte ich mich auf die Couch, draußen ist es regnerisch und kalt, drinnen herrscht eine „cozy time“, wie man auf Instagram jetzt sagen würde. Da kann man am Sonntagmorgen auch ohne schlechtes Gewissen ein bisschen fernsehen. Ja, es ist Herbst. Warte… HERBST? Das heißt nicht nur Tschüss Sommer, sondern auch Tschüss ZDF-Fernsehgarten.

Der beste Ort der Welt…

Sofort erfüllt mich eine Leere, die jetzt nicht einmal eine Tasse Kaffee füllen kann. Es ist Herbst, der Fernsehgarten – dieses unfassbar unterhaltsame deutsche Kulturgut am Sonntagmorgen – hat keine Saison mehr. Over and out. Hektisch zappe ich ins ZDF, hoffe mich zu irren. Aber nein. Statt dem Fernsehgarten läuft jetzt irgendein Müll. „DAFÜR zahle ich Gebühren“, will ich schreien, spare mir das aber für den Tatort auf. Ich will mich direkt wieder ins Bett legen, der Tag isch gelaufen.

Ein Sonntag ohne Fernsehgarten ist wie ein Wochenende ohne Kehrwoche. Oder Spätzle ohne Soß. Oder Stuttgart ohne Feinstaub. Es ist einfach nicht das Gleiche. Denn ja, ich liebe den ZDF-Fernsehgarten. Nach dem Feiern am Sonntagmorgen vorm Fernsehen sitzen und sich von dieser leichten und seichten Show unterhalten zu lassen – beschte! Schon seit 1986 gibt es den Fernsehgarten, immer live vom Lerchenberg in Mainz. Ein echter Klassiker. Ich war zwar noch nie dort, aber der Ort ist auf meiner „Places to see before you die“-Liste schon ziemlich weit oben. Im Fernsehgarten scheint (fast) immer die Sonne, die Stimmung könnte besser nicht sein, die Zuschauer vor Ort klatschen im Takt als gäbe es kein Morgen mehr. Es muss einfach der beste Ort auf der Welt sein.

Kiwi for President

Seit 19 Jahren wird der Fernsehgarten – mit einer kleinen Schleichwerbungsskandal-Pause – von Andrea Kiewel aka „Kiwi“ moderiert. Unfassbar gut gelaunt springt sie jeden Sonntagmorgen durch den Fernsehgarten in Mainz und über die Bildschirme von Millionen Zuschauern zuhause. Immer etwas hektisch, immer etwas außer Atem, aber immer unterhaltsam.

„Hallo, Hallo, Halloooooo….“ begrüßt sie das Publikum  – zum 80er-Fernsehgarten, zum 90er-Fernsehgarten, zum Malle-Fernsehgarten… jede Woche eine neue Welt. Sie kündigt große Weltstars an, auf die sie sich „ganz, ganz, gaaaaaanz arg“ freue. Oft steht dann irgendwer auf der Bühne, den kein Mensch (mehr) kennt. Aber egal, des isch n Weltstar. Wenn Kiwi das sagt, dann muss das stimmen! Die Stimmung vor Ort ist on fire, das Publikum – und oft auch der Künstler on stage – singt und tanzt mehr oder weniger synchron zum Playback mit.

Und wer sich fragt, was Oli P., Ace of Base, Captain Jack, Mr. President oder sämtliche Gewinner von DSDS heute so machen, der muss einfach nur beim Fernsehgarten einschalten. Denn Kiwi gräbt sie alle wieder irgendwo aus. Und ich singe danach den ganzen Sonntag „Coco Jumbo“ vor mich hin.

Und was war das für ein Skandal, der erst vor kurzem die deutsche Fernsehlandschaft erschütterte? Luke Mockridge machte sich auf der Bühne des ZDF-Fernsehgartens im wahrsten Sinne zum Affen und beleidigte das Publikum, während Kiwi den Auftritt (Spoiler: dieser war Teil seiner eigenen Late-Night-Show) abbrach und anschließend eine Wutrede hielt. „Shame on you“, sagte sie mit zittriger Stimme. Ich hätte mich fast an meinem Kaffee verschluckt, so wütend war auch ich. Irgendwo hört der Spaß auf! Ich bin Team Kiwi, Kiwi for President! Shame on you, Luke!

Toll, Toll, Mega…

Ein weiteres Highlight dieser Show sind natürlich die vielen Spiele, die einen Sonntagmorgens auf der Couch bestens unterhalten. Im Fernsehgarten wird nämlich nicht nur gespielt, nein, hier werden Weltrekorde aufgestellt. Und ja, Papierflieger in Melonen werfen kann durchaus rekordmäßig sein. „Wooooow, toll…“ kommentiert Kiwi das Geschehen. „Wir haben IHHHHHN, WELTREKOOOOORD“, schreit sie und ich beschließe mal kurz den Ton auszuschalten. Eine weise Entscheidung, denn nach der rekordmäßigen Melonen-Papierflieger-Aktion steht erstmal ein mir unbekannter Malle-Sänger auf der Fernsehgarten-Bühne.

Kiwi springt derweil ans andere Ende des Produktionsgeländes, denn dort wird gekocht. „Service-Thema“ nennt sie das. Armin der TV-Koch hat natürlich schon alles vorbereitet. Alles super easy, das Rezept kann man inzwischen nicht mehr per Fax ordern – Sorry, Oma – aber online ist natürlich alles da. Kiwi dreht schon beim Geruch der Speisen fast durch. Sie greift nach einem Löffel, probiert das Essen und verliert komplett die Fassung. „TOLL, TOLL, MEEEEEEGA….“, schwärmt sie ins Mikrofon. „Toll, Toll, Mega“, sage auch ich daheim auf meiner Couch. Oh Fernsehgarten, ich liebe dich.

Foto: Unsplash/Glenn Carstens Peters

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Nörgeln in the City: Reden auf Konzerten

Wir Stadtkinder lieben unsere Stadt. Doch manches geht einfach gar nicht. Reden auf Konzerten zum Beispiel. Unser Autor fordert: Seid doch einfach mal still! Bitte!

Stuttgart – Es gibt ja so einiges, über das man sich in Stuttgart aufregen kann. Die endlosen Staus, die schlechte Luft, die teuren Mieten oder wenn der Nachbar mal wieder die Kehrwoche nicht macht. Manches kann man auf die Schnelle nicht ändern, da bringt alles Gemeckere bekanntlich nichts. Aber dann gibt es auch immer wieder Situationen, da hört der Spaß einfach auf. Ich bin in solch eine geraten, als ich letztens im Kessel auf einem kleinen kuscheligen Konzert war.

Bla, bla, bla…

Freitagabend, im Café um die Ecke findet wieder ein Live-Konzert statt. Wie immer ist der Eintritt dazu frei, im Laufe des Abends geht das Spendenglas für die Künstler durch die Reihen. Die Stimmung ist super, Bier und Weinschorle auch, die Gespräche ausgelassen. Irgendwann wird das Licht gedämmt, die Band betritt die Bühne – Showtime – und die Leute im Publikum reden und reden und reden. Bereits beim ersten Song muss die Band mit ihrer Sängerin gegen die Geräuschkulisse im Laden anspielen und ansingen. Spoiler: Das wird sich auch im Laufe des Abends nicht mehr ändern.

Ich schaue mich ungläubig um. Mein Blick: eine Mischung aus Wut und Verwunderung. Was isch hier loooooos? Neben mir steht ein Typ mit seinem Date und erzählt von seinem letzten Urlaub. Ah, auf Bali war er also. Ein paar Meter weiter steht eine Gruppe junger Leute im Kreis, den Rücken teils zur Bühne gewandt und lacht sich über irgendetwas lauthals tot. Das alles, während auf der Bühne von Herzschmerz gesungen wird. Schmerzen habe ich in diesem Moment auch – dank der Menschen um mich herum. Ist das euer scheiß Ernst?

Reden auf Konzerten? Egoistisch & respektlos

Warum man generell auf ein Konzert geht, wenn man anscheinend gar keinen Bock hat, dem Künstler auf der Bühne zuzuhören, ist mir ein Rätsel. „Ich rede so viel ich will“, lautet die recht aggressive Antwort des Bali-Typens auf eine Ermahnung, bitte leiser zu sein. Und auch sonst werden vereinzelte „Psssst“-Rufe im Publikum komplett ignoriert. Ich rede so viel ich will! Das ist nicht nur ziemlich egoistisch – bei einem Konzert ist das sogar ziemlich respektlos. Und ja, ich war schon bei vielen Konzerten in Stuttgart, es ist immer wieder das Gleiche. Eine Geräuschkulisse aus schwätzenden Schwaben, die man so einfach nicht ignorieren kann. Klar, in der Schleyer-Halle ist das vielleicht noch eher möglich, aber bei einem kleinen Club-Konzert? Niemals.

Einfach mal die Klappe halten

Eigentlich gibt es hier nur zwei Optionen – entweder man geht auf ein Konzert und hört zu (UND SINGT MIT) oder man trifft sich mit seinen Freunden bzw. Dates einfach woanders. Ganz easy. Schließlich gibt’s in Stuttgart genug Bars und Locations, in denen man sich unterhalten kann. Dort kann man sich anschreien und brüllen vor lachen – niemanden stört das. Ein Konzert in einem Café oder kleinem Club ist dafür aber definitiv die falsche Adresse. Und wer für anderthalb Stunden nicht einfach mal die Klappe halten kann, der soll doch bitte einfach wegbleiben. Das wäre für alle angenehmer – für die Künstler on stage und für diejenigen im Publikum, die tatsächlich wegen der Musik da sind. Danke!

Foto: Unsplash/Jonathan Borba

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