Faszination Meer: Surferin und Fotografin Julia Ochs stellt im Coucou aus

Julia Ochs verbindet in ihrem Beruf zwei Leidenschaften: Surfen und Fotografieren. Ihre Arbeiten sind derzeit im Café Coucou im Stuttgarter Westen zu sehen.

Stuttgart – Weiße Gischt, die an Land trifft, Abstufungen unzähliger Blautöne, feiner brauner Sand, Schärfen und Unschärfen – manche von Julia Ochs Fotografien wirken viel mehr wie abstrakte Ölgemälde. Sie zeigen die Naturgewalt Meer, dessen Beschaffenheit und Texturen. „Für mich ist das Meer ein Ort der Ruhe und Entschleunigung“, sagt die Fotografin.

Faszination Meer dokumentiert

Ochs zog es schon immer ans Meer. Nach ihrem Studium an der Hochschule der Medien, ist sie nach Australien gereist. Ohne konkreten Plan, one way. Dort hat sie als Nanny gejobbt und ist zum ersten Mal auf einem Surfbrett gestanden. Da sie „irgendwas mit Medien“ studiert hat, kam auch ziemlich schnell das Angebot eines Surfcamps, Erinnerungsfotos von den Anfängern zu schießen. Surfen und Fotografieren – zwei Komponenten, die seit diesem einschneidenden Jahr im Leben der heute 31-Jährigen untrennbar zusammengehören. „Nach einem Jahr Australien war mir klar: Ich will immer am Meer leben!“. Danach ging es deshalb für eine Festanstellung nach Cornwall und anschließend in den Norden Portugals. Immer mit dabei: das Surfbrett und die Kamera.

Auch dort hat sie in einem Surfcamp fotografiert, zusätzlich für andere Auftraggeber wie Surfmagazine und Bademoden-Labels wie das Stuttgarter Label „Hi Oceanlovinggirls“. „Da stand für mich fest, dass ich Fotografin werden will“, erinnert sie sich.

Um sich die notwendigen Fähigkeiten anzueignen, ist sie zurück nach Deutschland, hat in Stuttgart und Berlin als Assistentin für verschiedene Fotografen gearbeitet. Und immer wieder ist sie zurück ans Meer – fünf bis sechs mal im Jahr ging es nach Portugal, Indonesien, Sri Lanka. Immer vor der Linse: Das Meer und Surfer von Anfängern bis hin zu Surflegenden wie Kelly Slater und Jordy Smith im portugiesischen Peniche.

„Das Meer steht für mich für die Verbindung zur Natur“, sagt Ochs. Für einen Perspektivenwechsel. „Man fühlt sich klein und bedeutungslos. Aber es fühlt sich dennoch richtig an, wie nach Hause kommen.“

Wie sich die Technik der 31-Jährigen seither entwickelt hat, ist derzeit in der Ausstellung „Visuals from the Sea“ im Café Coucou im Stuttgarter Westen zu sehen. Die Aufnahmen sind zwischen 2017 und 2019 in Frankreich, Portugal und Indonesien entstanden. Längst fotografiert Ochs nicht mehr nur mit Teleobjektiv und Stativ von Land aus das Geschehen im Wasser, sondern stürzt sich dank eines Wassergehäuses auch selbst hinein. „Wenn ich Surfen war, habe ich oft gedacht: Wenn ich jetzt nur meine Kamera dabei hätte!“. Viel näher kann sie seitdem die Energie zwischen Wasser und Mensch, zwischen Euphorie und ruhiger Momente auf dem Brett dokumentieren.

Unterschiedliche Temperaturbedingungen, Schwimmen, Tauchen, Strömungen, die Wucht der Wellen – beim Fotografieren im offenen Meer hilft ihr ihre jahrelange Erfahrung vom Surfen. „Man muss das Meer lesen können, Kondition haben und auch mal seine Angst überwinden“, sagt sie.

Ochs ist in der Nähe von Ulm aufgewachsen. Derzeit wohnt sie in Stuttgart. Hier ist für sie der Wald der Ersatz fürs fehlende Wasser. „Für mich ist Stuttgart die perfekte kleine Großstadt.“ Ob sie mal wieder ans Meer zieht, weiß sie noch nicht. Ein paar Monate im Jahr ihren Wohnsitz zu verlegen, könnte sich die freie Fotografin aber gut vorstellen. Und bis dahin geht es eben alle paar Monate ans Meer: Noch in diesem Winter soll es nach Norwegen oder Island gehen – in eine Umgebung, die vor allem in den kalten Monaten besonders rau und ursprünglich ist.

Mehr Infos zu Julia Ochs und ihrer Arbeit findet ihr hier >>>

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In diesen Shops findet ihr Last-Minute-Geschenke

Weihnachten steht vor der Tür und ihr habt noch keine Geschenke für Familie und Freunde? Keine Panik! Wir haben Tipps für euch, in welchen Stuttgarter Shops ihr garantiert fündig werdet.

Stuttgart – Auch wenn man sich jedes Jahr aufs Neue vornimmt, diesmal wirklich wirklich früh anzufangen mit dem Geschenkeshopping, findet man sich doch wieder kurz vor knapp durch die Geschäfte hetzen. Zum Glück gibt es in Stuttgart viele schöne Concept Stores, Feinkostläden und Nippes-Shops, mit Produkten, die Beschenkte garantiert glücklich machen.

Geschenke: Wibele, Kalender, Süßkram

Ob Frankreich-Fan, Hobbykoch oder Designliebhaber – wir haben Tipps für eure Shoppingtour zu den Last-Minute-Geschenken:

Titelbild: Jonny Caspari/Unsplash

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Neu in Stuttgart-West: die Kaffeerakete

Kaffeeröster Andreas Weimer hat am Hölderlinplatz seine Kaffeerakete Stuttgart eröffnet. Die frisch gerösteten Bohnen können mitgenommen oder gleich vor Ort probiert werden – kleiner Schwatz mit dem Inhaber inklusive.

Stuttgart – Durch die Stadt zu schlendern, durch die Gassen und Straßen zu streunen hat noch nie geschadet. Im Fall von Andreas Weimer waren die Spaziergänge sogar ziemlich ergiebig. „Ich bin die ganze Stadt abgelaufen“, erinnert er sich heute. Vor leer stehenden Flächen hat er kurz inne gehalten: alte Apotheken, Eckläden, ehemalige Cafés – nie war das richtige dabei für seine Idee einer Kaffeebar. Bis er, ausgerechnet in der Nähe seiner Wohnung, fündig geworden ist.

Frisch geröstete Bohnen in der Kaffeerakete

Jetzt hat er hier, an der Silberburgstraße 36, sein neues Leben begonnen. So pathetisch kann man das durchaus ausdrücken. Weimer ist ein Aussteiger im Auftrag der Kaffeebohne. Jahrelang war er im Vertrieb tätig, hat tausende Kilometer jährlich auf den Autobahnen der Republik verbracht, und unzählige Flugmeilen gesammelt. Immer unterwegs, immer weit weg von den Freunden – irgendwann war es an der Zeit etwas Neues zu machen. „Eine glückliche Fügung“, nennt es der 53-Jährige selbst, dass er jetzt in seiner eigenen Kaffeebar direkt am Hölderlinplatz steht.

Angefangen hat sein Interesse für das koffeinhaltige Getränk mit einem großen Kaffee am Flughafen in Kiew. „Ich wollte einfach nur einen Kaffee!“, sagt er. Stattdessen musste er zahlreiche Fragen beantworten, um schließlich einen viel zu großen, viel zu teuren und viel zu heißen Kaffee in den Händen zu halten. Das muss doch auch anders gehen?

„Ich bin ein Kommunikator, ich möchte mit den Menschen reden.“

Ein paar Monate und eine Existenzgründung später, röstet der zertifizierte Kaffeeröster an der Silberburgstraße seinen eigenen Kaffee. Er steht an der Theke und berät die Kunden in Themen wie Aroma, Röstung und Herkunft. „Ich bin ein Kommunikator, ich möchte mit den Menschen reden“, sagt er. Vor allem beim Thema Kaffee gebe es so viel zu erzählen und erklären. Längst konkurriert Kaffee hinsichtlich seiner Aromenvielfalt, dem Anbau und seiner Geschichte mit Wein. Expertenwissen gibt es hier wie dort.

Weimer will wissen, woher die Bohnen kommen, die er regelmäßig in den Röster füllt. Natürliche Anbauweise und faire Arbeitsbedingungen sind ihm wichtig. Im Moment hat Weimer fünf Sorten Arabica und eine Sorte Robusta im Angebot. Unter anderem aus Brasilien, Costa Rica und Äthiopien.

Zeit nehmen für Kaffee

Coffee-to-go soll es – zumindest Stand jetzt – in der Kaffeerakete nicht geben. Wer einen Kaffeebecher dabei hat, bekommt ihn zwar befüllt, Pappbecher möchte Weimer aber nicht ausgeben. „Man soll sich ruhig fünf bis sieben Minuten Zeit nehmen, den Kaffee genießen und einen Schwatz halten“, sagt er.

Und das kann man in der hübsch eingerichteten Kaffeerakete ziemlich gut. Auf der massiven Holztheke steht dekorativ die Elektra, an den großen Fenstern liegen Sitzkissen, in den Regalen lagern die Kaffeebohnen – der frisch geröstete Kaffee kann natürlich nicht nur vor Ort unter anderem als Espresso, Cappuccino oder Cortado, sondern auch Zuhause getrunken werden.

Für das Interior war das Architekturbüro Studio Cross Scale zuständig. Architekt Sascha Bauer hat sich dabei auf Weimer und seine Geschichte eingelassen, um ein individuelles Konzept zu entwickeln. „Wie es ihm wichtig ist zu wissen, woher die Kaffeebohnen kommen, wollen wir wissen, woher das Material für die Möbel kommt“, sagt Bauer. Verwendet wurde am Ende altes Bauholz, das von einer Firma im Münsterland zu individuellen Möbeln verarbeitet wurde.

Andreas Weimer (li.) und Sascha Bauer in der Kaffeerakete.
Andreas Weimer (li.) und Sascha Bauer in der Kaffeerakete.

Pläne für die Zukunft hat Weimer noch einige. Vielleicht wird er irgendwann im Laden Kaffeemühlen verkaufen, vielleicht auch Siebträgermaschinen. Jetzt konzentriert er sich aber erst einmal auf den Kaffee und den Austausch mit seinen Kunden.

Während er erzählt, kommen immer wieder Leute in den Laden. Oft sind es Menschen, die in der Nachbarschaft wohnen und auf den neuen Laden aufmerksam geworden sind. „Genau so habe ich mir das vorgestellt“, sagt der 53-Jährige und lacht sichtlich zufrieden. Es wirkt als hätte Weimer mit seiner Entscheidung genau das Richtige getan.

Kaffeerakete Stuttgart: Silberburgstraße 36, Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8.30 – 14.30 und 15 – 18 Uhr, Mittwoch 8.30 – 14 Uhr, Donnerstag und Freitag 8.30 – 14.30 und 15 – 18 Uhr, Samstag 9 – 14 Uhr, mehr Infos hier >>>

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Nyuzi: Mit Upcycling-Taschen Welten verbinden

Sarah Müller verbindet mit ihrem Taschenlabel Nyuzi soziales Engagement mit Upcycling. Die Beutel, Rucksäcke und Taschen werden aus alten Viehfutter- und Zementsäcken in Kenia hergestellt und sichern damit den dortigen Schneiderinnen und Schneidern ihren Lebensunterhalt.

Stuttgart – Das Auto steht im Hof und ist bis unter die Decke vollgepackt. Für Sarah Müller bedeutet die Vorweihnachtszeit Hauptsaison. Es geht auf Weihnachtsmärkte und -Messen – in die Wagenhallen, auf den Marienplatz, aber auch nach Nürtingen, Reutlingen und Karlsruhe.

Nyuzi: Fäden verbinden Welten

2017 hat Sarah Müller ein Modelabel gegründet, für das sie an zwei Orten arbeitet, die tausende Kilometer voneinander entfernt liegen: In Musberg und Lusigetti in Kenia. Angefangen hat alles nur ein Jahr zuvor. Müller, Schneiderin und Modetechnikerin, war von September 2016 bis Mitte März 2017 als Volunteer in Kenia und hat am Karai Childrens Vocational Centre gearbeitet. Das Projekt besteht aus einem Kinderheim für Straßen- und Waisenkinder und verfügt über eine angegliederte Grundschule sowie Berufsschule. Die Berufsschule bietet eine handwerkliche Ausbildung als Schreiner, Elektriker, Friseur und Schneider. Das Projekt wird unterstützt von der Keniahilfe Schwäbische Alb.

Nach den sechs Monaten war für Müller klar: Sie möchte die Schule und deren Absolventen auch weiterhin unterstützen. Den Ausschlag dazu hat Carolin Nyambura gegeben. Die junge Frau hatte ihre Lehre als Schneiderin abgeschlossen – im Anschluss aber keine Arbeit gefunden. Gemeinsam mit den Näherinnen vor Ort hat Müller also die Idee entworfen, ein Modelabel zu gründen, das den Frauen – und Männern – die Möglichkeit bietet auch nach der Ausbildung selbstständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Das Label heißt Nyuzi Blackwhite. Nyuzi bedeutet auf Suaheli Fäden und steht für die Verbindung beider Welten. Mit Nyuzi möchte Müller aber noch mehr verbinden: einen sozialen Ansatz und Upcycling. „In Kenia wird viel Müll verbrannt“, sagt sie. Weshalb also nicht den Müll nutzen und neue Dinge daraus erschaffen? Aus Zement- und Viehfuttersäcken entstehen jetzt Beutel, Taschen und Rucksäcke, die allesamt von Anfang bis Ende von einer Näherin hergestellt werden. Die Designs kommen von Müller. „Am Anfang haben die Frauen natürlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“, erinnert sie sich und lacht. Taschen aus Müll? Nach einigen Workshops war aber klar: Das machen wir jetzt.

Im 30 Kilometer von Nairobi entfernten Lusigetti konnte Müller so bis heute sechs Arbeitsplätze schaffen. Fünf Schneiderinnen und ein Schneider fertigen nun die Produkte in handarbeit – wer dafür verantwortlich ist, ist in die Innenseite eingenäht. „Die Kunden bekommen so einen persönlichen Bezug zu den Stücken“, sagt die 27-Jährige. Das Material ist extrem leicht, strapazierfähig und wasserfest. Ein Glück, dass die kenianischen Zement- und Futtersäcke auch noch ziemlich hübsch sind.

Den ersten Auftritt mit den Nyuzi-Produkten hatte Müller auf dem Flohmarkt am Karlsplatz. Ein ziemlich ernüchterndes Erlebnis, bei dem sie mit dem Erlös gerade einmal die Standgebühren erwirtschaften konnte. Danach ging es zum Ostermarkt in der Eselsmühle in Leinfelden-Echterdingen – ein Erfolg, der sie ermutigt hat, weiter an ihrer Idee festzuhalten. Inzwischen verkauft sie nicht nur auf Märkten sondern auch online über die Nyuzi-Seite.

Im Januar geht es für Müller und ihre erste Praktikantin wieder nach Kenia. Zwei mal drei Monate ist sie im Jahr dort, inzwischen macht sie das Label Vollzeit. Das Ziel für 2020 ist es, ganz ohne zugekaufte Materialien auszukommen: Zero Waste. Auch schon jetzt bekommt das Label Produktionsabfälle von Firmen in Kenia – Stoffe, Reißverschlüsse, Gurte. Für weitere Spenden ist die 27-Jährige aber immer dankbar.

Bis Januar läuft außerdem eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext. Alle Infos zu den Terminen und Taschen gibt’s hier >>>

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Design Kiosk Stuttgart eröffnet wieder

Der Design Kiosk Stuttgart geht an einem neuen Standort in die dritte Runde. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Optikers Peschke werden Kunstobjekte, Keramik, Mode, Accessoires und vieles mehr verkauft.

Stuttgart – Für den Design Kiosk Stuttgart geht es an den nächsten Standort: Nach Fluxus und Königstraße zieht das Konzept in die ehemaligen Räumlichkeiten des Optikers Peschke am Rotebühlplatz. Die Idee bleibt stets die gleiche: Verkauft werden schöne und ausgefallene Designobjekte von Stuttgarter Kreativen. Die Produkte werden in Ateliers und Werkstätten im Kessel hergestellt.

Dritte Runde für das Design Kiosk Stuttgart

Wer also noch ein paar besondere Kleinigkeiten unter den Weihnachtsbaum legen möchte, wird hier mitten in der Stadt sicher fündig. Mit dabei sind Katja Langer und Tilla Halder mit Keramik, Maatoshimo mit Papier-Kunst-Objekten, Monika Bastgen mit Mode und Accessoires, Ulrike Grigorieff und Cornelia Sautter mit Schmuck, Heike Ehrath mit digitalem Stoffdruck und textilen Objekten, Susi Klotz mit Stempeln, Papier und Keramik, Ulrich Schöler mit Porzellan und Textilem, Yvonne Rudisch mit Fotokunst und Luigi Dodaj mit Taschen.

Die handgemachten Designteile können voraussichtlich bis Februar im Pop-up Store geshoppt werden.

Design Kiosk Stuttgart

Nun wird aber erst einmal Eröffnung gefeiert: Am Mittwoch, ab 17 Uhr, mit Live-Musik, Getränken und Verlosung. Mehr Infos gibt’s hier >>>

Design Kiosk Stuttgart: Rotebühlplatz 15, Öffnungszeiten: Montag – Samstag 11 – 19 Uhr

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HipHop Kitchen und DJ Crypt – wir verlosen Tickets!

Geballte Ladung Hip-Hop am Samstag: Zunächst gibt’s die 13. Ausgabe der HipHop Kitchen im Fais Dodo. Später feiert DJ Crypt sein zwanzigstes Jubiläum mit zahlreichen hochkarätigen Gästen in der Schräglage.

Stuttgart – Hip-Hop und gutes Essen passen nicht zusammen? Von wegen! Das Gegenteil beweisen Daniel Simpson, Wolfgang Spohn und Thomas Daiker in regelmäßigen Abständen mit ihrer HipHop Kitchen. Das Konzept: Mittags oder in den frühen Abendstunden ein mehrgängiges Menü genießen, begleitet von Hip-Hop-Beats und feiner Gesellschaft.

HipHop Kitchen und DJ Crypt

Die nächste Ausgabe findet am Samstag im Fais Dodo statt. Und diesmal steht Thomas Daiker nicht alleine an den Herdplatten: Super-Jami-Chefin Kathi Bretsch zaubert ein veganes Drei-Gänge-Menü, während Daiker für die fleischige Alternative im Hauptgang verantwortlich zeichnet. Galv wird das Ganze moderieren, DJ Stylewarz und Kayo sorgen für die passende Musik. Open Doors: 13 Uhr.

Und am Abend geht’s direkt weiter mit der vollen Ladung Hip-Hop. In der Schräglage feiert DJ und Hip-Hop-Produzent Crypt sein zwanzigstes Jubiläum. Dazu hat er sich illustre Gäste in die Schräglage eingeladen: Tony L., DJ Friction, 5. Ton, Mirko Machine, Emilio und Skully – um nur ein paar Namen aus dem Line-up des Abends zu nennen. Auch Galv und DJ Stylewarz, die davor im Fais Dodo waren, sind am Start.

Ihr habt Bock eine der beiden Veranstaltungen zu besuchen? Wir verlosen Tickets! 1X2 Tickets für die HipHop Kitchen sowie 1X2 Tickets für 20 Jahre DJ Crypt.

Was ihr tun müsst: Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „HipHop Kitchen“ oder „DJ Crypt“ – je nachdem, welche Veranstaltung ihr besuchen wollt – an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de und verratet uns, warum ihr unbedingt dabei sein müsst. Falls ihr euch für die HipHop Kitchen entscheidet, verratet uns auch gleich, ob ihr die vegane oder fleischige Variante bevorzugt.

Teilnahmefrist ist der 29.11.2019, um 12 Uhr. Alle Emails nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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HipHop Kitchen: Die Liebe für Hip-Hop und gutes Essen vereint

Dass Hip-Hop und gutes Essen ziemlich perfekt zusammenpassen, zeigen drei Stuttgarter mit ihrer Veranstaltung HipHop Kitchen. Am Samstag steigt die nächste Ausgabe im Fais Dodo.

Stuttgart – Wer Hip-Hop mag und gutes Essen, findet in Stuttgart schon seit einer Weile die perfekte Veranstaltung. HipHop Kitchen nennt sie sich und wurde initiiert von Daniel Simpson, Wolfgang Spohn und Thomas Daiker. Das Konzept: Mittags oder in den frühen Abendstunden ein mehrgängiges Menü genießen, begleitet von Hip-Hop-Beats und feiner Gesellschaft.

Food und Musik: HipHop Kitchen

Mit der HipHop Kitchen wandern die drei durch verschiedene Locations in der Stadt, auch das ist Teil des Konzepts: Schankstelle, Flora & Fauna, Hallo Emil, Fais Dodo. Am kommenden Wochenende geht’s wieder ins Fais Dodo.

„Unser Grundgedanke war, dass sich irgendwann die Prioritäten ändern. Auch wenn man Hip-Hop feiert, will man vielleicht nicht mehr bis morgens um fünf in den Club“, sagt Simpson. Hinzu komme, dass man sich etwas leisten möchte und auf gute Qualität beim Essen achte. Und genau das, möchte das Trio bei der HipHop Kitchen vereinen.

Für das Essen ist Thomas Daiker zuständig. Daiker ist gelernter Koch, der sich auch schon in der Sternegastronomie umgeschaut hat. Die Zutaten kauft er frisch vom Markt, Regionalität und Qualität stehen an oberster Stelle. Für die Gerichte wird viel experimentiert, Daiker will die Gäste überraschen. Das Essen ist an den Abenden außerdem auch Teil der Unterhaltung: Daiker interpretiert bekannte Gerichte oder Zutaten neu, und auch die Gäste dürfen manchmal selbst tätig werden, indem sie zum Beispiel ihr Dessert mittels einer Pipette mit Rum indizieren dürfen.

Die Musik ist bei all dem ständiger Begleiter: Vor, zwischen und nach den Gängen legen DJs auf, und während des Essens Beatmaker. „Wir möchten alle Facetten des Hip-Hops abbilden“, sagt Simpson. Es gehe auch darum den Menschen Hip-Hop und seine Geschichte näherzubringen. Deshalb gibt es nicht nur etwas auf die Ohren, sondern auch für den Kopf – das Wissen um die Geschichte des Hip-Hops soll vermittelt oder aufgefrischt werden. Dazu werden kurze Ratespiele gespielt, Kreuzworträtsel gemacht oder sogar eine Art Hip-Hop-Familienduell. „Das ist immer ein großer Spaß“, sagt Simpson und lacht. Vor allem, weil an den Abenden alle Gäste an großen Tafeln sitzen und so miteinander ins Gespräch kommen. „Hier haben sich auch schon Freundschaften entwickelt“, sagt Daiker.

Auch wenn die drei eine Routine in die Veranstaltungen bekommen haben, und jetzt genau da sind, wo sie sein wollen, wie sie sagen, war der Termin im Oktober ein besonderer: Die HipHop Kitchen im Mos Eisley war gleichzeitig die Release-Party der ersten Compilation, auf der verschiedene Beatmaker vertreten sind: HipHop Kitchen Vol1. Die Platte ist auf 500 Stück limitiert, handnummeriert und beinhaltet zehn Songs von diversen Beatmakern. Das besondere: Alle Songs sind exklusiv.

„Die Beatszene ist eine kleine Szene, alle kennen sich und sind coole Typen“, sagt Simpson. Mit der Compilation wollen sie eine Plattform bieten und zeigen, wie vielfältig die Szene ist. „Manche arbeiten mit Soul, manche mit Funk oder Jazz. Wieder andere haben orientalische Einflüsse in ihren Tracks“, sagt Simpson.

Das schönste an der HipHop Kitchen sei die Reaktion der Gäste, sind sich die drei einig. „Die Leute sind happy, wenn sie gehen und haben alle ein breites Lächeln auf dem Gesicht“, sagt Daiker. Und Simpson fügt hinzu: „Das gibt uns Energie und Ansporn.“ Pläne haben die Veranstalter noch viele, auch Anfragen aus anderen Städten sind schon eingegangen. Aber erst einmal möchten sie sich auf das Event in Stuttgart konzentrieren.

Am kommenden Samstag steht Thomas Daiker gemeinsam mit Kathi Bretsch vom Super Jami in der Küche. Hier gibt’s alle Infos und Tickets >>>

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Die besten neuen Spots im November

In der ehemaligen Corso Bar wird wieder gefeiert, im Gerber wird Poke Bowl serviert und im Hegel-Haus philosophiert – hier kommen die besten Neueröffnungen im November.

Stuttgart – Im November ging es in der Stadt zwar nicht ganz so rund wie im Monat davor, aber über einige Neueröffnungen konnte man sich trotzdem freuen. Da wäre zum Beispiel das Wiedersehen mit der Corso Bar, die jetzt als Detroit Bar wiedereröffnet hat – und dank Timo Schillings und Norman Schmidt ein komplettes Makeover erfahren hat.

Neu im November

Im Gerber servieren René Ramon Stiefel und Ekrem Kaplan seit Anfang November Poke Bowls. Den Shobu Pop-up sehen die Freunde aber nur als Anfang. „Die temporäre Nutzung ist cool, um unser Konzept zu testen und die Shobu Poke Bowls bekannter zu machen. Aber natürlich suchen wir weiter nach dem perfekten Laden, der unseren Erwartungen entspricht.“

Eine ehemalige Apotheke wird derweil als Spirituosengalerie zweckentfremdet, das Hegel-Haus verjüngt und durch Konzerte, Slams und Podcasts aufgemischt.

Hier geht’s zu den wichtigsten Neueröffnungen im November:

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