Deichkind im Wizemann – wir bringen euch auf die Gästeliste!

Bevor Deichkind im Februar in die Schleyer-Halle kommt, spielt die Band ein exklusives Promo-Konzert im Wizemann. Wir verlosen 5×2 Gästelistenplätze für das ausverkaufte Event!

Stuttgart – Unzählige Outfitwechsel, ein kunterbuntes Bühnenbild, das Schlauchboot über der Menschen-Menge: Deichkind-Konzerte sind mehr Exzess als musikalische Darbietung – und legendär. Normalerweise füllt Deichkind große Hallen, morgen gibt es eine Ausnahme: Die Band spielt ein exklusives Promo-Konzert im Wizemann! Logisch, dass die Tickets nach kürzester Zeit ausverkauft waren. Hier aber die gute Nachricht für alle Stadtkinder: Wir verlosen 5×2 Gästelistenplätze!

Deichkind live

1997 hat sich Deichkind als Hip-Hop-Band gegründet, drei Jahre später gelang mit „Bon Voyage“ der Durchbruch. An die Anfangszeit erinnert heute kaum noch etwas. Aus Hip-Hop wurde irgendwas zwischen Elektro und Techno – mit stark dadaistischen Elementen.

Party-Band? Irgendwie schon. Wer Deichkind aber auf Hits wie „Remmidemmi“ reduziert, wird der Band nicht gerecht. Vor allem auf dem neuen Album trifft Spaß auf Sozialkritik, Unsinniges auf klare politische Statements. Es geht um Fake News, Filterblasen und den beunruhigenden Rechtsruck in der Gesellschaft.

Und zu alledem taucht in jedem der neuen Musikvideos Lars Eidinger auf. Ob er durch den Supermarkt streift wie in „Richtig gutes Zeug“ oder durch die Stadt stampft wie in „Keine Party“ – kein Video ohne den deutschen Schauspieler.

5×2 Gästelistenplätze für das restlos ausverkaufte Konzert

Nun aber zum Besten: Chimperator Live veranstaltet, bevor es für Deichkind im Februar in die Schleyerhalle geht, ein exklusives Promo-Konzert Im Wizemann. Wir verlosen 5×2 Gästelistenplätze für das restlos ausverkaufte Konzert!

Was ihr tun müsst, um den Abriss mitzuerleben? Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „Deichkind“ an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de und verratet uns, warum ihr unbedingt dabei sein müsst.

Teilnahmefrist ist der 06.11.2019, um 12 Uhr. Alle Emails nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Die besten neuen Spots im Oktober

Cakes, Drinks und Säfte: Über zu wenige Neueröffnungen konnte man sich im Oktober wirklich nicht beschweren. Hier kommt unsere monatliche Übersicht mit neuen Spots, Reopenings und Pop-Up Stores.

Stuttgart – Derzeit muss man viel Kuchen essen, viele Drinks schlürfen und vor allem viel unterwegs sein, will man die zahlreichen Neueröffnungen ausgiebig testen. Angefangen hat alles Anfang Oktober mit der zweiten Filiale der Kuchenliebe. Jetzt serviert Astrid Christ ihre Törtchen, Kuchen und süßen Teilchen nicht mehr nur am Wilhelmsplatz sondern auch mitten im Stuttgarter Westen an der Schwabstraße.

Neu im Oktober

Und damit aber auch schon zu den Drinks: Davon gibt’s jetzt wieder ein paar mehr. Gleich zwei neue Bars haben etwa im Leonhardsviertel eröffnet. Zum einen das Rocco, die zweite Bar von Florian Roller und Robin Giesinger, die der Stuttgarter Altstadt provokativen Disko-Glanz verleihen möchten. Und, nicht weit davon entfernt, die Bar Holzmaler. Hier werden Drinks im Ambiente der 20er Jahre zubereitet. Aber Achtung: Rein kommt nur, wer die Parole kennt. Beim Holzmaler handelt es sich um eine Speakeasy-Bar.

Zwischendurch eröffnen hier und da noch ein paar Pop-Ups in der Stadt: Mòkuska zum Beispiel aus Renovierungsgründen und der Kaufhaus Mitte Pop-Up-Store im Gerber.

Hier entlang zu allen Neueröffnungen im Oktober:

Titelbild: Julia Schramm/Lichtgut

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Neu in Stuttgart: Kaufhaus Mitte Pop Up im Gerber

Daniel Brunner mischt seit mehr als zwei Jahren mit sorgfältig ausgewählten (regionalen) Designprodukten die Königstraße auf. Doch nicht nur die: Nach dem Pop Up Store an der Marienstraße geht’s jetzt ins Gerber.

Stuttgart – Im Frühjahr 2017 fing alles an: Daniel Brunner eröffnete sein Kaufhaus Mitte an zentralster Lage im Kessel. Im Königsbau am Schlossplatz gibt es seither Designprodukte aus Stuttgart und Region sowie darüber hinaus. Die Brands sind dabei liebevoll ausgewählt: Naturkosmetik von Dr. Bronner, Prints von Helena Hauss, Eistee von Monotee oder Bauchtaschen von Paprcuts – Mainstream gibt’s nicht.

Abseits des Mainstreams: Kaufhaus Mitte Pop Up

Ursprünglich war der erste Store nur für einige Monate geplant – heute gibt es das Kaufhaus Mitte noch immer am Schlossplatz, mit wechselndem Sortiment und immer neuen Brands. Und nicht nur das: Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete Brunners erster Ableger für kurze Zeit an der Marienstraße 3b.

„In Stuttgart und Umland gibt es so viele schöne Labels, die es verdient haben, gehört zu werden. Man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Manchmal ist es vor der Haustüre am schönsten. Man muss nur genau hinschauen“, sagte Brunner einst im Interview mit Stadtkind. Das haben er und sein Team einmal mehr getan und den zweiten Pop Up Store eröffnet. Seit Freitag gibt’s die Produkte im Stadtkaufhaus Gerber.

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Biking Baboons: Auf dem Fahrrad nach Namibia

Mareile Garbade und Marius Thomma, die Biking Baboons, haben sich vor wenigen Monaten auf den Weg nach Namibia gemacht – mit dem Fahrrad. Im Interview mit Stadtkind plaudern sie über die ersten 3.500 Kilometer, über Herausforderungen, Planänderungen und unerwartete Begegnungen.

Stuttgart – Italien, Kroatien, Montenegro, Mazedonien, Griechenland, Türkei: Land um Land durchqueren Mareile Garbade und Marius Thomma, um irgendwann an ihr Ziel zu gelangen. Die Biking Baboons, so hat sich das Pärchen genannt, haben ein großes Vorhaben: stolze 18.000 Kilometer von Stuttgart nach Namibia zu radeln. Mit ihrer Reise möchten sie nicht nur viele tolle Erfahrungen sammeln, sondern auch benachteiligte Kinder unterstützen.

Biking Baboons: Ein Zwischenbericht

Welche Herausforderungen mussten die beiden meistern, welche Begegnungen sind ihnen besonders in Erinnerung geblieben und wo sind sie auch mal gescheitert? Ein Zwischenbericht von Biking Baboon Marius:

Ihr seid losgefahren ohne euch groß auf die sportliche Herausforderung vorzubereiten. Vor allem für Mareile handelt es sich beim Weltreise-Bike um das erste Fahrrad! Wie ist euch der Start gelungen?

Tatsächlich war es am Anfang nicht ganz so easy. Wir waren vor der Reise acht Monate backpacken und wer das schon einmal gemacht hat, weiß, dass man dabei nicht allzu viel Sport macht. Und für Mareile war es in der Tat das erste Fahrrad ihres Lebens, ja (lacht). In Namibia wächst man anders auf, man radelt nicht wie in Deutschland einfach mal überall hin.

Wieviele Kilometer habt ihr am Anfang geschafft?

In den ersten Wochen haben wir weniger Kilometer gemacht –  30 bis 40 am Tag. Ganz einfach war es trotzdem nicht immer: Mareile war am Limit und ich benötigte einiges an Geduld, da es schwierig ist zu stoppen, wenn mal selbst noch fit ist.

Eine Herausforderung war wahrscheinlich nicht nur der tägliche Sport.

Das stimmt. Wir müssen abends immer noch ein gutes Wildcamp finden, draußen kochen, uns waschen und so weiter. Viele fragen uns, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen, aber keine Sorge, langweilig wird es uns nie…

Wie läuft es generell mit dem Campen?

Ich genieße das Campen richtig: es ist oft gar nicht so leicht einen Platz zu finden, an dem man uns nicht gleich sieht. Aber diese Challenge und das Leben in und mit der Natur habe ich lieben gelernt. Vor allem, wenn man abends noch ein Feuer machen kann. Das ist für mich ein erfolgreicher Tag, egal wie viele Kilometer wir nun geradelt sind. Wir können es deshalb jedem ans Herz legen mal so eine Radreise zu machen! Uns taugt es viel mehr als das Backpacken, bei dem man einen Touriplatz nach dem anderen abhakt und dauernd damit beschäftigt ist Blogs zu lesen, wie man wo am besten hinkommt und wann der nächste Bus fährt.

Und günstiger ist es sicher auch.

Ja, da wir kaum Unterkünfte und Transportkosten zahlen. An den meisten Tagen ist es nur das Essen und das wird auch immer billiger, je weiter man sich von Deutschland entfernt. Und wer jetzt sagt, dass er das ganze Equipment ja auch erstmal kaufen muss, dem können wir sagen, dass es für Deutschland beziehungsweise Europa mit einem stinknormalen Fahrrad mit Gepäckträger überhaupt kein Problem ist: Zwei Taschen hinten drauf und das Zelt quer und schon kann man losziehen! Ich war nie ein großer Camper, da mich das Rumkriechen im Zelt und ständige Suchen von Dingen so genervt hat, aber nach ein paar Wochen wird man zum richtigen Profi. Alles hat jetzt seinen Platz, als wäre man zu Hause in seinem Zimmer.

Ist alles so, wie ihr es euch vorgestellt habt?

Ich behaupte, dass es noch besser ist, als ich es mir vorgestellt habe! Mit Abstand die geilste Art zu reisen: Man ist nicht zu langsam (wie zu Fuß), aber auch nicht zu schnell (wie mit dem Auto) und sieht so viel mehr von Land und Leuten.

Ihr kommt wahrscheinlich viel ins Gespräch durch eure Art zu reisen.

Natürlich ziehen wir ordentlich Aufmerksamkeit auf uns mit unseren orangenen Panzern. (lacht) Das Schönste ist, wie unfassbar nett und hilfsbereit die Menschen sind, egal in welchem Land. Oft sind sie einfach nur interessiert an den Rädern und daran wo wir eigentlich herkommen und hinfahren. Immer wieder bekommt man Essen und Trinken geschenkt (einmal sogar Geld!). In der Türkei durften wir uns über Chai freuen. Ab und zu wurden wir sogar nach Hause eingeladen und haben eine warme Mahlzeit, eine Dusche und sogar einen Schlafplatz bekommen. In diesen Momenten glaubt man wieder an die Menschheit und weiß, dass nicht alles immer so schlecht und gefährlich ist wie behauptet.

Gibt es eine Begegnung, die euch besonders in Erinnerung bleiben wird?

Es ist schwierig hier eine Begegnung rauszupicken, da man wirklich jeden einzelnen Tag so viele schöne Situationen mit den Menschen hat. Aber eine tolle Begegnung der letzten Tage war sicher unser Besuch in einer Schule. Wir haben im Hostel einen türkischen Lehrer kennengelernt, der uns dann zu seiner Schule 80 Kilometer entfernt eingeladen hat. Die Kids waren komplett aus dem Häuschen und wollten alle Englisch mit uns quatschen. Wir haben dann noch zusammen mit ihnen Fußball gespielt und unsere Räder genauestens inspiziert. Sie meinten später zu Hazni, dem Lehrer, dass das der schönste Tag ihres Lebens war. Bei solchen Erlebnissen geht uns das Herz auf.

Gab es auch heikle Situationen?

Die gibt es immer wieder: Mareile mag es überhaupt nicht, wenn die Sonne untergeht und wir noch kein Wildcamp haben und noch auf dem Rad sitzen, weil wir mal wieder zu lang mit irgendjemandem gequatscht oder das WLAN vom Restaurant zu lange ausgenutzt haben. Ansonsten sind die Hunde ein tägliches Problem. Vor allem in der Türkei, wo es fast ausschließlich diese riesigen Anatolian Shepherds gibt. Neun von zehn bellen nur, aber dieser eine ist dann doch sehr aggressiv und rennt einem auch mal hinterher. Bisher hatten wir immer Glück… Ein anderes Problem sind die Autos und LKWs. Manche fahren unfassbar nah an uns vorbei. Einer ist zuerst ganz nah an Mareile gefahren und hat gehupt wie ein Verrückter, dann kam er nach vorne zu mir. Als ich dann meine Hand hochriss und ihn anschrie, was das eigentlich soll, zog er das Lenkrad nach rechts und wieder zurück. Das waren Millimeter, die noch zwischen meinen Taschen und seinen Türen waren. Aber die meisten werden nur ganz aufgeregt und hupen, sodass wir jedes Mal fast einen Herzkasper kriegen. Sie meinen es sicherlich nicht böse, aber bitte hupt nicht, wenn ihr gerade einen Radfahrer überholt!

Eure Mission ohne Flugzeug nach Namibia zu kommen ist leider gescheitert.

Leider, ja! Wir fliegen am 12. Oktober von Antalya nach Tel Aviv und werden dann entweder über Jordanien nach Ägypten fahren oder den direkten Weg durch Israel. Wir haben alle Optionen durchgespielt, mussten aber zu dem Schluss kommen, dass ein Flug das Beste für uns sein wird.

Wie läuft es mit der Spendenaktion?

Mit der Aktion läuft es wirklich gut. Wir haben bereits über 3.000 Euro eingesammelt! Wir sind leider nicht ganz an unserem Ziel (1 Euro pro Kilometer), gerade sind wir bei 3.700 Kilometer in Aksaray, aber ich bin mir sicher, dass wir das noch schaffen.

Ihr macht in jedem Land ein Nacktfoto – was hat es damit auf sich?

Oh die Nacktfotos, das ist eine gute Frage! Wir haben vor zwei Jahren in Namibia eine Weihnachtskarte gemacht, auf der wir nur mit Zipfelmützen und Sonnenbrillen bekleidet aus einem alten VW Bus winken – so fing alles an. Dann dachten wir, dass das doch mal eine coole Erinnerung wäre aus jedem Land so ein Bild zu haben und alle mit einer Weltkarte im Wohnzimmer aufzuhängen. Jetzt haben wir schon über 15 nackte Länderbilder und es geht weiter!

Gibt es auf eurer Reise etwas, das ihr vermisst?

Mauldascha! (lacht) Nein, tatsächlich vor allem die guten Freunde zu Hause. Klar, lernt man hier immer neue nette und interessante Leute kennen, aber es ist einfach etwas anderes mit Leuten, die man schon eine Ewigkeit kennt. Auch abends einfach mal ein Bier zu trinken mit einem guten Kumpel, mit dem man gar nicht so viel reden muss und mit dem man die üblichen doofen Witze machen kann, die der andere auf Anhieb versteht – das fehlt mir am meisten. Aber nach den Freunden kommt wirklich das Essen. Es ist interessant so viel verschiedenes Essen zu kosten, aber ab und zu möchte man einfach nur eine Packung Maultaschen (davon eine kalt) mit Zwiebeln und Ei und am besten noch mit einem Colaweizen dazu!

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Die besten neuen (alten) Spots im September

Arabische Spezialitäten, ein neuer Kiosk, Alaturka am neuen Standort und die erste Pinsa Manufaktur in Stuttgart – hier kommen unsere Neueröffnungen und Reopenings im September.

Stuttgart – September war der Monat der Reopenings: Alaturka hat sich vergrößert, Goldmarlen hat sich mit Puakea zusammengetan, Kiosko und Kiost haben unter neuer Leitung aufgemacht. Aber auch einige neue Läden bereichern seit September den Kessel.

Neu im September

Ob neu oder secondhand, ob minimalistisch oder boho: im Experinate Bridal Pop up Store begleitet Nadja Herth ihre Kundinnen bis zum perfekten Brautkleid.

Im Stuttgarter Westen hat die erste Pinsa Manufaktur eröffnet. Pinsa? Der Teigfladen ist der offizielle Vorgänger des italienischen Klassikers und kann jetzt an der Bebelstraße getestet werden.

Alle Neueröffnungen und Reopenings findet ihr in unserer Liste:

Foto: Björn Springorum

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HipHop Kitchen: Die Liebe für Hip-Hop und gutes Essen vereint

Dass Hip-Hop und gutes Essen ziemlich perfekt zusammenpassen, zeigen drei Stuttgarter mit ihrer Veranstaltung HipHop Kitchen. Am Samstag steigt die nächste Ausgabe mit einem besonderen Special – dem Release der ersten Platte.

Stuttgart – Wer Hip-Hop mag und gutes Essen, findet in Stuttgart schon seit einer Weile die perfekte Veranstaltung. HipHop Kitchen nennt sie sich und wurde initiiert von Daniel Simpson, Wolfgang Spohn und Thomas Daiker. Das Konzept: Mittags oder in den frühen Abendstunden ein mehrgängiges Menü genießen, begleitet von Hip-Hop-Beats und feiner Gesellschaft.

Food und Musik: HipHop Kitchen

Mit der HipHop Kitchen wandern die drei durch verschiedene Locations in der Stadt, auch das ist Teil des Konzepts: Schankstelle, Flora & Fauna, Hallo Emil, Fais Dodo. Am kommenden Wochenende geht’s wieder ins Mos Eisley. Die 12. Ausgabe ist leider schon ausverkauft, doch der nächste Termin steht schon: 31. Oktober im Hallo Emil.

„Unser Grundgedanke war, dass sich irgendwann die Prioritäten ändern. Auch wenn man Hip-Hop feiert, will man vielleicht nicht mehr bis morgens um fünf in den Club“, sagt Simpson. Hinzu komme, dass man sich etwas leisten möchte und auf gute Qualität beim Essen achte. Und genau das, möchte das Trio bei der HipHop Kitchen vereinen.

Für das Essen ist Thomas Daiker zuständig. Daiker ist gelernter Koch, der sich auch schon in der Sternegastronomie umgeschaut hat. Die Zutaten kauft er frisch vom Markt, Regionalität und Qualität stehen an oberster Stelle. Für die Gerichte wird viel experimentiert, Daiker will die Gäste überraschen. Das Essen ist an den Abenden außerdem auch Teil der Unterhaltung: Daiker interpretiert bekannt Gerichte oder Zutaten neu, und auch die Gäste dürfen manchmal selbst tätig werden, indem sie zum Beispiel ihr Dessert mittels einer Pipette mit Rum indizieren dürfen.

Die Musik ist bei all dem ständiger Begleiter: Vor, zwischen und nach den Gängen legen DJs auf, und während des Essens Beatmaker. „Wir möchten alle Facetten des Hip-Hops abbilden“, sagt Simpson. Es gehe auch darum den Menschen Hip-Hop und seine Geschichte näherzubringen. Deshalb gibt es nicht nur etwas auf die Ohren, sondern auch für den Kopf – das Wissen um die Geschichte des Hip-Hops soll vermittelt oder aufgefrischt werden. Dazu werden kurze Ratespiele gespielt, Kreuzworträtsel gemacht oder sogar eine Art Hip-Hop-Familienduell. „Das ist immer ein großer Spaß“, sagt Simpson und lacht. Vor allem, weil an den Abenden alle Gäste an großen Tafeln sitzen und so miteinander ins Gespräch kommen. „Hier haben sich auch schon Freundschaften entwickelt“, sagt Daiker.

Auch wenn die drei eine Routine in die Veranstaltungen bekommen haben, und jetzt genau da sind, wo sie sein wollen, wie sie sagen, ist der nächste Termin am Samstag ein besonderer: Die nächste HipHop Kitchen ist gleichzeitig die Release-Party der ersten Compilation, auf der verschiedene Beatmaker vertreten sind: HipHop Kitchen Vol1. Die Platte ist auf 500 Stück limitiert, handnummeriert und beinhaltet zehn Songs von diversen Beatmakern. Das besondere: Alle Songs sind exklusiv.

„Die Beatszene ist eine kleine Szene, alle kennen sich und sind coole Typen“, sagt Simpson. Mit der Compilation wollen sie eine Plattform bieten und zeigen, wie vielfältig die Szene ist. „Manche arbeiten mit Soul, manche mit Funk oder Jazz. Wieder andere haben orientalische Einflüsse in ihren Tracks“, sagt Simpson.

Das schönste an der HipHop Kitchen sei die Reaktion der Gäste, sind sich die drei einig. „Die Leute sind happy, wenn sie gehen und haben alle ein breites Lächeln auf dem Gesicht“, sagt Daiker. Und Simpson fügt hinzu: „Das gibt uns Energie und Ansporn.“ Pläne haben die Veranstalter noch viele, auch Anfragen aus anderen Städten sind schon eingegangen. Aber erst einmal möchten sie sich auf das Event in Stuttgart konzentrieren.

Und um alle neidisch zu machen, die keine Tickets mehr bekommen haben, ein Auszug aus dem Menü: „Burrata mit süßen Tomaten, Fenchel, Crunch und 15 Jahre altem Balsamico“, „Fish & Chips vom Kabeljau mit schwarzen Trüffelpommes, Kürbiskern-Mayonnaise, Erbsen und Malz Essig“ (von den Gerichten gibt es übrigens immer auch eine Vegi-Variante)…

Hier gibt’s alle Infos zu den kommenden Veranstaltungen >>>

Die Aftershow-Party mit DJ Rookie beginnt um 22.30 Uhr >>>

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TEDxStuttgart: Ein Abend für Querdenker mit frischen Ideen

Perspektiven ändern, Denkanstöße geben, Ideen verbreiten und Querdenken: TEDxStuttgart ist ein Ableger der berühmten TED Talks, die einmal jährlich in Vancouver stattfinden. Am 14. September sprechen unter anderem Stuttgarter Initiativen wie die Stadtlücken, Raupe Immersatt und das Cleanup Network darüber, wie man die Welt verändern kann. Und: Wir verlosen Tickets!

Stuttgart – Die Macht der Verletzlichkeit, Cybermobbing, Führungskompetenzen, Erziehungskonzepte: Es gibt kaum ein Thema, zu dem nicht mindestens ein TED Talk auf Youtube zu finden ist. Die alljährliche Innovationskonferenz findet in Vancouver statt und bildet ihren Titel aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Technology, Entertainment und Design.

TEDxStuttgart: Ideen in maximal 18 Minuten

Die Speaker kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, sind Experten auf ihrem Themengebiet und haben eine persönliche Geschichte mit allgemein gültiger Dimension zu erzählen. Es geht um Wirtschaftsthemen, um Unterhaltung, um Technologie und gesellschaftliche Fragestellungen. In den kurzen, maximal 18-minütigen, Vorträgen versuchen die Speaker neue Perspektiven aufzuzeigen. Das Motto: „Ideas worth spreading“ – Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden.

Wem Vancouver zu weit ist, der kann sich die Beiträge auf Youtube ansehen – oder dem Stuttgarter Ableger einen Besuch abstatten. TEDx nennen sich die auf der ganzen Welt stattfindenden Konferenzen, die wie eine Art Franchise funktionieren. Und das ist beliebt. TEDxStuttgart gibt es seit 2012 und war bisher stets ausverkauft. 76 Rednerinnen und Redner standen bereits auf der Bühne, mehr als 2000 Gäste haben den Denkanstößen gelauscht. Manche Tickets werden schon verkauft, obwohl noch gar keine Speaker feststehen.

„Wir versuchen immer eine Mischung herzustellen, für jeden soll etwas dabei sein“, sagt Verena Smykalla. Die 32-Jährige ist im rund zehnköpfigen Organisationsteam, das die TEDx-Events einmal im Jahr auf rein ehrenamtlicher Basis auf die Beine stellt. Eine Mammutaufgabe – nach dem Event ist vor dem nächsten. „Im besten Fall denkt man nach einem Vortrag: Wow, so habe ich das noch nie betrachtet“, sagt ihre Teamkollegin Laura Breitenberger.

Um das zu unterschreiben, reicht ein Blick auf die Youtube-Seite und in die vergangenen Beiträge. Da wäre etwa Laura Malina Seiler vom bekannten Podcast „Holy, happy, confident“. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie eine neue Perspektive auf das eigene Leben zu persönlichem Empowerment führen kann – mit ganz praktischen Tipps. Axel Zein führt in seinem TEDx-Beitrag „The perfect Boss“ aus, wie Vorgesetzte von Sportcoaches lernen können.

Tina Weinmayer berichtet von ihrem Lebenskonzept. Vom Vater ihrer Kinder lebt sie getrennt – die Kinder sind beim Vater geblieben, aus dem einfachen Grund, dass es für alle das Beste war. Das funktioniere für die Familie ganz wunderbar, nur die Gesellschaft scheint ein Problem damit zu haben. „Warum eigentlich?“ fragt sie sich im 11-minütigen Beitrag namens „Grenzen im Kopf“.

Am 14. September steht der Talk unter dem schönen Motto „Shine a little Light“. Im Haus der Wirtschaft sind unter anderem Vertreter von Stuttgarter Initiativen auf der Bühne vertreten wie Thomas Venugopal vom Cleanup Network („Warum wir anderer Leute Müll aufsammeln“), David Jans vom Foodsharing-Café Raupe Immersatt („Das Ende der Lebensmittelverschwendung“) sowie Christine von Raven und Sascha Bauer von den Stadtlücken („Unorte in der Stadt und deren temporäre Bespielung“). Ganz wörtlich um das Thema Licht geht es im Vortrag von Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert. Trauma-Experte Jan Ilhan Kizilhan berichtet wie schwer traumatisierte Menschen aus Kriegsgebieten wieder Hoffnungen finden.

Um die Speaker auf die Talks vorzubereiten, stehen ehrenamtliche Coaches zur Verfügung – nicht jeder ist der geborene Redner.

Ein bisschen Sitzfleisch ist bei den Veranstaltungen übrigens angebracht: Etwas mehr als drei Stunden wird getalked. Zwischenfragen aus dem Publikum gibt es nicht. Zum Austausch kann die einstündige Pause genutzt werden, die den Abend in zwei Teile unterteilt. „Unser Anspruch ist es, dass es nicht nur um das Konsumieren, sondern auch um Austausch geht. Die Besucher sollen untereinander, und falls möglich auch mit den Speakern ins Gespräch kommen“, sagt Smykalla. Die neuen Ideen, Denkweisen und Perspektiven sollen besprochen werden. Und am Ende nehmen auch die Macher selbst immer wieder überraschende Erkenntnisse mit.

Die Veranstaltung am 14. September, 18 Uhr, im Haus der Wirtschaft ist bereits ausverkauft. Aber: Wir verlosen 1×2 Tickets! Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „TED“ an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de und schreibt uns, weshalb ihr unbedingt dabei sein möchtet. Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 09.09.2019, 18 Uhr (Teilnahmefrist). Alle Emails nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle Infos zu TEDxStuttgart >>>

Fotos: Christian Kammer

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Die besten Spots für Aperitivo in Stuttgart

Was passt besser zu diesen sommerlichen Temperaturen als ein kühler Aperol Spritz und kleine italienische Häppchen? Eben. An diesen Orten wird die italienische Aperitivo-Kultur gepflegt.

Stuttgart – Olivenbäume, Sonne, Meer und dolce vita: Hach, wäre der nächste Italien-Urlaub doch nur nicht so weit entfernt! Da trifft es sich gut, dass einige typisch italienischen Gepflogenheiten Einzug in den Kessel gefunden haben. Hier werden Italo-Discos gefeiert, Succo di Frutta geschlürft und Spaghetti in der großen Schale um die Gabel gewickelt. Aber machen wir uns nichts vor, der beste aller Trends ist und bleibt: Aperitivo! Der kommt zwar schleppend aber zielstrebig in Stuttgart an.

Aperitivo: Aperol und Antipasti

Eine kurze Begriffserklärung: Als Aperitivo wird die Gewohnheit bezeichnet, sich am frühen Abend mit Freunden in Bars zu treffen und gemeinsam Drinks und Häppchen zu genießen. Als Geburtsort des Aperitivo gilt Mailand. Auch in der Schweiz wird ein vergleichbares Kulturgut gepflegt. Dort nennt sich das ganze Apéro.

Negroni, Campari, Aperol Spritz: In Stuttgart ist der Trend zwar schon angekommen, so richtig klassisch wird er bisher aber nur an wenigen Orten angeboten. Aber wenn man ein wenig sucht, findet man das kulinarische dolce vita in Abwandlungen auch im Kessel! Die Apotheke Tagesbar am Eugensplatz etwa bietet seit der Eröffnung spritzige Drinks plus Buffett aus wechselnden Antipasti – und das jeden Abend außer Sonntag. Andere Spots servieren spezielle Angebote aus Campari und Snacks, oder eine unschlagbare Kombi aus italienischem Bier, Beats und Bruschetta.

Wir haben für euch die besten Orte gesammelt, an denen ihr ein gepflegtes Getränk von Negroni bis Aperol Spritz mit begleitenden Häppchen genießen könnt.

Titelfoto: Unsplash/Tomasz Rynkiewicz

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