Ti amo, Charlotten-
platz!

Unser Autor hat eine ziemliche Schwäche für das verwirrende Beton-Biotop Charlottenplatz. Hier verrät er uns, wie es dazu kommen konnte.

Stuttgart – Es gibt nicht viele Orte, an denen Stuttgart so richtig großstädtisch ist. An der Stadtbahnhaltestelle Mercedesstraße vielleicht, wenn Autos, ICEs, Stadtbahnen und Schiffe um einen herumtosen. Oder in der zugesprayten Unterführung direkt darunter. Vielleicht noch am Stöckach im Sonnenuntergang, wenn von allen Seiten die Bahnen anrauschen und zehn Sprachen an 20 Metern Bahnsteinkante zu hören sind.

Verzweiflung hat einen Namen

Ein Ort übertrifft sie aber alle. Ein Ort, der Neulinge reihenweise zur Verzweiflung bringt und sich selbst echten Stuttgartern aus logischer Sicht nicht erschließt. Die Rede ist natürlich vom Charlottenplatz, einem denkbar urbanen Beton-Biotop im Herz der Stadt. Und, wenn man mal genau hinschaut, auch der Nukleus des städtischen Lebens. Seltsam eigentlich, dass er noch keinen Spitznamen hat. Der Alexanderplatz in Berlin ist der Alex, wieso ist das hier nicht der Charlie? Naja, vielleicht aus dem gleichen Grund, weshalb kein normaler Mensch „Stuggi“ sagt. Sollen die Berliner tun!

Escher für Fortgeschrittene

Alles fängt an bei der geschichtlichen Bedeutung des Nahverkehr-Irrgartens. Gebaut zwischen 1962 und 1967, war der Charlottenplatz doch tatsächlich die erste unterirdische Haltestelle nach dem Zweiten Weltkrieg. Take that! Vielleicht lag es also an der doch eher hippieesken Bauperiode und den damit verbundenen Rauchschwaden und heiteren LSD-Nachmittagen, die diese Haltestelle zu einem Escher-Bild für Fortgeschrittene gemacht haben.

Wege in die Freiheit: Am Charlottenplatz begehrt.

Der Charlottenplatz ist nichts für Schwächlinge

Egal wer von egal welcher Seite in die Haltestelle läuft: Schnurstracks geht es für fast niemanden zum richtigen Gleis. Wenn‘s euch mal richtig mies geht, dann gönnt euch was und setzt euch für eine Weile irgendwo am Charlottenplatz hin. Am besten unmittelbar nach einer Fahrplanumstellung (Stuttgarter Unwort des Jahrzehnts). Mehr verwirrte Gesichter sieht man sonst nur, wenn im Dilayla das Licht angeht.

Ist aber eben auch eine Menge los am Charlottenplatz: Ganze elf Stadtbahnlinien halten hier, so viel wie nirgendwo sonst in Stuttgart. Für noch mehr urbane Power rauscht die B14 oben drüber und unten drunter hinweg. 24/7, immer was los.

Raus, nichts wir raus!

An den zahlreichen Ausgängen der Haltestelle auch. Der Eingang zu den Clubs Goldmark‘s und Universum (mit Blick auf die B14, le-gen-där!) befindet sich direkt in der Haltestelle, die sommerlichen Goldmark‘s-Partys steigen in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen. Das wäre für die Heimfahrt natürlich ganz praktisch, aber es fährt nun mal niemand um halb eins aus dem Goldmark‘s heim. Dafür sind die Menschen zu nett und die Biere zu gut. Also doch Taxi, wartet ja auch gleich um die Ecke.

Kiosk geht immer.

Läuft man einen anderen Eingang hoch, steht man direkt vor dem schnuckeligen Schriftstellerhaus, wo die Wiener Lyrik-Stipendiatin Katharina Ferner wahrscheinlich gerade am Fenster sitzt und verwirrte Menschen auf der Suche nach der richtigen Bahnlinie beobachtet. Vielleicht inspiriert es sie ja zu einem Gedicht. Gleich daneben empfängt die Weinstube Kiste ausgelaugte Fahrgäste mit Trollinger und Zwiebelrostbraten. Zur Stärkung nach dem Labyrinth des Minotaurus, oder so.

Besser als der Fernsehturm

Noch vor dieser Treppe in die Freiheit fängt der Wikinger arglose Nahverkehrsgäste ab. Nicht mit intellektuellem Anspruch, dafür mit der Möglichkeit, eine zu rauchen ohne die Haltestelle zu verlassen. Legendär: Der „Biergarten“ im Sommer, wenn Plastikpflanzen die Kneipe von der Haltestelle trennen und man dann sogar draußen rauchen darf. Im Charlottenplatz!

Wikinger und Bäcker: Mehr brauchst du nicht. Weisch.

Wieder ein anderer Ausgang führt direkt zum Einklang, einem der schönsten Musikläden Stuttgarts. Eine weitere Treppe bringt auch mehr oder minder direkt ins Dorotheenquartier, aber die kann man eigentlich zumauern, finde ich. Dann lieber unter Tage bleiben. Gleich zwei Kioske gibt es im Charlottenplatz, dazu ein Bäcker, mehr braucht man halt auch nicht. Und dieses Gefühl, das einen durchströmt, wenn man endlich mal gecheckt hat, wo man beim Umsteigen hin muss, ist ein unbezahlbarer Stuttgart-Moment, der überdeutlich brüllt: Du bist einer von uns! Wer braucht da noch den Fernsehturm oder die Stäffele?

Nachtrag

Wikipedia hat Folgendes zur unsagbar komplizierten Umsteigekosmos am Charlottenplatz zu sagen:

„Bedingt durch die fehlende Verteilerebene zwischen den Tallängs- und den Talquerlinien und den fehlenden Mittelbahnsteigen muss man je nach Umsteigebeziehung einmal oder dreimal den Höhenunterschied zwischen beiden Stockwerken überwinden. Letzteres ist dadurch bedingt, dass im Zuge des Verkehrsbauwerks auch ein Regenrückhaltebecken gebaut wurde und deshalb nicht ausreichend Platz für alle wünschenswerten Treppenübergänge vorhanden war. Jeder erforderliche Niveauwechsel kann per Treppe, Aufzug oder, ausschließlich aufwärts, per Rolltreppe erfolgen. Zwischen dem südwärtigen Bahnsteig der Tallängslinien und den Rolltreppen zu den beiden Bahnsteigen der Talquerlinien liegt ein weiterer Niveauunterschied von fünf bzw. sechs Stufen oder einer entsprechenden Rampe.“

Und wer diesen Text verstanden hat, der überlebt auch den Charlottenplatz.

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Kraftpaule: Verlosung zum großen Re-Opening!

Endlich fließt das Bier: Am Wochenende feiert der neue Kraftpaule im Stuttgarter Osten ganz offiziell Eröffnung – und bietet gleich zum Auftakt eine schicke Verlosung für alle Stadtkinder!

Stuttgart – Wir haben mal nachgezählt: Vor genau zehn Monaten und zehn Tagen verkündeten wir hier an dieser Stelle das drohende Aus des alten Kraftpaule. Monatelang ging es hin und her, der Laden musste dichtmachen, die Mannschaft zapfte im Exil, suchte und fand nur ein paar Meter weiter eine neue Niederlassung. Die wurde mit ordentlich Crowdfunding nach vorn geboxt, schnieke renoviert – und öffnet am Freitag, den 1. Februar 2019, endlich ganz offiziell Tore und Zapfhähne.

Bier auf Boss-Level

Los geht es am Freitag um 16 Uhr. Dann gibt es zwölf Craft-Biere aus der nigelnagelneuen Boss-Level-Zapfanlage, insgesamt mehr als 50 Bierspezialitäten, Musik und Fingerfood. Oder, wie Bier-Baron Thorsten Schwämmle dazu sagt, „eine klassische Kraftpaule-Fete mit Musik, Essen und den leckersten Bieren, die wir finden konnten.“ Nichts mehr vornehmen danach…

Am Samstag kommen dann die Kraftpaule-Buddies von Tilmans Biere aus München zum „Tap Takeover“ nach Stuttgart. In Bierkreisen nennt man so die friedliche Übernahme des Ladens durch eine andere Brauerei. „Gemeinsam wird nach bayerischer Manier morgens mit Weißwurst und Münchner Bieren in den Tag gestartet, um dann gestärkt Tilmans beste Hopfengetränke zu verkosten.“ Klingt nach einem ziemlich perfekten Start ins Wochenende und in diese neue Kraftpaule-Ära.

Sieht gut aus, schemckt gut, ist gut: Der neue Kraftpaule ist da!

Kraftpaule verlost Bier und Brotzeit

Endlich fließt wieder Bier, endlich hat Stuttgart wieder seine Craft-Beer-Pilgerstätte. Was lange währt, wird endlich gut: Dieses reichlich abgenutzte Sprichwort trifft manchmal eben doch zu. Und damit das Opening noch bierseliger wird, können Stadtkinder zum Neustart gleich noch einen schicken Preis abstauben. Wir verlosen ein Tasting-Tray mit allen zwölf Fassbieren nebst dem klassischen Vesperbrett, einzulösen im Eröffnungsmonat Februar. Das reicht locker für zwei!

Um den Preis abzustauben, schreibt uns einfach eine Mail an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de mit dem Betreff „Kraftpaule-Opening“ und einem Grund, weshalb ihr unbedingt gewinnen müsst. Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 5.2.2019, 12 Uhr (Teilnahmefrist). Alle Emails nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

www.kraftpaule.de

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Tischtennis ist mein Leben!

Stadtkind-Autor Björn Springorum hat eine ganz spezielle Vorliebe. Warum ihm Tischtennis so viel bedeutet, hat er hier zusammengefasst.

Stuttgart – Es ist Wochen her, seit ich meinen letzten Schuss hatte. Ich bin auf Entzug, relativ kalter Entzug sogar. Frostiger Entzug. Und das liegt nicht an den Temperaturen da draußen. Wer (wie ich) in Tischtennis seine Erfüllung findet, aber (wie ich) weder Garage noch Keller für eine gescheite Indoor-Platte hat, der nimmt mit der Straße vorlieb. Mit den grundehrlichen, bisweilen hart umkämpften und immer auch ein wenig unebenen, schiefen, ramponierten Steinplatten, die es in Stuttgart in hoher Anzahl gibt. Auf öffentlichen Plätzen, vor Schulen, auf Spielplätzen: Find me where the Platte is!

Winter der Unzufriedenheit

Nur eben im Winter nicht. Und genau hier beginnt mein kalter Entzug. Ich glaube, es war Ende November, als ich das letzte Mal den Schläger schwang. Acht Wochen, seit ich das letzte Mal dieses High gespürt habe, diese Ekstase eines langen Ballwechsels, dieses Adrenalin, wenn man einen fiesen Schmetterball mit der Leichtigkeit eines Balletttänzers pariert und den Punkt am Ende doch noch macht. Euer Koks könnt ihr behalten. Gebt mir einen Schläger, einen Ball und einen Partner, der es mir mit aufnehmen kann! Runner‘s High? Kinderkram, Table Tennis High ist das neue High!

Paul-Gerhardt-Platz for life!

Problem: Selbst im November war es bisweilen schwer, dieser Sucht zu frönen. Regnerisch, windig, kalt. Wer um den Paul-Gerhardt-Platz im Stuttgarter Westen unterwegs war in den grauen Herbstwochen, der wird morgens des Öfteren zwei unerschütterliche Gestalten beobachtet haben, die verzweifelt einem Ball hinterherjagten, der zum Spielball der Winde geworden ist. Uns war das egal. Tischtennis ist in gewisser Weise unser Leben. Na ja, meins zumindest, was meine anderen Tischtennis-Partner (Huiss, Christian, you know who you are) dazu sagen, weiß ich nicht. Ich glaube aber gern, dass sie genauso empfinden.

Fitnessstudio? Spitzenidee!

Ich habe natürlich auch andere Interessen. Wein, Katzen und Bücher zu Beispiel. Zumindest aus sportiver Sicht ist Tischtennis aber alles für mich. Ein Fitnessstudio kommt wegen der schlimmen Typen, den hygienischen Zuständen und den mannigfachen Gerüchen für mich nicht in Frage, beim Joggen verliere ich mich zu schnell in der Schönheit der Landschaft und für Yoga fehlt mir die Geduld. Tischtennis jedoch, Tischtennis war eine Offenbarung für mich. Nicht so posh wie Tennis, nicht so proletarisch wie Fußball, aber immer noch wunderbar anstrengend, kunstfertig, anspruchsvoll und das pure Leben.

Glitter hat beim Tischtennis meist nichts verloren! (Quelle: Youtube-Screenshot)

Ja, das ist Sport!

Denn lasst mich gleich mal mit einem Vorurteil aufräumen, mit dem wir Tischtennisspieler immer zu kämpfen haben: Wenn du diesen Sport nicht anstrengend findest, dann liegt das nur daran, dass du kein Talent für ihn hast. Immer nur auf einem Fleck stehen bleiben und dröge *tock-tock* den Ball hin- und herspielen hat so viel mit Tischtennis zu tun wie eine Runde Ponyreiten im Zoo mit Polo. Also spart euch eure despektierlichen Kommentare, die prallen an uns eh ab wie die Bälle von unseren fachmännisch geschwungenen Schlägern. Ach, und noch was: Über dieses Video von Marteria und Casper können wir Tischtennisspieler nur herzlich lachen. Nice try, Jungs.

Minus sieben Grad. Wir spielen

Was ich ohne Tischtennis machen würde? Gute Frage. In den letzten Wochen hatte ich mehr als genug Gelegenheit, das für mich zu beantworten. Zugrunde gehen würde ich! Also haben einer meiner treuen Tischtenniskumpane, ein dufter Typ, der Musiker ist und bei mir um die Ecke wohnt, und ich heute einen verwegenen Entschluss gefasst. Es hat minus sieben Grad da draußen, ja. Aber es ist trocken und windstill. Um neun Uhr dreißig treffen wir uns zum ersten Match des Jahres. Und ich werde endlich wieder vollständig sein.

Nachtrag: Ich habe verloren, obwohl ich Handschuhe anhatte. Und wisst ihr was? Es ist mir egal, denn ich habe gelebt.

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Künstler-
kollektiv träumt von Stuttgart als Geisterstadt

Das Citizen.Kane Kollektiv hat es wieder getan. Diesmal erklärt es bei einer Theaterperformance in einem verlassenen Abbruchhaus gleich die ganze Stadt Stuttgart zum Wrack.

Stuttgart – Für den einen oder anderen von uns ist es vielleicht nicht mal besonders dystopisch, was das freie Künstlerkollektiv Citizen.Kane in seinem neuesten Stück „Die Stille der Stadt“ da so inszeniert. Eine Metropole am Abgrund, eine kaputte, vermüllte, entvölkerte Stadt, erstickt an ihrer eigenen Habsucht und der Gier gewissenloser Investoren. Eine riesige Ruine, sich selbst und den Ratten überlassen. Und wenn man mal genau hinsieht in Stuttgart, dann kann man es gar nicht mehr übersehen: Der Verfall ist überall.

Im Schatten des Gaskessels

Besonders hier an der Rotenbergstraße im Stuttgarter Osten, wo das Kollektiv sein jüngstes Theaterstück inszeniert. Unweit von Gaskessel und Schlachthof, zweifelhafte Sehenswürdigkeiten des Stadtbilds, befindet sich ein Haus, längst verlassen und dem Verfall übereignet. Das Gebäude steht leer, eine ehemalige Tankstelle wirkt seltsam melancholisch. Christian Müller vom Kollektiv dazu: „Das Haus hat interessante Räume in verschiedenen Größen, außerdem eine Bar mit Dachterrasse, vor der sich im Neckartal die Fabriken und die Konzernzentrale von Daimler ausbreiten.“

Detroit ist überall

Am Beispiel von Detroit, dem Paradebeispiel für ruinöse Städte, zeigt „Die Stille der Stadt“, was in Stuttgart theoretisch mal passieren kann. Oder was längst seinen Anfang genommen hat. „Dystopien sind für uns interessanter als Utopien“, betont Christian. „Durch das Denken des Negativen führen wir das große Potential des Positiven bewusster vor Augen. Das Positive soll nicht in unserer Darstellung entstehen, sondern im Kopf unserer Zuschauer. Für uns sind Dystopien Mittel der Aktivierung des Publikums.“ Wie die Akteure, sollen sich auch die Besucher individuell mit dem Zerfall der Stadt auseinandersetzen.

Jedes Jahr ein Verfall

Das fällt nicht schwer, wenn man die eine oder andere Ruine im Stadtbild entdeckt, verfallene Fabriken oder überwucherte Parkplätze. Die geballte Ladung Verfall gibt es dann im Stück und in der begleitenden Ausstellung im gesamten Haus. Denn Citizen.Kane bietet immer mehr als „nur“ ein Theaterstück. „Diese Performance ist Teil einer dreijährigen Konzeptionsförderung“, erklärt Christian. „In den drei Jahren wollen wir uns mit dem Verfall der Stadt, der Familie und des Individuums selbst auseinandersetzen.“ Jedes Jahr ein Verfall, sozusagen. „Wir haben mit der Stadt begonnen – und die Umstrukturierungen in der Autoindustrie ließen den Gedanken, dass aus Stuttgart ein deutsches Detroit wird, sofort aufblitzen.“

Stuttgart schafft sich ab: Citizen.Kane untersucht den Verfall der Stadt. (Bild: Leo Mandl)

Widersprüche und Außenseiter

Huh, eine gespenstische Vorstellung. Aber eine, über die es sich nachzudenken lohnt. Christian nickt. „Als Theaterkollektiv wissen wir, dass aus der Krise die besten Ideen entstehen. Trotzdem ist diese Zukunftsvision auch eine Aufforderung, die positiven Errungenschaften der Menschen in Stuttgart zu erhalten und auszubauen.“ Auch den Vorwurf, das Kollektiv würde nicht viel von Stuttgart halten, weist er entschieden zurück. „Wir arbeiten und leben alle sehr gern in Stuttgart. Uns interessiert aber eben auch das Unterbewusste der Stadt. Die Dinge, die falsch laufen und nicht ausgesprochen werden. Uns interessieren Widersprüche und Außenseiter.“ Und das zeigt auch der Name Citizen Kane. Benannt hat man sich nach dem Filmklassiker von Orson Welles, in dem es um Aufstieg und Fall des Magnaten Charles Foster Kane geht.

Im Rotlichtviertel

Seit 2014 arbeitet das Kollektiv, heute besteht es aus den Künstlern und Künstlerinnen Andrea Leonetti, Isabelle von Gatterburg, Sarah Kempin, Christian Müller, Jonas Bolle, Jürgen Kärcher und Simon Kubat. Gastkünstler nicht mitgerechnet. Dass das Kollektiv gern an besonderen öffentlichen Orten spielt, hat zweierlei Gründe. Erstens, sagt Christian, können öffentliche Orte „nicht ihre Geschichte verschweigen“. Und zweitens ist ein dauerhafter Spielort, der als Art Keimzelle für weitere Forschungen dienen würde, bislang noch nicht gefunden. Bis es so weit ist, durchleuchten sie halt einfach weiter die Stadt, spielen im Rotlichtviertel, in riesigen Industriehallen, unter freiem Himmel. Oder eben in Häusern, die bald schon abgerissen und dann für immer verschwinden werden.

Zur Webseite des Kollektivs: www.citizenkane.de

Titelbild: Alexander Wunsch

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Fasten und Co.: Hört auf, aufzuhören!

Im Januar steht das Fasten traditionsgemäß sehr hoch im Kurs. Gefastet wird Alkohol, Süßigkeiten, Zigaretten, Fett, Instagram und so ziemlich alles andere, was Spaß macht. Unser Autor findet das heuchlerisch und vollkommen bescheuert.

Stuttgart – Man muss nicht mal aus dem Fenster oder auf den Kalender schauen, um zu wissen, welche Jahreszeit wir haben. Jede zweite Werbung setzt sich mit Abnehmen oder Sport auseinander, die Supermärkte sind voller Fitnessgeräte und hässlicher Jogging-Klamotten, überall hecheln die Menschen die Stäffele rauf und runter, die schon am zweiten Januar ihre guten Vorsätze bereut haben, aber die teuren Joggingschuhe nicht gleich wieder wegschmeißen wollen.

Die Neujahrs-Katharsis

Fasten ist im Januar so en vogue wie die Völlerei im Dezember. Nach Plätzchen, Schoko-Nikoläusen und der einen oder anderen Weihnachtsgans in Kombination mit einem Hektoliter Wein erwacht die Nation wie aus einem Koma und denkt kollektiv, jetzt wieder rigoros alles anders machen zu müssen. Erst der Silvester-Suff, dann die Neujahrs-Katharsis: „So kann es doch nicht weitergehen!“, hallt es von Kaltental bis Korntal, neuerdings ergänzt um den Schrei nach digital detox.

Eine Nation aus Sündern

Und wahrscheinlich kann das auch nicht schaden. Aber meiner Meinung nach ist Fasten, egal welcher Art, eine an Heuchelei und Schwachsinn nicht zu überbietende Angelegenheit, die Seele und Körper eher quält als reinigt. Erst erlaubt man dem Körper, sich in Völlerei und Trunk zu verlustieren, bis er sauer aufstoßend rebelliert, danach setzt man ihn auf kalten Entzug und macht drei Wochen halbherzig Sport, bis man eh wieder in seine alten Marotten verfällt.

Davon hat niemand was – außer der Lebensmittelindustrie mit ihren verarschenden Light-Produkten und überzuckerten Smoothies oder den Fitness-Studios, die die Sünder einkassieren wie damals die katholische Kirche. „Vergib mir, o Personal Trainer, denn ich habe gesündigt.“ – „Kein Problem, mein Kind, 50 Push-Ups und eine halbe Stunde aufs Laufrad, dazu drei Protein-Shakes. Amen!“ Aus einem schlechten Gewissen ließ sich schon immer viel Profit schlagen.

Balance ist keine Yoga-Übung

Ganz oder gar nicht, das scheint auch bei der Benutzung sozialer Netzwerke das neue Mantra geworden zu sein. „Was, du bist noch auf Facebook?“ ist das neue „Was, du isst noch Fleisch?“ geworden. Plötzlich muss man sich rechtfertigen, nur weil man meint, alle zwei Minuten nach Updates von Freunden, Tierseiten oder diesem coolen neuen Restaurant schauen zu müssen. Wer unschuldig ist, werfe den ersten Stein!

Ist ja aber überall so. Nicht nur ab und an auf Fleisch verzichten, sondern gleich ultravegan sein. Nicht nur weniger Alkohol trinken, sondern gleich straight edge für immer. Wie wäre es stattdessen denn, wenn man einfach nach einer Balance schaut. Nach einem individuellen, für jeden selbst bestimmbaren Mittelweg zwischen Exzess und Verzicht? Ein wenig mehr Sport, dafür weniger Alkohol, ein wenig mehr selbst Gekochtes, dafür weniger Pizza und Burger in der Mittagspause. Dazu einfach mal das Handy weglegen und aus dem Fenster schauen. Die Welt wird sich auch so weiterdrehen. Und selbst wenn nicht, bekommt man es so wenigstens mit.

Klingt leicht? Ist es ja auch, verdammt noch mal! Das Problem ist nur, dass sich damit keine Bücher, Kuren oder schlechte Gewissen verkaufen lassen. Und ohne die geht im Januar bekanntlich gar nix.

(Titelfoto: Unsplash/Frankie Cordoba)

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Kraftpaule und Südkorn verlosen ihr Herrengedeck

Mit Kraftpaule und Südkorn haben sich zwei Stuttgarter Manufakturen zusammengeschlossen, um uns das klassische Herrengedeck als Nobelvariante zu servieren. Stadtkind verlost zwei Exemplare der limitierten Box!

Stuttgart – Wissen wir, wissen wir: Im beginnenden Jahr 2019 ist eine Bezeichnung wie Herrengedeck nicht mehr zeitgemäß. Das althergebrachte Grundprinzip ist dennoch eine Instanz: Ein Herrengedeck besteht bekanntlich aus einem Bier (meist ein Pils) und einem Schnaps (meist ein grausiger Fusel ganz hinten aus dem Regal). Nicht unbedingt ein Hochgenuss, dafür aber zumindest ziemlich effektiv. Reicht ja manchmal auch.

Brüder im „Geiste“

Wenn sich aber nun ein Craft-Beer-Brauer und eine Schnaps-Manufaktur zusammenschließen, um dem Herrengedeck das alkoholische Pendant zu „Pimp my Ride“ zuteil werden zu lassen, was dann? Nun, dann kann schon etwas Besonderes dabei rauskommen. Genau das haben Thorsten Schwämmle von Kraftpaule und die beiden Südkorn-Schöpfer Christian List und Dirk Pohl getan: Ein hochwertiges Herrengedeck ohne Plörre und Fusel, dafür mit viel Handarbeit und Kesselliebe. „Wir vertreten ähnliche Werte und sehen uns als Brüder im Geiste“, erklärt Kraftpaule-Thorsten diese Zusammenarbeit. „Wir sind junge Unternehmen aus Stuttgart, denen Qualität und Nachhaltigkeit wichtig sind. Da findet man automatisch zusammen…“

Der Genussverbund kommt!

Erstes Produkt dieser Zusammenarbeit ist das Herrengedeck, das in einer Auflage von 300 Stück produziert wurde und das neue Helle vom Kraftpaule, den Premium-Weizenbrand Südkorn und ein Schnapsglas enthält. Und das soll erst der Anfang sein, verrät Thorsten: „Für 2019 planen wir einen Verbund, der junge Stuttgarter Unternehmen mit denselben Werten zusammenbringt.“ Ihm schwebt ein „Genussverband“ vor, in dem es um Bier, Spirituosen, Wein, Delikatessen und vieles mehr geht. „Wir wollen gemeinsam auftreten, Feste veranstalten und einen Vertrieb aufbauen. Zudem ist ein gemeinsamer Shop geplant, in dem es all unsere Produkte geben wird.“

Das Herrengedeck: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

Herrengedeck abstauben!

Wenn das alles so schick aussieht wie das Herrengedeck, dann wird das eine runde Sache. Aber überzeugt euch selbst: Das Stadtkind verlost zwei Herrengedecke im Wert von jeweils 17,50 Euro. Darin enthalten ist das Helle vom Kraftpaule, der Premium-Weizenbrand Südkorn, ein Schnapsglas, alles auf 300 Exemplare limitiert und geliefert in einer handgefertigten Verpackung.

Um an eines der Sets zu kommen, schreibt uns eine Mail an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de mit dem Betreff „Herrengedeck“ und verratet uns, warum ihr es unbedingt haben wollt. Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 07.01.2019, 18 Uhr (Teilnahmefrist). Alle Emails nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Der absolut unvollständige Stadtkind-Jahresrückblick 2018

Bevor wir uns so richtig auf das neue Jahr einlassen, wollen wir noch ein bisschen in Erinnerungen schwelgen: Als wäre es gestern gewesen – es folgt ein unvollständiger und fast unparteiischer Rückblick auf ein ziemlich turbulentes Jahr 2018 im Kessel.

Stuttgart – Was heißt es eigentlich für eine Gesellschaft, wenn selbst ein Zuschauermagnet wie Günther Jauchs sentimental-dramatisches Format „Menschen, Bilder, Emotionen“ einen Quoten-Minusrekord einfährt? Dass die Menschen gar nicht mehr wissen wollen, wie schlimm das Jahr wirklich war? Oder dass niemand mehr Bock auf RTL hat? Leider eher ersteres: „Bauer sucht Frau“ fährt 2018 nämlich immer noch saugute Quoten ein.

2018: X1 und Strafzettel

Doch um es gleich mal zu sagen: Es ist auch 2018 viel Gutes passiert! Man vergisst das nur nach dem ersten Kaffee, wenn all die ausgefallenen S-Bahnen, der X1 (wir sagen übrigens X1 und nicht „Ex One“) im Stau, die unverschämten Mieten, die riesigen Baustellen, die vielen Strafzettel wegen Falschparkens im Westen und der ausgebliebene Lottogewinn vor dem inneren Auge vorüberziehen. Gut, für Letzteres hätte man natürlich überhaupt erst mal spielen müssen, das vergessen die meisten.

Unser täglich Feinstaub

Zunächst also mal das Wichtigste: Eggs Benedict (wir sagen „X Benedict“) sind in der Innenstadt angekommen!!!1!!1 Und trotz Feinstaub sind wir alle noch am Leben. Ich weiß, reichlich unseriös wegen den etwaigen Langzeitschäden und so weiter, aber es geht hier ja nur um 2018. Und das war auch das Jahr, in der die Wagenhallen endlich wieder eröffnet haben. Wir reihen uns deswegen jetzt auch nicht in die lange Reihe der Lästermäuler ein und freuen uns einfach darüber, dass Stuttgart wieder eine kulturelle Spielstätte mehr hat. Ziemlich wichtig, wenn man bedenkt, dass Keller und Gaby‘s Gruft bald wegfallen. Ups, das sind ja nicht gerade good news.

Vom Regen in die Traufe

Ist aber leider oft in Stuttgart so: Auf viele gute Nachrichten folgt mehr oder weniger direkt eine schlechte. Am Österreichischen Platz tut sich endlich was. Ja, aber dafür hat das Fluxus für immer geschlossen! Das Café Gustav ist vom Fleck weg ein wunderbarer Hangout für den Westler geworden. Ja, aber dafür gibt es eine lächerliche Sperrstunde in der Eberhardstraße. Das Hallo Emil feiert den Neckar draußen in Untertürkeim. Ja, aber dafür steht der VfB immer noch kurz vor einem Abstiegsplatz.

Gustav ist neu im Westen. Er mag es gemütlich. (Bild: Tanja Simoncev)

Bester Wein für die Coke

Manchmal kommen gute und schlechte Nachrichten sogar in Personalunion. Wie bei Kraftpaule zum Beispiel, die wir durch ein ziemlich aufregendes Jahr mit vielen Aufs und Abs begleitet haben. Craft Beer war allgemein gefühlt nicht mehr so ein Thema wie noch 2017, Gin dafür immer noch. Warum auch immer. Gut, mittlerweile eher in der Kategorie „bester Gin für Gin and Tonic“, das ist dann ja ein bisschen so, als würde man einen Rotwein küren, der besonders gut zu Cola passt. Andere Trending-Themen gab es im Kessel natürlich auch: Ramen setzt sich nach und nach auch hier durch, von Burgern hat der Stuttgarter aber gefühlt die Schnauze voll. Da lecken sich andere alternativ lieber an einer Tunnelwand satt.

Stuttgart 2018: Nacktheit provoziert irgendwie immer noch! (Bild: Auto Statt Stuttgart)

Mehr starker Alkohol!

Eine Bar zu eröffnen, das geht scheinbar aber immer noch sehr gut. Mit dem Purple Room und der TinTin Bar sind allein in den letzten Monaten zwei neue Konzepte dazugekommen. Schadet ja nicht, solange auf den vorhandenen Flächen nicht noch mehr Shisha-Bars oder Casinos aufmachen. Oder ein weiteres DoQu. Oh, darf man das sagen? Keine Ahnung, ist ja für viele vielleicht auch ein schöner, stimmungsvoller Ort mit… nein, unmöglich, ist es nicht.

Purple Room: Einer der Neuzugänge 2018

Das Ende einer Legende

Cool war 2018 natürlich auch, dass es nicht mal mehr vergünstigte Tickets für den Nahverkehr gab, wenn der Feinstaubalarm durch die Stadt bimmelte. Wieso sollte man es auch attraktiv machen, aufs Auto zu verzichten? Oh, verzichten muss der Süden fortan auch auf seine legendäre Postfiliale in der Böblingerstraße. Eine Google-Bewertung von 1,4, das schafft man nur, wenn man sich wirklich anstrengt. Und wenn man bedenkt, dass die da teilweise einen Mitarbeiter abgestellt hatten, der lieber an der Tür Wache hält, dass niemand mehr reinkommt, anstatt am Schalter zu stehen, ist diese Wertung eigentlich immer noch viel zu gut. Ich hätte ja gern noch ein Human-Abfall-Konzeptalbum über diesen Ort gehört…

Was du Autotune nennst

Besser als die Post haben es generell die Stuttgarter Musikerinnen und Musiker gemacht. Die Nerven, Karies, Kids Of Adelaide, Eau Rouge, Pale Heart, Kaufmann Frust und noch ein paar andere wurden auch überregional gefeiert. Vielleicht kommen sie nicht ganz an Bausa ran, dessen „Was du Liebe nennst“ 120 Millionen Mal gestreamt wurde. Aber dann wiederum benutzen die anderen auch kein Autotune.

Ja, war schon alles relativ wild 2018. Auch wegen Wasen natürlich, dem Flirt-Paradies Nummer eins. Hat natürlich auch eine Platzierung in dieser viral gegangenen Liste über die Sensationsstadt Stuttgart abgestaubt. Na ja, kann man machen, muss man aber nicht. Wichtiger wäre da schon zu erwähnen, dass es dank einiger Jungwinzer endlich mal gescheiten Wein auf dem Weindorf gab. Sage ich. Ach ja, und fast vergessen: Der Sommer war auch gut.

Nie langweilig mit dir, Stuttgart. Obwohl’s manchmal fast schön wäre.

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Der Stadtkind-Guide für ein Neujahr ohne Hangover

Kein Neujahr ohne eine Planierraupe im eigenen Kopf? Muss nicht sein: Das Stadtkind hat vernünftige und unvernünftige, gewöhnliche und ungewöhnliche Tipps gegen den Hangover aus der Hölle parat.

Stuttgart – Ah, wieder zuhause. Na, eine schöne Silvesternacht gehabt? Geiefert, getanzt, getrunken gelacht? Alle Vorsätze für 2019 gleich wieder über Bord geworfen? Gut, gut. Dann können wir uns ja jetzt mal um deinen massiven Hangover kümmern. Diese Tipps sind weder wissenschaftlich bestätigt noch unbedingt zu empfehlen, manchmal sogar dumm. Das Schlimme aber ist: Sie helfen wahrscheinlich wirklich!

Tipp 1: Einfach mal ein Ei trinken!

In England kennt man sich mit dem Trinken aus. Wegen der Sperrstunde in den meisten Pubs sind normal arbeitende Menschen gezwungen, in den wenigen verbleibenden Stunden zwischen Feierabend und „last round“ möglichst viel Alkohol zu sich zu nehmen. Die Nachwirkungen eines massiven Hangover bekämpfen sie mit einem Glas frischen O-Saft, in das sie ein rohes Ei gleiten lassen. Runter damit – und einfach noch ein English Breakfast hinterherschieben, wenn man gerade einen Pub in der Nähe hat!

Tipp 2: Wasser Marsch!

Ich gebe gern zu, dass das ein richtig langweiliger Spießertipp ist. Aber immer wenn ich es selbst mal schaffe, mich daran zu halten, merke ich, dass er gar nicht dumm ist. Und echt simpel: Einfach regelmäßig ein Glas Wasser trinken. Nach jedem Bier meinetwegen oder nach jedem Shot. Die 13, 14 Gläser Wasser wird euch euer Körper am nächsten Morgen danken. Zudem sorgt das regelmäßige Aufsuchen einer Toilette für genügend Bewegung. Und die ist gut für den Kreislauf.

Tipp 3: Richtig sauer werden!

Also, ich weiß nicht, wie ihr so feiern geht, aber ihr solltest es ab sofort so machen wie die Menschen in Puerto Rico. Der Legende nach zumindest. Wenn sie wissen, dass sie mal wieder eine Schneise in ein Barregal saufen, schmieren sie sich Zitronenscheiben unter die Achsel des Arms, mit dem sie einen heben. Wir wissen leider weder, wie viele, noch, ob Bio-Qualität hier besonders wichtig ist. Aber hey, schaden kann es nicht.

Tipp 4: Den Hangover wegtrinken!

Höllisch unvernünftig, ungesund und absolut nicht zu empfehlen. Aber leider effektiv: Einfach weitertrinken! Der erste Schluck mag noch abstoßend sein, doch die Linderung setzt leider viel zu schnell ein. Klar, ist es ein Teufelskreis und irgendwann muss man einfach mit dem Saufen aufhören. Wir wollten es nur erwähnt haben, falls am 1. Januar gleich der Besuch bei den Schwiegereltern oder der Oma ansteht und der Hangover einfach zu mies ist.

Tipp 5: Macht es wie alle anderen!

Die Standardvorgehensweise: Rollos runterlassen, zwei Kopfschmerztabletten mit viel Wasser runterwürgen, zurück ins Bett, Decke über den Kopf ziehen und sich mindestens sieben Stunden schwören, nie wieder Mexikaner zu trinken.

Tipp 6: Geht einfach nicht saufen!

Der wahrscheinlich ultimativ beste Tipp gegen einen fiesen Hangover ist immer noch: Bleibt einfach zuhause! Ja, klingt doof, ist aber so. Einfach nicht (r)ausgehen, sondern stattdessen mit einer schönen Kanne Tee Netflix schauen (ja, das geht auch ohne Kater!), dazu ein paar (Weihnachts-)Kekse naschen und und gemütlich eindösen.

Bonus-Tipps: Weil ihr es seid!

Der Legende nach galt im Alten Rom ein gebratener Kanarienvogel als Spitzenmittel gegen einen dröhnenden Schädel. In Japan schwört man auf extrem salzig-sauer eingelegte Pflaumen am Morgen nach einem Sake-Gewitter. Und in Sizilien war es doch tatsächlich eine anerkannte Hangover-Kur, getrockneten Ochsenpenis zu snacken. Dann doch lieber Punkt 6, oder?

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