Stiege 4: Kreativer Bio-Sirup made in Stuttgart

Das Stuttgarter Start-up Stiege 4 produziert selbstgemachten Bio-Sirup mit Zutaten aus der Region. Dabei legen die jungen Gründer großen Wert auf Nachhaltigkeit und soziales Engagement.

Stuttgart – Von der Idee über die Produktion bis zur mobilen Holzbar ist bei den Jungs von Stiege 4 alles selbstgemacht. Aus regionalen Zutaten in Bio-Qualität werden die Sirups in Kooperation mit der Inklusionsküche des Rudolph-Sophien-Stift in Stuttgart gekocht und abgefüllt – ein spannendes Unternehmenskonzept.

Vom Glasverbot zur Unternehmensgründung 

Angefangen hat alles vor drei Jahren bei einem Straßenfest in Wien, wohin die zwei Stuttgarter Hendrik Thomas und Marvin Ringhofer zum Studieren gezogen sind. „In Wien werden häufig Straßenfeste veranstaltet und wir hatten die Idee auf einem Fest selbstgemachte Limo zu verkaufen. Also haben wir einfach in einem Stadtpark Holunderblüten gepflückt und daraus Sirup gekocht“, erklärt der 28-jährige Hendrik.

Dann aber das Problem: die beiden mussten feststellen, dass auf dem Straßenfest, für das sie jede Menge Gläser eingekauft hatten, Glasverbot bestand. „Unsere Aufgabe nach dem Fest war es also das Geld, das wir für die Gläser ausgegeben hatten, wieder reinzuholen.“ Sie bewarben sich für das nächste Fest – und waren dann das erste mal beim Feuerseefest 2016 in Stuttgart dabei.

Für das Fest im Westen haben die beiden direkt expandiert und ihr Sirup-Repertoire erweitert. Den kreativen Part übernimmt hierbei Marvin, er testet und entwickelt die Rezepturen des Start-ups. Und schließlich gab es auch eine personelle Erweiterung im Team. Zum einen wäre da Tommi Fadini. Der gelernte Schreiner und Architekturstudent ist für den Standbau verantwortlich, baut und entwirft die Holzbars. Zum anderen ist Luis Ringhofer mit im Boot, der als Kreativer den visuellen Part übernimmt.

Soziale Verantwortung als Teil der Unternehmensphilosophie

Irgendwann stiegen die Produktionsmengen derart an, dass die Jungs mit dem Kochen kaum noch hinterher gekommen sind. „Als wir merkten, dass wir es bei solchen Mengen nicht mehr alleine hinkriegen, haben wir uns auf die Suche nach einer Produktionsstätte für unsere Sirups gemacht. Ein sozialer Aspekt im Produkt war uns sehr wichtig und so wurden wir über Bekannte auf die Inklusionsküche des Rudolph-Sophien-Stifts aufmerksam gemacht, in der Bewohner und Mitarbeiter des Stifts tätig sind und entschieden uns dort zu produzieren. Einen Wandel in unserer Gesellschaft können wir nämlich nur erreichen, indem wir mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt Hendrik.

Dass die Produkte für die Sirupherstellung aus der Region kommen, war für die jungen Gründer ein Muss. „Um regionale Produkte verwenden zu können, produzieren wir auch immer saisonal“, so Hendrik. Nächstes Jahr möchten die Jungs von Stiege 4 sogar ein eigenes Kräuterfeld bewirtschaften.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Wer heute ein neues Produkt auf den Markt bringen möchte, muss sich von anderen Produkten und Angeboten abgrenzen können. „Unsere Firma ist ein Teil der Gesellschaft. Mit unseren Ständen stehen wir auf der Straße bei den Menschen und so fühlen wir uns auch sozial verantwortlich. Dass wir die Thematik der Nachhaltigkeit und Regionalität in unser Unternehmenskonzept einbauen, war uns sehr wichtig“, sagt Hendrik.

Das Thema Nachhaltigkeit versteckt sich bei den vier in sämtlichen Details – die Sirups werden in Glasflaschen abgefüllt, die Drinks in Mehrweggläsern serviert und als Trinkhalme dienen Makkaroni. „Bei der Auswahl der Trinkhalme haben wir so ziemlich alles ausprobiert, bevor wir auf die Lösung mit den Makkaroni kamen – viele nachhaltige Trinkhalme weisen im Gebrauch einige Nachteile auf, aber mit der aktuellen Lösung sind wir zufrieden. Unser Ziel für die nahe Zukunft ist es den Plastikmüll bei den Festen und bei der Produktion so weit es geht zu reduzieren.“

Stuttgart finden die jungen Unternehmer übrigens ideal als Ausgangspunkt für ihr Start-up. „Die Straßenfestkultur ist in Stuttgart sehr etabliert – so ist es nicht in allen Städten. Die Liebe zur Stadt motiviert uns außerdem immer weiterzumachen, wir möchten mit unserer Arbeit unseren Beitrag dazu leisten, die Stadt voranzubringen“, so Hendrik.

Die Sirups kann man mittlerweile online oder im 0711 Store kaufen. Wer die Drinks vorher mal probieren will, findet Stiege 4 beim Feuerseefest im September.

Bilder: Alla Lukashova

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Holy Pop-up: Nachhaltige Newcomer-Brands aus Stuttgart

Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit geht am kommenden Wochenende das Holy Pop-up in die zweite Runde. Wir haben Teresa Vogt, die das Event ins Leben gerufen hat, getroffen und mit ihr genauer über das neuartige Konzept gesprochen.

Stuttgart – Am 19. und 20. Juli hat man im Rahmen des temporären Projektes Holy Pop-up im Store Coco-Mat in der Lautenschlagerstraße die Möglichkeit, Newcomer-Brands kennenzulernen. Gemeinsam haben all diese Brands, dass sie aus dem Stuttgarter Raum kommen und nachhaltig sind. Die Summer-Edition findet wieder in Kooperation mit Future Fashion statt und bietet den Besuchern mehr als ein reines Shopping-Erlebnis – neben einer Yoga-Session, einem DIY-Workshops für nachhaltige Taschen und Kissen, werden Bio-Drinks zu entspannter Musik serviert und nachhaltige Mode präsentiert.

Support your locals

Um nachhaltige Brands vorzustellen, ist Coco-Mat die passende Location, denn bei dem Label stehen Naturmaterialien und Nachhaltigkeit bereits seit 30 Jahren im Vordergrund und die zentrale Lage bietet viele Möglichkeiten. Teresa Vogt ist im Marketing bei Coco-Mat Deutschland tätig und hat das Konzept des Holy Pop-up entwickelt: „Ich wollte die Möglichkeit nutzen, unseren Standort in der Innenstadt mit anderen Brands zu teilen und Newcomern Raum für ein cooles Event zu bieten.“ Das es hierbei um nachhaltige und regionale Brands handeln würde, war von Anfang an klar.

Spread the message

Ganz anders als bei vielen temporären Shopping-Events steht beim Holy Pop-up nicht der Umsatz im Vordergrund – es geht hier viel mehr um das Miteinander, den Austausch und ein cooles Event mit rundem Rahmenprogramm. „Es ist wichtig, dass sich nachhaltige Brand auch untereinander und die Kunden junge Brands kennenlernen können. Durch den Austausch haben wir die Möglichkeit, der Nachhaltigkeit eine Stimme zu geben und den Gedanken unter die Menschen zu bringen,“ erklärt die 28-Jährige.

Für alle etwas dabei

Mit über 14 regionalen Brands werden nachhaltige Modelabels, Kosmetikbrands, Interior-Designer und sogar Accessoires für Hunde vorgestellt. Am Samstag findet außerdem eine Fashion-Show statt. „Ich möchte zeigen, dass Nachhaltigkeit heute keine Nische mehr ist und dass nicht nur nachhaltige Möbel, sondern auch nachhaltige Mode cool und stylish sein kann“, erklärt Teresa.

Jeder sollte eine Chance kriegen

Das besondere an diesem Event ist auch, dass die Newcomer-Brands kostenlos teilnehmen dürfen. Junge Start-ups können in der Anfangszeit ihre Ideen und Produkte häufig nur langsam unter die Leute bringen, da große Marketingevents wie zum Beispiel Messen mit hohen Kosten verbunden sind und die Händler eine hohe Umsatzbeteiligung wünschen. Und genau hier möchte Teresa zeigen, dass es auch anders geht, vor allem, wenn man eine gemeinsame Message verbreiten möchte: „Die regionalen Brands kriegen die Chance kostenlos am Pop-up teilzunehmen und die Voraussetzung dabei ist, dass die Brands den Nachhaltigkeitsgedanken verbreiten. So haben wir gemeinsam die Möglichkeit, etwas zu ändern und haben auch noch alle Spaß dabei.“

Das Programm vom Holy Pop-up Summer Edition:

Freitag, 19. Juli 2019

10 Uhr Yoga
15 Uhr Upcycling Workshop Lederclutch (Kosten: 5 Euro)
17 Uhr Future Fashion On Tour – Stadtrundgang
19 Uhr Afterwork Acoustic Sounds mit Mareeya

Samstag, 20. Juli 2019

12 Uhr Pillow Making Kids Edition
15 Uhr (Future) Fashion Show
18 Uhr Sundowner mit Cocktails und Musik

Bilder: Alla Lukashova, Coco-Mat

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Gründerin unterstützt junge Selbstständige mit Online-Kongress

Vor zehn Jahren hat sich Katja Wilpert mit einem der ersten Laden-Cafés in Stuttgart selbstständig gemacht. Heute begleitet die 39-Jährige mit ihrem Online-Kongress junge Stuttgarter Gründerinnen auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Stuttgart – Dass sich die gebürtige Dresdnerin mit einer eigenen Geschäftsidee irgendwann selbstständig machen würde, war für Katja schon immer klar. Nach der Ausbildung zur Einzelhandelsfrau sei sie erstmal im Handel tätig gewesen, habe aber immer von ihrem eigenen Laden geträumt. Dieser ließ nicht lange auf sich warten, auch wenn die ersten Schritte gar nicht so einfach waren.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Obwohl Katja schon immer davon träumte, selbstständig zu sein, war die Entscheidung, etwas Eigenes zu starten trotzdem nicht so leicht: „Wir Frauen sind oft sehr skeptisch und viel vorsichtiger als Männer. Wir haben häufig Angst davor, Geld zu bewegen. Männer hingegen überlegen da nicht so lang und machen es einfach.“ Der Tipp einer Freundin hat Katja die Entscheidung leichter gemacht: „Wenn du das nicht jetzt machst, wann dann?“ So kündigte die Wahlstuttgarterin ihren Job und machte sich an die Konzeptentwicklung für ihren Laden.

Für ihre Geschäftsidee hat Katja finanzielle Unterstützung gebraucht, erhielt jedoch bei keiner Bank ein Gründerdarlehen: „Alle wollen immer neue und interessante Konzepte sehen, aber sobald man mit einer neuartigen Idee kommt, wird sie abgelehnt, weil sie nicht auf Erfahrungswerten basiert. Das Witzige ist, dass über mein Geschäftsvorhaben immer Personen entschieden haben, die überhaupt nicht die Zielgruppe waren.“ Davon ließ sich die Gründungswillige aber nicht abhalten und nahm einen Privatkredit auf.

2009 eröffnete Katja mit Bittersüß eines der ersten Laden-Cafés in der Reuchlinstraße, in dem neben Kaffee, Schokolade und Accessoires auch Pralinenkurse angeboten wurden – und diese Kurse wurden zum Hit! Mit der Zeit konzentrierte sich Katja dann nur noch auf die Pralinenkurse und war hauptsächlich in der Pralinenwerkstatt tätig.

Gründerberatung in Kaffeepausen

In den Pausen wurde Katja dann häufig von den Kurs-Teilnehmern auf ihre Selbstständigkeit angesprochen und so entwickelten sich die Kaffeepausen zu Beratungssitzungen. Irgendwann wurde Katja klar, dass sie ihre Erfahrungen mit mehr Gründerinnen teilen möchte und daraus ein Onlinebusiness bauen will. So entstand ein kompaktes Online- und auch Offline-Konzept, bei dem Gründerinnen und Gründerwillige Unterstützung erhalten.

Zu dem Zeitpunkt hatte Katja bereits ein großes Netzwerk an erfolgreichen Geschäftsfrauen aus dem Stuttgarter Raum und kam auf die Idee ihr Wissen zu teilen. „Bei meinen Beratungen möchte ich einerseits motivieren, aber auch den Gründerinnen die Möglichkeit geben, von Fehlern der anderen zu lernen. Trotz guter Grundlagen hatte auch ich viele Schwierigkeiten in der Anfangszeit.“

Nach Stuttgart kam die gebürtige Dresdnerin einst der Liebe wegen und findet, dass Stuttgart ein guter Ort zum Gründen ist: „Hier ist die Kundschaft einerseits kaufkräftig, aber andererseits auch bereit, neue Projekte und Labels zu unterstützen.“

Vom 22. Juni bis 1. Juli findet der nächste Online-Kongress für Gründerinnen statt. 30 Experten aus verschiedenen Bereichen teilen hier ihr Wissen und Erfahrung mit allen Teilnehmern. Und das alles komplett kostenlos.

Für Gründerinnen hat Katja auch noch eine spannende Stadtführung geplant – eine Stadtführung durch inhabergeführte Läden und Cafés, bei der man networken kann und von anderen Geschäftsfrauen interessante Tipps erhält. Die nächste Führung findet am 29. Juni statt – hier könnt ihr euch dafür anmelden.

Zur Anmeldung für den Online-Kongress gelangt ihr hier.

Bilder: Alla Lukashova

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Neue Pop-up Galerie für Urban Art in Stuttgart

Dieses Wochenende eröffnet die Urban Art Gallery Stuttgart eine temporäre Pop-up Galerie am Rotebühlplatz. Am neuen Standort wird eine Auswahl von Werken des Stuttgarter Künstlers Marc C. Woehr, sowie von Künstlern aus Woehrs Freundeskreis präsentiert.

Stuttgart – Die Urban Art Gallery hat sich zum Ziel gesetzt, eine feste Adresse für urbane, zeitgenössische Kunst im süddeutschen Raum zu werden. Damit sollen Kunstwerke aus der Subkultur nun einen Zugang zu den Galerien erhalten. Marc C. Woehr hat mit der Galerie etwas Neues geschaffen – urbane Kunst erhält nun außerhalb des üblichen Milieus eine Plattform. Künstlerinnen und Künstler erhalten die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren, Freunde und Sammler von urbaner Kunst können ihre Sammlung hier bereichern.

Eine feste Adresse für urbane Kunst in Süddeutschland

Die Pop-up Galerie befindet sich in den Räumen des ehemaligen Optikers Peschke am Rotebühlplatz 15 und bietet auf zwei Stockwerken, die teils noch mit altem Inventar versehen sind, Raum für ein spannendes Ausstellungskonzept. „Die neue Location ist sehr zentral platziert – die Nähe zur Innenstadt und die direkte Lage am Rotebühlplatz geben uns neue Möglichkeiten,“ erklärt Marc C. Woehr. So setzt zum Beispiel das durch die Schaufensterfronten einfallende Tageslicht die Kunstwerke besonders spannend in Szene. Ein Besuch lohnt sich also zu jeder Tageszeit!

Die Pop-up Location bietet neue Möglichkeiten

„In der Pop-up Galerie möchte ich schöne Arbeiten einem größeren Publikum zugänglich machen,“ erklärt Marc. Dieses Ziel hat der 45-Jährige auch mit internationalen Ausstellungen, die bisher in Basel, Madrid und Paris stattgefunden haben.

In der temporären Pop-up Galerie werden nun Kunstwerke von u.a. Marc C. Woehr, Sweetuno, Patrick Hartl, Christian Hundertmark C100, Jeroo, Daniel Geiger, Juliah , Horst JDI und AVone gezeigt. Darunter sind Arbeiten aus den Bereichen Porträt, Street Art, Abstrakte Kunst, Stencil, klassisches Graffiti bis hin zu Skulpturen.

Freunde der Subkultur versammeln sich alle zur Vernissage am Samstag, den 8. Juni ab 18 Uhr am Rotebühlplatz 15.

 

Bilder: Urban Art Gallery

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Unternehmerin und Mutter: Laura Lehmann und ihr Kinderlabel La Lou

Laura Lehmann ist nicht nur Bloggerin, sondern eine erfolgreiche Unternehmerin und Mutter dreier Kinder. Wir haben die 33-Jährige im Atelier ihres Kinderlabels La Lou in Stuttgart-Plieningen besucht und gefragt: Wie schafft man das alles?

Stuttgart – Mit über 65 000 Followern gehört die Wahlstuttgarterin zu den erfolgreichsten Bloggerinnen im Ländle. Vor zehn Jahren zog die gebürtige Münchnerin der Liebe wegen nach Stuttgart. In der Zwischenzeit hat Laura ein Label für Kindermode und Accessoires auf die Beine gestellt und führt einen erfolgreichen Blog auf Instagram – und das alles mit drei Kindern. Wir haben uns gefragt, wie man das alles schafft und haben die Bloggerin zu einem persönlichen Gespräch getroffen.

Der Erfolg als eine Mischung von vielen Faktoren

Der Erfolg kam nicht von heute auf morgen – alles fing mit dem ersten Kind an. Damals hat die gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation festgestellt, dass es im Handel wenige schöne Kleidungsstücke und Accessoires für Kinder gibt und kam auf die Idee, diese einfach selber herzustellen. Kleine Herausforderung am Anfang: Dafür musste sie sich erst einmal Nähen beibringen. Alles fing mit Bettschlangen an, die man an der Bettkante in Kinderbettchen auslegen konnte: „Ich postete bei Instagram ein paar Bilder davon und meine Freundinnen waren alle begeistert.“ Damals war der Account der Bloggerin noch privat, aber es sprach sich schnell herum, dass es bei ihr schöne Kinderartikel zu bestellen gibt.

Mit der Zeit gingen so viele Bestellungen ein, dass Laura diese nicht mehr alleine produzieren konnte: „Zudem wollte ich nicht nur produzieren, sondern auch neue Modelle entwickeln und dafür fehlte mir die Zeit“. Und so entschied sie sich die erste Aushilfskraft einzustellen. Heute – knapp fünf Jahre später – besteht das Team von La Lou aus 13 Personen, die alle aktiv im Atelier in Plieningen in den Produktionsprozess integriert sind, oder an der Weiterentwickelung des Labels arbeiten. Der Name La Lou steht übrigens für die Anfangsbuchstaben des Namens Laura und dem zweiten Namen ihres ältesten Sohnes, Lou.

Da fragt man sich natürlich, wie das alles mit drei Kindern zu schaffen ist: „Das Ganze ist eine Mischung aus mehreren Faktoren: das Team, das einem zur Seite steht und die eigene Persönlichkeit sind hier entscheidend. Ich bin allgemein sehr belastbar, arbeite auch als Mutter dreier Kinder viel in der Nacht und bin trotz wenig Schlaf immer gut gelaunt. Und ich bin sehr dankbar dafür, Menschen um mich zu haben, die mir so viel helfen – ich habe ein tolles Team bei La Lou und mein Ehemann unterstützt mich in vielen Bereichen auch tatkräftig.“ Sobald der Kleinste dann auch in den Kindergarten geht, hat die 33-Jährige aber vor das nächtliche Arbeiten mal einzustellen.

In Stuttgart ist die Bloggerin am liebsten in den gemütlichen Seitenstraßen der Fußgängerzone unterwegs oder verbringt ihre Freizeit gerne auf dem Schlossplatz: „Ich liebe es, wenn sich bei gutem Wetter alle auf dem Schlossplatz versammeln und gemütlich auf der Wiese entspannen.“

Kindermode made in Stuttgart

Heute bietet Lauras Label La Lou eine große Auswahl an Artikeln für die Kinderzimmerausstattung und Kleidung an. Alle verwendeten Stoffe sind zertifiziert und die Produktion findet im eigenen Atelier in Stuttgart-Plieningen statt – fair und nachhaltig. Kunden kommen aus der ganzen Welt: „Wir haben häufig Bestellungen aus den USA, Holland, Schweden und sogar aus Mexiko.“ In Stuttgart findet man La Lou bei Korbmayer,  auch persönliche Bestellungen im Atelier in Plieningen werden entgegen genommen.

Bilder: Alla Lukashova

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Fit und gesund mit Marisa Hofmeister

Seit eineinhalb Jahren ist Marisa Hofmeister auf Instagram aktiv und teilt Tipps zu Ernährung, Sport und Lifestyle mit ihrer Community. Wir haben die 26-Jährige getroffen und mit ihr über holistische Ernährungsberatung und gesunden Lifestyle gesprochen.

Stuttgart – Während ihres Studiums in Bildungswissenschaften an der PH Ludwigsburg hat sich Marisa immer mehr für Sport und Ernährung interessiert und deshalb beschlossen neben ihres Vollzeitstudiums ein Fernstudium in holistischer Gesundheits- und Ernährungsberatung anzufangen: „Der Unterschied zwischen der klassischen und der holistischen Ernährungsberatung ist die Wahrnehmung der Gesundheit des Körpers als ein Ganzes – bei der holistischen Ernährungsberatung steht zum Beispiel nicht eine reine Gewichtsabnahme im Fokus, sondern das Ziel ein gesundes Körpergefühl zu erreichen, bei dem die Psyche, die Ernährung und der Sport gleichermaßen einen Einfluss haben.“

Leistungssport und vegane Ernährung

Seit ihrer Jugend ist die gebürtige Ludwigsburgerin aktive Leistungssportlerin – heute tanzt die deutsche Vizemeisterin nicht nur in der 1. Bundesliga, sondern trainiert auch Nachwuchstalente: „Bei so viel körperlicher Belastung ist für mich vegane Ernährung mittlerweile ein Muss – ich habe dadurch viel mehr Energie und mein Körper kann so besser regenerieren, da es nicht zu Übersäuerung in den Muskeln kommt.“

Heute berät die 26-Jährige Kunden auf der ganzen Welt, die alle über Social Media oder Freunde auf sie aufmerksam geworden sind und ist glücklich darüber immer mehr Menschen für einen gesunden Lifestyle begeistern zu können: „Über die Ernährung und den Sport kann man seinen Lebensstil super optimieren und durch Instagram habe ich die Möglichkeit die Lebensqualität, die ich dadurch gewinne, mit meiner Community zu teilen. Ich hoffe den ein oder anderen zu motivieren, sich mehr damit auseinander zu setzen.“

Holistische Ernährung ist nicht nur ein Trend, sondern auch eine Investition in die Zukunft: „Mit Hilfe von holistischer Ernährungsberatung hat man die Möglichkeit die Ernährung so anzupassen, dass die Gesundheit und somit auch bestimmte Krankheitsbilder positiv beeinflusst werden. Während andere vielleicht Kleidung shoppen, gehe ich in einen Biomarkt oder zu meinem Lieblingshändler auf dem Wochenmarkt – das ist für mich das perfekte Shoppingerlebnis und die beste Investition.“

Wochen-Challenge für den Anfang

Bei der Ernährungsumstellung sind radikale Veränderungen keine Lösung und würden eher zu Frustration führen: „Ich rate immer dazu, die Ernährung schrittweise umzustellen und sich kleine Challenges vorzunehmen. Zum Beispiel mal einen Tag lang auf den Zucker im Kaffee oder auf Fleisch zu verzichten. Später dehnt man das auf eine Woche aus und schneller als gedacht wird es zur Gewohnheit. So kann man sich schrittweise an die Umstellung gewöhnen und kleine Erfolgserlebnisse genießen.“ Ein weiterer Trick von Marisa ist es, mehr Gemüse in die Ernährung einzubauen. „Aber einen Cheatday in der Woche darf man sich durchaus erlauben, die beste Wirkung hat eine Ernährungsumstellung, wenn sie Spaß macht und man glücklich ist.“

Marisa bereitet sich am liebsten Bowls zu. Bei dieser dürfen die drei wichtigen Makronährstoffe nicht fehlen: Kohlenhydrate sind bei dieser Variante (siehe Foto) in der Quinoa-Reismischung enthalten, Kichererbsen sind die Proteinquelle und Avocado und Hanfmus im Dressing liefern die Fette. Die Bloggerin ist ein großer Sprossen-Fan – diese können zum Beispiel aus Alfalfa-Samen selbst angesetzt werden: „Dafür die Samen in einem Keimglas acht Stunden in Wasser quellen lassen, danach das Wasser abgießen und fünf Tage lang immer zweimal täglich gut durchspülen.“ Alfalfa-Sprossen werten besonders die Geschmacksträger in einem Gericht auf. Marisa nimmt diese für alle salzigen Gerichte.

Marisa hat aber nicht nur ihren Instagram-Kanal, über den sie die Menschen erreicht sondern seit einiger Zeit auch einen Podcast. Mit ihren Podcasts auf dem Kanal „Jetzt mal Ehrlich“ auf Spotify spricht Marisa Themen an, über die eher wenig gesprochen wird: „Podcasts sind für mich neben Instagram eine weitere Möglichkeit über wichtige Themen zu sprechen und ich traue mich auch gerne dabei Tabuthemen anzusprechen.“

Marisa Hofmeister mit ihrem Hund und treuem Joggingpartner Barney.

Falls ihr jetzt Lust auf Kochen bekommen habt: Für Mahlzeit hat die Sportlerin das Rezept für eine vegane Bowl verraten  >>>

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Instagram Husband Ben Kauer im Stylecheck

Wer die Stuttgarter Bloggerszene verfolgt, wird den Nachnamen Kauer bereits von Bens Ehefrau und Bloggerin Karo Kauer kennen. Wir haben nun auch Ben für einen Stylecheck getroffen und das Phänomen Instagram Husband genauer untersucht.

Stuttgart – Die Intention Blogger zu werden, hatte Ben Kauer nie: „Ich bin eigentlich nur durch meine Frau dazu gekommen. Wenn wir unterwegs waren, um für ihren Account Bilder zu machen, war es irgendwann auch logisch, dass ich mich mal vor die Kamera stelle und nicht immer nur der Fotograf bleibe.“ Dass die Followerzahl schnell wuchs, war nach dem Durchbruch von Karo auf Instagram kein Wunder. Heute teilt der 39-Jährige auf seinem Account Outfit-Inspirationen, lustige Storys und lässt die Follower an seinem Familienalltag mit Ehefrau und Bloggerin Karo und Tochter Sophie teilhaben.

Das Phänomen #instagramhusband

Die Männer, die sich hinter erfolgreichen Bloggerinnen verbergen und ihrer Funktion wegen früher eher hinter der Kamera blieben, kriegen nun auch eine Stimme auf Instagram. Seit November 2018 hat dieses Phänomen einen Namen – mit dem Hashtag #instagramhusband wurden vor knapp einem halben Jahr die ersten Bilder gepostet. „Durch das Bloggen habe ich die Möglichkeit den Followern mehr Einblicke in das Making-Of eines Instagram-Accounts zu geben. Die Mehrzahl meiner Follower kommt ja aus Karos Community.“

Eine erfolgreiche Instagram-Family

Bevor Ben mit seiner Ehefrau zusammen Instagram eroberte, war der gelernte Bürokaufmann als Werbefotograf tätig und leitete seine Agentur: „Heute sind wir mit dem Bloggen so ausgelastet, dass für andere Berufszweige wenig Zeit übrig bleibt. Seit einigen Monaten sind wir auch auf YouTube aktiv. Meine Frau dreht regelmäßig Vlogs, um mit den Videos das abzudecken, was für Instagram zu viel an Content war und ich bin dann für den Schnitt verantwortlich.“

Die Familie darf bei Ben nie fehlen, deshalb war die Anwort auf unsere Frage, was der Blogger für 500 Euro am liebsten machen würde keine Überaschung: „Ich würde damit gerne einen Ausflug mit meiner Tochter und Ehefrau in die City machen und Schuhe shoppen gehen.“ Was den Stuttgarter Stil angeht, so findet Ben, dass dieser eher verhalten ist: „Man will hier im Ländle einfach nicht unnötig auffallen.“

Modetechnisch sind für Ben Business-Hemden mit kurzen Ärmeln und Haremshosen ein No-Go. Wir haben uns die Zeit genommen und uns das Outfit des 39-Jährigen genauer angeschaut – hier kommen die Details.

Bens Outfit:

Jacke: Bomberjacke von Hugo Boss. Erworben in Metzingen.

Pullover: Ein Strickpullover von Nowadays hat der Stuttgarter in einer Outfit-Box von Box40 in einem Abo-Modell entdeckt.

Schuhe: Schwarze Stiefel von The Last Conspiracy hat Ben bei einem Städtetrip in Köln gekauft.

Hose: Die schwarze Jeans von Brooklin Supply Co. hat der 39-Jährige online erworben. Das Modell war ursprünglich nicht Destroyed – die Cut-outs an den Knien hat Ben in einer DIY-Session selber ergänzt.

Mütze: Modell von Acne Studio. Online erworben.

Uhr: Dieses Modell stammt von einer Stuttgarter Manufaktur Tastemaker.

Ring: Den goldfarbenen Ring hat Ben in einer Boutique in Paris während des letzten Städtetrips gekauft.

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Snowboardfilm „Potatoheads“ feiert in Stuttgart Premiere

Am 1. Dezember präsentiert Grotesque zusammen mit ihrer Crew Kartoffelpack den neuen Snowboardfilm „Potatoheads“ im Delphi. Wir haben den Filmer und Cutter Max Wildenmann getroffen und mit ihm über low-cost Boarden und die Snowboardszene in Stuttgart gesprochen.

Stuttgart – Hinter Grotesque verbirgt sich ein Kollektiv an Snow- und Skateboardern, die mit ihrer Crew seit vielen Jahren Videos produzieren und nun das Großprojekt „Potatoheads“ verwirklicht haben. Der full-length Film ist eine leidenschaftliche Hommage an den Schwarzwald, wo die Crew in den letzten zwei Jahren gemeinsam viel Zeit verbracht hat und tolle Aufnahmen für das aktuelle Snowboardvideo produzieren konnte.

Amateuer Snowboarden auf hohem Niveau

Ein Teil der Aufnahmen wurde in den nördlichen Alpen gemacht. Das Team will aber auch und vor allem zeigen, dass man nicht immer in die Alpen fahren muss, um professionellen Wintersport auszuüben. „Snowboarden gilt mittlerweile als eine überteuerte Sportart und wir zeigen, dass es auch anders geht. Bei unserem Film haben wir das Budget ganz niedrig gehalten und sind ein Beispiel dafür, dass man auch so diese Sportart auf einem hohen Niveau ausüben kann“, erklärt Max. Gebraucht wird lediglich ein Auto zum Hinfahren und natürlich die Snowboard- und Filmausrüstung. „Da wir meistens abseits der Pisten fahren, brauchen wir auch keinen Skipass und laufen einfach die Hügel hoch“, erklärt der Stuttgarter.

Für den 34-Jährigen, der hauptberuflich als Verkehrsingenieur tätig ist, ist Snowboarden mehr als nur eine Sportart – es ist sein Lebensstil: „Ich bin sehr gerne draußen in der Natur und noch schöner ist es, wenn man sich dabei bewegen und das Ganze auch noch filmen kann.“

Der Name Kartoffelpack ist den Jungs beim Boarden eingefallen: „Wenn gefilmt wird, muss der Fahrer dem Kameramann ein Kommando geben, damit er losfährt. Der Kameramann ruft daraufhin ein Feedback zurück. Irgendjemand aus dem Team hat angefangen immer ‚Kartoffel‘ beim Losfahren zu rufen und zurück kam vom Kameramann als Antwort mal ‚Sack’, mal ‚Pack’. Wir sind beim Namen ‚Kartoffelpack‘ geblieben.“

Die Snowboardszene in Stuttgart findet Max mittlerweile schwer einzuschätzen: „Allgemein gibt es in Stuttgart heute weniger Snowboardshops und es finden auch immer weniger Events statt. Die Skateboardszene ist dagegen viel präsenter.“ Möglicherweise ist das ganz dem Klimawandel zu verdanken – heute muss man doch ein Stückchen weiter in die Berge fahren, um zugeschneite Pisten zu finden. Trotzdem gibt Max seinen Traum von einem urbanen Snowboardfilm nicht auf: „Sollte dieser Tag mal kommen, an dem in Stuttgart ganz viel Schnee liegt, werden neue Videos entstehen.“

Nach Weingarten, Innsbruck und Neustadt kommt der Film „Potatoheads“ nun am 1. Dezember nach Stuttgart ins Delphi. Karten können im VVK erworben werden und und hier gibt es schon einen kleinen Vorgeschmack.

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