Puakea: Kunstvolle Blumen-Kreationen aus Stuttgart

Aus Liebe zu Blumen verschrieb sich Valerie-Sophie Sand der Floristik und machte daraus einen Beruf. Mit Puakea und kunstvollen Kreationen will sie nun positive Energie in ihre Umgebung bringen. Ab dem 4. April ist das Atelier für Blumen auf dem Stuttgarter Wochenmarkt zu finden.

Stuttgart – „Blumen machen glücklich“, diesen Satz kann wohl jeder ohne langes Überlegen sofort unterschreiben – und auch Valerie-Sophie Sand findet: „Blumen sind etwas wunderbar Positives.“ Dass sie einmal als Blumenstylistin individuelle Sträuße kreieren würde, hätte sich die 26-Jährige wohl selbst nie erträumt. Doch sie suchte etwas, das nicht nur ihr, sondern auch anderen eine Freude bereitet und verschrieb sich deshalb vor gar nicht allzu langer Zeit der Floristik. Seitdem macht sie ihr florales Ding, schenkt jeder einzelnen Blume Raum zur Entfaltung. Gekonnt lässt sie dabei ihre Kreativität spielen, sodass am Ende nicht nur ein ganz individueller Strauß, sondern auch (florale) Installationen und Dekorationen für das Zuhause, Stores und Events entstehen.

Digitale Medien statt Floristik

Es ist schon irre, wie das Leben manchmal verläuft. Bei Valerie-Sophie spielte Fügung wohl schon immer eine große Rolle – „zur richtigen Zeit am richtigen Ort, daran glaube ich ganz fest“, betont die smarte Blondine. Aufgewachsen in der Pfalz entschied die 26-Jährige nach dem Abi recht schnell, dass sie nicht in Deutschland studieren wolle.

„Und dann hat’s mich nach Holland verschlagen.“ Genauer nach Maastricht. Dort studierte sie Kunst- und Kulturwissenschaften, spezialisierte sich auf Medien, im Master dann auf digitale Medien. Nach ihrem Abschluss fand Valerie einen Job in Stuttgart – bis dahin noch alles sehr weit weg von der Floristik. (Bis auf die frischen Blumen in ihrer Wohnung, wie sie uns verrät.)

So, und jetzt mache ich Blumen-Kreationen!

Und das war schließlich der Knackpunkt. Denn der Job war auch ziemlich weit weg von dem, was der 26-Jährigen eigentlich richtig Spaß macht. Nach Ausflügen ins Social-Media- und Projektmanagement merkte sie schnell: „Ne, dieser ‚9 to 5‘-Büro-Job ist nicht wirklich meins.“ Es folgte die Kündigung – und dann?

Durch die Blume

„So, und jetzt mache ich Blumen-Kreationen“, sei ihr erster Gedanke gewesen. „Aber keiner, der schon lange in meinem Kopf war.“ Es war wohl auch ein bisschen Intuition. „Ich habe mich einfach damit befasst und mich gefragt: Was bringt dir im alltäglichen Leben Freude?“

Valerie erinnerte sich an ihr Studium, an Maastricht und Holland – „und Blumen haben in Holland einen ganz anderen Stellenwert, gehören dort zur Grundausstattung in jedem Haushalt.“ Und nicht nur Tulpen. „Wobei ich auch sagen muss: In Holland habe ich sie lieben gelernt, weil es dort so viele tolle Tulpen gibt, die man hier so gut wie nie sieht.“

Anderen eine Freude bereiten

Außerdem sei ihr von Anfang an wichtig gewesen, etwas zu machen, das nicht nur ihr, sondern am Ende auch anderen eine Freude bereite. Doch bevor es richtig losging, folgte der Gedanke: „Moment, eine Ahnung von Blumen hast du jetzt nicht wirklich.“

Sie liebt Blumen und hat daraus einen Beruf gemacht: Blumen-Stylistin Valerie-Sophie Sand mit einer ihrer kunstvollen Kreationen

Valerie entschied sich gegen eine klassische Floristen-Ausbildung – sie wollte schließlich nicht das machen, was alle anderen schon machten – eignete sich ein bisschen Basic-Wissen in ihrem Blumenladen des Vertrauens in Maastricht an und fing, zurück in Stuttgart, einfach mal an.

Das meiste hat sie sich also selbst beigebracht, Inspiration und Tipps gab’s auf Instagram. Die selbsternannte Blumenstylistin steuerte daraufhin schon recht bald den Stuttgarter Wochenmarkt an – mit Tapeziertischen, Eimern für die Blumen, alles relativ simpel gehalten. Und sie freut sich: „Ich bin dort super gut aufgenommen worden.“

Jede Woche eine neue Lieblingsblume

Bleibt nur noch die Frage nach der Lieblingsblume zu klären. „Zur Zeit ist das der Island-Mohn, ansonsten bin ich eine Freundin des Tropischen und Außergewöhnlichen und ein Fan von duftenden Blumen.“  Da komme auch der Name Puakea mit ins Spiel. Denn ihr Auslandsemester verbachte Valerie auf Hawaii, dort hatte sie auch Hawaiikunde und „Puakea“ sei immer eines der Worte gewesen, das ihr besonders am Herzen lag. Gut, dass Puakea „weiße Blume“ heißt – passender geht’s nicht. Schicksal, Fügung, yeah.

Puakea: Atelier, Wochenmarkt und Blumen-Abo

„Ich möchte mit meinen Kreationen Alternativen zum traditionellen rund-gebundenen Blumenstrauß bieten, der es oftmals nicht schafft den Regeln der Floristik zu entkommen. Es sollen also immer individuelle Sträuße sein, die den einzelnen Blumen Raum zur Entfaltung geben und dabei trotzdem gemeinsam stimmig sind“, fasst Valerie ihren Job noch einmal selbst zusammen. Gerade ist sie auf der Suche nach einem Atelier im Stuttgarter Westen oder Süden. Dieses sollte sich im Erdgeschoss befinden, nicht zu groß sein und einen Wasseranschluss haben. Es wird kein Ladengeschäft sein, einmal die Woche werde sie aber eine Art offenes Atelier einrichten. Außerdem in the making: Ein Blumen-Abo – mit Vase. „Weil das fürs Gesamtbild einfach dazugehört.“

Ab dem 4. April findet man Puakea – Atelier für Blumen immer donnerstags und samstags auf dem Stuttgarter Wochenmarkt (Schillerplatz). Donnerstags 8 – 13 Uhr und samstags 8 – 13.30 Uhr. Zudem gibt es die Möglichkeit jederzeit individuelle Bestellungen aufzugeben oder auch ein Blumenabo inklusive Leihvase abzuschließen.

Mehr Infos:

puakea.de

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