Auf ein Bier mit der Philosophie im Club Zentral

„Auf ein Bier mit der Philosophie“ im Club Zentral behandelt mit der Frage nach dem Warum einen zentralen Bestandteil der Philosophie und somit auch eine wichtige Alltagsfrage der Generation Y. Wir haben mit den Machern gesprochen.

Stuttgart – „Viele junge Menschen stellen sich die Alltagsfragen: Warum mache ich das? Warum bin ich ein Mann? Warum bin ich eine Frau? Warum bin ich nichts von beiden?“ Emanuel Grammenos und Maria Dis, die gemeinsam die Veranstaltungs-Reihe „Auf ein Bier mit der Philosophie“ ins Leben riefen, richten sich mit dem Diskussions-Format gezielt an die 20 bis 35-Jährigen. Denn der Redebedarf ist groß, das Angebot jedoch sehr begrenzt. „Das Problem ist, dass sich die meisten Veranstaltungen und Talks eher an ältere Gruppen richten.“

Über Philosophie diskutieren

Emanuel, der selbst Philosophie studiert hat und sich für Social Media in der Politik begeistert, hat schon früh als Tutor gearbeitet, philosophische Vorträge gehalten und referiert. Ein reiner Frontalvortrag soll die Veranstaltung „Ein Bier mit der Philosophie“ aber nicht sein. „Im Optimalfall überwiegt die Diskussion“, so der 36-Jährige.

Das Format ist eine Idee, die unter dem Veranstaltungsprogramm kreuz & quer des katholischen Bildungswerk Stuttgart läuft. Dies kam sozusagen zeitgleich mit Maria Dis ins Haus, die Kunstgeschichte und Germanistik studiert hat und den Kunstclub in der Staatsgalerie leitete. Ziel war es, ein Format zu schaffen, welches die Bereiche Kunst, Kultur, Philosophie und Politik miteinander verbindet. Themen zu besprechen, die im Jetzt stattfinden, an den Orten, an denen sich junge Menschen aufhalten.

Philosophie und Musik vereinen

Maria und Emanuel, die sich bereits von vorherigen Kooperationen kannten, wollten weg von der klassischen Vortragssituation. In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Popbüro wurden im Club Zentral nun Musik und Philosophie vereint – die großen Denker und Denkerinnen des 20. Jahrhunderts greifbarer gemacht. An den Veranstaltungsabenden wechseln sich Live-Musik, Vortrag und Diskussion ab.

Auf ein Bier mit Michel Foucault

Der philosophische Rahmen der dreiteiligen Veranstaltungsreihe umfasst die Frage: Wie werden wir eigentlich zu dem, was wir sind? Die Intention der Macher ist es, eine gewisse Diskussionsspannung aufzubauen: „Mir ist es egal, ob das Publikum am Ende mit mir oder untereinander weiter diskutieren möchte. Hauptsache sie diskutieren“, so Emanuel.

Nach Ludwig Wittgenstein und Simone de Beauvoir, trifft man sich am Mittwoch, dem 28. November, mit Michel Foucault zum vorerst letzten Mal auf ein Bier. Das Thema des Abends: Wie wirkt die Gesellschaft auf uns? Das Ende von Marias und Emanuels Zusammenarbeit bedeutet das jedoch nicht: „Die Veranstaltung wurde wirklich gut angenommen.“

Für 2019 sei schon einiges geplant, so Emanuel. Auch im Hegeljahr 2020 sollen neue Philosophie-Club-Konzepte an den Start gehen.

Auf ein Bier mit Michel Foucault, Club Zentral, Beginn: 19 Uhr, Eintritt frei

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