Aktion Brieftauben: Post für Menschen in sozialen Einrichtungen

Die Aktion Brieftauben sendet Briefe, Postkarten und Gebasteltes an Bewohnerinnen und Bewohner in sozialen Einrichtungen, die im Moment keinen Besuch empfangen können. Jeder darf sich bei dieser generationenübergreifenden Initiative beteiligen.

Stuttgart – Das Coronavirus zwingt uns dazu soziale Kontakte stark einzuschränken. Besonders drastisch ist die Situation in sozialen Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, betreutem Wohnen oder psychiatrischen Einrichtungen. Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner ist der Besuchsverkehr eingestellt worden – eine belastende Situation auch für die Angehörigen.

Brieftauben-Aktion will Freude schenken

Deshalb hat sich Lena Haaf etwas einfallen lassen und die Brieftauben ins Leben gerufen. Die Initiative versendet Briefe, Postkarten und Gebasteltes an die Bewohnerinnen und Bewohner sozialer Einrichtungen – und jeder kann mitmachen. Einfach schreiben, malen, basteln und an die bereitgestellte Adresse senden.

„Menschen in sozialen Einrichtungen trifft das Besuchsverbot hart. Ich möchte nicht, dass sie sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, sondern die gleiche Gemeinschaft zu spüren bekommen, wie wir alle“, so Lena.

Ziemlich schnell haben sich zahlreiche Freiwillige gemeldet, inzwischen zählen die Brieftauben knapp 170 Briefeschreiberinnen und Briefeschreiber. „Ich bin überwältigt davon, wie viel positive Energie zu spüren ist“, sagt Lena. Die Aktion sei besser angelaufen, als sie es jemals erwartet hätte. Mit in ihrem Team sind Ann-Carolin Klumpp, die sich um Social Media kümmert, und Dorothee Bieler, zuständig für die Organisation.

Die Brieftauben kooperieren inzwischen mit der Caritas Stuttgart, Caleidoskop, der Diakonie Stetten und vielen kleineren Einrichtungen. „Wir senden die Briefe auch an Asylunterkünfte, wir wollen den Menschen dort die Botschaft senden, dass sie auch in der aktuellen Zeit nicht vergessen werden“, so Lena.

An Ostern haben die Brieftauben eine besondere Aktion gestartet und rund 135 selbst gebastelte Ostertütchen mit Schokolade an die Unterkünfte verteilt.

Die Rückmeldung aus den Häusern sei durchweg positiv, der generationenübergreifende Austausch kommt an. Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, das sei es, was sie zu so einer Aktion bewegt, so Dorothee auf der Homepage: „Wenn ich nebenbei dazu beitrage, jemandem ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, ist meine Mission erfüllt.“

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