Abschied vom Fluxus: Sebastian Riedmüller

Taschentücher raus: Die letzten Tage des Fluxus sind gezählt! In unserem Rückblick lassen wir die Menschen zu Wort kommen, die die Calwer Passage auf einzigartige Weise neu belebt haben.

Stuttgart – Wie der Name schon sagt, war (ist) das Fluxus ein Ort, an dem alles fließt. Veränderung als einzige Konstante, das zeigte sich auch in den vielen verschiedenen Ladenkonzepten. Einige waren von Tag eins dabei und werden ihren Laden auch erst mit Ende des Projekts zusperren. Andere versüßten die Passage nur einige Wochen, Monate oder Jahre.

Bier, Vibes, Weißwurst

Einer davon ist Sebastian Riedmüller. Den nennen alle eigentlich immer nur Sebbo. Nach dem Ende des Gin-Craze-Inbegriffs Botanical Affairs bescherte er uns Stuttgarts ersten Craft-Beer-Laden. Der war mehr als nur ein Shop und für 841 Tage Anlaufpunkt für alle Biertrinker oder Menschen, die Lust auf rekordverdächtig gute Vibes hatten. Manchmal gab es auch Weißwürste.

Sebbo ist längst gut gelaunt in Ludwigsburg tätig (siehe Bild) und plant munter seinen neuen Laden in Stuttgart. Bis es soweit ist, wollen wir auch ihn zu Wort kommen lassen. Denn es gibt wohl niemanden, der ernsthaft anzweifelt, dass der langhaarige Franke maßgeblich zum unvergleichlichen Fluxus-Gefühl beigetragen hat.

Sebbo in seinem alten Laden im Fluxus. Schnüff.

Es nimmt Abschied: Sebastian Riedmüller

Natürlich ist Sebbo nicht verschwunden. In seinem Restaurant Zum Riedmüller dreht sich immer noch vieles um Bier und fränkische Lebensart. Sein Weggang aus dem Fluxus war dennoch ein schwarzer Tag. Ob er das auch so sieht?

Wieso hast du beim Experiment Fluxus mitgemacht? Der Gründer Hannes Steim fragte mich damals, ob ich Interesse an einer Räumlichkeit im Fluxus hätte. Da musste ich nicht lange zögern. Bis heute bin ich ihm sehr dankbar dafür.

Wie lautet das Fazit deiner Zeit dort? Das Besondere am Fluxus war natürlich die Lage. Mitten in Stuttgart! Darüber hinaus war es überdacht und man konnte bei Regen trotzdem wunderbar feiern. Aber am Wichtigsten waren die ganz speziellen Menschen. Es war den ganzen Tag wie ein einziger Catwalk!

Was wird dir besonders fehlen? Die Atmosphäre der Anfangszeit. Da lag so viel Spannung und Neugierde in der Luft! Ansonsten ist man nach längerer Zeit auch ein bisschen froh, von dort weg zu sei – zumindest, wenn man jeden Tag dort verbracht hat.

Deine Fluxus-Highlights? Die unvergesslichen Nächte und Morgen, die wir dort verbracht haben. Äh, keine Details, versteht sich! Und natürlich meine Anfangszeit im Tatti mit Benni und „Vadder“ Marcus.

Mehr Sebbo: www.gimmecraftbeer.de

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