Abschied vom Fluxus: Holzapfel

Taschentücher raus: Die letzten Tage des Fluxus sind gezählt! In unserem Rückblick lassen wir die Menschen zu Wort kommen, die die Calwer Passage auf einzigartige Weise neu belebt haben.

Stuttgart – Aus drei Monaten wurden dreieinhalb Jahre: Das Experiment Fluxus hat vor allem gezeigt, dass es in Stuttgart auch mal anders geht. Dass die meisten Läden die Calwer Passage Ende Juni verlassen müssen, wird dadurch aber natürlich nicht weniger traurig.

Echte Abenteurer

Daran sind vor allem die wunderbaren Menschen in den Shops und Gastronomien Schuld. Und genau die wollen wir hier noch mal zu Wort kommen lassen: Jene Abenteurer also, die aus der gewagten Zwischennutzung einen für Stuttgart einmaligen Ort geschaffen haben. Wir fragen sie zum Abschied: Was war eigentlich das Besondere an diesem Ort? Woher kam diese eigentümliche Magie? Und vor allem: Wie wird es jetzt mit all diesen tollen Läden weitergehen?

Es nehmen Abschied: Moritz und Nina Holzapfel

Die zwei Holzapfels halten zusammen wie Gin und Tonic. Oder wie Espresso und Macchiato: Die Geschwister Nina und Moritz sind das, was man im Wrestling gerne mal „Tag Team“ nennt. Reicht uns aber nicht. Da kann es schon mal ein eigener Hashtag sein. #teamhandsome oder so. 2016 haben die beiden Um-die-Wette-Strahler das Café Bohème übernommen. Und jedwede Trauer über das Ende des schicken Schuppens gleich im Kein erstickt: Ihre Café-Bar Holzapfel sieht zwar anders aus, hat sich im Kern aber die urbane Lässigkeit und den unaufgeregten Chic erhalten.

Wieso habt ihr euch für eine Gastro im Fluxus entschieden? Wir fanden das Konzept von Anfang an spannend. Jeder kann sich hier individuell ausleben – und gerade für Neugründer oder Quereinsteiger wie wir es sind bietet es beste Voraussetzungen.

Wie lang wart ihr insgesamt dort? Ursprünglich hatten wir das Holzapfel als einjähriges Projekt geplant. Letztlich sind es dann aber doch zweieinhalb wundervolle Jahre geworden.

Das Fluxus entschleunigt

Was war das Besondere am Fluxus? Gerade durch die wechselnden, bunt zusammengewürfelten Konzepte war das Fluxus ein Anziehungspunkt für alle, die das Individuelle lieben. Natürlich aber auch die besonderen Veranstaltungen wie das Fluxus-Sommerfest, die diversen Block-Partys, die Rollerdisco oder Halloween.

Was wird euch am meisten fehlen? Das Fluxus entschleunigt. Es ist eine Insel. Mitten in der Stadt und doch abseits von Trubel und Hektik. Sicherlich wird uns genau das am meisten fehlen!

Und wie geht es jetzt weiter? Im Moment konzentrieren wir uns noch auf das, was gerade ist. Schließlich haben wir noch bis zum 14. Juli geöffnet und genießen jeden Tag in dieser tollen Atmosphäre. Aber soviel ist zu sagen: Es ist und bleibt spannend.

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