Ab ins Kino: Das sind unsere Film-Tipps zur Oscar-Nacht

Am Sonntag hallt es wieder über Hollywoods Hügel in die Welt: „And the Oscar goes to…“. Grund genug, um euch unsere Lieblingsfilme zu verraten, die am Wochenende in den Kinos im Kessel zu sehen sind.

Stuttgart – Ja, die Sonne scheint, aber Kinobesuche gehen doch eigentlich immer, Filmabende sowieso und die Oscar-Verleihung will man sich doch eigentlich auch nicht entgehen lassen. Vor allem wenn die Nächte noch kalt sind, right!? Das dachten wir uns auch und präsentieren euch unsere Lieblingsfilme, die wir gerade erst im Kino gesehen haben und die eine gar nicht mal so kleine (Film-)Rolle bei der Oscar-Verleihung spielen. Emotionen, Skurriles und richtig gute Lacher – die Filme haben es in sich und servieren von allem ein bisschen. Hier kommen unsere Tipps:

The Favourite

„The Favourite“ geht ganz klar – Achtung: Wortwitz – als Favorit ins Rennen um die begehrte Oscar-Trophäe. Denn mit zehn Nominierungen kann man sich ja fast schon easy zurücklehnen. Spannend bleibt es trotzdem, denn wie so oft schläft die Konkurrenz nicht.

Zur Story: England im frühen 18. Jahrhundert – der Krieg bestimmt das Geschehen, genauso wie Entenrennen und der Genuss von Ananas. Die gebrechliche Königin Anne (Olivia Colman) sitzt zwar auf dem Thron, doch ihre enge Freundin Lady Sarah (Rachel Weisz) regiert das Land an ihrer Stelle und kümmert sich auch noch um Annes Gesundheit und ihre Launen. Als das neue Dienstmädchen Abigail (Emma Stone) ihre Stelle antritt, schmeichelt sie sich schnell bei Sarah ein. Sarah nimmt Abigail unter ihre Fittiche und Abigail sieht ihre Chance, zu ihren aristokratischen Wurzeln zurückzukehren. Als die politischen Auseinandersetzungen Sarah zeitlich immer mehr in Anspruch nehmen, nimmt Abigail ihren Platz ein und fungiert fortan als Vertraute der Königin.

Innenstadt-Kinos: Am Samstag, 23. Februar, und Sonntag, 24. Februar, um 18 Uhr

Atelier am Bollwerk: Am Samstag, 23. Februar, um 17.50 Uhr und Sonntag, 24. Februar, um 15 Uhr

Green Book

„Green Book“ ist zwar nur für fünf Oscars nominiert, hat aber sehr gute Chancen mindestens zwei safe abzusahnen. Der unterhaltsame Film schildert herrlich komisch und zugleich tief bewegend die gemeinsame Reise von zwei sehr unterschiedlichen Männern: Pianist Don Shirley und Chauffeur Tony Lip. Zusammen erfahren sie Höhen und Tiefen, wodurch sich eine wundervolle Freundschaft entwickelt. Regisseur Peter Farrelly („Verrückt nach Mary“) zeichnet in seiner lebensnahen Tragikomödie, die auf wahren Begebenheiten beruht, ein authentisches Bild einer eindrucksvollen Reise in unruhigen Zeiten.

Zur Story: Der begnadete Pianist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) geht 1962 auf eine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten. Sein Fahrer ist der Italo-Amerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen), ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs und als Türsteher verdient. Der Gegensatz zwischen den beiden könnte nicht größer sein. Dennoch entwickelt sich eine enge Freundschaft. Gemeinsam durchschreiten sie eine Zeit, die von Gewalt und Rassentrennung, aber gleichzeitig viel Humor und wahrer Menschlichkeit geprägt ist. So müssen sie ihre Reise nach dem Negro Motorist Green Book planen, einem Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer, der die wenigen Unterkünfte und Restaurants auflistet, die auch schwarze Gäste bedienen.

Innenstadtkinos: Samstag, 23. Februar, und Sonntag, 24. Februar, um 15.15, 17.45 und 20.30 Uhr

Atelier am Bollwerk: Samstag, 23. Februar, 15 und 20 Uhr – Sonntag, 24. Februar, 12.40 und 17.40 Uhr

Bohemian Rhapsody

„Bohemien Rhapsody“ feiert auf mitreißende Art die Rockband Queen, ihre Musik und ihren außergewöhnlichen Leadsänger Freddie Mercury, der grandios von Rami Malek gespielt wird und zurecht als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert ist – eine von insgesamt fünf Nominierungen.

Zur Story: Freddie Mercury widersetzte sich Klischees, trotzte Konventionen und wurde so zu einem der beliebtesten Entertainer der Welt. Der Film erzählt vom kometenhaften Aufstieg der Band durch ihre einzigartigen Songs und ihren revolutionären Sound. Sie haben beispiellosen Erfolg, bis Mercury, dessen Lebensstil außer Kontrolle gerät, sich unerwartet von Queen abwendet, um seine Solokarriere zu starten. Freddie, der sehr unter der Trennung litt, gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Band für das „Live Aid“-Konzert wieder zu vereinigen. Trotz seiner Aids-Diagnose beflügelt er die Band zu einem der herausragendsten Konzerte in der Geschichte der Rockmusik.

Delphi: Samstag, 23. Februar, 17.15 Uhr – Sonntag, 24. Februar, 15.10 Uhr (OMU)

Kinothek Obertürkheim: Samstag, 23. Februar, 20.15 Uhr

Roma

Ihr fragt euch jetzt bestimmt: Was hat „Roma“, eine Netflix-Produktion, in dieser Liste zu suchen? Wir verraten es euch. Der Kunst-Film ist für zehn Oscars nominiert und wird am Sonntag, 24. Februar, um 18 Uhr in den Innenstadt-Kinos gezeigt! Fünf Jahre nach seinem bahnbrechenden Erfolg mit „Gravity“ kehrt Oscar-Gewinner Alfonso Cuarón mit seinem bislang persönlichsten Film zurück, seine erste mexikanische Arbeit seit „Y tu mama tambien“ aus dem Jahr 2001 – schwarz-weiß, brutal und emotional.

Zur Story: Cleo und Adela arbeiten für eine Familie aus der Mittelschicht in dem Viertel Roma in Mexico City. Sie wird angeführt von Sofia, die sich in Abwesenheit ihres Mannes um die vier Kinder kümmert und einen Weg finden muss, das Leben zu meistern. Cleo selbst erhält erschütternde Nachrichten, die sie die vier Kinder vernachlässigen lässt, obwohl sie ihr längst ans Herz gewachsen sind. Während auf den Straßen bewaffnete Milizen immer öfter mit Studenten zusammenstoßen, müssen die Frauen, durch verschiedene Klassen getrennt, das Leben gemeinsam meistern.

25 km/h

Ja, wir wissen es selbst auch: 25 km/h ist nicht für die Oscars nominiert. Aber, es ist ein besonders sehenswerter Film, finden wir. Bjarne Mädel und Lars Eidinger (was für ein perfektes Schauspieler-Duo!?) spielen Brüder und bekamen dafür zurecht den Ernst-Lubitsch-Preis. Side-Fact: Lars Eidinger könnte am Sonntag dennoch auch einen Oscar in den Händen halten. Denn „Werk ohne Autor“, bei dem er mitwirkte, ist für den besten ausländischen Film nominiert. Also: Daumen drücken.

Zur Story: Die Brüder Christian und Georg haben sich seit langer Zeit nicht mehr viel zu sagen. Als ihr Vater stirbt, beschließen sie gemeinsam die Mofatour zu machen, von der sie schon als Jugendliche träumten. Also geht es für die beiden vom Schwarzwald bis nach Rügen – bei konstant 25 Kilometer pro Stunde. Auf ihrem ungewöhnlichen Roadtrip erleben sie jede Menge Abenteuer und kommen sich auch wieder näher.

Kinothek Obertürkheim: Am Samstag, 23. Februar, um 17.30 Uhr

Immer einen Besuch wert: die Kinothek in Obertürkheim

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