48-Stunden-Livestream: Sperrstunde Stuttgart

Am Freitagabend startet um 18 Uhr im Foyer des Stadtpalais die „Sperrstunde Stuttgart“ – ein 48-Stunden-Livestream bestehend aus Techno, Theater und Installationen.

Stuttgart – Die „Sperrstunde Stuttgart“ ist ein multimediales Theaterexperiment zwischen Schauspiel, Tanz, Party, Film, Kunstinstallation und Performance. In Kooperation mit den Theatermachern Tacheles und Tarantismus, dem Pop-Büro Region Stuttgart und dem Schauspiel Stuttgart verwandelt sich das Foyer des Stadtpalais am Abend des 30. Oktobers ein ganzes Wochenende lang und ohne Unterbrechung in eine Clubraum-Installation, in der das Thema Stuttgarter Nachtleben während der Corona-Krise aufgearbeitet wird.

Ein pandemiegerechtes Kulturformat über das Nachtleben

Im inszenierten Clubraum treffen sich diverse Nachtgestalten. Rollen und Grundgedanken werden im Vorfeld dramaturgisch erschlossen, alles andere – zum Beispiel Sprechtexte und Regie – ergibt sich spontan vor Ort. Das Motto lautet: go with the flow! Umgesetzt werden die Szenen mit verschiedenen Gastschauspieler*innen des Schauspiel Stuttgarts und prominenten Gästen wie Autor und Designer Friedrich von Borries. Die Musik arrangiert der Stuttgarter Tech-House-Produzenten Helmut Dubnitzky exklusiv für diesen Abend. Ergänzt wird der Sound von der Stuttgarter Electro-Live-Band Revision sowie den DJs Candy Pollard und DINA (Boiler Room).

„Die Theatermacher möchten mit dem Stück Fragen aufwerfen: Was bedeutet die Corona-Zeit für die Clubkultur? Welche emotionale Bedeutung hat der Tanz? Welche Funktion hat der Exzess? Und was, wenn kein Tanz und kein Exzess mehr möglich sind? Die Performances behandeln zum einen metaphysische Fragestellungen, die sich in einer körperlichen Erfahrung durch das Erlebnis und den Tanz manifestieren. Zum anderen wird Theater zur Clubraum-Installation und spielt mit den Widersprüchlichkeiten der nächtlichen Streifzüge, der Melancholie, Einsamkeit, Schicksalsergebenheit, dem Nihilismus des Exzesses und der Ekstase im Rauschzustand.“

Wie sich das Stück entwickelt, wird sich erst im Laufe der 48 Stunden vor Ort zeigen. Gestreamt wird die „Sperrstunde Stuttgart“ 48 Stunden live, bis 1. November 18 Uhr, auf den Webseiten der beteiligten Partner.

Wer im Stadtpalais vorbeischauen möchte, kann das zu den jeweiligen Öffnungszeiten tun. Bitte beachtet die allgemein geltenden Corona- Sicherheitsmaßnahmen und habt Verständnis dafür, dass immer nur eine begrenzte Anzahl an Museumsbesucher*innen das Foyer betreten können. Der Zugang wird in zeitlichen Abständen und je nach Andrang reguliert.

Auch im Team wurde auf eine pandemiegerechte Umsetzung des Formates geachtet:

„Sämtliche Künstler*Innen, sowie das gesamte Technikteam haben sich eine Woche vor der Performance in häusliche Quarantäne begeben und sich kurz vor Beginn einer PCR-Corona-Testung unterzogen. Ein negatives Testergebnis ist die zwingende Anforderung für die Teilnahme an diesem Format. Außerhalb des geschaffenen Installationsraums gelten auch für alle Künstler*Innen selbstverständlich die geltenden AHA-Gebote. Lassen Sie uns gemeinsam ein pandemiegerechtes Kulturformat realisieren.“

Passt aufeinander auf!

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